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Bundeskongress

Gemeinsam mit „linken Bewegungen“ wollen die Jusos „diesen Rechtsruck“ besiegen

Die Jusos fordern bei ihrem Bundeskongress in Mannheim höhere Renten und mehr Umverteilung. Ungleichheit sei demokratiegefährdend. Die Rednerliste wird streng nach Geschlechtern quotiert.

Philipp Türmer wurde als Juso-Chef wiedergewählt. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Beim Bundeskongress der Jungsozialisten (Jusos) in Mannheim hat der Vorsitzende, Philipp Türmer, „linke Bewegungen“ zur Zusammenarbeit aufgerufen. Sie dürften nicht miteinander konkurrieren, sondern müssten „diesen Rechtsruck besiegen.“ Gegenüber dem MDR forderte er mehr Klartext aus dem Bundeskabinett, auch von den Ministern seiner SPD – sie versuchten, staatstragender zu sein als Bundeskanzler Friedrich Merz.

Der Juso-Landesvorsitzende von Baden-Württemberg, Daniel Krusic, erklärte es zum Auftrag der SPD-Parteijugend, die Mutterpartei „wieder auf links“ zu drehen. Der Südwest-Verband gilt als vergleichsweise gemäßigt und wurde angesichts der kommenden Landtagswahl, die am 8. März stattfinden soll, als Austragungsort für die Versammlung gewählt.

Im Gegensatz zur Jungen Union sprechen sich die Jusos für eine Anhebung des zukünftigen Rentenniveaus aus. Das Niveau soll sogar über die von SPD-Chefin und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas als „Haltelinie“ geplanten 48 Prozent hinaus auf 53 Prozent angehoben werden. Auch wer ein „enormes Kapitalvermögen“ hat, soll Beiträge leisten.

Die Ungleichheit sei demokratiegefährdend. Deshalb gebe es in der SPD eine „sehr breite Gruppe von Menschen, die mit der aktuellen Politik an vielen Stellen nicht einverstanden sind“, sagte der bayerische Juso-Vorsitzende Benedict Lang mit Bezug auf die Reform des Bürgergeldes dem MDR. Es gehe nicht um Träumereien, sondern um „ganz konkrete Politikvorschläge“.

Zu den Kuriosa des Bundeskongresses gehört die Regel, dass Debatten abgebrochen werden, sobald sich keine Frau oder „non-binäre Person“ mehr beteiligen möchte. Mehrere Männer dürfen nicht nacheinander sprechen. Laut Bild muss daher die gewünschte Pronomen-Kombination (typischerweise sie/ihr oder er/ihm, aber auch they/them) in der Rednerliste angegeben werden. Eine kurzfristige Änderung der Geschlechtsauffassung sei nicht vorgesehen. Solche „quotierten“ Rednerlisten gibt es in vielen Studentenparlamenten und anderen linken Jugendorganisationen.

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Philipp Türmer wurde am Freitagabend mit 67 Prozent der Stimmen als Bundesvorsitzender der Jusos wiedergewählt. Damit konnte er sein Ergebnis ohne Gegenkandidaten erheblich steigern. 2023 hatten sich bei einer Kampfwahl 54 Prozent für den Doktoranden ausgesprochen. Der 29-jährige Befürworter einer rot-rot-grünen Koalition stammt aus einem SPD-Haushalt: Sowohl sein Vater als auch seine Mutter sind Mitglieder der Partei.

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38 Kommentare

  • Dieser Rechtsruck ist lediglich die notwendige Rückkehr zur Vernunft nach dem Linksrutsch seit 1998.

    • Darum ist es ja auch kein Rechtsruck sondern eine Linksflucht. Die beginnt meist erst dann, wenn es spürbar in der Geldbörse knistert und das eigene Leben zu sehr eingeschränkt wird. Und das erleben wir gerade und wird sich 2026 noch steigern.

    • Rechtsruck? Nee die Demokratie wieder auf den Boden des (unverfälschten) Grundgesetzes stellen!
      Im Osten (aber nicht nur dort 😉 ) gibt nicht nur schöne, sondern auch kluge Frauen.
      Herrlich dieser Gesichtsausdruck vom M. ROTH (SPD), der vorher gegen die AfD vom Leder gezogen ist 🙂
      https://www.youtube.com/shorts/QqFZxY9rMlU

    • @Paul, falsch der Linksrutsch begann bereits 1968, wo Rudi Dutschke den „Marsch durch die Institutionen“ forderte. In Gießen ist heute 1968 in der Realität zu sehen, wieder mit dabei die üblichen Verdächtigen, linke Gewerkschaften, linke Studenten, indoktrinierte Schüler durch linke Lehrer, die Asylindustrie und viele Taugenichtse die prima vom Steuergeld in Form von Transferleistungen leben.

  • Das beste Mittel gegen einen Rechtsruck ist vernünftige, faire Politik für die breite Mitte der Gesellschaft. Mit “mehr Links” wollen die Jusos, wie auch die Grüne Jugend, das Gegenteil. Sie sind also Teil des Problems.

  • Man stelle sich mal vor, was solche linke Versager die Steuerzahler kosten.

    • Schauen Sie auf die Zahlen. Milliarden Sondervermögen, um diese Nichtsnutze zu Pampern.

    • Türmer ist bereits heute eine gescheiterte Existenz; er wird es schon noch selbst merken.
      Ich habe von dieser Gestalt noch nicht einen einzigen vernünftigen Satz gehört, der mit dem realen Leben im Land zu tun hat.

  • Weiß nicht?! Soll ich Lachen oder Heulen?

    • Geht mir oft so.

      Vllt. beides im Wechsel ??

      😂😢😂😢

  • Die Mutterpartei „wieder auf links“ drehen.
    Also um 360°.

  • Na der hat sich doch schon mal für „unsere Demokratie“ bewährt.
    Gewählt mit zwei Dritteln der Stimmen ohne Gegenkandidat.
    Da gab es früher aber mal Anteile in den 90er Prozenten.

  • „Der 29-jährige Befürworter einer rot-rot-grünen Koalition stammt aus einem SPD-Haushalt: Sowohl sein Vater als auch seine Mutter sind Mitglieder der Partei“.
    Zitat aus Wikipedia: „Sein Vater Rainer Türmer ist SPD-Mitglied. Der Volljurist war, unter Finanzminister Hans Eichel, als Ministerialdirektor Leiter der Rechtsabteilung des Bundesfinanzministeriums; anschließend wechselte er als Präsident zur Bundesanstalt für Post und Telekommunikation (hier wurde übrigens auch die Frau Nahles für anspruchsvollere Weiterverwendung von der Partei zwischen geparkt), um 2016 dann Geschäftsführer der Wismut GmbH (Gesellschafter der Wismut GmbH ist die Bundesrepublik Deutschland) zu werden. Türmers Mutter Gabriele war zuletzt als Oberstaatsanwältin tätig und ist ebenfalls SPD-Mitglied“.

    • So ein Elternhaus ist geradezu typisch für diese Möchtegern-Revoluzzer.

  • Ehm, ja, meine Beunruhigung hält sich in Grenzen. „ganz konkrete Politikvorschläge“, z.B. „Beiträgen“ von Leuten, die „enormes Kapitalvermögen“ haben.
    Gefühle sind immer noch keine Zahlen.

  • Rot sozialisiert muss ich sagen, nicht ich habe links verlassen, sondern die SPD hat mich nach rechts getrieben.
    Schaut euch doch mal an, was aus rot grün geworden ist.
    Die Regierungsbeteiligung in der Ampel hat mich geradezu schockiert.
    Die totalitären Anwandlungen der Grünen, unbeschreiblich.
    Danke für die Offenbarung.

  • Meine Meinung nach, ist es an der Zeit, dass die vereinigte Rechte dem roten Treiben endlich Einhalt gebietet, sonst meint die Linke sie dürfte ungestraft tun und lassen was sie will.

  • Armes Deutschland!

  • Die Volksfront in Farbe. 33 ist wieder seh nahe und wieder Linke.

  • „Die Jusos fordern bei ihrem Bundeskongress in Mannheim höhere Renten und mehr Umverteilung. Ungleichheit sei demokratiegefährdend“.
    Umverteilung ist Sozialismus.
    Gleichmacherei ist Sozialismus.
    Demokratie lebt von der Freiheit des Individuums und der Wirtschaft ohne staatliche Zwänge.
    Sozialismus und Demokratie schließen einander aus.

  • Arbeitsteilung, Spezialisierung, Rechte, Gerechtsame und Freiheiten und wirtschaftliche Entfaltungsfreiheiten sind die Basis von Wertschöpfung in der europäischen Stadt und Stadtgesellschaft. Diese Erkenntnis aus „vor-Marx“-Zeiten und aus Vormärz-Zeiten haben Marxisten und Sozialisten nie anerkannt. Es ist der Grund, warum sie immer wieder scheitern! Ungleichheit ist immer ein Effekt gesellschaftlicher Ausdifferenzierung. Dank moderner digitaler Technologien und medialer Innovationen kann Ungleichheit die zu unfairen und ungerechten Bedingungen führt durch INKLUSION und Fairness-Strategien ausgeglichen werden.
    Wer Ungleichheit bekämpfen will, muss zuerst die Regeln des §7 Parteiengesetz stringent und analog umsetzen! Damit Demokratie in der Ortsgliederung geerdet ist und Kompetenz- und Bewährungsaufstieg vor Kungelei rangieren! Sozialdemokraten: heraus aus den Plattformen – hinein in die Lokalpresse & ins Volk!

  • In Wahrheit leben wir in Zeiten eines großen, stetigen Linksrucks. Und weil sich Menschen gegen eine immer weitere Links-Verschiebung zunehmend wehren, wird das als Rechtsruck geframed.

  • Abstoßende Linke Ideologie.

  • Nun, „der 29-jährige Befürworter einer rot-rot-grünen Koalition stammt aus einem SPD-Haushalt: Sowohl sein Vater als auch seine Mutter sind Mitglieder der Partei“, liest man …

    … und denkt sofort an Schiller:

    „Das eben ist der Fluch der bösen Tat,
    Daß sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären.“

    (vgl. Die Piccolomini, V,1)

  • @klomann
    Sein Ort ist hier absolut richtig, du kennst nur nicht die anderen Nicks unter denen er normalerweise postet und die krude Agenda dahinter. Er, sie, es, mehrere, gehören dazu (AN).

    • Hinweis: Der Ursprungspost wurde zwischendurch gelöscht.

  • Okay, wenn keine Frau oder ein anderes Fantasie-Geschlecht mehr reden will, dürfen Männer auch nicht mehr. Die betroffenen Männer könnten sich dann aber einfach spontan zu was anderem erklären, schon könnte man wieder ans Mikro. Sorry, die sind mittlerweile so verblödet, das muss Schmerzen verursachen.

  • Mit dieser weiterhin durchgeführten nationszerstörenden Politik geht’s da aber mit aller Sicherheit in die entgegengesetzte Richtung. So nimmt der Rechtsruck erst recht noch fahrt auf. Was für Verpeiler.

  • Keine Blockaden durch die „rechtsextremen“ Feinde Unsererdemokratie?

  • Wie viele Polizisten sind eigentlich beim Bundeskongress der Jusos im Einsatz? Was? Nicht 60.000 wie in Gießen? Von welcher Seite kommt nochmal die Gewalt? Ach ja, von Rechts natürlich…

  • Ich kann dieses linke Dumm-Gefasel nicht mehr hören.

  • “ …. die Mutterpartei „wieder auf links“ zu drehen …“
    Wie ‚Links‘ soll denn nun dieser unsägliche Klingbeil oder wie der heißt, noch werden? Erscheint der demnächst in Kampfmontur? Wer diesen SPD-Haufen wählt, der hat für mich persönlich so oder so nicht mehr alle Tassen im Schrank.

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