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Gerichtsurteil

BGH stärkt Wohnungseigentümer – Klimaanlagen dürfen nicht pauschal verboten werden

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Wohnungseigentümern nicht ohne plausiblen Grund untersagt werden darf, Klimaanlagen zu installieren. Eine Eigentümergemeinschaft darf den Einbau nicht allein wegen möglicher späterer Lärmbelästigungen verweigern.

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Eigentümergemeinschaften können Klimaanlagen nicht mehr mit vagen Befürchtungen verhindern (Symbolbild). (IMAGO/Sven Simon)

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Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit einer aktuellen Entscheidung die Rechte von Wohnungseigentümern beim Einbau von Split-Klimaanlagen gestärkt. Künftig reicht die bloße Befürchtung, eine Anlage könnte später Lärm verursachen, grundsätzlich nicht mehr aus, um den Einbau zu untersagen. Das entschieden die Karlsruher Richter mit Urteil vom 17. Juli 2026 (Az. V ZR 162/25).

Ausgangspunkt war ein Streit in Berlin. Wohnungseigentümer wollten auf ihrem Balkon eine Split-Klimaanlage installieren. Dafür war ein Durchbruch durch die Außenwand notwendig. Die Eigentümerversammlung verweigerte jedoch die Zustimmung.

Nachdem das Amtsgericht die Klage zunächst abgewiesen hatte, gab das Landgericht Berlin II den Wohnungseigentümern recht. Der BGH bestätigte diese Entscheidung nun. Die Vorsitzende Richterin Bettina Brückner machte bei der Urteilsverkündung deutlich, worauf es künftig ankommt: „Der Betrieb einer Klimaanlage ist in gewissen Grenzen hinzunehmen.“

Nach Auffassung des Bundesgerichtshofs muss eine Eigentümergemeinschaft künftig konkrete Gründe vorbringen, wenn sie den Einbau einer Klimaanlage ablehnen will. Allein die Möglichkeit, dass das Gerät irgendwann einmal zu laut sein könnte, genügt demnach nicht.

Entscheidend sei vielmehr, ob bereits beim Einbau feststeht, dass andere Eigentümer unzumutbar beeinträchtigt werden. Im Berliner Fall war das nach Ansicht der Richter nicht ersichtlich. Das vorgesehene Gerät war zugelassen, sollte mehrere Meter vom nächsten Schlafzimmerfenster entfernt stehen, und es gab keine Anhaltspunkte dafür, dass die zulässigen Lärmwerte zwangsläufig überschritten würden.

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Das bedeutet allerdings nicht, dass künftig jede Klimaanlage automatisch genehmigt werden muss. Wird etwa die Fassade erheblich verändert oder ist bereits vorher klar, dass von der Anlage unzumutbare Geräusche ausgehen werden, kann die Eigentümergemeinschaft den Einbau weiterhin verweigern.

Das Urteil schafft auch kein Recht, die Installation vorab ohne Zustimmung durchzuführen. Eingriffe in die Fassade bleiben weiterhin genehmigungspflichtig. Verweigert die Eigentümergemeinschaft ihre Zustimmung jedoch ohne ausreichenden sachlichen Grund, kann diese – wie im Berliner Fall – durch ein Gericht ersetzt werden.

Bereits 2025 hatten die Karlsruher Richter klargestellt, dass bei baulichen Veränderungen nicht jede theoretisch denkbare spätere Folge entscheidend ist. Diese Linie wenden sie nun erstmals auf einen Fall an, in dem eine Eigentümergemeinschaft den Einbau einer Klimaanlage von vornherein verhindern wollte.

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18 Kommentare

  • Merke: Klimaanlagen sind böse, Wärmepumpen sind gut!

    Ist zwar technisch das gleiche, und Wärmepumpen benötigen erheblich mehr Strom und machen durchaus mehr Lärm. Aber im faktenfreien Deutschland ist das natürlich egal.

    • Sie bringen es auf den Punkt👍👍,

      aber überfordern schon damit die Sekten Mitglieder/den Freundeskreis Windmüller und :
      „Die Sonne schickt keine Rechnung“ , der PARTEI Die Grünen, mit Basis Grundwissen.
      Die dumme Agenda der Sekte für Trottel/ bzw. Minffächer- Legastheniker, hält sich nicht mit wirklichen Wirklichkeit auf. 😁

    • Es geht auch nicht um Sinnhaftigkeit. Es ist nur reine ideologische Logik. Was schon ein Widerspruch ist.

  • Wenn es um Klimawahn geht, ist alles möglich! Wenn es um Rechtsmissbräuche bei den Eigentumsverwaltungen geht, werden die Betrüger gestärkt! Das WEG Recht wird zur Lachnummer vieler Eigentumswohnungsbesitzer! Selbst die Zertifizierungen werden herbeigelogen! Bald haben wir die Bilder der Amerikanischen Verhältnisse vor unseren Augen!

  • Da lobe ich mir das Eigenheim! Da kann ich einbauen lassen was ich will. Gerade wenn das eigene Haus nicht in Deutschland steht… 🤪

  • Klimaanlagen sind auch Wärmepumpen und funktionieren nach demselben Prinzip als solche. Einfach einbauen und nicht fragen weil wie heißt es so schön – Wer dumme Fragen stellt bekommt…

  • …. menschgemachte Klimaerwärmung – durch Klimaanlagen . . .. Mehr klimaanlagen bedeuten mehr Abwärme, somit sich die Luft in den Städten zwangsläufig weiter erhitzt.

    -31
    • Völlig zu vernachlässigende Grössenordnung – siehe Kühltruhen/ Kühl-Schrönke etc.

      Wichtiger ist : 1. Bevölkerungsschutz s. Altenheime / Krankenhäuser und eben – s. Urteil vuln. Gruppen in Mietwohnungen 2. Mehr Klimaanlagen, nehmen das ÜBERangebot Strom. ab, das bei Sonneneinstrahlung – wegen Überkapazitäten sonst ins Ausland abgegeben werden muss, für den dann auch noch jede kwh sehr sehr teuer bezahlt werden muss, damit man diesen produzierten SCHROTT STROM überhaupt abnimmt Einfach Mal die .FAKTEN checken !
      Mathe/Physik/ Klimagrundwissen sind kein Problem 💡

      • Fakt ist, wenn man ein Kühlgerät betreibt wird es drumherum wärmer.

        Läßt man einen Kühlschrank offen stehen wird der Raum nicht kälter sondern wärmer . . . .da bei einer Klimaanlage die Abwärme nach außen abgegeben wird, wird logischerweise die Umwelt wärmer.

        https://trendblog.euronics.de/haushalt/technik-erklaert-weshalb-es-waermer-im-raum-wird-wenn-die-kuehlschranktuer-offen-steht-44306/

        https://www.hausjournal.net/kuehlschrank-als-klimaanlage

        soviel zum Thema Physik….

        abgesehen davon wohnen inzwischen zuviele Menschen in Großstädten, die Bebaung speichert und strahlt Hitze ab, und die Windkorridore sind ebenfalls zugebaut, dazu kommen die versiegelten Flächen ….

        -13
        • Fakt ist auch dass eine Wärmepumpe das gleiche macht. Nur das sie Wärme in das Haus rein lässt und die Kälte nach draußen geht. So wird es draußen noch kälter. Daher meine Forderung, im Winter Klimaanlagen vorschreiben und im Sommer Wärmepumpen! So gleicht sich das wieder aus….

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        • Ja, genau. Von der Sonne kommen im Schnitt etwa 341W/m² an. Wenn jetzt jeder eine Klimaanlage mit 1500W in Betrieb hat sind das 8 Milliarden * 1500W = 12 Terawatt. Auf 510 Millionen Quadratkilometer, also 510 Billiarden Quadratmeter gerechnet, sind das 0,023529W/m² die durch die 8 Milliarden Klimaanlagen dazukommen. Das sind dann also 341,023529W/m² insgesamt, das ist echt schlimm.

          0
    • Das ist Unsinn. Wenn drinnen 35Grad sind und draußen ebenfalls 35 Grad, und man kühlt den Raum auf 20 Grad herunter, dann müsste die Abluft mindestens 36Grad betragen, um die Außentemperatur zu erhöhen. Dann haben wir aber drinnen einen Gefrierschrank.
      Moderne Klimaanlagen kühlen lediglich die Raumluft herunter und leiten die überschüssige Wärme nach draußen. Auf die Außentemperatur hat das keinen Einfluss, da die Abluft nicht wärmer ist als die sowieso vorhandene Außenluft.

      • Ahja, deswegen auch die Wärmertauscher, um die 35°C warme Kühlflüssigkeit mit der 35°C warmen luft zu verbinden und dann wird die Kühlflüssigkeit aufgrund ihres Namens automagisch kühler 😂
        So ein Quatsch, echt mal!

        ne mal ernsthaft: Im Grunde wird die Energie ja nur nach außen transportiert, wäre da nicht die hohe Abwärme der Klimaanlage selbst. Was ziehen die? 1-1,5kW? Das wird alles in Wärme umgesetzt, ist also schon fast ein kleiner Heizlüfter

        • Strom ist also das Problem?
          Und wenn man die Klimaanlage mit Solarenergie betreibt?
          Solarpanels wandeln nur bis ca. 10-70% der Sonnenenergie in Strom um. Der große Rest wird als Wärme (!) an die Umgebung abgeben.

          Auch Windräder fördern die Erderwärmung, weil sie ins Wettergeschehen eingreifen und durch Auseinanderwirbeln von Wolken Dürre erzeugen können.

          Grüne freuen sich über den schönen blauen Himmel – aber der führt auch mangels Wolkenverschattung zu mehr Sonneneinstrahlung und damit Erwärmung.

          Merken die Klimakämpfer eigentlich, wie sehr sie sich verzetteln, wenn sie einerseits Wind und Sonne als alleinige Energiequellen nutzen und gleichzeitig die Erwärmung der Erde bekämpfen wollen?

          Aber Klimaanlagen (die zudem nur an heißen Tagen genutzt werden), sollen klimaschädlich sein?

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        • Na gut, ich schreibe es dennoch. Abwärme von Industrieanlagen, Kraftwerken, Verkehrsmitteln…
          OK, komplette Deindustrialaiserung ist eine Option, bleibt die Abwärme vom Lagefeuer 😉

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        • Erst einmal „Danke“ dass endlich mal jemand schreibt, dass die meiste Wärme die von Klimaanlagen abgegeben wird, andererseits ja vorher von draussen nach innen gelangt ist. Es geht also um die 1,5 kW. Da gibt es aber ganz andere Wärmeabgaben… möchte nicht schreiben, welche, damit nicht jede Technik zur „dunklen Seite“ gezählt wird…

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    • Ja nee, is klar. Sie lassen alte Leute oder Kranke liebend gerne in der Hitze schmoren. Sie sind ja soo ein lieber Mitmensch. ich werde mich an Sie erinnern, wenn Sie mal im Alter Schutz und Hilfe benötigen. Beten Sie, daß ich dann nicht in Ihrer Nähe bin und Sie dann bei 40 Grad draußen in der Sonne stehenlasse.

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