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Energiewende

Kostenfiasko „Grüner Wasserstoff“: Thyssenkrupp-Tochter rechnet mit bis zu 80 Millionen Euro Verlust

Thyssenkrupp Nucera, die Wasserstoff-Tochter des Stahlkonzerns, geht für das laufende Geschäftsjahr von einem Verlust von bis zu 80 Millionen Euro aus. Das Unternehmen baut Anlagen zur Herstellung von „grünem Wasserstoff“.

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Vorstandschef Werner Ponikwar ging im Februar noch davon aus, dass die Geschäftsziele erreicht werden. (IMAGO/Cord)

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Der Thyssenkrupp-Tochter Nucera droht wegen hoher Kosten bei der Herstellung von „grünem Wasserstoff“ ein Verlust von bis zu 80 Millionen Euro. Wie das Handelsblatt berichtet, ging das Unternehmen ursprünglich von einem maximalen Verlust von 30 Millionen Euro aus und hoffte sogar, eine schwarze Null erzielen zu können. Statt eines Umsatzes von 500 bis 600 Millionen Euro rechnet man für das laufende Geschäftsjahr, das bis September dauert, nun nur noch mit 450 bis 550 Millionen Euro Umsatz.

„Grüner Wasserstoff“ wird durch Elektrolyse hergestellt, bei der Wasser mithilfe von Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten wird. Die Tochterfirma des Stahlkonzerns Thyssenkrupp baut Anlagen zur Wasserstoffherstellung, sogenannte Elektrolyseure. Nucera gibt an, dass der Umsatzeinbruch auf ein gescheitertes US-Projekt und höhere Kosten bei Optimierungsarbeiten an bereits ausgelieferten Modulen zurückzuführen sei. Die Module müssten verbessert werden, bevor die Elektrolyseanlagen fertiggestellt werden und ihre Arbeit aufnehmen können.

In den USA wurde ein Projekt für eine Pilotanlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff wieder aufgegeben, weil es die erhofften Renditeerwartungen nicht erfüllte. Die Anlage hätte eine Kapazität von 20 Megawatt haben sollen. Die Kosten, die dadurch entstehen, sollen laut dem Manager Magazin im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen und im zweiten Quartal verbucht werden.

Vorstandschef Werner Ponikwar hatte im Februar trotz eines schwachen ersten Quartals die Jahresziele bestätigt und auf positive Marktimpulse verwiesen. Für das Chlor-Alkali-Geschäft wurde die Untergrenze der Ergebnisprognose leicht angehoben. Die Ankündigung, dass der Verlust bei Thyssenkrupp Nucera deutlich größer ausfallen könnte als angenommen, führte dazu, dass der Aktienkurs am Mittwoch zeitweise um zehn Prozent einbrach.

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Am Mittwoch teilte das Unternehmen mit, dass sich die Lage bei den neuen Aufträgen für Elektrolyseure positiv entwickele. War man zuvor von Aufträgen im Wert von 348 Millionen Euro ausgegangen, rechnet Nucera nun mit einem Auftragsvolumen von 550 bis 850 Millionen Euro. Denn das spanische Unternehmen Moeve will für eine Wasserstoffanlage in Andalusien Elektrolyseure mit einer Kapazität von 300 Megawatt bestellen.

mra

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45 Kommentare

  • Mit dem Wasserstoff, den man durch den Einsatz von Strom gewonnen hat, stellt man dann wieder Strom her, geniales Konzept. 😀

    • Mittels Erdgas stellt man Strom her; danach verwendet man diesen Strom, um Wasserstoff zu produzieren. Diesen Wasserstoff kann man mittels Strom wieder transformieren in Erdgas! Das ist noch cleverer!

    • „… stellt man dann wieder Strom her,“
      Aber mit was für einem Wirkungsgrad: von z.B. 4000 kWh Energie für den Elektrolyseur etc. etc. bekommt man am Ende nur 1000 kWh wieder heraus.
      Habeck war ein Genie. „geniales Konzept“ könnte ein Lob aus seinem Munde sein.

    • „Planet der Affen“ kommt mir spontan in den Sinn. Neuauflage des Films mit original Darstellern, direkt aus dem täglichen (Polit-)Leben drehen.

  • Grüner Wasserstoff ist von vornherein eine Totgeburt. Das sollte jedem Manager klar sein!

    • Aber nur weil in Deutschland der Strom zu teuer ist, wei alle 17 Kernkraftweke geschlossen wurde. Aber der Wähler wollte das, so müssen eben wirtschaftlichen Niedergang hinnehmen. Intéressant wird es was von der deutschen Industrie übrig bleibt.

      • Welcher Wähler? Wie heißt der Schurke und wo wohnt der?

      • Man könnte doch die Phasen der Strom Überproduktion nutzen. Also einige Stunden Sonne pro Tag. Dann ist Preis unter Null.

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        • Lieber HansP,
          das Problem liegt darin, dass, wie andere Foristen bereits anmerkten, die Kostenrechnung hier nicht aufgeht.

          Die Elektrolyseure kosten Geld, bestehend aus Anschaffungskosten sowie laufenden Kosten für Wartung und Betrieb. Wenn eine Anlage nicht 24/7 läuft, muss man also diese Kosten anteilig auf die deutlich geringeren Mengen an erzeugtem Wasserstoff aufschlagen. Dadurch steigen die relativen Kosten je Einheit Wasserstoff, was ihn im Verhältnis zu anderen Energieträgern einfach nur wahnsinnig teuer macht. Die „gesparten“ Stromkosten können das längst nicht wieder wettmachen.

          Das geht sich leider alles nicht aus und verteuert alle Produkte, die mit diesen Dingen produziert werden sollen. Eneergie und Stahl sind so ubuquitär, dass das sich nahezu überall niederschlagen und Wettbewerbsfähigkeit kosten wird.

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        • Lieber HansP: Auf diesen Spruch warten die Grünlinken noch: ‚Die Sonne schickt Gutscheine.‘ Obwohl: Eigentlich gar nicht mal so dumm.

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        • Preis unter Null ist für Klimajünger mit IQ=Körpertemperatur glaubhaft und die Physik und Mathematik als rechtsextreme Verschwörungstheorien versteht.
          Selbst wenn die Sonne scheint entstehen Kosten,da die Anlagen ja nicht vom Himmel fallen. 🙈

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        • Haben sie sich nur einmal inhaltlich mit diesem Thema beschäftigt?

          Wenn nein: schlimm genug.
          Wenn ja: sind sie in die Fänge dieser gefährlichen Klimasekte geraten, die die Leute ideologisiert und an den Fakten vorbeireden lässt.

          Tipp: Lesen sie sich mal ein, wie viele Eingriffe in das Stromnetz es erfordert, wenn Sonne und Wind zu viel Strom liefern und das Netz völlig überlastet wird. Alleine daran zeigt sich, was diese angebliche Energiewende für ein Irrsinn ohne Sinn und Verstand ist. Ein guter Start in das Thema ist der flächendeckende Stromausfall in Spanien im letzten Jahr.

          2
        • Man könnte auch das Methan, das als Flatulenzen den Gehirnen so mancher Grünflüsterer entströmt, für den Antrieb eines Sterling-Motors nutzen.

          Für eine Wasserstoffproduktion braucht einen kontinuierlichen Energiefluss genau wie die Rechenzentren für KI und andere industrielle Prozesse.

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  • Einfach 30 Jahre so weiter machen,
    Irgendwann kommt der Punkt und dann ist der Planet gerettet.
    Durchhalten, die Aktionäre sind einverstanden.
    Wir retten die Welt.

  • Tja, dumm gelaufen. Man sollte von allem die Finger lassen, was grün ist oder „grün“ draufsteht.

  • Ich freue mich auf die Verdoppelung.

  • Wer hätte das gedacht?

  • Das Schlimmste an der ganzen Geschichte ist, dass es Chemie- oder Verfahrensingenieure waren, die die Anlagen gebaut haben. Ausgerechnet DIE sollten es besser wissen, dass sich der grüne Wasserstoff nicht rechnen kann. Aber wenn irgendein Politiker mit Subventionen winkt, würde so mancher Kaufmann seine Oma verkaufen, um an das Geld zu kommen. Da zählt dann eine technisch-wissenschaftlich fundierte Meinung halt nix mehr.

    • Die Erklärung ist einfsch, sehen Sie sich Ihre Stromrechnung an, das wir es erklären. Wenn die Wirtschaft wie früher nur 2 Eurecent zahlen würde würde es dieses Problem nicht geben.

    • Boxen Sie sich schon einmal warm!

  • Und die Milliarden-Subventionen von Habeck sind auch sinnlos bei Thyssen verpulvert. Habeck ist ein „wahrer“ Meister in der Verschwendung von Steuergeld.

    • Grüner Wasserstoff ist ein Gesamtwirkungsgrad-Desaster. Das findet selbst die schwäbische Hausfrau mit Hilfe des Internets heraus und läßt dann die Finger davon. Die sogenannten Experten mit Laberausbildungsgraden sehen das allerdings anders.

    • Und wo sind die Leser gespalten (außer der offensichtlichen Spaltung Atlas/Rest)?

    • wollen sie die Milliarden Subventionen von Habeck bestreiten? Aber halt, ich habe es vergessen, sie sind ja ein Links-Grüner Sozialist

    • Sind Sie Experte über die Systeme zur Erzeugung von Wasserstoff. Oder vielmehr auch Wirtschaftsexpert mit abgeschlossenen Doktorrat Studium??

    • Menschen wie Sie sind das Problem in Deutschland.

  • Warum kann ich nur kein Mitleid aufbringen?

  • 80 Millionen Kugeln Eis … passt doch

    • Trittin nannte 0,40 Euro als Preis. Es sind also 200 Millionen Kugeln Eis.

      Dafür bekommt man schon einen gut erhaltenen gebrauchten russischen Atommeiler sowjetischer Bauart.

  • Dann brauchen wir wohl noch etwas mehr Krieg, damit diese Verluste von der Rüstungssparte ausgeglichen werden können.

  • Insolvenz anmelden; Next.

  • Tja, anderswo werden politische Witze erzählt. Bei uns ist das verboten, deswegen werden sie hier gewählt.

  • Er sollte froh sein um jeden ENTGANGENEN Auftrag, wenn jeder Umsatz zu Verlust führt. Und Moeve in Spanien setzt Subventionen ein oder wie soll sich das rechnen?

    Was macht man mit dem Wasserstoff? Stahl? Subventionen / EE-Umlagen abgreifen?
    Wieder Strom, mit einstelligem Gesamtwirkungsgrad?

  • Lösung: Brecht die Zelte in Deutschland ab! Keine Industrie = kein CO2 -> „unsereDemokratie“Parteien jubeln. SO macht die Verarmung der eigenen Bürger Freude. 🥂🍾..Danke. +++ Sarkasmus Ende +++

  • Schnelll neues Sondervermögen überweisen. .

  • Je schneller dieser Firlefanz abkackt und dieses Buntland zugrunde geht, umso eher kann dann aus den Trümmern Neues entstehen. Der Michel braucht offenbar den Totalabsturz, bevor er sich von der Couch herunter bewegt.

    • Die Frage ist, wie wird dieses „Neue“ aussehen? Auferstanden aus Ruinen…

  • Alles was mit GRÜN zu tun hat, endet im FIASKO.

  • Ja, Sie macht riesige Gewinne die „Hätte haben sollen Ökonomie“. Die Hinterlassenschaften künftiger Industriebrachen nicht eingerechnet.

  • Blödheit hat eben Konsequenzen.

    • @Papst Pius die Blödheit in Deutschland hat noch lange nicht fertig.
      Das Deutsche Wahlvieh wird mit dem Altparteien Kartell noch manche und viele Ehrenrunden drehen.

  • Da sind wohl unsere hoch-kompetenten Manager auf den grünen leim gekrochen …

  • Zirka vor einem Jahr sah ich in einem Deutschen Propagandasender einen Boss von Thyssen Krupp der lobte den grünen Stahl über den Klee.

    Alles Wendehälse und bei dieser Pinocchio Regierung werden sie diese 80 Mio Schulden als Sondervermögen abbuchen. 95% des Sondervermögen werden missbraucht da spielen die 80 Mio Verlust keine Rolle wie man es verbucht.

  • Wenn ich schon den Quatsch mit sog. „Grüner“ Energie lese kommt mir jedes Mal mein Essen wieder hoch! Das ist Bullshit in Reinkultur, eine Erfindung von Links, die nie umsetzbar war. Aber wir retten ja die Erde…

  • Und weil die s.g. Energie Wende ,
    aka „Transformation“ KOMPLETT Gaga – und ein von allen guten Geistern verlassener Physik -Nonsens für Mintfach – Legastheniker der Partei die Grünen ist, traumwandeln sich noch immer 15 % des Wahlvolks der Besserverdiener, zwischen Verdi- und Beamtenstaat, ins Wachkoma der Grünen Trottel Republik der rotgrünen Villenviertel

    Soo peinlich 😆

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