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Ergebnis halbiert

„Wir werden seit Jahren verarscht“: Jusos fordern Rücktritt des neuen SPD-Fraktionsvorsitzenden

Die Jusos in Baden-Württemberg fordern den Rücktritt des neuen SPD-Fraktionsvorsitzenden Sascha Binder. Dieser hat als Wahlkampfleiter das schlechte Ergebnis von 5,5 Prozent mitzuverantworten. Doch Binder lehnt einen Rückzug ab.

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Sascha Binder leitete den Wahlkampf der SPD in Baden-Württemberg. (IMAGO/Achim Zweygarth)

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Der neue Fraktionsvorsitzende der SPD ist gerade einmal einen Tag im Amt, da fordern die Jusos in Baden-Württemberg schon seinen Rücktritt. Denn sie machen Sascha Binder für das schlechte Ergebnis der Partei bei der Landtagswahl verantwortlich, weil er Wahlkampfleiter war. „Wir haben kein Vertrauen in Sascha Binder und fordern seinen Rücktritt“, sagte der Juso-Vorsitzende Daniel Krusic laut der dpa.

Am 8. März schaffte die SPD nur knapp den Wiedereinzug in den Landtag. Laut vorläufigem Stand halbierte sie ihr Ergebnis und kam lediglich auf 5,5 Prozent. Die Anzahl ihrer Sitze hat sich von 19 auf 10 fast halbiert. Mit diesem Wahlergebnis wird die SPD die kleinste Oppositionsfraktion im Landtag sein.

Binder habe laut den Jusos „eine blasse und schwache Kampagne auf die Beine gestellt“. Die Jugendorganisation forderte Binder zuvor in Gesprächen direkt auf, sein Amt als Fraktionsvorsitzender nach einem Jahr niederzulegen und nur übergangsweise tätig zu sein. Da er jedoch ablehnte, fordern sie nun öffentlich seinen Rücktritt.

Nach dem schlechten Bundestagswahlergebnis hatte Binder noch Saskia Esken angegriffen und sie für das Wahlergebnis verantwortlich gemacht. Nach der Landtagswahl legte er nun sein Amt als Generalsekretär nieder, ließ sich jedoch am Dienstag als Nachfolger des Spitzenkandidaten Andreas Stoch zum Fraktionsvorsitzenden wählen.

„Wer andere nach schlechten Ergebnissen zum Rücktritt auffordert, sich aber selbst nach einem noch schlechteren Ergebnis befördern lässt, hat den Kompass verloren“, finden daher die Jusos. Daniel Krusic sagte, er sei entsetzt über das Verhalten Binders. Für einen glaubwürdigen Neuanfang müsse er zurücktreten. Außerdem solle die Hälfte der Fraktionsspitze von Frauen besetzt sein, wie die Tagesschau berichtet.

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Bis zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März will die SPD das schlechte Wahlergebnis in Baden-Württemberg eigentlich nicht öffentlich thematisieren. Damit soll verhindert werden, dass der Wahlkampf in dem anderen Bundesland beeinträchtigt wird. Dort haben die Sozialdemokraten noch einen Ministerpräsidentenposten zu verlieren.

Doch nicht alle halten sich an das Äußerungsverbot der Parteispitze. SPD-Politiker und Juso-Mitglied Robin Mesarosch kritisierte auf Instagram seine Partei heftig wegen des Wahlergebnisses. Er beklagte, dass die Partei seit Jahren keine Strategie habe. „Da sitzen auch Leute, deren einziges Problem bei 5,5 Prozent zu sein scheint: ‚Wo bleibe ich?‘“ Es gehe „gar nicht“, dass Sascha Binder nach dem Rücktritt von seinen Parteiämtern erneut einen Führungsposten erhalten habe: „Wir werden seit Jahren verarscht.“

mra

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47 Kommentare

  • 5.5 Prozent. Damit kann die SPD mehr als zufrieden sein.

    • Ich gehe mal davon aus, in irgendeiner Wahlsendung haben sie uns das sicherlich als grossen Sieg verkauft…

      • ja, und auf ihrer Wahlparty gab’s dann wohl Gänseleber-Pastete aus Frankreich.

        • Die sie dann mit dem E-Auto abgeholt haben 😀

          10
    • Hier im Osten fliegen die ,zusammen mit den Grünen, hoffentlich aus allen Landtagen raus!

  • Liebe Jusos, das schlechte Abschneiden bei der Wahl liegt nicht an einzelnen Personen. Es ist die grottenschlechte Politik, die eure Partei abliefert. Da ihr das aber offenbar nicht erkennen könnt, wünsche ich einen guten Rutsch unter die 5% Hürde.

    • Leider hat es bei dieser Gelegenheit noch nicht geklappt mit dem unter 5 % für die verfassungsfeindliche SPD.

      • … aber der Weg wurde geebnet.

    • So als Absacker zusammen mit der FDP?

  • Es ist die ganze SPD Politik, welche eine einzige Abschreckung ist. Die SPD in BW dürften nur noch deren Mitglieder und die Profiteure dieser Politik gewählt haben. Wer sich eine gute Politik wünscht, der macht einen großen Bogen um die SPD.

  • Wer hat uns verraten?
    (Bitte ergänzen Sie sinngemäß!)

    • Unseredemokraten. 😉

  • Was jammern die Jusos in BaWü?
    Immerhin ist die SPD noch! über den 5%, das ist doch ein Erfolg.

  • Liebe Jusos, ich bin froh, daß es Euch gibt.

  • Wird schwieriger mit der Eigenversorgung durch die Partei. Ich hoffe die fliegen im Osten aus einigen Landtagen.

  • Sie werden aus BW nichts lernen und arrogant nichts ändern…

    • Sie haben Recht. Politik ist zur neuen Religion > Sekte geworden.

  • Erschreckend finde ich eher die 60% Links grün. Für ich ist BW gestorben. Ich kann da nur noch ein Lächeln empfinden, wenn einer der Großen Herstelle vom Markt verschwindet.

  • Das ist zumindest schon mal ein Anfang, aber Klingbeil, Bas und Klüssendorf können auch nicht die Lösung sein. Mal ehrlich: Die SPD hat kein vorzeigbares oder geeignetes Personal. Wer Soll es den richten? …… sehen Sie, Ihnen fällt auch niemand ein.

    • ERTAPPT !!! 🙁 🙁 🙁

  • Nun, Machtkämpfe im Flohzirkus … wie pittoresk.

    • Naja; den Ausstieg aus der Oberliga können sie ja dann gemeinsam mit der FDP feiern…

    • Eher Zecken-Arena.

  • Das ich mal was mit des Jusos gemeinsam habe, und das sogar seit Jahren ….

  • Auf auf zum fröhlichen Jagen…

  • 5,5 % ist noch viel zu viel für die SPD ! 🤣😂 Die AfD ist die neue patriotische Arbeiter Partei von Deutschland . Die Zukunft ist blau . Alles für unser Vaterland.! 💙💙💙💙💙💙💙💙💙💙💙💙💙💙

  • Ich denke, der gemeine Wähler fühlt sich von der SPD seit längerem schon aber mal so richtig verar….

  • Eigenverantwortung, Ehre, Charakter, Standfestigkeit, Rückgrat, …. So vieles, womit Linke absolut nichts anfangen können, weil sie immer nur an ihr eigenes Wohlergehen denken!

  • Wenn Stalinisten mit Kommunisten nicht mehr können..
    Weiter so, ihr Roten!!
    Ihr seid weg vom Fenster, spätestens in 3 Jahren…

  • Verstehe die Aufregung der Jusos nicht. Binder hat eine 3% Partei auf 5,5 % getrieben. Dafür ist er zu Recht befördert worden. Er sollte jetzt auch für die Sozen bei den Ost-Landtagswahlen tätig werden.

  • Das ist gleich mehrgleisig lächerlich.

    1. Der Wahlkampf-„Manager“ hat das schlechteste Ergebnis aller Zeiten eingespielt, aber schön für seinen eigenen Parlamentssitz gesorgt. Damit auch mit dem Fraktionsvorsitz die doppelten Diäten.

    2. Die Jusos schießen ständig mit ihren kommunistischen Forderungen gegen die Rest-SPD und beklagen dann jämmerliche Ergebnisse.

    3. Bei ganzen 10 Abgeordneten wegen der Frauenquote gleich ZWEI Fraktionsvorsitzende (natürlich mit JEWEILS doppelten Diäten) zu installieren, ist grünkommunistischer Blödsinn.

    Fazit: Es wäre klüger, die Jusos aufzulösen und zu den Grüninnen oder zur Stasi-SED zu schicken.

  • Die Jusos sind doch noch mehr Mao und Totalitarismus.
    Wenn der Staat doch alles besser kann, warum geht alles in Bruch was Politiker anfassen. Zum schweigen bringen mit Zensur wollen sie uns.

    Stellt euch mal die Frage wie man Menschen zur Arbeit motiviert.
    Bürgergeld trägt keine Wirtschaft, aber nur das interessiert die SPD.

  • Also so unrecht haben die Jusos mit der Forderung nicht, einer muss die Konsequenzen für dieses Wahldebakel übernehmen und da ist er auf jeden Fall der richtige. Allerdings muss man auch sagen, dass die SPD ja dieses Wahlergebnis nicht einer bestimmten Person zu verdanken hat, sondern wegen der miesen Politik der letzten 20 Jahre abgestraft wurden. Eine Erkenntnis bleibt: die SPD braucht heute kein Mensch mehr!

  • Deutschland wird von der SPD schon seit 1998 durch die Energiewende ins Nichts verarscht. Im Ländle, in Rheinland Pfalz und auch überall sonst.

    Wer mit Mühe noch Fraktion ist, der braucht einen Vorsitzenden, der richtig was reißt. Da hat sich der wunderbare Herr Blubbs wohl als Rohrkrepierer erwiesen.

    Aber bestimmt merkt das niemand, bevor in 3 Tagen Wahlen in Hessen und in 10 Tagen Wahlen in Rheinland und Pfalz sind. Wenn doch nur die Jusos nicht so geschwätzig wären. Neuanfang? Stuttgart Pleite 745 Millionen Nasse 2025. In Stuttgart Mitte wählen daraufhin 50,4 Prozent mit ihrer Zweitstimme grün. Da hat eine ehemalige Arbeiterpartei keine Chance mehr.

  • Kommunisten:innen , Trannen:innen und Diktatoren::innen treten niemals zurück.

    • Nun, von den über 400 Dictaturen der römischen Republik sind nur zwei (2) „aus dem Ruder“ gelaufen und nur einer (1) ist nicht von sich aus zurückgetreten.

  • „Wir werden seit Jahren verarscht.“ Vielleicht fühlen sich Bürger ja auch von den Jusos ver … . Das Beschlussbuch 2025 ist ja schon sehr links-internationalistisch. Marx lässt grüßen. Man sagt „jeder Art von Diskriminierung wie beispielsweise Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, Sexismus und Ableismus den Kampf an! Unser Sozialismus ist immer international, wir lehnen Nationalismen ab und treten für die Überwindung kapitalistischer und neokolonialer Ausbeutungen in internationalem Handel und Politik ein. … jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.“ Logisch, dass man auch den Kapitalismus verachtet. „Als sozialistischer Jugendverband muss im Mittelpunkt unserer Analyse stehen, dass der Kapitalismus stets bereit ist, dem Faschismus billigend den Weg zu bereiten. Die Antwort auf den Rechtsruck muss also … die kapitalistische Organisation unserer Gesellschaft überwinden.“ Ob das jeder SPD-Wähler prickelnd findet?

  • Was wollen DIE denn? Ich schlage vor, ihr JUSOS löst euch auf und versucht es mal mit Arbeit! Falls ihr nicht wisst, was das ist, fragt mal bei eure Eltern oder Großeltern! Das, was ihr JUSOS zuweilen auf euren Parteitagen rumkrakeelt habt, erinnert an Kommunismus und SED!

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