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Berlin

„Garantiefall“: Fast alle neuen E-Busse müssen wegen Rissen im Rahmen stillgelegt werden

Fast alle neuen Elektrobusse des Herstellers Ebusco müssen in Berlin wegen Rissen im Rahmen stillgelegt werden. Fraglich ist, wann es zur Reparatur kommt, denn das verantwortliche Unternehmen leidet unter finanziellen Schwierigkeiten.

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Der damalige Verkehrsminister Wissing bei der Übergabe eines Förderbescheids für Elektrobusse. (IMAGO/Chris Emil Janßen)

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Vor drei Jahren kaufte die Stadt Berlin 90 Elektrobusse vom niederländischen Hersteller Ebusco. Doch jetzt wurden fast alle Busse wegen Rissen im Rahmen stillgelegt, wie der Tagesspiegel am Donnerstag berichtete. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) teilten mit: „An den betroffenen Bussen wurden bei Routinekontrollen frühzeitig kleine Risse am Fahrzeugrahmen erkannt. Da für die Busse eine Garantie besteht, wird der Hersteller die Reparaturen übernehmen.”

Bis zur Behebung des Schadens werden die Busse nicht im Einsatz sein. Damit fallen 30 Prozent aller elektrisch betriebenen Busse aus; insgesamt gibt es 280 Stück. Die Fahrgäste merken das, wenn auf häufig frequentierten Linien nur Eindecker statt Doppeldecker fahren. Die BVG erwartet eine schnelle Reparatur.

Doch ob kurzfristig eine Lösung gefunden wird, ist ungewiss. Denn der Hersteller steckt in einer finanziellen Krise. So wurden bereits mehrere Aufträge für die Produktion von E-Bussen wegen Lieferverzögerungen storniert, wie electrive.net am Dienstag schrieb. Bereits Anfang Januar wurde gemeldet, dass das Unternehmen rund 100 Stellen streicht – was 16,5 Prozent aller Stellen entspricht.

Gegenüber der B.Z. teilte das Unternehmen mit, dass man den „Verpflichtungen im Rahmen der Garantie nachkommen“ werde. Ursprünglich hatte die BVG angestrebt, bis 2030 nur noch elektrische Busse einzusetzen. Zwar hat man sich von diesem Ziel schon wieder verabschiedet, jedoch wird weiterhin angestrebt, dass in fünf Jahren zwei Drittel aller Berliner Busse elektrisch betrieben werden.

Auch im Rhein-Neckar-Verbund kam es zu Ausfällen und Verspätungen bei den Elektrobussen. Eine Linie musste vorübergehend vollständig eingestellt werden. Der Rhein-Neckar-Verkehr (rnv) teilte mit, dass zwei Drittel der 48 Busse betroffen seien. Die Probleme traten bei niedrigen Temperaturen wegen „kältebedingter Schäden an Kompressoren“ auf (Apollo News berichtete).

mra

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83 Kommentare

  • Ich erkenne auf diesem Bild seeehr viele Risse ! Der Wahnsinn lässt sich nicht mehr in Worte fassen-wann hört das endlich auf ?

    • und nicht zu übersehen densprung in der Schüssel

      • @Rosi: Die halbe SPD-Wählerschaft (mindestens 😉 ) sollte unter Betreuung gestellt werden!

    • Garantiefall“: Fast alle neuen E-Busse müssen wegen Rissen im Rahmen stillgelegt werden.
      Ach ja liebe Grüne SPD und sonstige vom Leben befreite , Das Unternehmen Ebusco leidet unter Finanziellen Engpässen und in Salzgitter hat MAN die Leute entlassen müssen weil sie die Dumpingpreise von Ebusco bei Ausschreibungen nicht mit Tariflöhnen eurer Gewerkschaften machen konnten .

  • Det is Berlin!

  • Das sind genau die richtigen Buse für Berlin!

  • Sowas kommt von sowas wenn man Altbewährtes einfach mal so über den Haufen schmeißt.

    • Kostenersparniss mit Ziel der hohen Dividenten.

  • Macht doch nichts! Die Busfahrer machen dann einfach Homeoffice.

    • Autonome Busse ohne Fahrer werden schon überall getestet.
      Wenn die erst unterwegs sind, wird Autofahren Lebensgefährlich.
      Ich rate : bei Sichtung sofort rechts ranfahren und sich tot stellen.

      • Nee, autonome Fahrzeuge erlauben es den normalen, sich wie wilde Säue durch den Verkehr zu drängeln – Kollisionsvermeidung sei Dank

        • Nee, eben nicht.
          Tests haben ergeben, dass Menschen viel mehr kritische Situationen in viel kürzerer Zeit wahrnehmen, erkennen und verarbeiten können, was eine schnellere Reaktion erlaubt. Die autonomen Fahrzeuge sind längst nicht soweit, werden aber trotzdem auf die Straßen geschickt.

          2
    • genau. Und fahren dann auf dem häuslichen PC mit dem kostenlosen, den städtischen Geldbeutel schonenden „OMSI 2 – The Real Bus Simulator“ . Für Stromausfälle sollte aber vllt ein Notstromaggregat bereitstehen …
      Witzigerweise ist dort schon ein Berliner Bus abgebildet, ist aber von MAN

  • Hmm, also Risse im tragenden Rahmen sollen „schnell“ repariert werden.

    Der tragende Rahmen kann sicher nicht einfach mal getauscht werden. Hört sich eher nach einem faktischen Totalschaden an.

    • Wenn der Rahmen aus Metall (Stahl oder Aluminium) ist, kann man Risse durchaus reparieren. Man kann auch Verstärkungen aufschweissen damit die Risse für längere Zeit nicht mehr auftreten.

      • @Schnuersi: So einfach ist es nicht, je nachdem besteht die Gefahr, dass insb. die „neuen“ Schweißnähte Kandidatinnen sind für Sollbruchstellen. Es sind auch Abmessungen Gewichte Statik etc. zu beachten, und wenn wie zunehmend der Fall Verbundmaterialien verbaut sind wirds noch mal komplizierter, bzw. es wird sich ein simpler Austausch anbieten 😉

    • Sollbruchstellen *hust*, Zeitfestigkeit *hust ….

  • „Fraglich ist, wann es zur Reparatur kommt, denn das verantwortliche Unternehmen leidet unter finanziellen Schwierigkeiten“.
    Damit ist die Fehlinvestition amtlich besiegelt. Wer übernimmt die Verantwortung bzw. Haftung für diese Hochrisiko-Investition?

  • Es wird Zeit das über den Länderfinanzausgleich wenig bis gar kein Geld mehr in Berlin ankommt. Vielleicht kommen dann die Verantwortlichen wieder auf den Boden der Tatsachen.

    • Das ist es ja gerade – es gibt niemanden, den man zur Verantwortung ziehen kann.

      • Mir fallen da eine ganze Menge ein, und daß Rechtsstaatlichkeit überbewertet wird, zeigen uns die Linken doch täglich.

  • Beim Stromausfall in Berlin sind wohl auch viele Wärmepumpen kaputt gegangen. Die Firma Viessmann hat sogar jede Menge Techniker in Berlin zusammengezogen, um schnell reparieren zu können.

    https://www.viessmann-climatesolutions.com/de/newsroom/unternehmen/viessmann-uhttps://www.bz-berlin.de/berlin/nach-stromausfall-triage-bei-heizungennterstuetzt-waermepumpen-betreiber-und-fachpartner-nach-blackout.html
    Schöne neue Energiewende. Man möchte sich nicht vorstellen was passiert, wenn es zu einem richtig großem Stromausfall kommt und viele Alternativen nicht mehr zur Verfügung stehen.

    Die Busse sind nur ein kleiner Vorgeschmack.

  • Da bekommt der Begriff „Elektroschrott“ doch eine ganz neue Bedeutung!

  • Die Technik ist noch nicht so weit. Da helfen auch keine Ausbesserungen. mal davon abgesehen hat es ja einen Grund für die Risse im Rahmen.

    • „Die Technik ist noch nicht so weit.“
      Klar, die Technik einen Rahmen zu konstruieren und zu bauen ist seit tausenden von Jahren bekannt, seit ca. 200 Jahren macht man das mit Stahl, aber die Technik ist noch in den Kinderschuhen.
      Daran liegt es ganz sicher nicht.

      „mal davon abgesehen hat es ja einen Grund für die Risse im Rahmen.“
      Ja und der nennt sich: Fehlkostruktion.
      Die Firma Ebusco gibt es seit 2012. Natürlich haben die Konstruktionen von denen Kinderkrankheiten und die müssen erstmal Erfahrung aufbauen. Wie lange hat es denn bei Tesla gedauert bis die ein wirklich gut durchkonstruiertes und zuverlässiges Auto in Massenproduktion herstellen konnten?
      Fahrzeuge im Transporteinsatz sind im Vergleich zu einem Pkw dann nochmal eine ganz andere Hausnummer.
      War halt dämlich einen so großen Teil der Flotte bei einem Startup zu kaufen.

  • Wenn das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten ist, wird die Garantie nicht viel wert sein!

    • Die RT-Lasertechnik aus Rheda-Wiedenbrück hat trotz guter Auftragslage Insolvenz anmelden müssen, nachdem eine Investition in eine neue Maschine fehlgeschlagen war.
      Das Amtsgericht Bielefeld leitete am 15. Januar das Insolvenzverfahren für den ostwestfälischen Metallbetrieb ein. Rund 150 Beschäftigte bangen nun um ihre Arbeitsplätze, wie der „Westfälische Anzeiger“ berichtet.

  • Es könnten doch wieder Rikschas und Eselskarren zum Einsatz kommen. Die Lastenfahrräder könnten doch auch umfunktioniert werden. So könnte auch die Arbeitslosigkeit wirksam bekämpft werden. Ebenso könnte der Import von Eseln einen Beitrag zur Entwicklungshilfe darstellen.

  • Das sind doch nur Kinderkrankheiten. Ist doch alles nicht so schlümm.

    • „kältebedingter Schäden an Kompressoren“ Wieso brauchte ein E-Bus einen Kompressor???

  • Die Busse waren wahrscheinlich besonders günstig im Preis, so um die €300.000!

  • Hauptsache die Mäntel sind schön und Geld wurde für die schönen gebundenen
    Förderbescheide ausgegeben.
    In welcher Ablage landen die anschließend!

  • Das passt perfekt zur Politik in Berlin.

  • Da waren die Batterien wohl zu schwer,schlage zur Entlastung vor nur noch maximal 3 Fahrgäste auf einmal zu befördern. 🤣🤪😘🥳🤣

  • Auf Wikipedia ist folgender Text zu finden:

    „Im Oktober 2021 ging Ebusco an die Amsterdamer Börse,[4] wodurch das Unternehmen 1,4 Milliarden Euro wert wurde. Im gleichen Jahr erzielte Ebusco einen Umsatz von 24,3 Millionen Euro.“

    Bei diesen Geschäftszahlen ist eigentlich von vornherein klar, dass das nicht funktionieren wird. Und der Grund für den Börsengang dürfte wohl auch klar sein.

  • Die Firma meldet Insolvenz an, damit erlischt die Garantie!
    Am Ende zahlen wieder die Steuerzahler die Zeche!

    Politiker bekommen weiter ihre Diäten oder Pensionen!

  • Und wieder einmal ein Ergebnis der Brüsseler Vorschriften:
    EU-weite Ausschreibung
    anstatt einen deutschen Hersteller zu wählen.

  • Und wieviel Euronen wurden wieder vernichtet?

  • Sind das Bio-Busse die sich selbst abbauen?

  • „Die Probleme traten bei niedrigen Temperaturen wegen „kältebedingter Schäden an Kompressoren“ auf.“

    Sollten wir da wirklich die Klimaerwärmung bekämpfen?

    • Im Winter melden sich die Busfahrer dort krank, wer braucht da Busse.

  • Was will man von Berlin anderes erwarten ?
    „Augen auf!“ bei allem, was man tut!
    Ideologie funktioniert halt nur in der Theorie!

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