Wie die Yen-Intervention der USA Deutschlands Schuldenkrise verschärft
Das hochverschuldete Japan droht zum Zentrum einer neuen Staatsschuldenkrise zu werden. Mit einer drastischen Intervention hat die amerikanische Notenbank die abstürzende Landeswährung Yen gestützt – mit Auswirkungen auf die deutsche Haushaltspolitik.
Der globale Finanzmarkt wirkt in diesen Tagen wie ein aufgewühltes Meer, dessen Wellen von einer Küste zur anderen schlagen. Alles hängt mit allem zusammen. Wenn das mit 240 Prozent seiner Wirtschaftsleistung hoch verschuldete Japan versucht, durch höhere Anleihezinsen Finanzkapital anzulocken, um seine abstürzende Landeswährung Yen zu stabilisieren, so schreckt das zunächst die Amerikaner auf.
Der Hintergrund: Der Yen war im Juli auf den niedrigsten Stand seit 1986 abgestürzt. Fast 164 Yen mussten pro US-Dollar aufgewendet werden. Eine solche Abwertung verteuert Importe – und auf die ist Japan vor allem im Energiebereich zwingend angewiesen.
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Das etablierte Interventionsschema im Weltwährungssystem: Die Notenbank muss US-Staatsanleihen verkaufen, um Dollar-Liquidität freizusetzen. Diese kann sie anschließend am Devisenmarkt gegen Yen tauschen, um die eigene Währung durch Verknappung zu stabilisieren.
Genau in diesem Fall wäre allerdings ein kleiner Finanztsunami auf die amerikanische Küste zugerollt. Im Zuge milliardenschwerer Verkäufe von US-Staatsanleihen wären in den USA die Zinsen weiter angestiegen. Angesichts des hohen Staatsschuldenstands von 125 Prozent des BIP würde der Schuldendienst der Vereinigten Staaten immer größere Teile des Haushalts binden.
Es ist nachvollziehbar, dass Washington daraufhin entschied, den strategischen Partner Japan an dieser Stelle zu stützen und sich selbst aus der Schusslinie des Anleihemarktes zu nehmen. Die Reaktion folgte schnell: US-Finanzminister Scott Bessent zog eine unmittelbare Brandmauer ein und stimmte sich eng mit seiner japanischen Kollegin Satsuki Katayama ab. Die darauffolgende konzertierte Aktion stellte sich wie folgt dar.
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Gemeinsam mit den Amerikanern erreichte das Volumen an einem einzigen Interventionstag etwa 59 Milliarden US-Dollar. Die USA verkauften dabei simultan Euro-Bestände und erwarben im Gegenzug Yen. In der Folge fiel der Euro zeitweise von über 187 auf unter 180 Yen – ein Rückgang von mehr als 4 Prozent, was am Devisenmarkt als Erdrutsch gilt. Der Euro wurde damit zum Kollateralschaden dieser Währungsoperation.
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Der Yen wiederum stabilisierte sich im Zuge der Doppelintervention. Der Dollar fiel von 164 auf nur noch 157 Yen – ebenfalls eine Korrektur von rund 4 Prozent. Gegenüber dem Dollar gab der Euro leicht nach. Der Yen konnte sich damit zunächst aus der unmittelbaren Absturzgefahr befreien. Fraglich bleibt jedoch, ob diese Intervention angesichts der strukturellen Schuldenprobleme Japans ausreichen wird.
Doch da der Finanzmarkt wie ein lebender globaler Organismus wirkt, spürten auch die europäischen Märkte dieses Beben. Denn mit der Notintervention geht auch für den deutschen Fiskus ein unmittelbares Problem einher. Japanische Investoren zählen zu den größten ausländischen Anlegern am europäischen Anleihenmarkt. Die Aussicht auf einen stärkeren Yen und ein höheres Zinsniveau in der Heimat könnte Kapital aus Europa und damit auch aus deutschen Staatsanleihen nach Tokio umlenken.
Die Folge: Die Nachfrage nach europäischen Anleihen sinkt, und der Abverkauf sorgt für steigende Zinsen auf breiter Front. Rollen die etwa 1,8 Billionen Euro deutscher Staatsschulden auf Bundesebene in den kommenden Jahren über Neuemissionen in die Zukunft, müssten sie zu höheren Zinsen refinanziert werden.
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Ein Zinsanstieg um ein Prozent führt mittelfristig zu 18 Milliarden Euro zusätzlicher Zinsausgaben, so die Faustregel für die Bundesschuld. Das kann sich schnell zu einem fiskalischen Fiasko entwickeln. Denn die Staatsausgaben in Deutschland steigen um sechs Prozent, während die Neuverschuldung im kommenden Jahr ebenfalls um etwa 5,5 bis sechs Prozent zunehmen soll.
Finanzminister Lars Klingbeil rechnet im laufenden Jahr mit etwa 30 Milliarden Euro Zinsausgaben, im kommenden Jahr bereits mit 42 Milliarden Euro. Dabei sind mögliche Verwerfungen am Anleihemarkt in dieser Kalkulation noch nicht berücksichtigt.
Das Problem verweist auf ein tief sitzendes Phänomen am weltweiten Anleihenmarkt: den sogenannten Yen-Carry-Trade. Dahinter verbirgt sich ein Mechanismus, der über Jahrzehnte die globale Finanzarchitektur und den internationalen Kreditstrom geprägt hat. Im Zentrum steht die Idee, dass sich Investoren – dazu zählen nicht nur Banken, sondern auch Pensionskassen und Staatsfonds – am japanischen Kapitalmarkt zu extrem niedrigen Zinsen verschulden, um den so erworbenen Kredit anschließend in höher verzinsten Anlagen auf der ganzen Welt zu investieren.
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Nicht selten dienen als Sicherheiten die so erworbenen Finanzpapiere, beispielsweise deutsche Staatsanleihen.
Und nun kommt der Yen ins Spiel. Die japanische Währung, die sich seit Jahrzehnten in einem Abwärtskanal gegenüber anderen Leitwährungen befand, lieferte eine zusätzliche Rendite, solange das Kapital nur lange genug investiert werden konnte. Dieser Mechanismus machte Tokio zu einer Drehscheibe für internationalen Kredit, der nicht zuletzt auch zur Ausweitung der chinesischen Immobilienblase beitrug.
Solange die japanischen Zinsen niedrig blieben, der Yen schwach war und weiter abwertete, funktionierte dieses globale Kreditmodell nahezu perfekt. Doch genau hier liegt nun die Achillesferse.
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Wenn die Amerikaner, deren Währung weiterhin das Zentrum des globalen Finanzsystems bildet, gemeinsam mit der japanischen Politik entscheiden, den Yen künftig zu stabilisieren und das Zinsniveau in Japan weiter anzuheben, ist dieser Finanzierungskanal, der auch die europäische Politik in den vergangenen Jahren mit ermöglichte, Geschichte.
Kredite, die einst billig aufgenommen wurden, verteuern sich. Investoren müssen ihre Positionen auflösen, Anleihen veräußern und Kapital zurückführen. Der Druck auch auf deutsche Staatsanleihen wird damit weiter zunehmen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Möglicherweise hätte es sich doch ausgezahlt, den amerikanischen Präsidenten nicht als Erzfeind zu betrachten, sondern als einen Handelspartner, der über eine stärkere Position verfügt.
Das Beispiel Japans oder auch die milliardenschwere Swap-Linie, die Argentiniens Javier Milei für kurze Zeit vom amerikanischen Finanzministerium erhielt, um eine Anleihenkrise zu überstehen, zeigt, dass die Vereinigten Staaten durchaus bereit sind, ihre geopolitischen Partner nicht im Regen stehen zu lassen. Deutschland und die Europäische Union aber zählen nicht mehr zu diesem engen Kreis.
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Solche Interventionen haben den selben Effekt wie das Bauen einer Sandburg am Strand bei Ebbe.
Sicher können da beeindruckende Gebilde entstehen die den ersten Flutwellen auch durchaus widerstehen, langfristig setzt sich das Meer durch, sprich die zu Grunde liegenden Fundamentalitäten ebnen die Burg ein und alles ist wie vorher.
Die Intervention ist relativ klein im Verhältnis zu den Schuldenbergen die sowohl Japan als auch die USA angehäuft haben, und diese Schuldenberge sind sozusagen „das Meer“.
Sehr schönes Beispiel. Genau so ist es.
Im Endeffekt wird der europäische Bürger wieder ein bisschen enteignet,
Das Finanzsystem kommt immer mehr ins Rutschen. Ziel = Neue Währung (wie auch immer, Gold o.ä.). Das ist auch der Grund, warum in der Politik Geld in vorhandenen Währungen heute keine Rolle mehr spielt. (sie rechnen inzwischen schon mit Billionen EUR !!!, totale Entwertung)
Man erinnere sich noch an den ehemaligen Finanzminister Schäuble, der mit spitzem Bleistift stolz auf die „schwarze null“ war. Da war die CDU noch i.O.
Heute geht alles den Bach runter, weil die Welt weiß, dass es über kurz oder lang ein neues Welt Finanz System geben muss.
Die schwarze Null: Mit vielen Milliarden wurde die EU stabilisiert, im Inland war kein Geld für den Erhalt der Infrastruktur da, das Ergebnis sehen wir heute. Danke CDU.
Genau, schwarze Null, aber die Infrastruktur zerbröselt. Genial.
Schäuble: Merkelförderer und Bonn-Berlin-Verschieber. NICHTS an dem ist/war „i.O.“
Krasser Gag. Wirklich lustig.
Schäuble und ein guter Finanzminister. xD
So rettet ihr eure Ersparnisse: Verkauft alle europäische Vermögenswerte. Kauft 2/3 US-Aktien und 1/3 Gold. Wenn das Verhältnis sich ändert, führt ein Rebalancing durch. Haltet außerdem physisches Gold (1 Gramm-Einheiten) und alte Silbermünzen um nach der kommenden Geldentwertung im Alltag durchzukommen.
Deutschland und die EU haben sich selbsverschuldet abgeschossen. Anstatt die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu stärken, verteuert man seine Energie künstlich, erfindet massenweise Bürokratiemonster, füttert Migranten aller Herren Länder durch und pumpt Milliarden in die Kassen ukrainischer Oligarchen. Die Wand nähert sich und man gibt Vollgas.
EILMELDUNG: China greift jetzt auch Pharmabranche an. Pfizer und AstraZeneca warnen vor tektonischer Verschiebung.
Unsere Pillen werden schon lange in China und in Indien gedreht. Bayer (die ehemalige Apotheke der Welt) und Hoechst sind längst perdu.
fragen wir doch einmal unseren Antifa Finanzminister, der hat bestimmt Fachwissen dazu.
Das ist nur das Amuse gueule dwr uns bevorstehenden währungspolitischen Rochaden, die endlich Xhina auf das zurechtstutzen muss was es wirklich ist.
Da dies mindestens 10 bis 15 Jahre zu spät kommt, wird es massive globale konjunkturelle Auswirkungen haben.
Bleibt nur zu hoffen das am Ende Japan, USA, und ggf Europa und Indien als Sieger hervorgehen….
Japan ist weit vor China (! DER Gegner, außer wenn man die Welt in eine Plandemie stürzt), UK und dann BELGIEN (selbst maximal verschuldet, aber 4.-größter US-Gläubiger!) der oberste US-Finanzier. Wenn die Japaner nicht mehr können – oder die Chinesen nicht mehr wollen – haben wir den Über-CRASH. Kommt.
Larsi wird es richten! 🤣🤣🤣🤣🤣
Sonderschulden sind gefragt.
Vertraut unserer Regierung bitte!
Das meine ich wirklich so.
Das haben die braunen Sozialisten auch schon gesagt. Rotgrüne Sozialisten sind zwar weniger brutal, aber finanziell in meinen Augen nicht vertrauenswürdiger.
Man nennt diese Schulden aber doch SonderVERMÖGEN.
Da kann man sehen, wie verrückt das ist
Klingbeil macht das schon
Sind sie volljährig?
So ist das halt, wenn sich ein Land Deppen als Regierende leistet. Ein Bundeskanzler, der diplomatisch nichts drauf hat, ein Finanzminister, der denkt, Schulden sind Investitionen, ein Verteidigungsminister der denkt er ist Napoleon, ein Innenminister, der Handlungsunfähig ist, u.s.w. und so fort. Und dazu eine v d.Leyen, die auf einen Präsident Trump und Präsident Putin arrogant herab schaut, selbst aber keinen Fuß auf den Boden bekommt. Diese europäischen, theoretischen Total Versager kapieren einfach nicht, dass Politik täglich im normalen Leben ausgehandelt wird und dass alles mit allem zusammenhängt. Und das wird uns zum Verhängnis werden, garantiert!
„Möglicherweise hätte es sich doch ausgezahlt, den amerikanischen Präsidenten nicht als Erzfeind zu betrachten, sondern als einen Handelspartner, der über eine stärkere Position verfügt.“
Eure täglichen Gags sind echt gut.
Du hasst die USA und liebst Russland?
Warum?
Wegen den Pädophilen.
Freimaurerei, also organisierter Kindesmissbrauch, ist in den USA ein Aushängeschild der „Demokratie“, jedoch in Russland so weit es geht verboten.
Da ihr es nicht wissen könnt, weil es nicht öffentlich ist, ich es aber organisiert habe.
Die Bundeskanzlerschaft von Friedrich Merz wurde durch Donald Trump ermöglicht.
Kalter Kaffee, lange bekannt. Obama hat Merkel protegiert.
Nehmen sie nicht so viel Drogen linke Verschwörungstheorien entstehen meist, wenn man zu viel Koks nascht
xD, der Gag war gut AntiFA.
Sie können gerne beim Weißen Haus in Washington D.O.C. anrufen und sich über mich informieren.
Dieser Regierungssitz weiß jederzeit meine Kennungen (Nicknames) im Internet.
Hier die Telefonnummer, Loser.
+1 202-456-7041
Wie abgesprochen…
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/merz-schenkt-trump-geburtsurkunde-von-deutschem-vorfahren-kallstadt-100.html
… und daher weiß.