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Berlin

Nach Beschwerde der Gleichstellungsbeauftragten: Bundesamt entfernt Statue „Venus Medici“ wegen Sexismus

Die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen hatte sich über die Nachbildung einer antiken Statue beschwert. Die "Venus Medici" sei sexistisch.

Die Originalstatue der "Venus Medici" stammt aus dem 1. Jahrhundert vor Christus. (Foto via Wikimedia Commons/Paolo Villa, CC BY-SA 4.0)

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Eine Bronzekopie der berühmten Statue „Venus Medici“, die über zehn Jahre lang im Eingangsbereich des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV) stand, wurde nach der Beschwerde der Gleichstellungsbeauftragten entfernt. Wie Bild am Sonntag berichtet, hatte die Gleichstellungsbeauftragte die Statue als sexistisch wahrgenommen. 

Das Gebäude wird vom Bundesverwaltungsamt gemanagt. Gegenüber Bild erklärte eine Sprecherin des Verwaltungsamtes: „Es gab einen Hinweis der Gleichstellungsbeauftragten des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen, dass die Statue ‚Venus Medici‘ als sexistisch empfunden werde und sich deshalb Handlungsbedarf aufgrund des Bundesgleichstellungsgesetzes ergeben könnte.“ 

Weiter heißt es: „Das Bundesverwaltungsamt (BVA) hat daraufhin unter Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten des BVA die Statue am 15.07.2024 an die Kunstverwaltung des Bundes zurückgegeben“. Der Präsident des BADV sei nur „nachrichtlich“ über die Beschwerde informiert worden. Doch das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen hatte selbst keinen Einfluss auf die Entfernung der Statue, wie eine Sprecherin gegenüber Bild sagte. 

„Das BADV wurde weder über die Entfernung noch über die Gründe informiert“, sagte sie. Den Vorwurf des Sexismus kann der Museumsdirektor Dr. Olaf Thormann nicht nachvollziehen. Die Statue wurde als Leihgabe an das Grassi Museum in Leipzig gegeben, dessen Direktor Thormann ist. „Ich kann nicht nachvollziehen, dass die Venus Medici als sexistisch empfunden werden könnte“. 

Weiter sagt er: „Sie ist ja schon vom Typus her eine ‚schamhafte‘ Venus und zeigt keine anbiedernde Nacktheit. Diese angebliche Anstößigkeit ist eine merkwürdige Interpretation von Kunst.“ Akte von Männern und Frauen gibt es in der gesamten Kunstgeschichte. „Daraus Sexismus zu konstruieren, verfehlt die gesamte Kunstgeschichte“. Die Nachbildung stand seit 2021 im Eingangsbereich des BADV. Das Original stammt aus dem ersten Jahrhundert vor Christus.

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188 Kommentare

  • Oh arme Göttin der Liebe!!!
    Kein Platz mehr für dich in dieser Welt!!!

    144
    • Zu viel Gewalt und Krieg und zu wenig Amore!

      Dabei bräuchten wir es wieder genau umgekehrt!

  • Ich habe Platz für die Venus in meiner 50m² Wohnung…

    114
  • Und ich empfinde Gleichstellungsbeauftragte als peinlich und überflüssig.

    245
    • Was der einfache Mensch nicht versteht zerstört oder bekämpft er !!

      • Wie wahr. Leider haben wir zu viele dieser einfachen Menschen in der Regierung bzw. in Ämtern.

    • Danke, ich auch.

    • In Bezug auf offene Vermögensfragen – wie ich denke – sicherlich ein sehr drückendes Problem.

    • Könnte diese Entscheidung auch auf Dummheit beruhen oder Anpassung an islamische Sichtweise?

      • An die Anpassung hatte ich auch als erstes gedacht. Die lieben Zugereisten drehen doch völlig frei, wenn sie so eine unbedeckte Statue sehen müssen.

        • Augenbinden sollen da helfen😂

          1
    • Leider werden diese Überflüssigen nicht abgeschafft. Es sind halt politische Beamte und stehen in keinem Wettbewerb.

    • und total verklemmt

    • Die Kulturrevolution der Blöden…

  • Der Realität wurde fristlos gekündigt.
    Jetzt regiert der Wahnsinn.

    120
  • Die Bilder im Vatikan darf man aber schon noch ansehen?

    • Solange es da konservative Kräfte gibt, hoffentlich ja. Deswegen war auch diese Wahl sehr wichtig. Unvorstellbar, politisch-verwandte Kräfte (*) wie diese Leute würden im Vatikan um sich greifen…https://www.domradio.de/artikel/klimaaktivisten-stehen-im-vatikan-vor-gericht . *(ob mit oder ohne kunsthistorischer Ausbildung, da geht es auch um das Prinzip und die Nachahmungsgefahr!)

    • Sicher, wenn man ihnen ein Niqab umhängt….
      P.S.: Ja, ich weiss, der geht niemals durch die Zensur 😀

    • Ja, das gilt aber nur noch solange, bis wir endlich einen moslemischen Papst dort zu sitzen haben.

  • Hat hier zufällig jemand die „Viva la Vulva“ Ausstellung in Hamburg besucht?

    • Nee, kenn nur Viva il Papa.

  • Ich nehme sie gerne.

    • Ich auch.

  • nackt ist natürlich

  • …und wieder nur eine Minderheit, die der Mehrheit ihre Intoleranz vermittelt!

    149
    • Bei Corona war es genau andersrum.
      Da hiess es noch, man lasse sich doch von einer Minderheit nicht auf der Nase rumtanzen.

  • Ich empfehle eine Fortbildung in Florenz und ein Gespräch mit dem ehemaligem sozialdemokratischem Bürgermeister Dario Nardella, der sich so wunderbar für die Kultur der Stadt einsetzte. Sicher hätte das Amt auch Eike Schmidt (ehemals Uffizien) sehr gut weitergeführt – da könnte man sich auch in deutsch sehr gut austauschen.

    Unsere europäische Kultur ist sehr schützenswert und sollte keiner puritanischen Moralpolitik verfallen, aus welchen Gründen auch immer!

    „Freiheit für die Brüste!“ – war das nicht mal ein Slogan in den 70′ ern von linken Emanzen?

    Hier geht es doch nur um eine Statue und Kunst – man bekommt den Eindrück, wir verfallen in vor-aufkläerische, pre-renaissance-esque, ja eben mittelalterliche Zeiten zurück, indem ein Papsttum wieder regiert, nur jetzt eben anders gelabelt im linken Gewand! Oder will man im vorauseilendem Gehorsam einer anderer Kultur entegegenkommen und nutzt dafür das Thema „Sexismus“ und „Frauenrechte“, um am Ende wo herauszukommen?

    • Erst Bücher, dann Bilder, dann Standbilder, dann..?

    • Grün zuende gedacht führt genau da hin: Mittelalter, und zwar finsterstes!

      • Und wieder kann man nur die Bücher von Douglas Murray empfehlen, aber auch Tom Holland und gerade lese ich Michael Sommer „Dark Rome“.

        Leute befasst Euch mehr mit unserer europäischen Geschichte und Kultur um das Hier und Heute zu verstehen Es gibt sehr viele Parallelen, die in anderer Form immer wieder auftauchen und es hilft einerseits mit den Gedanken immer mal wieder abzutauchen, aber auch unser Erbe wieder offenzulegen u. es zu verstehen und sich deshalb motiviert zu fühlen, eben das Alles zu schützen und für den Erhalt unserer Kultur einzusetzen! Denn Geschichte ist einfach unglaublich spannend und es hilft, diese stürmischen Zeiten fern vom TV zu verarbeiten. Wer gerade arbeitslos ist, dem empfehle ich als Einstieg historische Romane und wer sich persönlich weiterbilden will, Sachbücher und die Klassiker, die heute Keiner mehr lesen will/soll. Und natürlich das Buch „Verbotene Bücher“ aus dem Suhrkamp Verlag und die Buchtipps d. letzten zwei verstorb. Päpste (Solowjew/Benson).

    • Im Mittelalter waren unsere Vorfahren
      gar nicht verklemmt. Erst ab dem späten
      Mittelalter, befeuert auch durch Seuchen
      wie Pest & Syphilis, war (gemeinsames)
      Baden verpönt.

      • Ist interessant, dass die Römer gleichzeitig verklemmt, aber eben speziell im Privatem, waren, wenn es um ihr zuhause ging (bis auf die Freudenhäuser, das war etwas Anderes), aber der gemeinsamer Locus-Gang oder die Welt der Thermen war kein Problem. Ich frage mich, wie sie die Schwamm/Bürsten-Thematik geregelt haben…da gibt es verschiedene Thesen. Aber, diese verschiedenen Götter und Kulte waren zeitweise auch eine Herausforderung und allzu freizügig mochten dann die Konservativen es auch nicht. Und allzu viel Einfluss aus bestimmten Regionen weckte auch dort schon Vorurteile.
        Das Familiäre wurde sehr hoch gehalten und schützte sehr lange die Gesellschaft vor dem Zerfall. Ist jetzt etwas verkürzt, aber der Platz ist hier leider nicht ausreichend.

  • Nur noch irre was in D abgeht.

    168
    • Vor dem Hintergrund, dass anderenorts Gipsabdrücke von Vulven an exponierten Orten zur Schau gestellt werden, ja, das ist nur noch irre.

      • Eben.

        Deshalb ist das auch nicht irre, sondern Umerziehung als Bestandteil einer Kulturrevolution.

  • Nichts ist von Natur aus gut oder böse, erst das denken des Menschen macht es dazu!

    • Das stimmt so nicht. Denn
      Folter, Mord & Totschlag, Raub,
      Kindesmißhandlung, Vergewaltigung,
      Enführung usw. sind böse.

      • … und des Menschen Tat.
        Die Natur braucht uns nicht, doch wir sie.

  • ich sehe darin eine starke, selbstbewusste, sexuell befreite frau.

    • Womöglich ist genau das „sexuell befreite“ ihr wahres Problem?

      • oder aber auch, dass sich zu viele menschen um die probleme anderer scheren.

    • „sexuell befreite frau“
      Nee, nee! Eine „auf den ersten Blick weiblich gelesene Person“. Oder ist genaueres über ihre Pronmen bekannt? 😉
      Wenn’s nicht so lustig wäre, wäre es traurig 😀

  • Das erinnert mit an einer Debatte, bei einer UNI, da wurde auch eine Statur entfernt, weil man sich bei den Anblick angeblich nicht wohl fühlte. Nach einer erfolgreichen Pedition, musste dies dann wieder hingestellt werden. Was für ein Schwachsinn, Kunst ist Kunst, und sollte auch so behandelt werden.

    • Ich fühle mich beim Anblick von Politikern, Medienschaffenden, von Insassen eines Hörsaals und Blick auf Straßen auch nicht wohl!

  • Und als Ausgleich gibt’s dann vielleicht die „Fettecke“ von Joseph Beuys als „Nachbildung“. Spart auch Geld für Reinigungskräfte…
    O tempora., o mores…

    • In Darmstadt hat in der ständigen Ausstellung von Beuys tatsächlich mal eine eifrige Putzfrau gesäubert…..da war was los. 😁

      • Ja, genau das hatte ich auch im Sinn…

      • Hab ich nie vergessen. 😂

    • O tempora, o mores… „DULCE ET DECORUM EST PRO PATRIA MORI“ = „Süß und ehrenvoll ist der Tod fürs Vaterland“ stand mal über dem Tor der LMU München. Nach dem glorreichen Sieg im Wk2 wurde die Gravur entfernt. Wer weiß, vielleicht lässt Kriegsminister Pistolius den Spruch wieder einmeisseln 🙁

  • Tja!
    Das sind die Personen, welche eine Badewanne mit Mullbinden, Fett und Kupferdraht oder gar „Kunstwerke“ mit Kot als Kunst ansehen!

    Mit gefallen übrigens die Kunstwerke der alten Griechen mehr, als die Kunstwerke, welche in Museen der modernen Kunst ausgestellt werden (aber Kunst ist bekanntlich Geschmacksache)

  • Ich „empfinde“ manche Politiker auch als unangenehm – werden diese jetzt auch „deplaziert“…?

  • Man hätte die Statue kopfabwärts mit einer Regenbogenfahne bedecken können, so wären am Ende alle zufrieden gewesen.

  • 1984 kommt immer näher. Einst Weltweit anerkannt Kunstwerke und heute politisch nicht mehr korrekt. Na das haben eben diese autoritären System so an sich.

    • Die Linken nutzen „1984“ als Bedienungsanleitung. Erschreckende Parallelen.

      • Von Gerorge Orwell war es als Warnung gemeint…. aber als Handbuch ist es auch brauchbar… :-/

  • Die grosse Stärke von Narren ist es,dass sie keine Hemmung haben, Dummes zu tun.

  • Ob die Gleichstellungsbeauftragte beim ESC-Beitrag von Malta auch wegen Sexismus abgeschaltet hat ?

    • Die mit den Hüpfbällen??

  • das nennt man dann wohl Kunstbanausentum!
    Es erinnert an eine Zeit, da hat man dem künstlerischen Ausdruck von Meistern der Renaissance, Höschen gestrickt und selbst das Fresko in der Sixtina wurde schamvoll übermalt.
    Als erstes müsste man dann dem David von Michelangelo schnell einmal einen „Schlüppi“ verpassen. Obwohl, ich der Auffassung bin, man sollte der Damenwelt auch einmal etwas gönnen.

    • Ich sach mal so: Seine Hände sind doch im Verhältnis etwas groß ausgefallen…vielleicht auch schon eine Art der eigenen Zensur des Meisters? Ich weiß es nicht, fiel mir nur auf. Vielleicht auch nur symbolischer Natur…denn wir kennen ja die Geschichte um David und Goliath.

      • Ja, ES ist immer ziemlich klein.

        😂

    • Schade, dass es in der realen Welt keine Möglichkeit der Verpixelung gibt.

  • Besteht die Möglichkeit, daß die Dame das Gegenteil einer Venus ist?

    • Ich glaube das Gegenteil von Venus ist Lokus

  • Wer ist denn diese „Gleichstellungsbeauftragte“ überhaupt?
    Vielleicht kann man aufgrund einer Netzsuche etwas mehr an Hintergründen erkennen!?
    Und wieso ist die für antike Statuen zuständig! Sollte die isch nicht um lebendige Menschen kümmern!?

  • Erst die Meinungsfreiheit, dann die Kunst……erinnert an dunkle Zeiten!

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