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Schweizer Volksabstimmung

Begrenzung der Schweizer Bevölkerung: Mehrheit will laut Umfrage der „10-Millionen-Initiative“ zustimmen

In der Schweiz will eine Volksinitiative die heimische Wohnbevölkerung bis 2050 auf maximal 10 Millionen Einwohner begrenzen. Wenige Wochen vor der Abstimmung zeigen jüngste Umfragen einen überraschenden Trend: Die Zustimmung steigt – eine knappe Mehrheit will die Initiative annehmen.

ständige Wohnbevölkerung* der Schweiz darf zehn Millionen bis 2050 keinesfalls überschreiten (IMAGO/Geisser)

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Gut sechs Wochen vor der Abstimmung über die eidgenössische Volksinitiative „Keine 10-Millionen-Schweiz! Nachhaltigkeitsinitiative“ deutet sich eine ungewöhnliche Dynamik an: Anders als bei vielen Volksbegehren üblich, nimmt die Zustimmung kurz vor dem Urnengang nicht ab, sondern zu. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die Tamedia gemeinsam mit 20 Minuten und dem Institut Leewas durchgeführt hat.

Demnach sprechen sich derzeit 52 Prozent und damit eine knappe Mehrheit der Befragten für die Initiative aus, 46 Prozent lehnen sie ab, zwei Prozent sind unentschlossen. An der Erhebung nahmen 16.176 Personen teil. Noch im März lag der Ja-Anteil bei 45 Prozent – ein Zuwachs von sieben Prozentpunkten.

Im Zentrum der Abstimmung steht ein klar umrissenes Ziel: Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz soll bis zum Jahr 2050 zehn Millionen Menschen nicht überschreiten. Die Initiative will den Bund dazu verpflichten, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, sobald die Bevölkerung 9,5 Millionen Menschen erreicht. Dazu zählen insbesondere Eingriffe im Asylbereich und beim Familiennachzug.

Sollte die Obergrenze dennoch überschritten werden, sieht der Initiativtext weitreichende Konsequenzen vor. So müsste der Bundesrat internationale Abkommen, die zum Bevölkerungswachstum beitragen, neu verhandeln oder kündigen – darunter ausdrücklich auch die Personenfreizügigkeit mit der EU.

Der steigende Zuspruch ist dabei bemerkenswert. Normalerweise verlieren Volksinitiativen an Unterstützung, je näher der Abstimmungstag rückt – nicht so die 10-Millionen-Initiative. Der Abstimmungskampf um eine der polarisierendsten Vorlagen der letzten Jahre gilt entsprechend als besonders intensiv.

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Die Umfrage zeigt zugleich eine stark gespaltene Wählerschaft. Besonders geschlossen tritt die Anhängerschaft der Schweizerischen Volkspartei (SVP) auf: 96 Prozent unterstützen die Initiative. Deutlich differenzierter ist das Bild bei anderen Parteien. So sprechen sich laut Umfrage 54 Prozent der FDP-Anhänger für die Initiative aus, obwohl die Partei offiziell dagegen kämpft. Auch bei der Mitte ist die Basis gespalten: 47 Prozent unterstützen das Anliegen, 50 Prozent lehnen es ab. Im linken Spektrum ist die Ablehnung dagegen klar ausgeprägt: 82 Prozent der Wähler der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SP) sowie rund drei Viertel der Anhänger der Grünen und der Grünliberalen (GLP) sprechen sich gegen die Initiative aus.

Die Befürworter begründen ihre Haltung vor allem mit Sorgen über die Auswirkungen der Zuwanderung. Diese gefährde die Sicherheit, belaste den Wohnungsmarkt und führe zu steigenden Mieten sowie zu einer überlasteten Infrastruktur. Die Gegner warnen hingegen vor erheblichen wirtschaftlichen Risiken. Die Initiative könne die bilateralen Beziehungen zur Europäischen Union gefährden und damit insbesondere der exportorientierten Wirtschaft schaden. Zudem drohe eine Verschärfung des Fachkräftemangels, etwa im Gesundheitswesen.

Die Abstimmung über die Initiative ist für den 14. Juni angesetzt. Angesichts der aktuellen Umfragewerte gilt der Ausgang als offen – trotz eines leichten Vorsprungs für das Ja-Lager. Entscheidend dürfte sein, ob es den Gegnern gelingt, die bislang gespaltenen bürgerlichen Wähler in den verbleibenden Wochen stärker zu mobilisieren.

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24 Kommentare

  • ich werde mit Ja stimmen, allerdings wäre mir lieber wenn ich darüber abstimmen könnte WER da kommt und nicht WIE viele.

    • das ist das alte problem , wenn es um bevoelkerungszahlen geht.

      es werden asylanten und echte fachkraefte in einem genannt, und dann herumlamentiert, dass die schweiz ohne zuwanderung wirtschaftlich am ende waere.
      das trifft aber ganz sicher nicht fuer jede art der zuwanderung zu.

      **Alt-Wirtschafts-Minister Pascal Couchepin ruft nach 52-Prozent-Zustimmung auf zu massiver Gegen-Propaganda. „Lügen“-Vorlage.**

      https://insideparadeplatz.ch/2026/04/29/10-millionen-schweiz-panik-bei-wirtschaft-und-hochpolitik/
      .
      sehr nett auch dieser versuch der umerziehung des weiblichen stimmbuergers:

      **53 Nationalrätinnen treten auf den Plan. Nicht mit Argumenten für oder gegen die Vorlage, das wäre legitim.
      Sondern mit einer Art politischer Korrekturmassnahme für das Stimmverhalten von Frauen. Ja zu Begrenzung, zu Einwanderungs-Stopp, zu SVP?
      Darf nicht sein.

      https://insideparadeplatz.ch/2026/04/29/stimmt-frau-fuer-10-millionen-stimmt-sie-falsch/

  • Wären die Grünen echte Grüne dann müssten sie ja auch über diese Initiative jubeln.

    Nichts, aber auch gar nichts ist ökologisch sinnvoller als eine Begrenzung der Bevölkerungsdichte. 🙂

    • War auch mein erster Gedanke. Für die Umwelt ein echter Gewinn.
      -weniger Flächenversiegelung
      -weniger Transporte
      -weniger Energieverbrauch
      -weniger Ressourcenverbrauch bei Polizei, Grenzschutz, öffentlichen Verwaltungen
      -weniger Abgase durch freie Straßen
      -Bleiben die Menschen in Afrika, dann muss hier und auch in Afrika nicht geheizt werden.
      …sehr viel weniger CO² Verbrauch und schnellere Erreichung der Ziele…
      Will man CO² sparen, müssten die wärmeren Regionen Menschen aus kälteren Regionen aufnehmen.

      • vor allem darf man nicht vergessen, das die Menschen in ihren Herkunftsländern nur einen Bruchteil der Ressourcen verbrauchen, als wenn sie nach Europa kommen und im Konsumstrom mitschwimmen.
        Auf einmal haben die auch ein Auto, Fernseher, Kühlschrank, fließend Wasser, Klimaanlage, u. all die anderen Dinge, die die Europäer massenweise verbrauchen…

        • Das haben die meisten in ihren Herkunftsländern schon. Dort müssen sie nur viel Geld bezahlen, weshalb sie weniger verbrauchen. Hier bekommen sie das geschenkt.
          Wenn etwas nichts kostet, dann wird im Winter schon mal das Fenster den halben Tag auf Kipp gestellt.
          Egal ob Energie, medizinische Leistungen, Wohnen…, wenn es nichts kostet wird geprasst. Ein Grund über die Struktur des Bürgergeldes nachzudenken.
          Vor allen Dingen dürfen die verbrauchsabhängigen Leistungen, welche für die Steuerzahler ein riesiger Kostenfaktor sind, nicht inklusive sein.

          0
    • Die Politik der Grünen ist an Widersprüchlichkeit eben kaum zu überbieten.

    • In D-EU ist das Bildungsniveau inzwischen unterirdisch auf TikTok Qualität angekommen. Mehr als 30 Sekunden Daten aufnehmen und die sind am Rande des Zusammenbruchs.

  • Die Schweiz ist längst von der EU unterwandert. Man muss nach der evtl. verlorenen Initiative schauen, wer die Migration befürwortet und vorallem wo. Dort würde ich dann in den Städtli und Dörfli ganz viele Containerli hinstellen.

    • Genau richtig – und dann noch die Mauscheleien bei der Steuer abschaffen – also keine Absprachen zwischen den Steuerbehörden und den Konzernen – und schon sieht die Welt wieder viel besser aus.

    • @Tobi ich beneide dich nicht über dein Wissen über die Schweiz

      „Die Schweiz sei längst von der EU unterwandert“. kann ich in keinster weise bestätigen und ins Reich deiner Phantasie schicken. Das wirst du spätestens feststellen wen die Schweiz über neuen EU-Knebelverträge abstimmen wird. Diese wird die Schweiz, mit Hilfe der SVP, der grössten Organisation PRO SCHWEZ gegen alles was von der EU mit einem NEIN krachend abschmettern.

      Dann fängt das Gejaule bei der EU wieder von vorne an.

  • Gute Idee Schweiz! 70 Mio. statt aktuell 93 würden Deutschland auch ganz gut stehen.

  • 10 Millionen Albaner ist auch nicht recht.

  • sehr vernünftig, der absolut richtige Weg. Ich träume von einer vergleichbaren Aktion in dem Staat, der aus blankem Zynismus noch Deutschland heißt. Ich träume erst mal weiter…..

  • Offenbar ist das Bildungsniveau in der Schweiz um Galaxien besser als in D-EU . . .

    die Menschen kapieren das ein unendliches Bevölkerungswachstum unweigerlich ins Elend führt…

    • Den hören Sie mal bitte die schweizerischen Nachrichten; genauso durchgegendert wie in DE!

  • Keine Angst, die Linksgrünen werden wieder Märchen über den Propagandasender SRF versenden und der Wähler wird wieder über den Tisch gezogen oder die Abtimmung wird ignoriert. Gabs schon mal bei der MEI Abstimmung. Das Volk nahm es an, aber die linke Regierung setzte es einfach nicht um.

  • Was ist dann ,wenn die Schweizer alt werden.
    Ups die flüchten dann in das Altersheim/Lebensabend im günstigen Ausland.
    Allerdings:
    Die schweizerische Altersvorsorge steht trotz des renommierten Drei-Säulen-Modells vor erheblichen Herausforderungen, die primär auf den demografischen Wandel und wirtschaftliche Faktoren zurückzuführen sind.

    -27
    • Das 3 Säulen Konstrukt funktioniert. Was nicht funktioniert ist die Zuwanderung von Leuten, die nie einzahlen werden. Wie in Dtld. Aber leider erkennen das auch die Schweizer nicht mehr.

    • jedes Jahr werden hunderte von Millionen Steuergelder ins Ausland verschenkt …. einfach damit aufhören und die Renten- und Krankenkassen sind voll bis zum Anschlag. Eine ordentliche Rente und Gesundheitsversorgung wäre damit ohne Probleme finanzierbar. Das funktioniert logischerweise nicht, wenn man immer mehr Menschen in das Sozialsystem einwandern läßt . . . als gebildeter Wittelsbacher sollten Sie das verstehen können.

  • In der Schweiz sitzen die übelsten Institutionen/ privaten Orgas der Menschheitsgeschichte. Es wäre besser gewesen, diese zuerst endlich durch eine Initiative aus dem Land zu schaffen.

  • Das sind Rassisten! Eine versteckte Einwanderungsbremse! Alle sollen in die Schweiz dürfen; wie auch in die EU; Basta, liebe Kirschenpicker-Eidgenossen!

    • Wo ist da Rassimus , niemand hat ein verbrieftes Recht sich auf Kosten anderer sich durchzuschmarotzen wie das in Dummdeutschland seit vielen Jahren passiert .
      Und wer im eigenen Land willkommen ist sollte schon die dort lebende Bevölkerung selber festlegen und nicht irgendwelche Fehlfarbenpolitiker und ihre hirntoten NGOs

  • Ein lustiges, kleines Bergvolk wandelt auf Chinas Spuren: 1 kleiner Neubürger ist erlaubt, ein 2. wird bestraft. Ergebnis: Man warf ihn lieber in den Brunnen.

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