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Rekordkredit

Nach 52 Prozent Gewinneinbruch – Jetzt gibt die EU Milliarden für Airbus frei

Airbus erhält von der Europäischen Investitionsbank (EIB) Zugang zu einem Rekordkredit in Höhe von drei Milliarden Euro. Parallel dazu kämpft der europäische Flugzeugbauer jedoch mit wachsenden finanziellen Schwierigkeiten. Im Wettbewerb mit Boeing verliert Airbus zunehmend den hart erarbeiteten Vorsprung.

Airbus erhält einen Rekordkredit (IMAGO/ABACAPRESS)

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Airbus erhält Unterstützung von einer EU-Einrichtung. Milliarden sollen in den nächsten Jahren in Zukunftstechnologien fließen – doch währenddessen hat Airbus mit finanziellen Problemen zu kämpfen und droht im Konkurrenzkampf mit Boeing Boden zu verlieren.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat dem europäischen Luftfahrtkonzern am Montag einen Rekordkredit in Höhe von drei Milliarden Euro zugesagt. EIB-Präsidentin Nadia Calviño bezeichnete die Vereinbarung als die größte Unternehmensfinanzierung in der Geschichte der Bank.

Eine erste Kredittranche in Höhe von einer Milliarde Euro wurde noch am selben Tag in Brüssel unterzeichnet. Die Freigabe der verbleibenden zwei Milliarden Euro soll schrittweise bis 2030 erfolgen. Das Geld soll Airbus in Frankreich, Deutschland und Spanien in Forschung, Entwicklung und Innovation investieren.

Laut EIB fließen die Mittel in Schlüsseltechnologien, integrierte Systeme, neue Fertigungslösungen, treibstoffsparende Antriebstechnologien sowie vernetzte Systeme für Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung. 

Die EIB mit Sitz in Luxemburg ist nach eigenen Angaben das „größte multilaterale Finanzierungsinstitut der Welt und einer der wichtigsten Geldgeber für den Klimaschutz“. Der EIB-Kredit ist zwar keine klassische Krisenhilfe im engeren Sinne, sondern vielmehr ein strategisches Instrument zur Stärkung der europäischen Technologiesouveränität. Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass Airbus derzeit mit erheblichen finanziellen Problemen zu kämpfen hat.

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Das erste Quartal 2026 fiel ernüchternd aus. Der Konzernumsatz sank im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 12,7 Milliarden Euro, während der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sogar um 52 Prozent auf 300 Millionen Euro einbrach.

Am stärksten traf der Rückgang die Sparte der zivilen Luftfahrt: Dort brach das EBIT um 84 Prozent ein. Airbus lieferte in diesem Geschäftsbereich im ersten Quartal lediglich 114 Flugzeuge aus – 19 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

Hinter diesen ernüchternden Zahlen stehen mehrere Probleme, die sich gegenseitig verstärken. Erstens belastet die Schwäche des US-Dollars die Geschäftsentwicklung: Da Airbus seine Flugzeuge überwiegend in US-Dollar verkauft, aber in Euro bilanziert, führt ein schwächerer Dollar dazu, dass die in Euro ausgewiesenen Umsätze und Gewinne sinken.

Zweitens belasten anhaltende Lieferkettenprobleme das Unternehmen. Teilweise stehen fertiggestellte Flugzeuge ohne Triebwerke auf dem Werksgelände. Auf dem Höhepunkt im August 2025 war von rund 60 Maschinen die Rede, die weitgehend fertiggestellt waren, jedoch auf ihre Triebwerke warten mussten. Hintergrund sind Probleme in der Fertigung beim Triebwerkshersteller Pratt & Whitney, die die gesamte Lieferkette ausgebremst haben. Airbus bemüht sich zwar um alternative Triebwerkslieferanten, doch ein kurzfristiges Umsteuern ist in der Luftfahrtbranche kaum möglich. Die Lieferschwierigkeiten belasten den Flugzeugbauer bereits seit mehreren Jahren.

Zu guter Letzt leidet Airbus – wie nahezu jedes andere in Europa ansässige Industrieunternehmen – unter den schwierigen Standortbedingungen in der Europäischen Union. Neben einer hohen Regulierungsdichte, umfangreicher Bürokratie sowie einer hohen Steuer- und Abgabenlast belasten insbesondere die hohen Energiekosten die Wettbewerbsfähigkeit. Die energieintensive Flugzeugproduktion, etwa bei der Bearbeitung von Aluminium, Titan und Verbundwerkstoffen, ist in Europa deutlich höheren Strompreisen ausgesetzt als an vielen außereuropäischen Standorten. Dadurch steigen die Produktionskosten spürbar. Dass die Energiekosten in Europa höher sind, liegt nicht zuletzt an der grünen Transformation, die EU-weit den Umbau der Energieversorgung hin zu erneuerbaren und wetterabhängigen Energieträgern vorantreibt.

Im Jahr 2025 betrug der durchschnittliche Industriestrompreis in Europa 16,87 Cent pro Kilowattstunde, in Deutschland sogar 17,99 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: In Ländern wie den USA, wo Airbus-Konkurrent Boeing seinen Hauptsitz hat, liegen die Industriestrompreise deutlich niedriger. Dort lag der durchschnittliche Industriestrompreis im selben Jahr bei lediglich 8,62 US-Cent beziehungsweise rund 7,9 Euro-Cent pro Kilowattstunde.

Ausgerechnet in dieser Phase, in der Airbus mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, verschärft Boeing den Konkurrenzkampf und beginnt, den Abstand zur Airbus-Dominanz aufzuholen, der sich seit der 737-MAX-Katastrophe aufgebaut hatte. Die beiden Abstürze von Boeing-737-MAX-Maschinen in den Jahren 2018 und 2019 hatten dem US-Konzern massiv geschadet – nicht nur mit Blick auf das Image. Die gesamte 737-MAX-Reihe, die das neue Prestigemodell werden sollte, erhielt weltweit ein Flugverbot.

Seit dem Amtsantritt des neuen CEO Kelly Ortberg im Jahr 2024 normalisiert sich die Lage jedoch zunehmend, und der Hersteller befindet sich wieder auf Wachstumskurs. Boeing lieferte 2025 rund 600 Flugzeuge aus – zwar weniger als Airbus mit 793 Maschinen, aber deutlich mehr als in den Krisenjahren zuvor und so viele wie seit 2018 nicht mehr. Noch bedeutsamer ist die Entwicklung bei den Neuaufträgen: Mit 1.075 Nettoaufträgen lag Boeing 2025 erstmals seit 2018 wieder vor Airbus, das im selben Jahr auf 889 Nettoaufträge kam. Boeing produziert die 737 MAX inzwischen wieder und baut die Produktionskapazitäten schrittweise weiter aus.

Auch geopolitisch erhält Boeing zusätzlichen Rückenwind: Erst kürzlich wurde bekannt, dass Boeing seinen ersten großen Verkauf nach China seit fast einem Jahrzehnt erzielt hat. Im Anschluss an das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping Mitte Mai wurde eine Vereinbarung über den Kauf von 200 Flugzeugen bekannt gegeben. Der Auftrag gilt als wichtiger Durchbruch für den US-Luftfahrtkonzern.

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16 Kommentare

  • Fliegen fürs Klima, oder wie darf man sich das vorstellen?

  • „Wer soll das bezahlen?

    Wer hat das bestellt?

    Wer hat so viel Pinkepinke?

    Wer hat so viel Geld?“

    Natürlich der europäische Steuerzahler!!!

  • Und bald gehen die Lichter aus.

  • Die haben doch angeblich so viele Bestellungen. Weshalb werden die dann so hoch subventioniert?

  • Air-Bus ist mir zu blöd hier im Ort und unsere Brachflächen sind noch immer zu klein für eine Landebahn. Für eine AN 2 reichen sie aber erwiesenermaßen aus. Aber ein Omnibus für den Nahverkehr wäre seit DDR Zeiten hier im Ort mal wieder ganz nett.
    AIR-Bus ist natürlich wichtiger!
    Für viele hier würde schon ein KLEIN-Bus genügen – und der muss nicht mal fliegen können!

  • Normal im realexistierenden Sozialismus der EUDssR

    • Einfach Kriegstüchtige Flugzeuge bauen. Die können dann abgeschossen werden und Uschi kann neue bestellen. Ob es da Provisionen gibt?

  • Normal in einer Kakistrokratie.

  • Es ist herrlich zu sehen, wie eine Mafia der EU die Steuergelder an NGO´s, kriminelle Vereine und Politiker und verlogene Pharma-Ganoven verteilt. Nebenbei noch ein paar Milliarden Steuergelder von den EU-Bürgern stehlen um Krieg in der Ukraine zu spielen und Europa restlos zu vernichten!

    • @niklant Zur Aussage: „Im Wettbewerb mit Boeing verliert Airbus zunehmend den hart erarbeiteten Vorsprung“.

      Die haben sich keinen Vorsprung erarbeitet es war das Missmanagements der Boeing die ihnen in die Karten spielten.

  • Airbus ist offenbar der Hartzer der Rüstungsindustrie.

  • Normal in einer Kleptokratie.

  • Anstatt die wirklichen Probleme an zu packen wird einfach wieder Geld verschleudert und Strukturen beibehalten, die auch dieses Geld kaputt machen, ohne dass das Unternehmen wettbewerbsfähiger wird. Willkommen in der Planwirtschaft!

  • Mehr schreib ich nicht.

  • Also einen Kredit für Airbus von der EU um die negativen Folgen der EU Politik abzufedern.
    Irrsinn.
    Und was macht der Mittelständler?

  • Europäische Politik schrottet die Wirtschaft in Europa und Politiker kommen jeden Monat mit neuen Vorschriften um die Ecke, die die Situation weiter verschlechtert.

    Wenn sie aus Europa einen dritte Welt Kontinent machen wollen, schafft die EU-Politik das locker.
    Wir dies als Land ablehnt, muss zum Feind dieser totalitären Einrichtung namens EU werden.

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