Interview
Kubicki betreibt laut Spiegel „Geschäft der Demokratiefeinde“ – weil er Merz für unglaubwürdig hält
In einem Interview mit Wolfgang Kubicki unterstellt der Spiegel ihm wiederholt eine Hinwendung zum Rechtspopulismus. Weil der FDP-Politiker Friedrich Merz und Lars Klingbeil mangelnde Glaubwürdigkeit attestiert, hält der Spiegel ihn für antidemokratisch.
In einem Interview mit Wolfgang Kubicki hat der Spiegel den FDP-Politiker ungewöhnlich scharf attackiert und ihm wegen seiner regierungsskeptischen Einstellung eine antidemokratische Gesinnung attestiert. Zudem konfrontierte das Nachrichtenmagazin Kubicki in dem Interview mehrfach mit dem Vorwurf des Rechtspopulismus und damit, in den vergangenen Jahren merklich nach rechts gerückt zu sein. Vorgehalten werden Kubicki auch seine Auftritte bei Nius sowie eine deutliche Kritik an der Berichterstattung des ZDF.
Ausgangspunkt der Kontroverse ist eine Passage, in der Kubicki grundsätzliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit der politischen Kommunikation der Bundesregierung formuliert. Wörtlich sagte er: „Die Leute im Land werden langsam irre, weil sie nicht mehr glauben, dass diejenigen, die hier politische Botschaften senden, das auch wirklich ernst meinen. Glauben Sie Friedrich Merz oder Lars Klingbeil, dass sie das, was sie sagen, ernst meinen?“
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Die Reaktion der Spiegel-Redaktion fiel deutlich aus. Die Interviewer warfen Kubicki unmittelbar vor, mit solchen Aussagen demokratiegefährdende Narrative zu bedienen: „Sie stellen in den Raum, Kanzler und Vizekanzler meinten nichts von dem ernst, was sie sagten.“ Damit betreibe Kubicki „das Geschäft der Demokratiefeinde“ und höhle „den Glauben an ein System aus“. Und weiter: „Das könnte genau so von der AfD kommen.“
Kubicki wies diese Einschätzung zurück und entgegnete: „Es ist doch absurd anzunehmen, dass die Leute dieses Gefühl nicht mehr hätten, wenn ich es nicht ausspreche. Wenn wir darüber nicht reden, macht das die Ränder doch erst stark.“ Er argumentiert damit, dass das Verschweigen von Vertrauensverlusten diese eher verstärke, statt sie einzudämmen.
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Er verweist zudem darauf, dass Vertrauensverluste auch andere Parteien betreffen: „Die Leute glauben übrigens auch nicht, was die Spitze der AfD sagt.“ Gleichzeitig warnt er vor politischen Konsequenzen eines ignorierten Vertrauensverlusts: Wenn niemand diese Stimmung aufgreife, könne die AfD „demnächst 30, 35 Prozent“ erreichen.
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Kubicki widerspricht dieser Einordnung deutlich: „Wenn Sie das so sehen wollen, kann ich Sie auch nicht von Ihren Vorurteilen befreien. Ich sehe das nicht.“ Zugleich verweist er auf seine politische Biografie: Ihm werde vom Spiegel „Rechtspopulismus unterstellt“, obwohl er „2019 vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz bekommen“ habe, „weil ich so massiv für den Rechtsstaat eingetreten bin“.
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Ein weiterer Konfliktpunkt ist Kubickis unverblümte Einschätzung zum kritischen Status der Meinungsfreiheit in Deutschland. Der Spiegel ordnet seine Aussagen als typisch für rechtspopulistische Argumentationsmuster ein: Die Klage über eingeschränkte Meinungsfreiheit sei „eine zentrale Behauptung von Rechtspopulisten weltweit“. Kubicki hält dagegen: „Die Hälfte der deutschen Bevölkerung glaubt, ihre Meinungsfreiheit sei eingeschränkt. Und zwar nicht, weil ich das sage. Es ist faktisch auch so.“
Als Beispiel nennt er die strafrechtliche Verfolgung vermeintlicher Politikerbeleidigungen im Netz: „Wenn morgens um sechs Uhr der Staatsanwalt vor Ihrer Tür steht, weil Sie mich als Idioten bezeichnet haben, ist die Meinungsfreiheit eingeschränkt.“ Der Spiegel kontert wiederum, Kubicki selbst habe umfangreiche Möglichkeiten zur öffentlichen Meinungsäußerung und müsse lediglich „das Echo aushalten“.
Auch Kubickis Medienauftritte werden im Interview thematisiert. Der Spiegel wirft ihm vor, bei „rechtspopulistischen Portalen wie ‚Nius‘“ aufzutreten. Kubicki verteidigt sich: „Natürlich halte ich nicht alles für richtig, was da verbreitet wird. Aber ich rede ja auch mit Ihnen. Oder mit der ‚taz‘.“
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Besonders kritisch wird eine frühere Aussage Kubickis zum ZDF aufgegriffen. Während einer Nius-Sendung hatte er erklärt, man könne den Sender „als Lügenkanal klassifizieren“, nachdem in einem Beitrag KI-Bilder verwendet worden seien. Auf Nachfrage verteidigt er diese Wortwahl: „Wenn das ZDF Fake News verbreitet, dann kann man das meinungsrechtlich so sagen.“
Der Spiegel stellt daraufhin die Nähe zum Begriff „Lügenpresse“ her und fragt nach der Abgrenzung. Kubicki reagiert scharf: „Ich betreibe keine Einzelsprachkritik. Sie machen sich wirklich lächerlich. Wenn es Ihnen so ein Anliegen ist, dann schreiben Sie halt: Kubicki ist ein Rechtspopulist.“
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Vom einstigem Sturmgeschütz der Demokratie ist heute nicht mal mehr eine Wasserpistole übrig. Wenn Rudolf Augstein das wüsste, würde er sich im Grabe umdrehen!
ich habe den Spiegel 40 Jahre gelesen und verehre Rudolf Augstein bis heute.
Das Blatt selbst würde ich heute nicht einmal mehr mit der Kneifzange anfassen.
Vom Faktenjournalismus zum Meinungsjournalismus. Diese Schritt wollte ich nicht mitgehen.
Mein Fall ist Kubicki auch nicht. Zu flexibel, zu viel Windfahne. Allerdings wenn ihn der Spiegel als rechtsextrem markiert, ist Kubicki zumindest wieder am rechten Weg zurück zur Demokratie. Ich als Rechter begrüße alles und jeden, der einst vom Weg abkam und nun zurückkehrt zur nichtlinken Normalität. Die Linken und Roten müssen mit wirklich allen Mitteln bekämpft werden.
Kubicki deckt nur rechte Themen auf dem Papier ab, wenns drauf an kommt faehrt er schoen weit links> Schaut euch seine Abstimmung plus Enthaltungen im Parlament an! Seine Partei geht mit allem – wenn es nur Macht bringt! Und mit Adolphine dem Flintenweib stirbt fuer liberale Poilitik sofort. Krieg ist Durchsetzung der Macht – nicht mit Worten – sondern mit Gewalt!
So ist das eben, wenn man sich von Gates finanzieren lässt und einer bürger- und freiheitsfeindlichen Agenda verpflichtet ist !
Die Spiegel-Abonnenten stören sich offenkundig nicht daran.
Den Spiegel nimmt doch keiner mehr ernst.
Leider immer noch viel zu viele!
Kubacke auch nicht. Ich sage nur Corona.
iss doch klar – Spiegel
Der Spiegel ist ein linksextremes Propagandamedium.
Ist „linksextrem“ nicht ein Pleonasmus?
Eher ein Euphemismus…
Der Spiegel ist ein links-faschistoides Propagandasystem und das seit Jahren, dafür werden sie ja auch von Kill the Bill finanziert, vielleicht auch Soros noch.
Nur wenn die FDP einen Kurs fährt wie FPÖ, hat sie eine Chance über 5% zu kommen. Das weiss Kubicki ganz genau, deshalb rudert er in die rechte Richtung.
Er blinkt rechts um dann wie bei der Abstimmung zur Impfplicht links abzubiegen.
Das ist auch EIN Grund für den Untergang der „FdP“. Ein anderer ist Graf Dracula. Der merkt es – typisch links – in seiner Borniertheit und Bräsigkeit aber nicht.
Sollte Kubickis Handeln diesmal nicht mit seinen Worten übereinstimmen ist er erledigt!
Das weiss er mit Sicherheit!
str.zimmerm ist ein echtes (!) Problem!
Kubicki hat den Menschen immer wieder die Augen geöffnet, sehen und wählen mussten sie aber dann alleine. Denn Kubicki wollte die pointiert-vernünftige Stimme aus der Mitte sein. Hätte er anders abgestimmt, wäre er zur AfD geworden und die gab es ja schon.
Wenn man bedenkt, dass Spiegel-Gründer Augstein Anfang der 70er sogar für die FDP mal kurz im Bundestag saß….
Der hat sich aber schon distanziert.. Auch wenn ich ihn immer noch für ein Linken halte, dann eher einen der alten SPD.
Ja so ist sie halt die neue Unseredemokratie. Parlamentarische Oppositionsarbeit und die Äußerungen freier Meinungen stören da nur.
Wann krönt sich die Regierung selbst zum König?
Dass mitrelfristig Bedarf an einer zweiten rechten Partei besteht, ist offensichtlich. Die FDP kann und wird es nicht sein. Die wird allerdings bei der CDU wildern. Ob erfolgreich oder nicht, wird man bald sehen.
Ach, der „Spiegel“……
Sagen, was ist: Es ist lange her, dass er glaubwürdig war.
Verschweigen, was ist und sagen, was sein soll.
Deren Motto, Lügen was nicht ist!
Kubicki ist für mich ein Hoffnungsträger.
Seitdem der Spiegel links abgedriftet ist habe ich ihn nicht mehr gekauft oder gelesen.
Ich glaube, Augstein rotiert im Grabe bei der Gewissheit, was aus seinem Magazin geworden ist…
Kubicki ist ein fähiger Politiker aus der alten Garde. Aber auch er und seine Partei haben der Verfassungsänderung zugestimmt. Und genau dieses zwiespältige Verhalten ist missachtenswert. Und davon gab es viele. Vor der Wahl versprochen, nach der Wahl gebrochen.
Soll die FDP noch eine Chance bekommen, braucht sie mit Linksparteien gar nicht erst koalieren.
Wenn die CDU die SPD links überholt, ist alles rechts. Zur Glaubwürdigkeit des Kanzlers ist schon genug gesagt worden.
Ich sehe es kommen, jetzt wählen die wieder die FDP. Weil Kubiki ja so ehrlich ist. So war er auch schon früher. Und hat dann trotzdem immer gegen die eigenen Aussagen gestimmt und Politik betrieben. Er hat es nötig Merz zu kritisieren, er ist im Grunde sein Vorbild gewesen.
Merz ist Kubickis Vorbild???
Da sind Sie aber ein Entenzüchter!
Demokratiefeinde? Ich denke mal, dass der Spiegel damit eher die CDU meint. Ist sie es doch, die eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ausschließt und somit Millionen von Wählern und deren Willen ignoriert.
Wenn ein Spiegel altert, wird er blind.
Es wird immer schlimmer….
Herr Kubicki ist eine der letzten bedeutenden Stimmen im Land. Ich bin dankbar für seine Worte und teile seine Meinung sehr oft.
Zugleich ist er offensichtlich absolut unverdächtig. Mehrfach überführt ist dagegen der Spiegel. Wahrscheinlich liegt es an den wirtschaftlichen Schwierigkeiten die Print nun einmal hat. Die Regierungen und George Soros unterstützen nur finanziell, wenn man genehm deren Meinung vertritt.
„Spiegel“ war schon immer eine Maske.
Sozialismus = Faschismus
Liberal = Rechtsaussen
Wählt…
Zu billig, Kubicki wegen seiner regierungsskeptischen Einstellung eine antidemokratische Gesinnung zu unterstellen. Diese Herrschaften vom Spiegel spielen das gefährliche Spiel der linksextremen: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns und somit Rechts (extrem). Sie tragen wesentlich zur Spaltung unserer Gesellschaft bei.
Keine noch so oppositionelle Aussage glaube ich Herrn Kubicki. Er hatte seine Zeit um seinen Aussagen Taten folgen zu lassen. Diese Zeit hat er opportunistisch vergeudet. Jetzt ist eben schluß.
Und deshalb folgen Sie der linksextremen Hetze des linken Krawallblatts??
Der Spiegel, seine besten Zeiten sind einfach vorbei. Seit mehr als zehn Jahren gibt es dort in Bezug auf die Glaubwürdigkeit nur noch ein Richtung, nämlich abwärts.
Wenn die grünen Babyboomer ihnen wegsterben, dann wird auch dieses Format sterben.
Ich bin auch ein Babyboomer aber lese den SPIEGEL auch seit einiger Zeit (2020) nicht mehr.
Der Spiegel ist in meiner Erinnerung schon in den 1980er Jahren zu einem billigen Boulevardblatt mutiert, als er – ganz populistisch – den grünen Klimahysterikern folgte und sich selbst mit einem Titelblatt in dieser Richtung ein Denkmal setzte [1]. Na ja, was soll man sagen: der Kölner Dom steht auch 40 Jahre später nicht unter Wasser. 🤣
[1] https://www.spiegel.de/spiegel/print/index-1986-33.html
Spiegel, Aha, das reicht doch schon, um den den Artikel einordnen zu können….
Was ist eigentlich aus dem frenedes/Ulmen-Hype geworden ? Stillschweigend beerdigt ?
Echter Qualitätsjournalismus!
Systempresse im Endstadium.
Man könnte meinen die bewerben sich für eine Neuauflage der aktuellen Kamera.
Man müse bei der Meinung nur das Echo aushalten.
Ja.
Es ist halt aber ein Unterschied ob man dann beleidigt wird, oder kritisiert wird, oder ob dann die Staatsmacht Morgens vor der Tür steht, oder ein Antifa Trupp einem das Auto oder das Haus zerstört.