Hessen
Rentnerin vermietete Hotel an Flüchtlinge und verlor Millionen Euro – Landkreis entzieht sich der Verantwortung
Ursprünglich wollte Ingrid Sauer „armen Menschen“ helfen, indem sie Flüchtlingen ihr Hotel als Unterkunft anbot. Seit die Flüchtlinge ihre Zimmer schmutzig und beschädigt zurückgelassen haben, kämpft die 84-Jährige vor Gericht gegen den Landkreis.
„Ich habe Tag und Nacht geputzt. Fäkalien von den Wänden im Bad entfernt, Siphons von Essensresten befreit und Schimmel behandelt“, schildert die 84-jährige Hotelbesitzerin Ingrid Sauer gegenüber der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen die Reinigungsarbeiten, die sie nach dem Auszug der 80 Flüchtlinge, die sie in ihrem Hotel beherbergt hatte, vornehmen musste.
Nicht nur das: Innerhalb der fünf Jahre, in denen Sauer die Flüchtlinge seit 2014 im ehemaligen Märchenhotel Ferienpark Sauerunter in Niedenstein untergebracht hatte, kam es zu mehreren Schäden in den Zimmern. Diese wurden „vom Mieter nicht behoben“, obwohl eben dies der Mietvertrag, der der Zeitung vorliegt, vorsah.
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Am Ende musste Sauer selbst Handwerker engagieren und die Baukosten in Höhe von 200.000 Euro tragen. Deshalb klagt die Seniorin nun schon seit fünf Jahren gegen den zuständigen Schwalm-Eder-Kreis und fordert die Erstattung der Kosten. Bislang hat man ihr lediglich 78.000 Euro für die Bauschäden erstattet.
Doch selbst die vollständige Erstattung der Baukosten sei „eigentlich noch nicht genug“. Nach eigenen Angaben habe sie durch die Vermietung der Zimmer an die Flüchtlinge einen Verlust von 2,5 Millionen Euro gemacht. „Meine Existenz wurde vernichtet“, so Sauer gegenüber der Zeitung.
Die Seniorin wirft dem Landkreis neben den nicht erstatteten Baukosten vor, ihr mit einer monatlichen Miete von 87,50 Euro pro Person eine deutlich geringere Miete als anderen Flüchtlingsunterkünften gezahlt zu haben. So hätten andere Vermieter „pro Kopf zwischen 150 und 220 Euro“ erhalten.
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Die Seniorin erklärt, dass sie damals nur „armen Menschen“ helfen und den Landkreis bei der Unterbringungsnot unterstützen wollte – im Gegenzug lasse die Behörde die 84-Jährige nun im Stich und ziehe sich aus der Verantwortung. Jetzt kämpft Sauer noch immer vor Gericht, damit wenigstens die Baukosten ihres geliebten Hotels erstattet werden. „Es beschäftigt sich derzeit der dritte Richter damit. Zwischendurch musste ich auch meinen Rechtsanwalt wechseln. Ich kann nicht mehr“.
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Tja nun. Sie hätte es wissen können. Das Netz ist voll mit gleichlautenden Berichten. Dazu hätte man halt nicht nur nickend vor der Tagesschau sitzen dürfen. Mein Mitleid hält sich sehr in Grenzen…
Die Dame wollte sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern und gleichzeitig zeigen daß sie doch ein ach so guter Mensch ist.
Sie hatte pro Jahr runde 84.000.– € Mieteinnahmen.
was sie da erlebt hat, ist Vermieter-Risiko. Darum sollte jeder Mieter letztlich handverlesen sein.
Soviel Blauäugigkeit muß bestraft werden. Wer nur ÖRR guckt und dem Staat vertraut hat es nicht anders verdient.
So sehe ich das auch.
Moin ,genau so…. Gier war größer als der Kopf.
Die Gutmenschlichkeit ist ein Teil der Dummheit!
Und sie verbirgt sich doch nur hinter Geschäftemacherei.
Wir haben es mit einer ausgekochten, knallharten Flüchtlingsindustrie zu tun, die als Gutmenschen getarnt, daher kommt.
Kann mir die Schadenfreude nicht verkneifen 🤣.
Das ist ein Geschäft, ein Hotelgeschäft…..mit Flüchtlingen. Hat nicht funktioniert, das ist unternehmerisches Risiko. Habe ich als Bauunternehmer auch zu tragen Ich arbeite allerdings nicht für Jedermann und suche mir meine Kunden sorgfältig aus. Bitte weitergehen.
Das sollte jeder Unternehmer auch tun. Auch mal im Netz recherchieren.
Denken, einfach nur Denken reicht schon aus. Gier ist eine Todsünde
An der Flüchtlings-Story hat doch vorn und hinten nichts gestimmt. Von sicheren Drittländern umgeben hätte nach den Dubliner Verträgen kaum einer bei uns aufgenommen werden müssen. Wie bei anderen Themen (z. B. €) überall Rechtsbruch. Sind die Prämissen falsch, kann darauf auch nichts Solides aufgebaut werden. Die Folgen sehen wir gerade.
Karma. Jeder bekommt am Ende was er verdient.
Allerdings
Freut mich
Vom “Staat” profitieren nur die, die dort selbst am Hebel sitzen und deren Freunde. Wenn man diese Lektion nicht früher gelernt hat, dann lernt man sie mit 84.
Wer sein Hotel an die Asyllobby vermietet, will nicht armen Menschen helfen, sondern sich mit dauerhaften Einnahmen aus Steuergeld bedienen. Bisher hat es ja auch immer funktioniert. Doch jetzt ist die Steuerkasse klamm. Deshalb sollen jetzt auch weitere Steuern erhöht werden
Genauso so!
Gut gemeint ist leider nicht immer gut gemacht. Wer so eine Entscheidung trifft, sollte sich vorher gut absichern. Am Ende zeigt sich wieder einmal: Erfahrung ist oft der teuerste Lehrmeister – und aus Schaden wird man klug!
Sorry, ich kann da kein Mitleid haben. Die wollte das große Geld machen, nun hat sie es…
Naivität ist im besten Deutschland aller Zeiten weit verbreitet und kostet Unsummen.
Naivität oder Berechnung?
Ich denke, Alle, die ihre Hotels oder sonstige Einrichtung an den Staat, bzw. an die Asylindustirie vermietet haben, oder hatten, waren eher auf das verlockend schnelle Geld aus. Deshalb hält sich mein Mitleid auch in Grenzen.
Ein Sinnbild für Deutschland: Man will doch nur helfen und unterschätzt dass der Mensch nur dann gut ist, wenn er sich leisten kann. Schon bald werden wir es sein, denen man helfen muss. Dann werden wir es auf die harte Tour lernen.
Mit der „Begleitmusik“ von Tagesschau und heute journal
Ich weiß grade gar nicht, wie traurig ich kucken soll.
Olaf! Du auch hier?
Guten Morgen, Olaf.
87,50€ im Monat? So was hat die unterschrieben?
Das frage ich mich auch
2014, für ein Zimmer, zuzüglich Nebenkosten und der Verpflichtung des Mieters (des Kreises), Reparaturen auf eigene Rechnung durchzuführen.
Sie hat durchaus einige „langweilige“ (also nicht „Märchenzimmer“) im Haus, die vermutlich nicht so gebucht wurden. Da Flüchtlinge für 7k fest im Monat unterzubringen (und dann die Renovierungskosten versteckt an den Staat weiterzuleiten) ist erstmal nicht die schlechteste Idee (zumindest wenn man davon ausgeht, dass sie sich von den normalen Gästen nicht unterscheiden).
Verdient.
Eine Runde Mitleid!
Wollte sie helfen oder das schnelle Geld machen? Interessant wären die Mietpreise die ihr bezahlt wurden. Leider kein Einzelfall.
Zumal der Ex-Freizeitpark ja exakt NULL Einnahmen bringt, sprich, sie würde auf den Abriss- und Entsorgunmgskosten sitzen bleiben.
Wenn sie wirklich so gutmensch-naiv war, wie sie vorgibt, ist mein Mitleid eher noch geringer.
Der Hexe war ihr Besen zu langsam.
Tja. Weltretten muss man sich leiten können.
„Gutmensch“ sein, ist nicht immer gut.
Wir sollen Menschen, die in Not sind, nicht verwöhnen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Das kostet Kraft und Zeit, ist aber sehr nützlich.
Leider haben unsere Politiker dies noch nicht begriffen.
Irgendwie hält sich mein Mitleid in Grenzen.
Mir kommen die Tränen…
Sie wollte das schnelle Geld. Auf Kosten von Nachbarn und ihrem Land.
Mein Mitleid hält sich in Grenzen 🤷
Mitleid habe ich keines. Allerdings gehe ich davon aus, dass der Staat (also wir Steuerzahler) am Ende für die Schäden haften werden, die vertragswidrig an der Mietsache entstanden sind.
Geliefert, wie bestellt.