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Strukturkrise

Exporteinbruch in allen Branchen – besonders die Automobilbranche ist nicht mehr wettbewerbsfähig

Deutschland war jahrzehntelang Exportweltmeister – doch die deutschen Ausfuhren schrumpfen seit Jahren. Besonders die Energiepreise lassen keine gute Zukunft erwarten. Der politisch angeheizte Optimismus ist längst wieder verflogen.

Während die Exporte schwächeln, wurden 2025 fünf Prozent mehr Waren importiert – zum Beispiel Autos des Stellantis-Konzerns. (IMAGO/Jochen Eckel)

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Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich zuletzt weiter verschlechtert. Die ifo-Exporterwartungen sanken im Mai auf minus 5,5 Punkte, nachdem sie im April noch bei minus 1,2 Punkten gelegen hatten – eine deutliche Eintrübung. Besonders angespannt ist die Lage in der Automobilindustrie: Nach vier Monaten des Optimismus rechnet die Branche nun wieder mit klar rückläufigen Exporten.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hatte bereits im Januar darauf hingewiesen, dass die Exporte der Branche im Gesamtjahr 2026 wohl zurückgehen werden. Die Experten hatten bei den Pkw-Exporten aus heimischen Werken deutscher Hersteller einen Exportrückgang um ein Prozent auf 3,14 Millionen Fahrzeuge erwartet. Gleichzeitig prognostizierte der VDA, dass auch die Inlandsproduktion um ein Prozent auf 4,11 Millionen Einheiten sinken werde.

Die Eintrübung der Exporterwartungen, die sich aktuell abzeichnet, ist jedoch keineswegs eine neue Entwicklung. Bereits in den vergangenen Jahren sind die deutschen Industrieexporte kontinuierlich zurückgegangen. Im Gesamtjahr 2024 sanken die deutschen Exporte um 1,0 Prozent. Bereits 2023 war der Wert um 1,4 Prozent zurückgegangen. Für das Gesamtjahr 2025 ergab sich lediglich ein marginales Wachstum von 0,9 Prozent. Seit Anfang des laufenden Jahres zeichnet sich wieder eine Fortsetzung des Negativtrends ab.

Besonders schmerzhaft waren zuletzt die Einbußen auf dem wichtigsten Einzelmarkt USA: Im ersten Quartal 2026 gingen die deutschen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten gegenüber dem Vorjahr um 12,1 Prozent zurück. Der Exportüberschuss mit den USA schrumpfte dabei um 30,5 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro.

Hinter dem anhaltenden Exportrückgang beziehungsweise den zusehends durchwachsenen Exporterwartungen für die Zukunft stehen jedoch nicht primär externe Faktoren wie die US-Zölle oder der Iran-Krieg. Die zentrale Ursache ist vielmehr die schleichende Erosion der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen – getrieben von den Standortkosten, die sich in den letzten Jahren immer weiter erhöht haben.

An erster Stelle stehen die hohen Energiekosten. Energieintensive Branchen wie Chemie, Stahl, Maschinenbau oder Automobilzulieferer sind von hohen Strom- und Gaspreisen direkt betroffen. Laut dem Energiedienstleister CUBE CONCEPTS lag der deutsche Industriestrompreis 2025 bei rund 17,99 Cent pro Kilowattstunde und damit über dem EU-Durchschnitt von 16,87 Cent. Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lag der Preis im Jahr 2000 noch bei 6,05 Cent pro Kilowattstunde – heute ist er damit nahezu dreimal so hoch. 

Neben den Energiekosten stellt die zunehmende Bürokratiebelastung den zweiten zentralen Wettbewerbsnachteil dar, der dazu beiträgt, dass der deutsche Außenhandel zunehmend an Stärke verliert. Laut einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vom März 2026 berichten 80 Prozent der Unternehmen, dass der Bürokratieaufwand in den vergangenen drei Jahren gestiegen ist. Mehr als die Hälfte spricht sogar von einem deutlichen Anstieg. Vor allem ein Übermaß an Berichtspflichten, komplexe Genehmigungs- und Zollverfahren sowie Lieferketten- und Klimaregeln – in erster Linie auf EU-Ebene – machen den Exporteuren zu schaffen.  

Hinzu kommt die hohe Steuerlast: Deutschland zählt seit Längerem zu den Ländern mit den höchsten Unternehmenssteuern in Europa. Auch dies ist ein erheblicher Kostenfaktor, der exportorientierte Unternehmen gegenüber Wettbewerbern in Osteuropa, den USA oder Asien strukturell benachteiligt.

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Doch nicht nur der Außenhandel leidet unter den hohen Standortkosten – auch die Profitabilität und die allgemeine Wirtschaftlichkeit der Unternehmen geraten dadurch zunehmend unter Druck. Der ifo-Geschäftsklimaindex, eines der wichtigsten Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft, spiegelt diese Entwicklung wider. Im April 2026 sank der Index auf 84,4 Punkte, nachdem er im März noch bei 86,3 Punkten gelegen hatte. Damit wurde der niedrigste Stand seit Mai 2020 erreicht.

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30 Kommentare

  • „Der Wirtschaft geht es gut, nur die Zahlen sind schlecht“; ex-Wirtschaftsminister.

    • Man würde sich wünschen es wäre ein Zitat von Heinz Erhardt oder Loriot …

    • @sam1
      …und eine Bäckerei, die nichts mehr verkaufen kann, geht nicht in Insolvenz…
      Auch hoch kompetent🫣.

    • Was sagt denn der Kanzler dazu?
      Der behauptet doch immer, dass wir doofen Bürger die ganzen tollen Maßnahmen seiner Regierung nicht verstehen und wir alle viel zu pessimistisch sind.
      Das hier müssen ergo fake news sein – wo sind die Faktenchecker?

  • Da gut 70% der Deutschen linke Parteien wählen, hält sich mein Mitleid stark in Grenzen.

  • Ein europäischer Automobilkonzern hat Umsatzwachstum, nämlich Renault. Dazu gehört auch Dacia, eine Marke die vor allen Dingen durch bezahlbare Verbrenner ohne viel Schnickschnack auffällt (aber auch das günstigste Elektroauto in Europa den Dacia Spring).
    Da hat man die Zeichen der Zeit erkannt. Das arbeitende Volk hat nach Steuern, Krankenkasse, Altersvorsorge, Lebensmittel und Wohnen weniger Geld übrig.
    In Deutschland baut man noch Autos als wäre es 2018.
    Nehmt mal den Kopf aus dem Sand.

    • Ein Fußballer hat in einem Interview mal gesagt: wir dürfen den Sand nicht in den Kopf stecken. Ich befürchte viele Wähler der Altparteien haben es trotzdem getan, Deshalb wird in der Wüste auch bald der Sand knapp, wie F.J. Strauss mal sagte.

  • Inzwischen ist es äußerst erklärungsbedürftig, warum Unternehmen nicht das längst anerkannte Recht in Anspruch nehmen und ihre jeweiligen Betriebe einfach schließen. Es kann schließlich nicht sein, dass die Politik fortwährend Anforderungen formuliert, denen selbst die beste Fabrik nicht zu genügen vermag. Eigentum verpflichtet zwar. Aber die Grenzen des Grundgesetzes sind spätestens dann überschritten, wenn Leistungen abverlangt werden, die kein Mensch erbringen kann.

  • Wen wundert das noch? Mit exorbitant hohen Energiekosten und Flatterstrom, kann ein Industrieland nicht überleben.

  • Früher mal Exportweltmeister von Deutscher Wertarbeit, dafür jetzt Importweltmeister von ausländischen Straftätern und illegaler Einwanderung in die Sozialsysteme. KGE freut sich und B-Bas will es noch „bunter“ haben. Merkel kriegt für jeden Illegal eingewanderten einen Orden von der Asyllobby.

  • Das ist gewollt. Dafür wird die Wärmepumpenindustrie bald boomen… 🙂

  • Hatte letzthin ein Meeting, einhellige Meinung der Manager: Schuld ist Trump, Ja nach Trump wirds besser.
    Die haben es noch lange nicht kapiert

  • Die Regierung Merz unter der Führung der 13% SPD wirkt. Halleluja!!!

    Und da warnt die Industrie noch immer vor der AFD? Warum, geht es Ihnen noch nicht dreckig genug?

  • Herr Märtin, sollte „deutscher Export“ nicht neu definiert werden ?

    Wenn wir das Geld, dass unsere Regierenden mit vollen Händen im Ausland verplempern und zerbomben, in die Definition einbauen, sind wir doch -schwupps!- wieder Exportweltmeister.

  • In der WiWo klingt das ganz anders…

    • WiWo ist in derselben Ecke gelandet wie die FAZ.

  • Die Politik ist willfährig der EU gefolgt, unsere Autobosse wie Diess, Zetsche sind willfährig und mit „HURRA, wir schaffen das!“ der deutschen Politik gefolgt. Nun stehen sie da, Porsche mit maximalem Umsatzeinbruch, ein ehemaliges Kronjuwel der deutschen Autobranche.

    Als letzter Notnagel soll nun wieder die E-Autoprämie herhalten: 6.000 EUR für ein neues E-Auto für Haushaltseinkommen (!) bis 40.000 EUR pro Jahr. Frage; was soll so ein gering verdienende Familie mit einem … neuen E-Auto!? Und selbst WENN: Ein Fahrzeug aus China (z.B Leapmotor, BYD) ist deutlich günstiger als ein ID.3 oder ähnliches. Und nun soll es der Steuerzahler hier wieder richten.

    „Automobilbranche ist nicht mehr wettbewerbsfähig“? Ihr habt es selber verk****, kann man da nur sagen. Seht zu, wie Ihr da wieder rauskommt. OHNE weitere Subventionen und Steuergelder.

  • Ich denke, wir exportieren immer noch genug, nur eben andere Waren (Windmühlen, Drohnen, Raketen) usw. Und wir bekommen eben kein Geld mehr dafür, sondern wir bekommen „Menschen geschenkt“, und die sind ja schließlich „wertvoller als Gold“, also bitte nicht alles so schwarz sehen…

  • Denke das das neue E-Käfer Modell,heißt dann „Freiheit“
    und der neue Volks E-Trabbi „Demokratie“ …mit voller Ladung voran 🙂

  • Deutschland ist „tot“. Danke an USA und Linke (Merkel, Habeck, Merz, KlingBas).
    Machen Sie sich von patriotischen Gefühlen frei – 2/3 der Bevölkerung stehen NICHT auf Ihrer Seite. Ziehen Sie Ihr Geld ab, wandern Sie aus. Fühlen Sie sich ein in die Situation von Juden 1930, dann 1938, dann 1944 – NOCH ist es „nur“ wie 1930.

    Fremdsprachen, Handwerk können Sie retten, Geistes“wissenschaften“ ganz sicher nicht. Wenn der linke Mob, Antifa+Migros, erst tobt, war es das, selbst für Polizisten.

  • Paperlapapp. Es beht uns gut. Wir haben Platz. Wir sind ein reiches Land und Einbrüche in der Wirtschaft sind einzig und allein auf den Fachkräftemangel zurückzuführen, der wiederum an den dunkeldeutschen Ossis und deren Nazigetue liegt.

    • Genau so ist es. Es fehlen nur noch 1 Mio Windräder und Lastenfahrräder, die wir wegen Trump nicht durch die Straße von Hormus importiert bekommen, danach läufts wieder richtig rund inkl. Umverteilung an illegale Migranten und Klimarettung.

  • So jetzt wird es langsam ungemütlich in Deutschland. Der Michel wird langsam aufwachen und es kommt Bewegung in die Sache. Schade was die Linken wiede alles zerstört haben und was wir hätten sein können, ohne diese Sozialistische Ader der deutschen Gutmenschen.

  • Wie bestellt, so geliefert. Es tut immer noch nicht weh genug, es darf gern noch viel schlimmer kommen, vielleicht gehen dann den gUtEn die Augen auf, wenn sie den Dreck ausbaden dürfen, den sie durch ihr Kreuzchen herbeigewählt haben. Deshalb kein Mitleid.

  • Werter Herr Märtin, dazu nur eine Frage:
    Wer hat den ganzen von Ihnen beschriebenen Schei…..drech denn eingerührt?
    WER ?
    Ein entsprechender, wenn auch nur kurzer Hinweis wäre in JEDEM AN-Artikel von allergößtem Wert. Um es mal vorsichtig zu formulieren.
    Sonst kapieren es Ihre Leser nicht!

    • sie wissen, was der Leser hier kapiert oder nicht? Sie schreiben hier auch noch unter verschiedenen User-Namen. Daher sind sie vollständig unglaubwürdig. Vor kurzem haben sie sogar versucht unter meinem User-Namen (nur mit zwei Punkten zu schreiben)

      • Eieiei.
        Sagen Sie mal – „Juerge.pr“ oder „Juerge ,pr“ oder wie auch immer Sie sich hier noch nennen – haben Sie noch alle Tassen im Schrank?
        Serienmäßig stumpfe oder poplige Nullwert-Kommentare hier (binnen Minuten nach dem Artikelerscheinen), aber eine anständige Paranoia, oder was stimmt mit Ihnen nicht? Ich muss mich doch sehr wundern, Sherlock.
        Sind Sie womöglich verwandt mit Herrn Merz oder Herrn Klingbeil und rekurrieren mit tränenfeuchtem Konfirmanden-Gesichtchen auf §188 StGB?
        Na Sie sind mir ja ein Musterdiskutant …
        Schönen pr-Abend noch, „Juerge“. 🙂

        • durch ihre letzte Einlassung zu meinem Kommentar (UN-Korruption) kann ich meine Behauptung belegen. Die Verwendung unter meinem Namen Juerge..pr kann ich auch belegen ( Kommentare sind noch zu lesen) Sie schreiben hier noch unter @ajadawajawat und @minutman (vielleicht noch mehr) Und sie schreiben seit fast zwei Jahren immer wieder ihre Einlassungen auf meine Kommentare (Ihre Schreibweise von Ihnen siehe Beispiele oben) Alle anderen User hier sollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Denn hier tummelt es in letzter Zeit nur so von Nicknamen-Klau oder Verwendung von Mehrfachnamen. Ich brauche jedenfalls nur einen User-Namen.

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        • @ Juerge.pr – 29.05.2026 um 21:23
          Wissen Sie, „Juerge“ oder was auch immer, ich gönne Ihnen ihr Fledermausland.
          Ehrlich.
          Auf jeden Fall war es eine überaus vielsagende wie lustige Erfahrung zu lesen, WER sich denn alles von meinem Kommentar – ruckizucki – angesprochen fühlt.
          Und? Sie wissen es!
          SIE waren der Erste, „Juerge“!
          Heyyy!
          Dann legen Sie noch Unterstellungen nach, die Sie nicht mal im Ansatz belegen wollen bzw. können … OOODER? DAS wäre doch mal interessant, Sherlock.
          Egal!
          Ach ich danke Ihnen „Juerge“, mein Abend ist gerettet – Dank Ihnen! Küsschen! 🙂

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        • Belege sind alle Einlassungen von Ihnen auf meine Kommentare(da reicht schon allein @denTeufelskuh) der letzten Monate. Die Einlassungen von @ajadawaawat und @minuteman zu meinen Kommentaren muss man auch nur nachverfolgen. Und bei ihrer Verwendung von juerge..pr wussten sie scheinbar nicht, dass ich angemeldet bin. Denn am nächsten Montag hörte die Verwendung unter meinem Nicknamen dann auch schlagartig auf. Und ihr Verweis von Ihnen, auf fehlenden Punkte war letztlich der endgültige Beleg, der mir noch gefehlt hat. Es ist abstoßend (Begriff von Ihnen) was sie hier tun.

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