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„Geheimplan“-Story

„Aus der Luft gegriffen“ – so vernichtend begründet das Landgericht Berlin sein Urteil gegen Correctiv

Im März gewann die AfD-Politikerin Gerrit Huy gegen Correctiv. Die Begründung des Urteils räumt die Potsdam-Erzählung als „aus der Luft gegriffen“ und „unwahr“ so gut wie vollständig ab.

Von

IMAGO/STEINSIEK.CH

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Im März siegte die AfD-Politikerin Gerrit Huy gegen Correctiv – das Landgericht Berlin untersagte der Redaktion zentralste Teile der Berichte rund um das sogenannte „Geheimtreffen“. Jetzt hat das Gericht die Urteilsbegründung veröffentlicht. Darin wird in aller Härte mit der Arbeit von Correctiv abgerechnet.

Das Gericht bezeichnet weite Teile der Correctiv-Geschichte als „unwahr“ und sogar „aus der Luft gegriffen“. So sei etwa unwahr, dass der radikale Aktivist Martin Sellner im Rahmen seines Remigrationskonzeptes eine „Verpflichtung von Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft zur Ausreise aus der Bundesrepublik Deutschland“ angestrebt oder vertreten habe. Dass Herr Sellner im Rahmen seines Vortrags weder den Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft noch Ausweisung und Abschiebung deutscher Staatsbürger gefordert habe, sei unstrittig.

Auch Correctiv hatte diese Tatsachenbehauptung nicht verteidigt – die Darstellung sei gar keine Tatsachenbehauptung, sondern vielmehr eine Meinungsäußerung. Das Gericht untersagte diesen zentralen Teil der Potsdam-Geschichte als Falschaussage.

Auch die Wertung von Correctiv, der angebliche „Masterplan“ von Potsdam sei „ein Plan, um die Art. 3, Art. 16 und 21 des Grundgesetzes zu unterlaufen“, untersagte das Gericht konkret. Die Tatsachengrundlage, die sachliche Rechtfertigung für eine solche Wertung, fehle völlig. Nichts, was in Potsdam gesagt wurde, erlaube diese völlig aus der Luft gegriffene Einordnung, erklärte das Gericht.

Die Behauptung Correctivs, all das wäre nur eine Wertung, zerpflückte das Gericht ebenfalls. Auch als Meinungsäußerung wäre das, was das Portal etwa dem Aktivisten Sellner unterstellte, „aus der Luft gegriffen“, da ihr „wegen des abweichenden tatsächlichen Geschehensverlaufs jeder tatsächliche Anhalt fehlte.“

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Die Klägerin Gerrit Huy feierte mit ihrer Klage auch einen persönlichen Erfolg. Correctiv hatte in der Potsdam-Geschichte behauptet, die AfD-Abgeordnete habe darüber ausgeführt, Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft die deutsche Staatsbürgerschaft „wieder wegzunehmen“. Auch diese Behauptung sei unwahr, da Frau Huy unstreitig keine Empfehlung zum Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft erteilt habe.

Mit dem Urteil aus dem März und der Begründung ebendessen hat das Landgericht Berlin die Erzählung von Correctiv in den zentralsten Punkten dekonstruiert und verboten – von der Geschichte über „Deportationspläne“, die im Januar 2024 tausende Menschen mobilisierte, bleibt im Kern nichts mehr übrig.

Rechtsanwalt Dr. Carsten Brennecke feierte das Urteil, das seine Kanzlei Höcker Rechtsanwälte erstritten hatte. „Das Landgericht Berlin hat die Potsdam-Legende Correctivs in allen Kernaussagen widerlegt und verboten. Am Ende bleibt vom Correctiv-Märchen ein Scherbenhaufen zurück“, schrieb Brennecke auf X: „Correctiv hat gelogen und überzogen, das ist gerichtlich bestätigt. Correctiv wurden als einseitige Meinungsmacher, als manipulative Politaktivisten enttarnt, die mit Journalismus nichts gemein haben.“

mro

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71 Kommentare

  • Die Wahrheit ist nebensächlich. Was wirklich zählt ist, wie es gewesen sein könnte.
    Und wenn das das Gewünschte ist, dann ist es richtig.
    So funktioniert Relotius-Journalismus in Deutschland.

    • Die Wahrheit ist nebensächlich !?
      Nein sie spielt heutzutage keine Rolle mehr . Danke ÖRR !
      Sie wurde durch Ideologie und Haltung ersetzt . Genau wie die Demokratie durch „Unsere Demokratie „ersetzt wurde .

      • Noch finterhotziger: Unsere Demokratie wurde durch Unseredemokratie ersetzt.

      • Merz belügt seit einem Jahr 83 Millionen Menschen mit gewaltigen Nacheilen für uns. Und wo bleibt hier die Gerechtigkeit!
        Lügt mal euer Finanzamt, wegen 50 Cent an, dann wackelt es aber!

  • Nach diesem Urteil stellt sich mir die Frage, wie Correctiv staatlich noch unterstützt werden kann.

    Damit wurde doch den gutmütigsten Verteidigern dieser NGO aufgezeigt, wie deren Umgang mit Wahrheit und journalistisch Ethos aussieht.

    • Die Fördergelder der Regierung hat Correctiv genau dafür bekommen, diese Lügengeschichten über die AFD zu verbreiten. Der ÖRR hat auch gerne bei der Verbreitung der Lüge mit gemacht. und die Omas gegen „Rechts“ rennen noch heute der Lügengeschichte von Correctiv hinterher. Diese Lügengeschichte war Ablenkung von der Chaos-Politik

    • Es ist doch überhaupt nicht die Aufgabe von Correctiv, „Wahrheit“ zu vermitteln. Fragen Sie die Herrschaften selbst – es geht nicht darum, was war, sondern wie es hätte sein können und/oder wie man es gerne gehabt hätte. Sagen die doch selbst, und das nicht erst seit gestern. Ergo *will* es der Geldgeber für dieses Inschdidudd so.

    • An: Die Märchenstunde von Correctiv
      Betreff: feierliche Verleihung der Ehrennadel
      Mensch, Leute! Ulli und Leif-Erik haben sich das Berliner Urteil eingerahmt. „Aus der Luft gegriffen“ – das muss man erst mal schaffen! Dass eure „Recherche“ nun gerichtlich als Fantasieprodukt zertifiziert ist, beschert uns die herrlichste Opferrolle aller Zeiten. Hiermit verleihen wir euch die „AfD-Ehrennadel am Bande mit Brillanten“. Als Employees of the Year seid ihr unschlagbar. Friedrich poliert zwar noch seinen Pokal für Hochmut, aber ihr seid unsere wahren Helden der Desinformation. Danke für die Gratisprozente!
      In Dank verbunden,
      Ulli&Leif-Eric

    • welches Ethos? Und Journalismus schon mal gar nicht.

  • Hoffe sehr, dass Correctiv Schadensersatz und Strafe zahlen muss. Aufgrund dieser Berichterstattung wurden Menschen massiv angefeindet und haben auch beruflich Nachteile erlitten.

    Werden die verantwortlichen Personen auch strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen? Wegen Rufmord, Verleumdung, Volksverhetzung, oder irgendetwas in der Richtung?

    • Träumen Sie weiter…

    • Die werden von der linksextremen Regierung noch als Faktenchecker angesehen…

  • Was die Millionen von Demonstranten jetzt wohl denken müssen?

    • Ob die damaligen Demonstranten von diesem Urteil überhaupt etwas mitbekommen?

      • Hauptsache sie konnten zeigen, zu den Guten zu gehören. Das ist das Wichtigste. Wahrheit stört.

    • Die werden gar nix denken, weil deren UnsereDemokratie(tm)-Medien die Sache schön unter den Tisch kehren werden. Mini-Meldung, ganz unten auf der Website, gepostet abends um 23:00 Uhr und von der Startseite verschoben am nächsten Morgen um 06:00 Uhr. „Wie? Wir haben das doch gemeldet! Wir sind ein Qualitätsmedium!“

    • Die bekommen das gar nicht mit

    • Die denken nicht. Wenn die denken könnten, hätten die nicht demonstriert.

    • Diese Frage ist hoffentlich erfrischend ironisch!

    • Und Scholz verbreitet es ja immer noch bei jeder Gelegenheit . Merkwürdig das er sich überhaupt an den Correctiv Bericht noch erinnern kann ?!

      • Es kommt eben immer darauf an, woran man sich erinnern *will*… ui, das war jetzt aber ein ganz pöhser Verdacht!

    • @Claudia No.2: Sie setzen voraus, dass diese Leute damals gedacht haben. Nur mit Hilfe von Menschen, die nicht denken, kann dieses Regime überleben.

  • Ich denke, ich werde mir heute mal die Tagesschau ansehen.

    • Brauchst Du nicht, das wird totgeschwiegen

    • Achtung, gefährlich, vorher Risperdal nehmen sonst zertrümmert man nach „Guten Abend meine Damen und Herren“ bereits sein TV. Und, wenn man kein gutes Antiemetikum zur Hand hat, schon mal einen Eimer bereit stellen.

      • Das mit dem Zertrümmern setzt bei mir schon beim ersten Ton des Jingles ein. Nebenbei: Ist „Meine Damen und Herren“ inzwischen nicht abgelöst worden durch „Liebe Zusehende“, „Hi Folks“ oder so ähnlich? Irgendwas war da doch mal in der Richtung…

        • ja, genau: “Guten Abend, meine Damen und Herren, liebe Genossinnen und Genossen!” und ich warte auf den Moment in dem in den „heute Nachrichten“ Hunjad Dallali sagt: “In diesem Sinne werde ich meine Arbeit als Kommunist und Journalist für die einzige Alternative zum unmenschlichen Kapitalismus fortsetzen, als Waffe im Klassenkampf zur Förderung und Verteidigung meines sozialistischen Vaterlandes. Und in diesem Sinne, meine lieben Zuschauerinnen und Zuschauer, liebe Genossinnen und Genossen: Auf Wiedersehen.” und dann .. wird der Bildschirm schwarz!

          1
  • Ulrich Vosgerau: Ein Jurist und Mitglied der CDU, der früher der Werteunion angehörte. Er bestätigte seine Teilnahme, bestritt jedoch die Darstellung der dort besprochenen „Remigrations“-Pläne.
    Simone Baum: Vorsitzende der Werteunion in Nordrhein-Westfalen und CDU-Mitglied. Gegen sie wurde nach Bekanntwerden der Teilnahme ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet.
    Michaela Schneider: Ebenfalls Mitglied der Werteunion NRW und der CDU.
    Wilhelm Wilderink: Er ist Inhaber des Hotels „Landhaus Adlon“, in dem das Treffen stattfand, und war zum Zeitpunkt des Treffens Mitglied im Vorstand des CDU-Kreisverbands Potsdam. Die Potsdamer CDU leitete nach dem Vorfall ein Ausschlussverfahren gegen ihn ein.
    Alexander von Bismarck: Ein ehemaliges CDU-Mitglied aus Sachsen-Anhalt, der ebenfalls auf der Gästeliste stand.
    Sind die Teilnehmer noch in der CDU?

    • Einige davon ja, und dafür habe ich nun exakt *null* Verständnis.

  • Konsequenzen?
    Correctiv wird weiterhin durch den NGO Komplex gefüttert und bekommt wahrscheinlich noch einen Bonus.

    Nach wie vor: Stopp der Finanzierungen aller NGO‘s durch öffentliche Gelder!

    Dann erledigen sich auch diese willfährigen Organisationen von ganz allein.

  • Leider ist die Sache nicht ganz so einfach. Das Landgericht Hamburg hat genau gegenteilig erklärt, es handele sich um Meinungsäußerungen. Vosgeraus Klage wurde abgewiesen.

    • Vom links versifften Hamburg ist nichts anderes zu erwarten!

  • So lange es nicht im Mainstream gezeigt wird, werden dass die meisten Bürger leider nicht wahrnehmen – wenn es nicht in ARD oder ZDF gezeigt wird, ist es nicht passiert. So denken leider immer noch viel zu viele.

  • Und in Zeitlupe zerbricht das Kartell der Altparteien…

  • Man sollte die Kosten feststellen, die dieses Märchen verursacht hat und man sollte den ÖRR verpflichten ausführlich in den Nachrichten über dieses Gerichtsurteil zu berichten. So ausführlich und lange, wie sie das, ohne zu überprüfen, damals berichtet haben.

  • Und sie haben trotzdem gewonnen.
    Es wird wohl, zumal nach so langer Zeit, kaum ein Mitläufer aus der linken Zielgruppe mitkriegen. In den Staatsmedien und linken NGOs wird der Ball mit Sicherheit sicher extrem flach gehalten. Berichte wird man mit der Lupe suchen müssen.

  • Ganz ehrlich, Doppelstaatlern die „Deutsche“ zu entziehen, klingt nach einem vernünftigen Plan.

    • Solche Aussagen wären ein Grund die AfD nicht zu wählen! Meine Freundin hat die deutsche (stammt aus Norddeutschland) und die schwedische Staatsbürgerschaft. Bissel überlegen. Darum Daumen runter!

  • Einfach mal googeln: „Correctiv Landgericht“ und den Suchfilter auf „Letzte 24 Stunden“ stellen. Dann mal gucken, welche Presseorgane über die Sache berichten.
    So viel verrate ich: Die allermeisten Mainstream-Medien melden genau gar nichts. Welt schreibt was, LTO auch, ansonsten Schweigen im Walde des Mainstream-Blätterwaldes.
    Daher werden die, die noch 2024 so schröööcklöööch empört waren, von der Sache gar nichts mitbekommen.

  • Und niemand erfährt davon ausserhalb unserer Blase.

  • Darf man dann die Aussage

  • Das gibt jetzt tagelang Sondersendungen im ÖRR und dazu nächste Woche noch div. Theateraufführungen. Auch ist mit Demos und hunderttausenden Teilnehmern zu rechnen. Ebenfalls erfolgt eine Beobachtung vom VS, wegen extremistischen Bestrebungen und Entzug und Rückforderung von Fördergeldern. Auch werden die diffamierten Personengruppen Schadenersatz für die psychische Verfolgung erhalten. Es wird öffentliche Entschuldigungen und Wiedergutmachungen geben.
    Uups, Traum zu Ende

  • Nein. Denn das Verbreiten von einem Trugschluss, der für die Realität gehalten wird, ist kein Lügen und auch keine Manipulation.

    Wenn ein Kleinkind beispielsweise den Weihnachtsmann für die Realität hält, dann lügt es nicht, wenn es jedem davon erzählt.
    Eine Lüge oder Manipulation wird es erst, wenn der Trugschluss bewusst wird, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt und weiterhin jedem erzählt wird: es gebe ihn.

    Erwachsene unterschieden sich davon nicht. Denn der Trugschluss, es sei eine Lüge, wenn jemand unbewusst Märchen erzählt, ist selbst ein Beispiel.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann einen Trugschluss (z.B. diesen) nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

    • gilt auch für Gott usw.

  • Und die Moral von der Geschichte? Weiter großzügige Finanzierung einer linken Propaganda-Organisation durch den Staat.
    Dazu empfehle ich auch einmal die Rechern des RA Steinhövel zu lesen!!

  • War dennochhoch ein erfolgreiches Geschäftsmodell, welches der Gesellschaft, und auch dem System geschadet hat. Und nun?

  • „Correctiv hat gelogen und überzogen, das ist gerichtlich bestätigt. Correctiv wurden als einseitige Meinungsmacher, als manipulative Politaktivisten enttarnt, die mit Journalismus nichts gemein haben.“
    —–
    Dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen …
    Oder doch?
    Aber klar doch!
    Sollte diese gerichtliche Einschätzung auch in der Berufungsinstanz bestehen bleiben, so müsste man natürlich ganz grundsätzlich darüber nachdenken …
    … warum man solchen „Journalismus“ auch noch staatlicherseits mit finanziellen Mitteln unterstützen sollte.

    • Dann gibt es wohl nur einen Grund und der ist nicht gut, sondern klingt nach totalitär.
      Und gab es solche dunkle Schatten nicht schon mal?

  • Und wer hat das jetzt mitgekriegt außer Leser von Apollo News und ähnlicher Medien? Ich konsumiere den ÖRR schon lange nicht mehr (eine Art intellektueller Hygiene), aber ich wette A… samt Hose, dass Märchenschau & Co. über dieses Urteil recht nonchalant hinweggegangen sind – falls sie sich überhaupt die Mühe gemacht haben, ein paar Worte zu verlieren.

  • Solche kriminellen Organisationen finanzieren die anderen Parteien doch über den Staat um Einfluss auf die Wähler zu bekommen. Und zur Finanzierung dieser kriminellen Vorgehensweise werden Leistungen der Krankenkassen gestrichen, vergammeln Straßen und Brücken etc.

  • Wichtig bei Zersetzungsaktionen aus dem NGO-Tscheka-Vorfeld ist nicht, dass sie sich später als gelogen herausstellen. Die Wahrheit erreicht den Medienkonsumenten Monate später nicht mehr. Wichtig ist, dass die Lüge im Moment ihrer Fabrikation als wahr geglaubt wird. Das Gefühl bleibt.

    Einem deutschen Propagandaminister wird zugeschrieben: Möglichst viel Dreck werfen, damit etwas kleben bleibt.

  • Aber keine Konsequenzen. Die können ihr linke Propaganda einfach weiterführen. Es ist unfassbar. Dieses Land ist keine Demokratie und auch kein Rechtsstaat mehr. Die linken Kräfte haben sich dieses Land zu ihrer Beute gemacht.

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