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Baden-Württemberg

Bahnprojekt „Stuttgart 21“ wird erneut verschoben – auf 2030

Das große Bahnprojekt Stuttgart 21 wird unter anderem wegen Personalmangels und fehlerhafter Installationen erneut verschoben. Das geht aus einer Recherche des SWR hervor – und das kurz vor den Landtagswahlen im Südwesten.

Hier ist die Baustelle im Zuge des Projekts Stuttgart 21 nahe des Stuttgarter Flughafens zu sehen. (IMAGO/Arnulf Hettrich)

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Kurz vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg am 8. März kommt heraus, dass sich die Fertigstellung des wegen seiner Verzögerungen berüchtigten Bahnprojekts „Stuttgart 21“ nun erneut um mehrere Jahre verzögern wird. Nach Informationen des SWR soll der neue Bahnknoten nicht vor 2030 in Betrieb genommen werden.

Bereits seit 2010 arbeitet man an dem Projekt, das eine Neuordnung des Stuttgarter Bahnnetzes sowie den Bau eines neuen Hauptbahnhofs vorsieht. Seitdem wurde der Start mehrmals verschoben. Teil von S21 sind zahlreiche Pilotprojekte, die später in ganz Deutschland eingeführt werden sollen, aber nicht vorankommen. Zuletzt sprach man noch von einer Inbetriebnahme im Dezember 2026.

Der Grund für die erneute, starke Verzögerung um mehrere Jahre ist nach Berichten des SWR unter anderem der Personalmangel bei den verantwortlichen Unternehmen. Zudem würde nach Angaben des Handelsblatts die Digitalisierung des Bahnknotens Probleme bereiten. Auch soll es zu fehlerhaften Installationen, unter anderem beim Bau der Bahnsteige und bei der Brandschutzanlage im Tiefbahnhof, gekommen sein.

Hinzu kommt, dass das Projekt nun einen neuen Chef erhält, wie die Deutsche Bahn am Dienstag mitgeteilt hat. Der vorherige Chef der Projektgesellschaft Stuttgart-Ulm, Olaf Drescher, verabschiedet sich verfrüht in die Rente. Ab März besetzt der Technikchef Klaus Müller den Platz des Vorsitzenden.

Allerdings lassen nähere Informationen über den Starttermin noch auf sich warten. Ein Insider erklärt dazu gegenüber dem SWR: „Die Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH ist damit beauftragt, bis spätestens Mitte 2026 ein neues Inbetriebnahmekonzept für S21 zu erarbeiten“.

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Zudem erklärt der grüne baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann: „Wir warten ab, bis die Kommission, die eingerichtet worden ist, es ankündigt.“ Die Kommission würde noch ermitteln: „Was ist schiefgelaufen, was muss geändert werden, wie lange dauert es noch?“

Die Ankündigung der erneuten jahrelangen Verschiebung des Großprojekts „Stuttgart 21“ kommt pünktlich kurz vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Noch nach den letzten Wahlumfragen erreichte die aktuell regierende CDU mit 28 Prozent der Stimmen bereits einen Tiefstand seit Juli 2023 (Apollo News berichtete). Dahingegen konnten die Grünen in der Wählergunst aufsteigen und liegen mit 22 Prozent nur sechs Prozentpunkte hinter der CDU.

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43 Kommentare

  • Personalmangel 😊😂🤣😁 den gab und gibt es nicht.

    • Eine der größten geologischen Hürden beim Bau von Stuttgart 21 war der Untergrund der Stadt, insbesondere das Vorkommen von Gipskeuper, einem weichen Gestein, das stark wasserlöslich ist. Der Gipskeuper, der in vielen Bereichen des Bauprojekts vorkommt, kann beim Kontakt mit Wasser instabil werden und führt zu Setzungs- oder Rutschungsgefahr.

      In den letzten Jahren gab es immer wieder Probleme mit dem Baugrund, vor allem mit unvorhergesehenen Setzungen und Instabilitäten, die zu Verzögerungen und Kostensteigerungen führten. Die Gipskeuper-Schichten mussten teilweise mit speziellen Verfahren stabilisiert werden.

      • In Staufen im Breisgau kann man sich oberirdisch ansehen, was der Gipskeuper anrichtet. Und ich glaube nicht, daß das sich anhalten läßt.

    • Ich könnte viele Beispiele aus China oder aus Russland nennen, die viel größere Projekte viel schneller gebaut haben.

      Ich nenne deswegen nur eins: In Moskau hat man seit 2011, sage und schreibe, 69 neue Metro-Stationen fertiggestellt! Zur Erinnerung: das Land ist unter (ungefähr) 25.000 Sanktionen und führt Krieg gegen den ganzen Westen (und produziert mehr Waffen, Munition und Dronen als der ganze Westen zusammen)! Und trotzdem schaffen sie all das (und mehr). Eine „Diktatur“!

      Stuttgart21-Bau fing im Februar 2010 an und man hat es immer noch fertiggestellt (vermutlich wird’s fertig bis 2030). Eine Station! In einer „Demokratie“! Was ist dann die Ausrede der deutschen Politik?

  • Nun, wie viele Milliarden wurden nun schon (incl. der neuen Verbindung Stuttgart-Ulm, die, noch nicht in Betrieb genommen, schon saniert werden muß) im württembergischen Löß und Anhydrit versenkt?

    Bahn und Politik halten sich da ja merkwürdig bedeckt und beziffern das seit zwei Jahren auf „etwa 11 Mrd. €“, während in Kreisen fachkundiger Kritiker schon einige Zeit von 17-19 Mrd. € die Rede ist.

    Und das nächste Problem ist schon am Start: Die Landeshauptstadt Stuttgart ist ob der weggebrochenen Gewerbesteuereinnahmen aus der Automobilindustrie wohl kaum noch imstande, die erforderlichen 3-4 Mrd. € für den Rückbau der oberirdischen Gleisanlagen nebst Sanierung und infrastruktureller Erschließung der aufgelassenen Bahnanlagen als Wohngebiet aufzubringen …

    Hätten sie´s gelassen wie es war, wäre am Stuttgarter HBF der Zug der CDU in B-W wohl kaum abgefahren …

    • „….wäre am Stuttgarter HBF der Zug der CDU in B-W wohl kaum abgefahren …“

      Sind Sie da so sicher?

      • Nun, so ziemlich, obwohl ich mich an manche Sauerei erinnere, in die der Mappus nicht nur verstrickt war. Aber der Kreis derer, die das außer mir noch wissen, ist recht klein geworden.

    • All die Kritiker, als Querdenker beschimpft hatten recht gehabt.
      Der kriminelle CDU-Clan hat erfolgreich Lobbyarbeit betrieben.

      Ein Bahnhof am Flughafen wäre schon längst fertig und deutlich preiswerter gekommen.
      Und das Geld wäre sinnvoller in der Tieferlegung der beiden Stadtautobahnen angelegt gewesen die die Stadt stinkend zerschneiden.
      Von dem gewonnenen Platz für Wohnungen gar nicht erst zu reden.

    • Ein einziges mal haben Utthof und von Wagner in der Anstalt eine gute Sendung gemacht, die zum Thema Stuttgart 21.
      Da wurde auch aufgedeckt wer von den ganzen „Volksentscheidern“ den Mist befürwortete. Leider gibt’s davon keine Wiederholung, lieber bringt man 16 mal Tatort die Woche.

      • oder man erspart sich den ÖRR

  • Wir brauchen mehr Fachkräfte aus fernen Ländern☝️ Da geht noch was!

  • Planung: Der statistisch sichere Irrtum in der woken Zukunft.

  • Da war soweit ich mich erinnere auch mal ein Gutachten im Gespräch über die Bodenbeschaffenheit dort. Mit dem Ergebnis der Böden wäre dort für das Projekt überhaupt nicht geeignet.
    Wenn ich damals nicht auf eine Internet-ente hereingefallen bin, wird das immer Probleme mit Feuchtigkeit und Bodenaktivität geben und die Unterhaltskosten in die Höhe treiben….wenn er denn überhaupt irgendwann fertig wird.

    • Lb. Schwarzseher: Sie sind auf nichts hereingefallen. 1. endlos Probleme mit Feuchtigkeit und Bodenaktivität und 2. die Unterhaltskosten in die Höhe treiben und 3. wenn er denn überhaupt irgendwann fertig wird.
      Dem Herrn Grube konnte man es an der Nasenspitze ansehen, daß er nicht ehrlich ist.
      Stuttgart 21 war ein Frühwarnzeichen dafür, was passiert, wenn man den Grünen und Heiner Geißler vertraut. Nicht viel später hatten sie Stuttgart ruiniert. Und mit der Gewerbesteuer bekommen sie es jetzt schriftlich.

  • Ewigkeitsbaustelle Stuttgart 21, Milliarden verbrannt, jetzt Personalmangel und Installationsfehler, während China, Indien oder Kambodscha in Rekordzeit riesige Flughäfen hochziehen. Haben die bessere Leute oder arbeiten wir einfach zu langsam.

    Wer am Beginn der Baustelle dabei war, erlebt vielleicht noch das Ende – irgendwann im nächsten Jahrhundert. Aber sicher ist das nicht!

  • Wo sind die Starfverfahren? Wo sind die Hausdurchsuchungen wegen Korruption?

  • Wir schaffen das

    • Wow.. die Zensur hat diese Worte erlaubt… ich bin hin und weg

      • Ja manchmal gibt es hier lichte Momente

  • The more things change, the more they stay the same … 😂

  • Haha Dankeschön. Aber liebes Apollo-Team, könnt Ihr so lustige Nachrichten nicht morgens bringen? So zum Kaffee? Zum fröhlichen Start in den Tag…

  • Schön! Endlich Schluss mit dem BER-Bashing! Stuttgart hat den ersten Platz auf der Rangliste der Trödelbauwerke erobert!
    Und wenn man schon dabei ist: An den Bahnsteigen bitte Zugangssperren und Automaten für Bahnsteigkarten einrichten. Zeit ist ja nun genug vorhanden.

  • Stuttgart ist doch schon zu Kaputtgart geworden wegen einbrechender Gewerbesteuern. Dann fehlt vielleicht einfach nur noch das Geld und der Bau wird nie mehr abgeschlossen.

  • Ich habe mich 2011 als neu- Stuttgarter Intensiv mit der Thematik befasst und mir war nach wenigen Tagen klar, dass dies ein Projekt ist, gegen das ich demonstrieren muss. Das habe ich auch intensiv getan. Leider ohne Erfolg.
    Auch für diese Zeche wird letztendlich zu großen Teilen der Steuerzahler aufkommen. Wieso werden die Verantwortlichen, die nachweislich mit falschen Aussagen und Annahmen dieses Desaster verursacht haben, nicht zur Rechenschaft gezogen um zumindest einen Teil der Kosten aus eigener Tasche zu zahlen?

  • Merz sollte einfach in China anfragen … Gunst der Stunde nutzen. Verpflegung kann er ja locker zusagen.

  • Die Initiatoren von S21 sind seit längerem in Deckung und sagen kein Wort. Und die derzeitigen Verantwortlichen reden komisches Zeug und wirken nicht zuversichtlich. Als alter Ingenieur rieche ich, daß Stuttgart 21 nicht in Betrieb gehen wird.

  • Deutschsüdwest…geliefert wie bestellt..

  • Von vorne herein war dies völlig unnötig. Genau wie der Ber. Alles Dinge, die keiner gebraucht hätte und es wären zig Milliarden weniger verpulvert worden.
    Aber es gibt eben immer ein paar Flachw…. die meinen, sich ein Denkmal setzen zu müssen.

  • Mir könnet älles, außer Hochdeitsch
    Die Finanzlage dürfte in den nächsten Jahren auch wohl dürftiger werden, warten wir Mal ab, wann die nächste Verschiebung angekündigt wird!

  • Viele haben gegen diesen Bahnhof demonstriert aber das war Politischen interessen zufolge nicht wichtig! Jetzt kostet der Bahnhof was? Das Doppelte? Wir werden wohl die nächste BER-Stuttgart21 Blamage erleben!

    • Jetzt heißt es dann Stuttgart 30 weil der halt statt 21 Mrd nun 30 Mrd kostet.
      Aber die Schwaben haben nun halt mal abgestimmt….

    • An den Demonstrationen gegen Stuttgart 21 konnten Merkel und Co. studieren, wie man bürgerliche Massenproteste bezwingt und zukünftig unterdrückt.

  • Stuttgartistan macht Bürlün Konkurrenz,wer baut länger?

  • Einfach mal die Besitzer von Chinarestaurants in Stuttgart fragen, ob sie nicht mal ne Woche auf dem Bau arbeiten wollen..

    • Die Anfrage ist schon an China gegangen, an den chinesischen Parteichef, er solle Leute schicken, für Stuttgart 21. Die Antwort:“ für eine Woche kommen wir nicht nach Europa.“..

  • Deutschland schafft sich ab!
    China will in den kommenden fünf Jahren 45 neue Flughäfen bauen, das sind 9 pro Jahr, und hier bekommen sie nicht einmal einen popeligen Bahnhof hin.

    • Genau wie BER sind das nur Projekte zur milliardenfachen Bereicherung sowie zur kontinuierlichen Rettung der Banken bzw. des maroden Finanzsystems durch Kreditaufnahmen. Auch die Ukrainehilfen gehören zu diesem Sumpf. Am besten, das alles ginge nie zu Ende, aber das wird es.

  • Einfach nur noch lächerlich!!!

  • Kommende Generationen werden bestimmt einen Weg finden, wie man das Projekt am preisgünstigsten zuschütten kann. Aber wer ist letztlich verantwortlich? Das dumme Volk, das man zuvor über den Bau hat entscheiden lassen.

    • Sie haben vergessen zu erwähnen, wer die Volksabstimmung ins Leben gerufen hat:
      Das war die im März 2011 neu gewählte GRÜN-ROTE Landesregierung.
      Deren Wähler haben dann wohl auch gegen den Austritt gestimmt.
      Jetzt ist GRÜN immer noch an der Regierung.
      Liebe Wähler in BW: Wie bestellt so geliefert, da müsst ihr jetzt durch und bezahlen.

      • Die Grünen waren ursprünglich gegen S21. Im Vorfeld der Wahlen haben sie so getan, als müßte man sie wählen, um Stuttgart 21 verhindern zu können! Aber einmal mit der SPD an der Macht, haben sie das das Schauspiel mit Heiner Geißler und der Volksabstimmung abgezogen.

      • Tja, das Blöde daran ist, dass für BaWü bei 4,5 Mrd Schluss ist. Alles darüber Hinausgehende blechen alle deutschen Steuerzahler über den Umweg Bahn und die „gehört “ wem?

      • Volksabstimmung waren nur die Stuttgarter

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