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Neue Parteiführung

Sonderparteitag in Sachsen-Anhalt: BSW schließt jede Zusammenarbeit mit der AfD aus

Der Landesverband des BSW verliert beim Sonderparteitag fünf Vorstandsmitglieder. Drei wurden abgewählt, zwei traten vorher aus. Grund für den internen Streit ist die Frage der Regierungsbeteiligung und des Umgangs mit der AfD.

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Parteichef Thomas Schulze sprach sich für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD aus. (IMAGO/Revierfoto)

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Das BSW Sachsen-Anhalt hat am Samstag auf einem Sonderparteitag in Burg einen offenen Macht- und Richtungsstreit ausgetragen. Im Zentrum standen der künftige Umgang mit der AfD und die Frage einer möglichen Regierungsbeteiligung nach der Landtagswahl 2026. Fünf von acht Vorstandsmitgliedern verloren ihre Ämter. Drei wurden abgewählt, zwei waren am Vortag aus der Partei ausgetreten. Das berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Landesverband verlor infolge der Auseinandersetzungen zudem etwa hundert Mitglieder und zählt nun rund 540 Mitglieder.

Landesvorsitzender Thomas Schulze und sein Co-Vorsitzender John Lucas Dittrich sprechen sich dafür aus, sich „sachlich“ mit der AfD auseinanderzusetzen. Schulze betonte zugleich, dass das BSW nicht für einen Ministerpräsidenten der AfD stimmen werde und jede Zusammenarbeit ausschließe. Dittrich wiederum lehnt laut MDR eine Regierungsbeteiligung ab, wenn sie auf einer „reinen Anti-AfD-Koalition“ basiere. Das BSW hatte bereits vor der Bundestagswahl erklärt, grundsätzlich in die Opposition gehen zu wollen.

Die abgewählten oder ausgetretenen Vorstandsmitglieder standen in zentralen Fragen für eine schärfere Abgrenzung gegenüber der AfD, zeigten sich jedoch zugleich offen für eine Regierungsbeteiligung. Landesschatzmeister Matthias Lieschke trat am Freitag aus, bevor er abgewählt werden konnte. Er sagte, man müsse „vielleicht doch eine Koalition“ mit anderen Parteien prüfen.

Kritik an Parteiführung: Forderung nach „Kurswechsel“

Neben der programmatischen Ausrichtung sorgte auch die interne Führungskultur für Konflikte. In einem 15-seitigen Papier kritisierten die abgewählten Mitglieder die Parteispitze. „Es ist Zeit für einen Kurswechsel – hin zu Transparenz, innerparteilicher Demokratie und ehrlicher Kommunikation“, heißt es darin laut MDR.

Von 100 Delegierten stimmten 64 für die Abwahl von Katja Wendland. Gegen Florian Thomas votierten 57 Delegierte. Sylvia Winkelmann-Witkowsky wurde mit 54 Prozent der Stimmen abgewählt.

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Der Landesverband war erst im September 2024 gegründet worden. Die Zustimmung ist seitdem deutlich zurückgegangen. Bei der Europawahl im Juni erhielt das bundesweite BSW in Sachsen-Anhalt 15 Prozent. Bei der Bundestagswahl im Februar erreichte der Landesverband 11 Prozent. Laut einer INSA-Sonntagsfrage im Oktober liegt das BSW derzeit nur noch bei sechs Prozent. Ob der Einzug in den Landtag gelingen würde, ist offen.

mra

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93 Kommentare

  • Wäre eine Chance gewesen für das BSW. Na gut, viel Spaß in der Bedeutungslosigkeit.

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    • Sieh Dir die BSW Führungsspitze an, was soll Mohamed Ali für eine Chance gewesen sein?
      Oskar hat die SED hoffähig gemacht, und die Kontrolle verloren…
      Wagenknecht hat noch ein linkes Sammelbecken geschaffen, und die Kontrolle verloren…
      Wer darf das alles jetzt ausbaen? Genau!

      • Immerhin hat er George Foreman 1974 verprügelt. Oh … wait …

    • Diese Wagenknecht hat jetzt die, Unsere Demokratie am eigenen Leibe erfahren…
      Und für mich ist das gut so…
      X AfD.

    • Frau Wagenknecht ist eine kluge Frau. Aber die Versprechen waren keine ideotische Brandmauer. Man kann politisch andere Meinungen vertreten und diese auch ausfechten. Das BSW hat aber direkt nach der Wahl alle Versprechen etc gebrochen. Die sind wie Herr Merz, zu viele Lügen.

    • Weidel sollte Wagenknecht die Mitgliedschaft und Gründung des „sozialen Flügels“ in der AfD anbieten nach dem Motto: „Integriere und herrsche“!

  • Bye bye, BSW 🤷‍♂️

    • Richtig, die SED brauchte auch niemand. Wagenknecht sollte das wissen.

    • Bin sehr enttäuscht.
      Wäre schön gewesen, ne Partei, die nicht links und rechts unterteilt, sondern ehrliche Politik macht.
      Des Geplänkel scho wieder. nee.
      Geht hauptsächlich ums Gleiche wie bei den Andern
      Bin raus.

  • Eine sechste linke Partei braucht niemand.

  • Gut, dass es keine BSW-Zusammenarbeit mit der AfD gibt.
    Das würde die AfD belasten.

    • wie denn, wenn das „BSW“ krachend an der 5-Prozent-Hürde scheitert??

  • Das BSW war schon immer eine Linkspartei. Es stehen jetzt alle Parteien außer der AFD Links.

    119
    • genauer: es ist ein Parteien-Kartell, das links der AFD steht.

  • Na dann bleibt das BSW eben bedeutungslos und um die 3%.
    Jeder ist seines Glückes Schmied.

    • Aber nicht jeder Schmied hat Glück!

  • „BSW schließt jede Zusammenarbeit mit der AfD aus“. Dann war es ein kurzes Gastspiel.

  • Fix infiltriert & intrigiert,
    dann fluktuiert & usurpiert.

    Spalter.

  • schöne wie die sich gegenseitig zerlegen

  • Die kommen nicht mehr über 5 % !!!

    • Nicht mehr über 2 Prozent!

  • Zusammenarbeit mit einer Partei ausschließen, die In Richtung 1/3 der Wählerschaft marschiert, aber den Kartellparteien als Mehrheitsbeschaffer dienen wollen. Das braucht kein Mensch. Das BSW wird genau so schnell wieder aus dem Parteienspektrum verschwinden, wie es groß geworden ist.

  • Auf Wiedersehen BSW! Das hat such auch erledigt.

  • Tja, damit bleibt das BSW da wo es bisher immer war. Schade, aber das BSW will es halt nicht anders.

  • Das bedeutet, dass das BSW nicht mehr in den Bundestag kommt. Aber die Basis, die eher sozialkonservativ ist, könnte in den Bundestag kommen.
    https://jlt343.wordpress.com

    • Die Basis? Mit Verlaub und ohne Dir zu nahe treten zu wollen: das ist lächerlich. Die zu wählen sind verschwendete Stimmen an eine bedeutungslose Partei.
      Es muss nicht jeder in den Bundestag,ces tummeln sich dort schon viel zu viele Blendgranaten.

  • Ich habe von dem Verein nichts anderes erwartet, jedoch sollte die AfD weiterhin die demokratischen Ansprüche hoch halten und eine Neuauszählung in Whalkreisen mit suspekten BSW Ergebnissen unterstützen. Nist nur strategisch, sondern prinzipiell.

  • Dann wäre das auch geklärt. Wer wählt so was noch?

  • Ich hatte schon nach Gründung des BSW den Eindruck „hier kommen die (Oppositions-) SPALTER“.
    Jetzt sind jedoch alle Unklarheiten beseitigt…

  • Mit der Einordnung in die Brandmauer-Koalition schafft sich das BSW selber ab. Es werden sich nochmehr potentielle Wähler abwenden und AfD wählen.

    • Wahlhelfer BSW für AfD so kann es weitergehen, BSW braucht KEINER 🤡

  • BSW hat sich durch einen gewissen Größenwahn von Wagenknecht selbst ins Aus manövriert. Dort wird die Partei auch bleiben.

  • Die zerreiben sich selbst. War wohl dann doch nichts.

  • Glauben die wirklich, dass die AfD mit denen zusammen arbeiten wollen würde?
    Die sind eh bald in der Versenkung verschwunden.

  • BSW ist bedeutungslos.

    • Und wurd immer bedeutungsloser, Gott sei Dank .

    • War es von Anfang an. Und überflüssig. Ein Stimmendieb, sonst nichts. Leider sind sehr viele darauf hereingefallen.

    • ja. Kann weg.

  • Damit ist das BSW überflüssig.
    Man kann, je nach Gusto, die Linken oder AfD wählen.

    • wozu die Linken?? was wollen wir mit der SED 2.0 im Bundestag??

  • …und das ist der Untergang der sogenannten Partei….
    Dir AFD wäre ihre einzige Chance gewesen.

    • Da passt aber gar nichts. Was soll die AfD mit den roten Socken, die eh bald weg vom Fenster sind.

  • „Es ist Zeit für einen Kurswechsel – hin zu Transparenz, innerparteilicher Demokratie und ehrlicher Kommunikation.“

    Gab es das bisher nicht?
    Und das in einer Partei, die noch nicht einmal 2 Jahre besteht? Da hat man ja die Probleme der Linkspartei mitgenommen, obwohl man es eigentlich besser machen wollte.

    Aber egal! Das BSW ist – mit oder ohne Sahra – ein Ableger der mehrfach umbenannten SED. Und das wird sie voraussichtlich auch bleiben, denn Ideologen streiten sich immer zuerst um interne Macht und Ideologien, nicht um Sachfragen und die Belange derer, die sie wählen sollen.

    Das BSW wollte hoch hinaus, wird aber zum Strohfeuer.
    Leider sitzt sie fett und breit in 3 Landesparlamenten, ohne wirklich etwas Positives für die Bürger beizutragen. AfD-Blockierer zu sein, reicht nicht aus, um wählbar zu bleiben. Im Gegenteil, es könnte zum Nachteil werden.

    Man kann nur hoffen, die Wähler in Sachsen-Anhalt machen nicht den Fehler ihrer Nachbarn.

    • BSW hat Ikarus Moment und verbrennt sich selbst 😱

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