Werbung:

Werbung:

Orbáns tiefer Fall – und was die deutsche Rechte daraus lernen kann

Orbán hat Ungarn zu einem Vorbild für die deutsche Rechte gemacht: gegen offene Grenzen, linksgrüne Auswüchse und eine Steuerung aus Brüssel. Nun ist der ungarische Ministerpräsident gescheitert – vor allem wegen seiner Offenheit für Korruption und Russland. Die AfD kann daraus etwas lernen.

IMAGO/ZUMA Press

Werbung

Das Empfinden der meisten Regierungskritiker in Ungarn lässt sich wohl in einem Satz zusammenfassen: In Budapest regiert ein zutiefst korrupter Ministerpräsident, der sich von fremden Mächten steuern lässt – abgelöst wird er durch einen liberal-konservativen Oppositionskandidaten, der im Gegensatz zu ihm Frische und Reformwillen verbreitet.

Eine solche Aussage ließe sich allerdings nicht nur über die Wahl am Sonntag, sondern auch über die Wahl vor ziemlich genau sechzehn Jahren treffen. 2010 hieß der Wahlsieger jedoch noch Viktor Orbán – er wurde unter einer Welle der Empörung gegen die amtierende sozialdemokratische Regierung, die in eine Reihe von Skandalen verwickelt war, mit einer Zweidrittelmehrheit an die Macht gespült.

Seitdem ist Orbán trotz der geringen Größe seines Landes zu einem der wohl wichtigsten Regierungschefs in Europa aufgestiegen. Sechzehn Jahre lang baute er an seinem Monumentalprojekt – einem Ungarn, das Rechten und Konservativen im gesamten Westen als Vorbild gelten sollte.

Bereits 2014 lieferte er für Rechte im gesamten Westen in einer Rede seine Blaupause: „Die ungarische Nation ist nicht bloß eine Gruppe von Individuen, sondern eine Gemeinschaft, die organisiert, gestärkt und tatsächlich aufgebaut werden muss. In diesem Sinne ist der neue Staat, den wir in Ungarn errichten, ein illiberaler, ein nicht-liberaler Staat.“ Ungeachtet dessen, was man von einer solchen Aussage hält – anders als viele Rechte und Konservative schien Orbán eine langfristige Vision zu verfolgen. Das machte ihn selbst für Politiker rechtsliberalen oder klassisch konservativen Einschlags interessant.

Der Reformer? 2010 galt Viktor Orbán noch als konservativ-liberal

Durch seine guten Beziehungen in aller Welt, insbesondere zum heutigen US-Präsidenten Donald Trump, konnte Orbán auch auf der Weltbühne echte Relevanz erlangen – auch durch seine Rolle als Neinsager gegen Brüsseler Verirrungen, etwa in der Migrationspolitik.

Lesen Sie auch:

Auch deshalb schaffte es Orbáns Fidesz-Partei, nach 2010 noch drei weitere Male jeweils mit einem Erdrutschsieg wiedergewählt zu werden. Diese langjährige Herrschaft hat ihre Spuren hinterlassen – sowohl im Positiven als auch im Negativen. Das Land sticht in Europa besonders hervor: Geht man durch die Straßen Budapests, ist das Stadtbild deutlich europäischer geprägt als in jeder deutschen oder allgemein westeuropäischen Großstadt. 

Gleichzeitig hat Orbán an der Donau ein Netz rechter und konservativer Intellektueller und Journalisten versammelt – das Danube Institute, das Mathias Corvinus Collegium oder die Monatszeitschrift The European Conservative sind alle in Budapest angesiedelt und prägten bisher den innerrechten Diskurs in Europa.

Dass Orbán sich dadurch international bei Konservativen und Rechten in ganz Europa und Amerika ein ungesehenes Standing geschaffen hat, konnte man erst kürzlich auf der konservativen Konferenz CPAC Hungary vor wenigen Wochen sehen (Apollo News berichtete aus Budapest): Von Argentiniens Präsident Javier Milei über AfD-Co-Chefin Alice Weidel bis hin zum israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu: Fast jeder Konservative mit Rang und Namen im Westen bekannte sich dort zu Orbán und seinem Projekt in Ungarn – und das trotz teils weit auseinanderliegender politischer Ansichten.

Doch neben den durchaus bemerkenswerten Erfolgen, die Orbán in seinen sechzehn Jahren Regierungszeit erzielen konnte, gab es auch die unübersehbaren Schattenseiten der Macht, die zuletzt immer deutlicher hervortraten: Der rechtsintellektuelle Ballungsraum in Budapest hat sich mittlerweile selbst zu einem kleinen NGO-Sumpf entwickelt. Gleichzeitig ist die Vergabepraxis der Regierung, was wichtige Aufträge angeht, offensichtlich korrupt und absichtlich nebulös gestaltet.

Europaweite Bekanntheit erlangt hat etwa das Stadion des ungarischen Erstligisten Puskás Akadémia FC (benannt nach dem legendären Ferenc Puskás). Orbán selbst ist Präsident des Vereins – das Stadion steht im Heimatort des Ministerpräsidenten, nur wenige Meter von dessen Wohnhaus entfernt. Während das Stadion 4.000 Sitze hat, wohnen im Örtchen lediglich rund 1.800 Einwohner. Gebaut wurde es formal mit privatem Geld durch Unternehmen, die jedoch im Vorfeld teure und undurchsichtige Vergabeverfahren der Regierung gewonnen hatten.

Der Fall steht exemplarisch für das Netz aus Korruption, das mit den sechzehn Jahren Fidesz-Herrschaft einherging. Orbán sah die Bindung mächtiger Unternehmer an seine Regierung dabei als wichtige Stütze zum Machterhalt. Befreundete Unternehmen stabilisierten die Wirtschaft und halfen dem Ministerpräsidenten, sich unterdessen ganz seinem großen Staatsprojekt zu widmen. In Orbáns Worten bräuchte die Regierung als Machtstütze „acht bis zehn wichtige Kapitalisten“, unter denen die Wirtschaft aufgeteilt wird.

Die Marionette? Orbán traf sich erst im November mit dem russischen Machthaber Putin im Kreml

Gleichzeitig hat Orbáns Regime in den vergangenen Jahren geradezu eine Obsession mit der Ukraine und Russland entwickelt. Immer deutlicher stellte sich der ungarische Ministerpräsident auf die Seite des russischen Machthabers Wladimir Putin. In diesem Wahlkampf wurde das ganz besonders deutlich: Landesweit plakatierte Fidesz nicht mit Orbán oder seinen Helfern, sondern lediglich mit Oppositionskandidat Magyar, der als Marionette wahlweise von von der Leyen, Selenskyj oder gleich beiden dargestellt wurde.

Orbán machte seine Allianz mit Putin und Magyars Westbindung zum zentralen Wahlkampfthema – und ist damit gescheitert. Nicht umsonst riefen die Anhänger des Oppositionskandidaten während dessen Siegesrede am Sonntag immer wieder „Russe, geh nach Hause“ – für sie ist Orbán nicht mehr als Putins Marionette.

Die Ungarn haben dabei, ähnlich wie jedes andere Volk in Europa, auch die Deutschen, ein eigenes Trauma mit dem großen Nachbarn im Osten: 1956 jagten russische Panzer durch Budapest, um die Ungarische Revolution, die gegen den von der Sowjetunion aufgezwungenen Kommunismus gerichtet war, blutig niederzuschlagen. 40 Jahre lang wurde das ehemals stolze Mitglied des österreich-ungarischen Vielvölkerstaates durch Moskau fremdgesteuert. Einst begann Orbán, damals ein Dissident und Studentenführer, seine politische Karriere als erbitterter Gegner dieses von Moskau ausgehenden Jochs – mittlerweile wirkt seine außenpolitische Linie so, als wolle er zu diesem Zustand zurückkehren.

Diese Faktoren, nebst einer gewissen Fidesz-Müdigkeit unter den Wählern, haben wohl am Ende den Ausschlag für den Erdrutschsieg von Herausforderer Magyar gegeben. Anders als in deutschen Medien und von EU-Politikern, wie etwa Ursula von der Leyen, beschrieben, war der Sieg Magyars nämlich nicht in erster Linie ein Aufbegehren der Ungarn gegen die restriktive Migrationspolitik, die konservative Gesellschaftspolitik oder die Kritik an Brüsseler Exzessen der Regierung.

Denn Magyar gibt sich als konservativ, migrationskritisch und teilweise gar nationalistisch – über zwanzig Jahre war er selbst Mitglied von Fidesz. Dort trat er Anfang 2024 öffentlichkeitswirksam während eines größeren Korruptionsskandals der Regierung aus.

Als Orbán seinem Ruf als internationaler Guru der Rechten einmal zu sehr nachging, überholte Magyar ihn sogar von rechts: Während des rumänischen Präsidentschaftswahlkampfs im vergangenen Jahr unterstützte der Noch-Ministerpräsident nämlich den rechten Kandidaten George Simion, der sich in der Vergangenheit abfällig über die ungarische Minderheit in Rumänien geäußert hatte. Umgehend nutzte Magyar den Patzer Orbáns aus und startete die nationalistische Kampagne „Eine Million Schritte“, bei der er von Budapest aus ins nordrumänische Oradea (auf Ungarisch: Nagyvárad) pilgerte, um die Verbundenheit der mehrheitlich von Ungarn bevölkerten Region zu ihrem Heimatland zu unterstreichen.

Der Patriot? Péter Magyar präsentiert sich am Wahlabend als wahrer Ungar

Was kann also die deutsche Rechte, die sich in den vergangenen Jahren so deutlich hinter Orbán gestellt hat, aus seiner Niederlage lernen? In der AfD sieht man Orbáns Ungarn als positive Vision – nun fällt sie weg. Aktuell kann man die Auswüchse des orbánschen Einflusses jedoch beobachten: In Sachsen-Anhalt kanzelt die Partei kurzerhand einen Vetternwirtschaftsskandal als große Lüge der „Mainstream-Medien“ ab. Alice Weidel spricht unterdessen immer öfter vom „Kiewer Regime“ – ein Flügel in der Partei steht Russlands Machthaber Putin offen positiv gegenüber.

Die AfD stellt dabei für sich selbst immer wieder den Anspruch auf, eine Alternative zur etablierten Politik zu sein. Wenn sie dieses Versprechen glaubhaft vermitteln möchte, dann darf sie sich nicht den Staat zur Beute machen, wie wir es beim NGO-Komplex sehen, oder mit den Feinden des Westens paktieren, wie es die postkoloniale und antiimperialistische Linke vormacht.

Der Fall Orbáns unterstreicht das nur zu gut: Selbst eine konsequente Migrationspolitik und eine Reform der Wirtschaft bringen langfristig nichts, wenn man Korruption fördert und dem jahrzehntelangen Peiniger des eigenen Landes nach dem Mund redet. So wurde aus dem einstigen Reformer, der 2010 die korrupte Regierung aus den Ämtern jagte, selbst der als verbraucht und kritikunfähig wahrgenommene Platzhirsch, der von der Opposition in einem Erdrutschsieg zur Seite geräumt wird. 

Werbung

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

125 Kommentare

  • Und auch Magyar wird lernen, dass es kein Geld aus der EU gibt, wenn er bei seiner versprochenen Migrationspolitik bleibt.

    • Was sind schon Worte, was sind schon Versprechen?

    • Magyar wird seine Hände in Unschuld waschen, während er dem Volk erklärt, dass EU-Recht nunmal Vorrang hat und man dagegen leider absolut gar nichts machen kann.

    • Wird auch spannend, wie Magyar zur russischem Öl und Gas steht.
      Bei einem Verzicht darauf wird er den Ungarn die Explosion der Energiepreise erkären müssen…

      Das wird sicher sehr lustig, Popcorn und Cola bereit halten!

      • er will bis 2035 raus aus russischer energie.
        bis dahin kann noch viel geschehen.
        billiger wird langfristig ohnehin nie etwas, schon gar nicht energie.

        was das mit russischer hilfe neu im bau befindliche kraftwerk paks betrifft, wird er sich auch nicht davonstehlen koennen.
        pacta servanda sunt.

    • Dann ist ja alles wie vorher nur ohne Einfluss der Scheiß Russen…Wo ist das Problem?

      -31
      • es gibt kein problem.
        die ungarn freuen sich, als ob sie selbst im lotto gewonnen haetten.
        die stimmung ist sensationell.
        die einzigen, die ein problwem sehen, sind ein paar deutsche, die die welt in ungarn nicht mit ungarischen augen sehen, und meinen orban muesste erhalten bleiben.

        orban regierte seit corona unter selbsteingefuehrtem notstandsgesetz, um das parlament umgehen zu koennen.

        magyar mit seiner 2/3 mehrheit hat das nicht noetig.
        er kann mit dem parlament schalten und walten, wie es ihm gefaellt.

        zuerst muss er allerdings die rechtsstaatlichketi wiederherstellen, das verlangt die EU, bevor sie die gelder freimacht.

        mein problem mit magyar sind weniger die nationalen feinheiten, als der endspurt fuer EU-integration und auftrieb fuer die NATO.
        das kann, anders als zu orbans zeiten, jederzeit krieg bedeuten.

  • Hat nun Magyar nur deswegen gewonnen, weil alle anderen Parteien auf ihre Kandidaten verzichteten und sich Magyar anschloss und unterordnete? Sie schlossen sich also zusammen, um Orban loszuwerden? Sonst wäre es demnach anders ausgegangen? Ist irgendwie bekannt, die Vorgehensweise.

  • Was die AfD von Fides und Orban unterscheidet: die AfD hat nie regiert, sie ist 15 Jahre Opposition und frei von staatlicher Korruption.
    Die AfD begleitet auch der Zauber alles Neuen. Ihre Zeit wird jetzt kommen, weil die Linken dieses Land mutwillig zugrunde richten.
    Weg mit dem ruinösen sozialistischen Zauber!
    Ich bin sehr sicher, dass die Ungarn sehr bald merken, was sie sich mit der neuen Regierung ins Haus geholt haben. Ihr Verdienst ist bald nur noch die Hälfte wert. Jetzt werden sie den Moloch mit füttern.

    • Meines Erachtens ist Orban vor allen Dingen ein Opfer von der Korruption geworden, sowie von seinem mangelnden Gespür, wann er hätte die Zügel mal etwas lockerer lassen musste. Auch haben ihm die Brüsseler Kampagnen gegen Ungarn stark geschadet. Noch ist nicht bekannt, wer die Gelder für seinen politischen Gegner in dieser Größenordnung aufgebracht hat. Eine kleine Partei kann sich derartige teure Kampagnen auf jeden Fall nicht leisten.
      Die Verbindungen zu Russland dürften weniger das Problem gewesen sein, denn es bestand für Ungarn die Notwendigkeit einer stabilen Energieversorgung. Ungarn liegt nicht in der Mitte von Europa, mit vielen Netzübergängen in andere Länder wie Deutschland. Da muss man anders agieren und kann sich keine unsichere Stromversorgung leisten, zumal gerade Ungarn sehr viele IT Dienstleistungen für Großunternehmen in Europa erbringt. Da sind Stromausfälle fatal. Er konnte sich schon aus diesem Grund nicht die totale Konfrontation mit Russland leisten.

      • Fortsetzung
        So etwas muss man den Menschen auch immer wieder erklären. Wer lange regiert, der glaubt, dass das nicht notwendig ist. Die ganze Wahlkampfsstrategie von Orban war unzureichend. Ein weiterer Punkt warum er so viele Stimmen auch wegen Themen verloren hat, wo er es eigentlich richtig gemacht hat.

  • Es freuen sich bestimmt schon alle Ungarn auf die digitale Euro Umstellung. Von Absoluter Freiheit mit Bargeld Forint zur totalen Überwachung und Maßregelung der EU, wenn man nicht auf Linie ist. Habt ihr Ungarn das wirklich gewollt, den totalen EU Untergang mit zu gehen? Migration, Klima, Gender, LTBCQXYZ, Eurostrafe?? , habt ihr jetzt leider alle so bestellt und ihr werdet és geliefert bekommen.

    • Vor allem junge Wähler sind
      auf Peter Magyar, den Berufsjugendlichen,
      hereingefallen: Hochgegelte Frisur, Jeans,
      Sonnenbrille, 45 J. alt. Den Rest erledigte
      die EU. Magyar ist übrigens Baerbock-Fan.

      Selbst Tisza räumt Tausende
      Fälschungsmeldungen ein…

      „Willkommen zurück in Europa“, so
      der poln. Ministerpräsident Donald Tusk
      auf seinem X-Kanal.

      Brüssel-Marionette Tusk
      gratulierte telefonisch seinem
      neuen ungarischen Amtskollegen
      Péter Magyar zum Wahlsieg:
      „Ich bin glücklicher als du.“

      Zuvor schrieb Tusk von
      einem „glorreichen Sieg“
      und endete mit den Worten:
      „Ruszkik haza!“ / „Russen nachhause!“.

      • Tusk ist auch eine Marionette von EU-Gnaden.

        • deshalb versteht sich magyar auch so gut mit ihm.
          sein erster staatbesuch geht gleich zu tusk.

          1
        • Die Ilmis lachen sich schlapp.

          0
    • ja, die meisten ungarn wollen den euro.
      tatsaechlich !
      umfragen im land zeigen es immer wieder.
      gespraeche mit leuten auch.
      die sind aber nicht repraesentativ.

      weil viele nicht verstehen, dass damit alles teurer wird.
      das tolle deutschland hat doch auch den euro und alle verdienen so gut….
      naja.

  • Für mich gibt es eine Erklärung, 16 Jahre ist zu lang. Das machen die USA besser. 2 Wahlperioden und raus.

    • Genau. Begrenzte Zeit an der Macht behindert die Ausprägung von Hybris bei Betroffenen und begrenzt dadurch hoffentlich Schäden durch Vetternwirtschaft. Ein Allheilmittel ist es dennoch natürlich nicht.

    • Ein guter Punkt. Spätestens nach acht Jahren hat sich ein Filz gebildet, den man so schnell nicht mehr los wird. Wenn man schaut wie schnell die Grünen ihren Filz aufgebaut haben, dann sind selbst acht Jahre zu viel.

    • deshalb begrenzt magyar das amt auf maximal 8 jahre.
      sehr sinnvoll.

    • Finde auch Orban hätte längst eine Unverbrauchte/n neuen von seiner Partei installieren und ins Rennen schicken müssen, er hätte ja weiterhin im Hintergrund die Fäden ziehen können, dann wären die Chancen für Orbans Partei wesentlich besser gewesen! So wie es weiterhin eine IM Erika bei uns macht! Wenn man zu lange an der „Macht“ ist haben einen die Bürger irgendwann satt!

  • Ich denke, dass die Menschen nach 16 Jahren einfach auch gerne mal was anderes wollen. Und verkehrt ist es nicht, auch die beste Regierung neigt mit der Zeit zur Filzbildung. Ob die neue Regierung etwas taugt, weiß man natürlich nie.

    • Die nächste geschobene Wahl durch die EU, weg mit diesem Scheißhaufen.

      • scroll mal zur landeskarte.
        der sieg ist so uebermaechtig, das kann selbst die EU nicht vollbringen.
        ein paar hundert falschwaehler sind da voellig irrelevant.

        https://vtr.valasztas.hu/ogy2026?filter=orszagos

        wenn du dich das letzte halbe jahr eingehend mit ungarischen medien aller couleur beschaeftigt haettest, wuesstest du, dass die lage im land genau dieses ergebnis hervorbringen wuerde.
        da musste die EU gar nicht mehr nachhelfen.
        die leute wollten magyar, weil er die einzig neue alternative war im sumpf der altparteien..
        und alles war besser als orban.
        fuer sie.

      • Was soll da „geschoben“ sein? Nicht einmal Orban behauptet das. Werden hier überhaupt keine Wahlergebnisse mehr akzeptiert?
        Orbans System war einfach nur noch korrupt. Er soll einfach nur froh sein, wenn er nicht verhaftet wird. Alleine die Geschichte mit dem Millionen-Anwesen seines Vaters würde reichen.

    • Die neue Regierung wird von der linken Presse erst einmal „schön“ geschrieben. Darauf dürfen wir uns auf jeden Fall verlassen.
      Ich bin auch mal gespannt wie es mit der Beziehung zur Ukraine weitergeht. Die Probleme sind ja nicht weg und den Ungarn wurde ja auch schon die Versorgung von den Ukrainern gekappt.

  • Wenn die Ungarn das so wollen, ja warum nicht ? Wir wollen in der Mehrheit auch eine Politik die uns das letzte Hemd nimmt. Die Menschen sind wohl so gepolt.

  • In der EU-Schublade liegen mit Sicherheit schon diskreditierende ,,Beweise“ parat, die man gegen Peter Magyar verwenden wird, falls er nicht so spurt, wie von ihm verlangt wird.

    • Wenn man die hier etwas genau beschreibt landet der Kommentar im Wartezimmer für Warten auf Freigabe.

  • Nach meinem Dafürhalten, hätte nicht Herr Urban als Person wieder kandidieren sollen , sondern eine gebildete hübsche Ungarin Mitte40 mit Charisma und gutem Leumund!
    Magyar als Politiker sagt mir garnichts. Nun, jetzt müssen die Ungarn mit dem EU-Molloch zurecht kommen.

    • ja, sehe ich auch so.
      oder minister szijjártó, der einen sehr soliden und gewissenhaften eindruck macht.

      koennte sein , dass eine frau an oberster spitze aufgrund der doch sehr klassischen rollenverteilung in HU vielleicht noch nicht der renner waere.

  • Gut und schön, aber nach 16 Jahren (durchgängig), und das ist meine Meinung als Konservativer, muß man sich in einer Demokratie zwingend eine andere Regierung wählen. Eigentlich sind 16 Jahre schon viel zu viel des Guten.

    • Nun ja, aber auch bei anderem Wahlverhalten bekommt man nicht unbedingt eine andere Politik. Bei uns merkelt es zum Beispiel immer noch.

      • Allerdings wäre uns vieles erspart geblieben, wenn A. die Große schon nach 8 Jahren die Zügel der Macht hätte abgeben müssen.

        • Naja, wenn dann so Leute wie Merz kommen oder gar ein SPD Kanzle,r ist das auch nur ein Tausch Pest gegen Cholera.

          0
  • Die Ungarn werden noch der Zeit mit Orban nachtrauern. Bisher brauchten sie keine Merkelpoller und Messerverbotszonen .

    • Die Bevölkerung muss sich jetzt umstellen lernen. Das tut weh oder kann das Leben kosten.

  • Korruption ist das Hauptproblem in Ungarn.
    Zweites Problem die Wertlosigkeit des Forint und daher die gewaltige Inflation.
    Das Orban das nicht ändern konnte und beim Thema Korruption sich selbst belastet hat, wurde ihm nun zum Verhängnis.
    Ob Magyar besser oder schlechter ist, wissen wir nicht. Aber ein Linker ist er nicht!

    • Stimmt, er wedelt wenn Uschi was sagt.

  • Schon in einem Jahr wird man sich Orban zurückwünschen.

  • Hängt schon mal die Scheuentore aus den Angeln.

  • Also im Grunde ist es ja ein Rechtsruck der hier passiert, also rechts Richtung eigentlichen Liberalität. Das Problem der sogenannten Rechten ist ihr sozialistisch nationales Gehabe. Dahinter versteckt sich meist staatlicher Eingriff zum Zwecke der Vetternwirtschaft. Ist bei Grünen nicht anders.
    Im Grunde ist ein Wechsel gut, kein Politiker sollte mehr als 8 Jahre an der Macht sein. Wir hatten 16 Jahre Merkel und es war eine Katastrophe. Und ja 2 Jahre Linke und der Effekt ist schlimmer

  • Die AfD muss „Deutschland über alles“ verinnerlichen: Das heißt totale Neutralität bezüglich entfernter Konflikte, egal ob Russland-Ukraine oder Israel-Palästina

  • Orban war 16 Jahre dran, davor schon mal 4. War über seine internationalen Kontakte (Soros) schon vor 89 Unterstützer der Grenzöffnung, danach für Ungarn und Europa unterwegs. Jetzt kommt halt ein jüngerer Mann dran. Gescheitert geht anders.

  • Guter Artikel, informativ und sachlich. Danke dafür!

    -16
    • Herrlicher Sarkasmus 😁

    • Ja, eigentlich ganz ok der Artikel, abgesehen der Narrativallüren und tendenziösen Wortwahl an manchen Stellen. Ausgewogen geht anders.

      • Sehr tendenziell für Magyar…..leider.

    • Leider nicht sehr ausgewogen.

    • Dem schließe ich mich an. Warum das mehrheitlich mit einem Daumen nach unten bewertet wird, ist für mich nicht nachvollziehbar.

      -10
  • die deutsche Rechte kann daraus lernen, dass man mehrere Wahlen haushoch gewinnen kann und 16 Jahre an der Macht bleiben kann, wenn man wie Orban agiert. Die Leute wollten nach 16 Jahren mal einen Wechsel und die Einmischung der EU haben jetzt zur Niederlage geführt.

  • Chruppala sollte seine Affinität zu Russland besser überdenken, denn damit macht er sich nicht gerade beliebt, vor allem bei den Polen.

    • Ist Chrupalla ein poln. Politiker?

    • Immerhin hat er ja polnische Wurzeln. Vielleicht hilft das ja.

  • Orban wird ersetzt durch einen Halbrechten und Konservativen.

    Was soll die deutsche Rechte daraus lernen?

    Nichts!

    Orban war einfach zu lange dran. Demokratie lebt vom stetigen Wechsel.

    Ob in Deutschland ein politischer Wechsel überhaupt noch unter dem Diktat von „Unserer Demokratie“ möglich ist, das ist die entscheidende Frage.

    In Ungarn funktioniert die Demokratie nich.

    • Korrektur: nich = noch

  • Orban hat es verpasst den Stab weiter zu geben, genau wie Kohl. Nur haben die Ungaren Glück, dass kein Schröder gewählt wurde und eine ungarische Merkel ist, glaube ich, auch nicht in Sicht. Ich finde eine 2/3Mehrheit gut. So braucht es keine Koalitionen, der Sieger kann seine Pläne verwirklichen und bekommt bei der nächsten Wahl die Quittung oder Belohnung. Alles in Allem ein guter Tag für Ungarn.

    -14
    • ..auch meine Denke.
      Nach 16 Jahren wie M. keinen Nachfolger aufgebaut, Trump macht das besser, der weiß um die Zukunft, ein perfekter Inszenierer und guter Delegierer.
      Nach 16 Jahren Dauerregierung ist die Korruption, allegorisch als Pilzgeflecht im Wurzelwerk der Bäume, bei Berufspolitikern intrinsisch, systemisch. (siehe System-Theorie: Stichwort überkomplex). Sieht man ja deutlich bei der SPD und an der „Nochalance“ von Merz und der UnsereDemokratie-CDU.
      ..und was dieses Geschreibsel über diese ominöse Rechte „..und was die deutsche Rechte daraus lernen kann…“ soll, erschließt sich mir nicht. Also die AfD kann es schon mal nicht sein, die ist mittig.
      Was weiß Herr Cherny, was wir nicht auch aus dem örr-mainstream-Sumpf wissen? Wahrscheinlich wenig…
      Mein erster Gedanke beim Lesen der Überschrift:
      „Ist das so???“

      -10
      • Was genau zeichnet „Rechte“ aus?

        • GRÜNROTLINKS
          Staatsumbau hin zur Sozialismus-Diktatur, tiefes Hineinregieren ins „Private“ oder allgemein: Überregulierung „Hoheit über die Kinderbetten oTon SPD-Scholz“ oder als „Delikte“ unterhalb der Strafbarkeitsgrenze, Meinungsunterdrückung, Hass und Hetze ohne Argumente, Meldestellen… Blockaden demokratischer Versammlungen durch diese „Zivilgesellschaft“ als staatlich finanzierte (N)GO „Aktivisten“, Angriffe auf Demokraten, ein Inlandsgeheimdienst zum Maßvollzug an eben diesen… der Diebstahl des Privateigentums… Veruntreuung von Steuergeldern…juristische Willkür…

          6
        • 2.) „Rechte“ sind ein klassischer Fall von Priorität-Kontext-Kategorie als Perspektive. Ein Kampfbegriff, abwertend und durch die neugeschichtliche Konnotierung toxisch aufgeladen. Ein Schimpfwort. Wenn Sie unter Rechts preußische Tugenden verstehen, bin ich rechts. ..oder doch links? Ein Rechter Linkshänder?
          Die wahren Rechten sind da vielleicht sogar die gewendeten roten Socken? Es ist nur „neu“linker orwellscher Doppelsprech, Doppeldenk, die Intention hinter der Intention.

          Nur noch AfD.

          3
      • Ich glaube Sie missverstehen mich. Ich bin mit dem Artikel voll einverstanden. Mein Kommentar ist nur eine Ergänzung.

  • Die Ungarn werden ihre Wahl wohl bald bitter bereuen.
    Wenn das Land für den Ukraine-Krieg ausgeplündert wird und das EU-Regime zwangsweise die ungarischen Grenzen für die kulturbereichernden Migranten öffnet.
    Welch ein schwarzer Tag für die ungarischen Mädchen und Frauen.
    Wie schade um dieses bisher schöne, saubere und sichere Land.

  • Wir werden sehen, ob Magyar den Merx macht und die Wähler belogen hat oder ob es bei der Orbánschen harten Migrationspolitik bleibt. ALLES andere, inkl. Korruption, Richterjobs und GEZ-HU, ist NEBENSÄCHLICH.

    Die EU hofft, hier einen Vasallen installiert zu haben. Ich hoffe, sie irren sich.
    In einem Jahr wissen wir mehr, in 4 könnte Magyar Geschichte sein.

  • Genial, endlich Zuckerfeste in Budapest. 🤮Weihnachten wird wohl ausfallen. Die Barbershops werden erblühen.
    Die Bildung wird sinken.
    Aber ich nehme an, dass wollten die Ungarn genau so!
    Weitermachen.

Werbung