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Braunschweig

Nach fast 400 Jahren: Brauerei unter anderem wegen zu hoher Energiekosten insolvent

Nach fast 400 Jahren meldet das Braunschweiger Hofbrauhaus Wolters Insolvenz an. Grund dafür sind unter anderem die gestiegenen Energiekosten sowie ein zu geringer Absatz.

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Noch im Jahr 2010 war das traditionreiche Hofbrauhaus Wolters Hauptsponsor des Fussballvereins Eintracht Braunschweig. (imago sportfotodienst)

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Seit 1627 braut und verkauft das Braunschweiger Hofbrauhaus Wolters Bier – gegründet wurde sie inmitten des dreißigjährigen Krieges. Trotz massiver Schäden durch den Zweiten Weltkrieg wurde die Brauerei wieder aufgebaut und erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung. Doch die gestiegenen Produktions- und Energiekosten zwingen die Brauerei jetzt, nach rund 400 Jahren, in die Insolvenz.

Am Freitag meldete das Brauhaus beim zuständigen Amtsgericht in Braunschweig Insolvenz in Eigenverwaltung an, wie die Braunschweiger Zeitung berichtet. Neben den hohen Kosten setzt auch ein anhaltend geringer Absatz dem Unternehmen zu.

Nach Berichten der Zeitung plant das Hofbrauhaus, den gesamten Geschäftsbetrieb zu restrukturieren und sich wirtschaftlich neu zu ordnen. Zudem würden aktuelle globale Krisen die Lieferketten belasten. Das wirke sich wiederum auf die Logistikkosten aus. Dennoch werde man den Geschäftsbetrieb unter „zunehmend anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“ fortsetzen, zitiert die Zeitung aus einer Pressemitteilung der Brauerei.

Begleitet wird das Verfahren von der Kanzlei Eckart-Rechtsanwälte. „Wolters ist ein traditionsreiches und regional stark verwurzeltes Unternehmen“, erklärt Kimon Kantes, Rechtsanwalt der Kanzlei. „Ein Eigenverwaltungsverfahren eröffnet dem Unternehmen nun die Chance, den strukturellen Herausforderungen der Branche nachhaltig zu begegnen.“

Das Brauhaus Wolters strebt bei der Sanierung insbesondere eine Ausweitung des Sortiments an alkoholfreien Getränken an. Man wolle sich zum „innovativen Getränkehersteller“ entwickeln. Zudem wolle man sich stärker auf den regionalen Markt fokussieren.

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Zunehmend melden traditionsreiche Unternehmen in Deutschland Insolvenz an. Zuletzt schloss im März dieses Jahres das Unternehmen Mocopinus, das seit über 160 Jahren im Holzbaugeschäft tätig ist, all seine Standorte in Deutschland. Von den Schließungen waren nach Berichten der Bild rund 270 Mitarbeiter betroffen (Apollo News berichtete).

sf

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14 Kommentare

  • Mich interessiert nur noch, was die gewählt haben 😉

    • Da alle etablierten Parteien die Energiewende unterstützen, ist es in Braunchweig wie fast überall im Westen nur 13,3% haben eine Partei gewählt, die explizit gegen die Energiewende ist. In der Nachbarstadt Wolfsburg steigt die Zahl der Wähler dieser Partei gerade stark an. Dort hat keine kleine Brauerei Probleme mit von der Bundespolitik verursachten Problemen, sondern Volkswagen.

  • Wenn dich ein Weltkrieg nicht kaputt macht, teure Energie dank CO2 Steuern bestimmt.
    Ich bin wirklich mal gespannt, ob der Michel so lange „weiter so“ wählt, bis nichts mehr übrig ist.

  • Insolvenzanwälte haben schon seit Jahren Hochkonjunktur 👨‍🎓

  • Niedersachsen haben entsprechend gewählt. „Ist halt so“ würde Robert sagen.

  • Was haben die so gewählt?

  • Die Mitarbeiter sollten mal vor den Parteizentralen so protestieren, wie das grün links gegen von Ihnen erfundene Nazis tut. Ein sportliches Prost!

  • „unter anderem“

    Bier macht fett und träge.

    • nicht wirklich

    • Bei Ralf A. scheint der Denkapparat nicht nur träge zu sein, sondern bereits vollständig ausgefallen…

  • Dann haben die Braunschweiger endlich mal die Chance wirklich gut schmeckende Biere kennen zu lernen. „Wolters oder Wolters nicht?“ ist außerhalb der Stadt ein geflügelter Spruch. Und im Grunde alle Nicht-Braunschweiger wollten es nicht 😉 – PS: Die Hannoveraner werden sicher mit einem guten Pils aushelfen *breitgrins*

    • Hannover? Die Stadt ist doch nichtexistent wie Bielefeld

  • Nun ja … ca. 70% wollen das genau so !! Das Erwachen wird wie in Venezuela sein , der Reichste Staat in Südamerika in nur wenigen Jahren zu den Ärmsten Staat in Südamerika durch die Linksfaschisten !!!
    Die CDUCSU hat sogar mit Merkel dabei geholfen … von Kauder hört man gar nichts mehr und de Misere will uns überreden , das zu akzeptieren !!
    Man ist nur noch fassungslos um reibt sich die Augen , wie die Partei CDUCSU überhaupt so etwas zulassen konnte ?? Ich glaube heute , dass zu viele Frauen in der Politik und Justiz einem Land eher Schaden und nicht helfen !!

  • Wolters hat in den 90ern noch gute Verträge mit Wirten machen können. Die Hälfte der Braunschweiger Lokale verkaufte Wolters.

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