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Milliarden Euro einsparen

CSU warnt wegen möglicher Krankenkassenreform vor Abwanderung der Pharmabranche

Klaus Holetschek, CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, warnt wegen der geplanten Reform der gesetzlichen Krankenkassen vor einer Abwanderung der Pharmabranche. Man könne die erhofften Einsparungen nicht einseitig der Pharmabranche aufbürden.

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Die Regierung muss Milliarden Euro einsparen und könnte die Preissteigerung bei Medikamenten deckeln. (Symbolbild, Quelle unsplash.com)

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Die CSU warnt davor, dass es zur Abwanderung der deutschen Pharmabranche kommen könnte. Die Gefahr sei gegeben, wenn die potenziellen Einsparungen im Rahmen der Reform der gesetzlichen Krankenkassen hauptsächlich dort erfolgen sollen. „Wer glaubt, man könne die Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung lösen, indem man bei den Pharmakosten einfach den Rotstift ansetzt, der greift zu kurz“, sagt der CSU-Fraktionschef im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, dem Tagesspiegel.

Zwar sei solch eine Maßnahme populär, aber Politiker müssten das große Ganze bedenken. „Staat, Wirtschaft, Kassen und Versicherte: Alle müssen ihren Beitrag leisten.“ Er warnt vor dem Verlust heimischer Arbeitsplätze und vor der Gefährdung von Lieferketten. „Wenn wir in Deutschland einseitig die Schrauben anziehen, während andernorts – etwa in den USA – die Bedingungen attraktiver werden, dann riskieren wir nicht nur die Versorgungssicherheit.“ Eine Abwanderung der Pharmaindustrie würde Deutschland gesundheitspolitisch und finanziell treffen.

Der CSU-Politiker erinnert daran, dass im Koalitionsvertrag die Pharmaindustrie als Leitindustrie benannt wurde. Ob Versicherte, Arbeitgeber, Wirtschaft und Versicherung: Alle Beteiligten müssten sich an einen Tisch setzen, um Verantwortung fair zu verteilen. „Nur wenn alle ihren fairen Beitrag leisten und der Staat seiner Verantwortung endlich gerecht wird, wird diese Reform wirklich tragen.“

Am Montag stellte die Finanzkommission ihre 66 Reformvorschläge vor. Aus diesen soll sich Gesundheitsministerin Warken einige auswählen und umsetzen. Die Ministerin kündigte laut dem Handelsblatt an, bis Ende Juli einen Gesetzentwurf im Kabinett vorlegen zu wollen. „Wir werden uns im Wesentlichen an das halten, was die Kommission vorschlägt“, sagte sie bei der Übergabe des Berichts.

Mit der Umsetzung der Reformen soll bereits 2027 ein Defizit von 15,3 Milliarden Euro geschlossen werden. Werden keinerlei Änderungen vorgenommen, drohe laut dem Bericht bis zum Ende der Legislaturperiode ein Defizit von 40,4 Milliarden Euro bei den gesetzlichen Krankenkassen. 45 Prozent der Einsparungen könnten laut dem WDR von Herstellern und Leistungserbringern gestemmt werden.

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Eine der potenziell wirkmächtigsten Maßnahmen soll die „Begrenzung der Vergütungsanstiege“ sein. Demnach dürfen die Preise für Medikamente und Behandlungen nur noch so stark steigen wie die Kosten. Dadurch erhofft man sich Einsparungen von fünf Milliarden Euro. 2025 stiegen die Kosten für Arzneimittel um 5,9 Prozent.

mra

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43 Kommentare

  • Sie werden so oder so abwandern, in D gibt es so gut wie keine Perspektive mehr…

  • Bin gespannt, wie fair es wird… ähnlich wie bei der Benzinpreis Bremse? Achso….die gibt’s ja nicht 😀😀😀😀

    • Ja und auf die Auszahlung des ‚Klimageldes‘ warten wir auch noch……

  • Klar da gehen bei der CSU viele Pharma Lobby Ängste um…

  • Also die selben Medikamente von den selben Herstellern kosten in den USA das Zehnfache von dem, was sie hier kosten und in der Türkei ca. 20% von dem, was wir zahlen. Schon komisch. Es kommt wohl eher auf die Stärke der Pharma-Lobby an als auf Marktprozesse.

    • Ich habe immer noch Herrn Seehofer auf dem Schirm, der zerknirscht sagte :“Man unterschätzt die Macht der Pharmalobbyisten“

    • Das liegt am „Zwangssystem“, denn dieses führt dazu, das Erfolg bei einer Behandlung kontraproduktiv ist! Bestes Beispiel sind hier die Bandscheiben Patienten. 30 Jahre hunderte mal Röntgen und Kernspin und IBU bis zum Umfallen und dann trotzdem OP! Völliger Schwachsinn! Und nur zum Geld verdienen gemacht!

  • Ich sehe da Potenzial für eine Übergewinnsteuer… bei den Corona Impfungen 😀😀😀
    Achso… braucht zufällig noch jemand Masken? Der Jens hat da noch einen kleinen Restbestand😀😀😀

  • Desto weniger Pharma und Politik im Privatleben, desto besser für Alle.

    • Gut erkannt!
      Je weniger Pharma, umso gesünder.
      Oder glaubt ihr wirklich, die ganzen willkürlichen Grenzwert-Senkungen bei Cholesterin, Blutdruck und die Impfstoff-Flut waren und sind für eure Gesundheit?

      • Spahn und Lauterbach fanden es doch ganz toll?

    • Das Überborden der Pharma wurde mit der Abschaffung der natürlichen Heilweise eingeleitet. Dadurch explodierten die Kosten erst richtig, weil kein Medikament die Ursache angeht, sondern nur die Symptome lindert!
      Und genau in den achziger und neunziger Jahren begann dieser Schwachsinn. Denn die Pharma hat die Parteien gut mit Bestechungsgeld versorgt!

  • Schlagzeile: CHIP: Neue Studie sorgt für Aufsehen: Pupsen könnte gut für das Gehirn sein.

  • So mancher Hersteller von Pharmazeutika nimmt einfach Wirkstoffe vom Markt. Am bekanntesten in der jüngeren Vergangenheit dafür ist vielleicht die Novo Nordisk A/S. Im Besonderen ist das Insulin detemir (Handelsname Levemir) seit Beginn dieses Jahres schlicht nicht mehr erhältlich. Die Folge davon ist, dass vor allem Patienten, denen ein Diabetes mellitus Typ 1 diagnostiziert ist, sich um des schieren Überlebens willen auf die Suche nach einem Ersatz machen müssen. Mitunter nimmt der Prozess, ein geeignetes Medikament zu finden, dabei mitunter viele Jahre in Anspruch. Das heißt: Es fallen zusätzlich horrend ärztliche Behandlungskosten an. Die späteren Aufwendungen übersteigen somit die Ersparnis, einen Produzent nicht mehr in einer Weise zu bezahlen, die für ihn lohnend ist, bei weitem. Staatliches Handeln führt dadurch nicht nur sich selbst, sondern jedweden medizinisch formulierten Therapieansatz vollends ad absurdum.

    • Nur zur Erinnerung: Laut den Pressemeldungen fiel die Aktie der Novo Nordisk A/S als das ehedem wertvollste Unternehmen Europas an der Börse erst jüngst geradezu ins Bodenlose. Daran lässt sich sehr anschaulich ablesen, welch überaus substanzvernichtenden Folgen die in den kommenden Monaten zu erwartenden Eingriffe des Staates in den Handel bereits heute haben. Einem Hersteller bleibt dann nur noch, schon vorab wenigstens Teile des Betriebes stillzulegen. Anfragen dazu nicht zuletzt beim baden-württembergischen Gesundheitsministerium, was der Anlass dafür ist, von Amts wegen zuvörderst die öffentliche Daseinsvorsorge quasi in ein Fass ohne Boden zu verwandeln, in das Gelder gleich bündelweise hineingeworfen werden können, ohne dass es plumps macht, beantwortet der dortige Bürgerservice völlig ungerichtet, damit beim Beschwerdemanagement der jeweiligen Klinik vorstellig zu werden. Die behördliche Gleichgültigkeit in existenziellen Angelegenheiten verschlägt einem dabei die Sprache.

      • Übrigens: Das mitunter binnen weniger Wochen sich vollziehende Absterben der Langerhans’schen Inselzellen, die bei einem gesunden Menschen das körpereigene Insulin erzeugen, lässt sich laut der baden-württembergischen Landesärztekammer nur mit gesellschaftlich äußerst pervertierten Verhältnissen erklären. Wäre es anders, müsste so manchem approbierten Mediziner längst die Zulassung entzogen werden. Dennoch entscheiden sogar Gerichte, dass die Erkrankung angeblich aus einem selbstgefährdenden Handeln des Patienten resultieren würde. Das Recht gemäß § 116 des Zehnten Sozialgesetzbuches der gesetzlichen Kranken- als auch Renten- und Pflegeversicherung auf Regress läuft dadurch leer. In der Konsequenz sind auf diese Weise enorm hohe Kosten auf die Solidargemeinschaft abgewälzt, für die an sich die Verursacher zu haften hätten. Vor allem ein Diabetes mellitus des Typs 1 steht damit pars pro toto für Verträge zulasten Dritter ohne jede Grundlage.

  • Die meisten Medikamente kommen eh schon aus dem Ausland und wenn die Pharma hier dicht macht sind wir wieder ein Stückchen näher an der Klimaneutralität. Genau das wünschen sich doch die Michelmanns. Wir retten das Klima. Jawoll

  • Viele Ärzte werden ebenfalls abwandern. Die können ja dann durch KI oder Dr. Google ersetzt werden. Nur die Selbst-OP dürfte schwierig sein.

    • Klar haben alte Menschen Angst vorm Ärtzeauswandern lieber Wortleser.

  • Ist da nicht nur eine CSU-Nebelkerze? Ich dachte, die Arzneimittelproduktion ist schon längst „ausgewandert“! Natürlich mit Ausnahme der subventionierten. Hier scheinen Kommission bzw. Warken aber nicht anzusetzen.

  • Genau Klaus! Die Pharmamultis schonen und alles bei den Steuerzahlern holen….

  • naturmedizin ist teilweise besser,kolloidales silber ist auch solch verschwiegene sache norovirus zb,offene wunden usw

    • Bin Masseur und med. Bademeister. Und höre ich heute offene Beine, Krebs in allen Arten, Allergien, Bandscheiben OP, Kopfschmerzen und Migräne etc. dann bekomme ich einen Lachanfall. Denn früher haben gegen diese Krankheiten regelmäßige physikalische Anwendungen geholfen! Und wesentlich billiger. Erst als diese von den Krankenkassen und der Ärzteschaft nicht mehr verordnet wurden, explodierten die Kosten!

    • Naturmedizin, von mir aus. Aber besser? Bei Tumoren beispielsweise? Bei HIV, bei Malaria oder bei einer ordentlichen Sepsis? Bitte nicht alles glauben, was Ihnen irgendwelche Medizinmänner oder Esoterikerinnen so einreden wollen.

  • Tja CDU, dann wird es wohl wieder Zeit für die nächste „Plandemie“, damit ihr der Pharma erneut Milliarden € Steuergeld zuspielen könnt…

  • War 45 Jahre im Gesundheitswesten tätig!
    Und nicht ein Gesundheitsminister hat die tatsächlichen Kostentreiber auch nur ansatzweise angegangen! Im Vordergrund stand die Abschaffung der natürlichen Heilweisen auf dem Altar und der Korruption der BIG Pharma!
    Dazu wurde nicht annährend an den Betrug heran gegangen. Auch die Millionen irre Diagnostik, die Millionen Kniespiegelungen ohne erkenntlichen Nutzen und auch die tausendfachen überflüssigen Bandscheiben OPs standen nie auf der Tagesordnung. Und was bis heute noch nie verlangt wurde ist, ob Diagnostik und Behandlungen Erfolg hatten!

  • Da hat der feine Herr Holetschek wohl Angst um die Profitrate der Pharmakrake?

    • Und um sein Aktiendepot……

  • Die CSU warnt immer und stimmt dann zu 100% für das wovor sie gewarnt hat. Sinnlose und verbrecherische Partei.

  • Wenn die Pharmabranche abwandert, dann erhalten wir endlich die billigen Generika mit weniger oder ganz ohne Wirkstoff. Dann erledigen sich die Krankenkassenprobleme von selbst. Medikamente werden billig und Patienten (Kunden) sterben schneller und früher, auch das spart Geld.

    • Totaler Bullshit.

  • Welche „Pharma“ will den abwandern ?
    Relevante sind schon lange nicht mehr deutsche Firmen.
    Und so gut wie alle Firmen lassen EU-weit zu und machen dort auch ihre Studien.
    Reine Panikmache mit „Abwandern“.
    Die Pharma saugt mehr ab, als dass sie liefert.
    Aber – trotz Gesetze!- haben sie kein Problem zugelassene Medikamente nicht zu liefern !

  • Die Pharmalobby verlangt hier auch unverschämt hohe Preise für ihre Medikamente,die zocken hier doch nur ab.Einfach mal auf den Kassenbon bei der Apotheke schauen,da stehen neben den Zuzahlungskosten auch die Preise der Medikamente drauf.

  • Die populärsten Medikamente in Deutschland sind Sterilisierungsmittel, Herzmedikamente und Viagra. Es ist eine Industrie die Leute am Leben hält, die es nicht verdienen.

  • Die Pharma Lobby, die stärkste auf dieser Erde, wird auch das aussitzen und die Kosten werden auf die Versicherten abgewälzt. Die lachen sich doch insgeheim über unsere Politiker kaputt, den die Pharma Lobby hat die Macht, nicht die Politik.

  • Die Pharmaindustrie wandert wegen der hohen Energiekosten aus. Politisches Versagen aller Orten. Die Landesverräter sitzen in den Landeshauptstädte und in Berlin.

  • Das ist die dumme Deutsche Politik.
    Die Wirtschaft kippt immer schneller nur weil ein paar blöde Hirnis die Zusammenhänge nicht begreifen.

    • Dazu brauchen sie allerdings den dummen und vertrottelten deutschen Michel als Wähler!

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