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Regierungsbefragung

Klingbeil: „Ich brauche keine Zahlen“ als Beleg, um den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu rechtfertigen

Bei der Regierungsbefragung erklärte Bundfinanzminister Lars Klingbeil, dass er keine Zahlen brauche, um zu wissen, dass es richtig sei, auf erneuerbare Energien zu setzen. Er werbe für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien – auch ohne Datenbasis.

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Finanzminister Lars Klingbeil meint, er brauche keine Zahlen, um zu wissen, dass der Ausbau erneuerbarer Eniergien richtig sei. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Am Mittwochnachmittag mussten sich Finanzminister Lars Klingbeil und Bauministerin Verena Hubertz den Fragen der Abgeordneten im Bundestag stellen. Klingbeil erklärte dort, er brauche keine Kennzahlen, um zu wissen, dass es richtig sei, auf Erneuerbare Energien zu setzen.

Der AfD-Politiker Rainer Kraft wollte nämlich von Klingbeil wissen: „Für 100 Milliarden investiertes Steuergeld: Um wie viel verhindern wir den globalen Mitteltemperaturanstieg?“ Der Finanzminister antwortete, dass es Studien gebe, die die Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen im Klima- und Transformationsfonds belegen würden. „Wenn der Bedarf da ist, dann stelle ich Ihnen das gerne zur Verfügung.“

Dann ergänzte er: „Ich sage hier für mich sehr klar: Ich brauche keine Zahlen, um zu wissen, dass es richtig ist. Ich will es für mich sehr deutlich sagen: Ich brauche keine Zahlen, die belegen, dass ein Weg richtig ist, auf Erneuerbare Energien zu setzen.“ Er wolle nicht, dass Deutschland von russischem Gas oder von fossilen Energieträgern abhängig sei. Deutschland solle stark und resilient sein. Das lasse sich mit mehr Erneuerbaren Energien erreichen.

Von den Grünen wurde Klingbeil derweil in der Befragung kritisiert, weil er nicht genug für den Klimaschutz tue. Der deutsche Expertenrat für Klimafragen sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die deutsche Klimaschutzpolitik nicht ausreichend sei, da die Minderungsziele für 2030 und 2040 nach derzeitigem Stand nicht eingehalten werden könnten. Bis 2030 soll eine Verminderung des CO2-Ausstoßes um 65 Prozent und bis 2040 um 88 Prozent erreicht werden.

Ein Grünen-Abgeordneter wollte deshalb vom Finanzminister wissen, welche zusätzlichen Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden sollen. Lars Klingbeil antwortete, dass noch nie eine Regierung zuvor so viel in die Transformation investiert habe wie diese. „Wir brechen den Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht ab.“ Er werbe dafür, dass der Ausbau konsequent weitergehen solle.

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Später wurde Klingbeil von einem AfD-Politiker gefragt, ob es sinnvoll sei, bei Klimaschutzmaßnahmen weiter „Geld zu versenken“, obwohl der CO2-Ausstoß 2024 und 2025 gleich geblieben sei. Der Minister antwortete, dass es „sinnvolle Maßnahmen“ seien, wenn man Menschen dabei unterstütze, auf Elektroautos umzusteigen oder Wärmepumpen auszubauen und einen Industriestrompreis einzuführen. Solche Maßnahmen würden die Energiepreise senken und „Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum in diesem Land halten“.

mra

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112 Kommentare

  • Einfach unfassbar.

    132
    • Nicht, wenn man das Hirn hinter dem Namen kennt. Ideologen haben noch nie Zahlen gebraucht. Wozu auch, sie sind im Besitz der absoluten Wahrheit, da stört die Tatsache, dass 1+1=2 ist.

      103
      • Ich brauche keine Zahlen um zu sehen, dass diese Regierung entsorgt werden muss.

        • Stimmt. Leider sieht das der ÖRR-versiffte Dumm-Michel völlig anders. Der will nämlich, koste es was es wolle, bedingungslos untergehen, und zwar mit wehenden Regenbogen-Fahnen!

          9
      • das Problem ist, daß hinter diesem Namen kein Hirn ist

    • Sensation: Finanzministerium verbietet Mathematik – Zahlen als „rechtsoffen“ eingestuft
      BERLIN – Nach dem Dogma führender SPD Parteispitzen, dass man „keine Zahlen als Beleg“ für die eigene Politik braucht, zieht das Finanzministerium Konsequenzen: Excel fliegt raus. Nackte Daten gelten intern als „demokratiefeindlich“ und „emotional kalt“. Statt lästiger Arithmetik wird der Staatsbankrott künftig in Stuhlkreisen einfach weggesungen. Ein Sprecher: „Fakten und Zahlen bedienen nur rechte Narrative.“ Geld ist da, sobald das ideologische Bauchgefühl stimmt. Excel wird durch kollektives Kaffeesatzlesen ersetzt.

    • Natürlich brauchen die keine Zahlen. Sonst würde ja deren Märchen ( Lügen) keiner mehr glauben.

  • Ein Finanzminister, der sagt, er brauche „keine Zahlen“, um Milliardenpolitik zu rechtfertigen, liefert den besten Beweis, warum sie dringend nötig wären. Wer ohne Daten entscheidet, entscheidet nicht mutig – sondern blind. Und Blindflug ist kein Regierungsstil

    101
    • GENAU 👍👍

    • Der braucht keine Daten und Zahlen, weil er die sowieso nicht versteht. Sonst hätte es vielleicht sogar zu einem ordentlichen Berufsabschluss gereicht.

      • Das ist der absolute Volltreffer.
        Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.

    • Das ist das eine, aber mir drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass Klingbeil zunehmend als Lobbyist unterwegs ist. Die SPD ist im Abstieg und vielleicht will sich Klingbeil so einen Anschlussjob beschaffen.
      Bereits im letzten Jahr hat er sich ähnlich geäußert.
      Meldung von Reuters · 16.09.2025
      Klingbeil
      „Werden Abbremsen bei erneuerbarer Energie nicht zulassen.“
      Das hört sich so an, als würde jemand sein letztes Hemd verteidigen, aber nicht verantwortungsvolle Finanzpolitik machen.

  • Er braucht keine Zahlen, um zu wissen? Stimmt, das ist seine Arbeitsweise als Finanzminister und so sieht der Bundeshaushalt auch aus.

  • Nebenbei
    Unter dem durch den Iran-Krieg entstandenen Energiepreisdruck lockert Großbritannien die Sanktionen auf russisches Öl.
    Die britische Regierung erlaubt auf unbestimmte Zeit den Import von Flugzeugtreibstoff und Diesel, der in Drittländern aus russischem Öl raffiniert wurde.
    Die Maßnahme soll Regierungsangaben zufolge stetig überprüft werden. Noch Premierminister Keir Starmer sagte am Mittag im Parlament, die Maßnahme sei Teil eines „starken, neuen Sanktionspaketes“ – und deshalb in seinen Augen keine Lockerung.

    • Die drehen Pirouetten wie einst Katharine Gelzer 1920 mit stolzen 48 Jahren in Moskau.

  • Von einem FINANZMINISTER sollte man doch erwarten dass der sich für Zahlen interessiert und eine einfache Kosten Nutzen Rechnung präsentieren kann. Mir scheint das eher Blindflug zu sein.

    • Die einzigen Zahlen, mit denen er etwas anfangen kann, sind auf seinem Konto und nur die sind relevant für ihn.

  • Herr Klingbeil ist in der SPD.
    Herr Vahrenholt ist in der SPD.
    Nichts läge näher, als fachliche Beratung einzuholen.
    Aber „glauben“ ist einfacher als „wissen“.

  • Nein, Klingbeil braucht keine Zahlen. Der Lars ist sensibel und braucht nur seine sozialistische Ideologie. Deutschland braucht aber einen Finanzminister, der verantwortungsvoll mit 1 Billion Euro Steuergeld umgeht und nicht mehrere Milliarden Euro sinnlos für NGOs und „Klimaprojekte“ verschleudert sondern die Deutschen Bürger entlastet und nicht ständig belastet.

    • Ein Finanzminister, der keine Zahlen braucht…. 🤔

      • Kannst du dir nicht ausdenken.

    • Der Name „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ ist nichts sagend, wie es eben sein soll, wenn man sich manipulativ verstecken will:
      Es wird zwar fast täglich zitiert, natürlich sehr häufig in den Nachrichtensendungen von ARD und ZDF.
      Wer dahinter steckt, wird niemals berichtet. Doch genau darum geht es:
      Hinter dem harmlosen Namen steckt eine der geheimnisvollsten und wirkungsvollsten Medienmanipulationsmaschinen Deutschlands.
      Selbst Wikipedia, sonst nicht im Verdacht stehend, der SPD bös zu wollen…
      Aus 2019 TE https://archive.md/y7liM

      • geheimnisvoll ist an RND gar nichts. Es gehört zur Medienholding DDVG der SPD

    • Nein, Klingbeil braucht keine Zahlen. Da wäre es doch nur gerecht, wenn sich ein paar Versicherungsvertreter opferten, dem Klingbeil ein paar voluminöse, aber sinnlose Versicherungen anzudrehen.

  • Ich brauche keine Billionen
    mir fehlt kein Pfennig zum Glück.
    Ich brauche weiter nichts als nur
    Schulden Schulden Schulden.

    • Musik in meinen Ohren. ;))

  • Ein Symptom des Totalitarismus ist zu meinen, dass Evidenz entbehrlich ist. Das Amt, die Autorität ersetzt sie. Haben Sie, Herr Klingbeil, diese Kausalität bedacht? Die (Er)Eifernden der Energiewende gehen grundsätzlich von einem „Entweder-oder“ aus und haben dafür gesorgt, dass diese Prämisse unverhandelbar in der öffentlichen Debatte verankert ist. Das tatsächlich vernünftige und auch zwingende (Grundlastfähigkeit, Netz- und Preisstabilität ) „Sowohl-als-auch“ ist tabu, denn es würde die bösen alten Energieträger rehabilitieren und die zugrunde liegenden Irrtümer der Politik, Medien und „gekauften“ Wissenschaftler entlarven. Frau Reiche hat das erkannt, darf aber nicht so wie sie will und sinnvoll ist, damit Energie bezahlbar bleibt.

    • oder kurz: Der Anzug füllt das Amt nicht von alleine

  • Und wir brauchen keine Zahlen um zu wissen das Atomstrom viel billiger ist als erneuerbare Energien…. Mit einem Atomreaktor wäre die Wirtschaft gerettet. Weil man dann günstiger produzieren könnte…

  • Es scheint das neue Entscheidungskriterium unser Regierung zu sein:
    ihr eigenes Gefühl!
    Nach meinem Gefühl ist deren Zeit schon längst abgelaufen und ein Politikwechsel mehr fällig!

  • Zahlen sind so Fake-News

  • Der Sieg des Sozialismus ist gesetzmäßig! Basta!

  • Ideologie anstatt Fakten. Ich habe den Eindruck das ist der neue Weg der SPD.

  • Klingbeil braucht keine Zahlen?
    Jau, genau danach sieht es aus

  • Kurz und knapp: Die Regierung bleibt bei ihrer Politik gegen die Realität und die Bevölkerung.

  • Ein Finanzminister, der sich für Zahlen interessiert?!?
    Ideologie braucht keine Zahlen.
    Da reicht glauben.

  • Er braucht wahrscheinlich auch keine Zahlen, um die Staatsausgaben explodieren zu lassen und die Steuern für den ehrlich arbeitenden Bürger immer weiter zu erhöhen.
    .
    Da reicht ja das „Bauchgefühl“ und „Pi mal Daumen“….. passt schon.
    .
    Wenns für die „Gute Sache“ und für „ihre Demokratie“ ist …..

  • „Ich brauche keine Zahlen“ Klartext: Ich brauche keine Realität.

  • vor einer Entscheidung sollte man messen, zählen und wiegen… so ein ehemaliger Vorgesetzter von mir… wenn nun ausgerechnet für einem Finanzminister Zahlen nicht zählen > /dev/null

  • Unfassbar, dass solche Dilettanten unser Land regieren, und noch unfassbarer, dass die immer wieder gewählt werden.

    • @georg24 Mit 16 % gewählt. Ohne Merz gäbe es keine Posten. Jetzt momentan 12%. Es geht abwärts für die SPD.

      • Und mit Deutschland, kein Wunder wenn solches Personal an der Spitze steht

  • Stalin interessierte sich auch nicht für Zahlen , oder sonstige einfachste wissenschaftliche Grundsätze , so hob er einen dummen aber loyalen Wissenschaftler in den Himmel (seine Thesen wahr , alles andere verboten), der „marxistische Prinzipien“ auf Nutzpflanzen in dem Fall Korn anwenden wollte , so befahl er massenhaft Korn , gegen den Winter anzubauen (damit die nächste Generation Frostresistent sei) , das Ergebnis waren Hungersnöte die als Holodomore in die Geschichte eingingen…

  • „Klingbeil:

    „Ich brauche keine Zahlen“ als Beleg,

    um den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu rechtfertigen“

    DOCH, BRAUCHEN SIE !!!!!!

    Ja, selbstverständlich.

    Was denn sonst ???

    (Wer BERÄT ihn ????)

  • Habecks Bruder im Geiste. Eben zwei Chefideologen. Zahlen sind völlig überbewertet.

  • Für so was gab es schon schlimmeres, als nur seinen Regierungsposten zu verlieren. Ich bin gespannt, ob es den Deutschen auch irgendwann mal zu viel wird und sie einen Rest von Selbstachtung entdecken.

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