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Haßelmann und Stegner

„Nicht besonders offen gegenüber kritischer Zivilgesellschaft“: Klöckner erntet für Kirchen-Aussage Kritik von SPD und Grünen

Kürzlich kritisierte Julia Klöckner die deutschen Kirchen, wegen zu viel politischer Einmischung. Unter anderem Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann meldet sich deshalb zu Wort und wirft der Union vor „nicht besonders offen gegenüber der kritischen Zivilgesellschaft“ zu sein.

Kritisiert Klöckner für ihre Kirchen-Aussage: Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann

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Die christdemokratische Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hatte in einem Gespräch mit der Bild am Sonntag die Kirchen scharf kritisiert. „Wenn Kirche manchmal zu beliebig wird oder zu tagesaktuellen Themen Stellungnahmen abgibt wie eine NGO und nicht mehr die grundsätzlichen Fragen von Leben und Tod im Blick hat, dann wird sie leider auch austauschbar“, warnte die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin im Interview (Apollo News berichtete).

Für diese Worte erntete Klöckner jedoch selbst Kritik in den sozialen Medien. Insbesondere mehrere Politiker der Grünen und der SPD schalteten sich in die Debatte ein. „Warum sollten die Kirchen sich nicht äußern zu Ungerechtigkeiten in der Welt, zu Humanität und Menschlichkeit, zum sozialen Zusammenhalt und zur Nächstenliebe, Julia Klöckner?“, schrieb etwa die Grüne Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter).

„Die Union zeigt sich gerade nicht besonders offen gegenüber der kritischen Zivilgesellschaft“, sagte Haßelmann später dem Tagesspiegel. Auch ihr Kollege aus den Noch-Regierungsfraktionen, Ralf Stegner, kritisierte gegenüber der Zeitung die Worte Klöckners. „Statt der österlichen obrigkeitsstaatlichen Zurechtweisung hätte ich mir von meiner Präsidentin des Deutschen Bundestages die besondere Wertschätzung für diese Rolle der Kirchen gewünscht“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende der Zeitung.

Zwar dürfe man Kirchen kritisieren, Klöckner habe jedoch mit ihrer Forderung nach weniger Einmischung in die Politik „fundamental daneben gelegen“ – Stegner forderte stattdessen das Gegenteil. Dabei hat unter anderem die zunehmende politische Einflussnahme der Kirchen zuletzt zu einer Welle von Kirchenaustritten geführt: 2023 traten 380.000 Deutsche alleine aus der Evangelischen Kirche aus.

Auch die geschäftsführende Bundesinnenministerin, Nancy Faeser, fand kritische Worte zur Aussage Klöckners. „Ich bin froh, dass die Kirchen in Deutschland ihre Stimme für Menschlichkeit und Nächstenliebe erheben“, schrieb die SPD-Politikerin auf X.

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Immer wieder haben Kirchenvertreter in den vergangenen Jahren sich für offene Grenzen und Maßnahmen gegen den Klimawandel ausgesprochen. Gleichzeitig haben sich die Kirchen gegen die AfD und andere „rechte Politiker“ gestellt. Das jüngste Beispiel lieferte dafür der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Georg Bätzing, während seiner Osterpredigt. Dabei ging er extensiv auf die derzeitige politische Lage ein und wetterte dabei gegen US-Präsident Donald Trump und die AfD (Apollo News berichtete).

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58 Kommentare

  • Impfe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

    • Artur, sind sie (die Kirchenfürsten und Politiker) überhaut selbst geimpft? Ich glaube nicht. Die Kirchenfürsten bekamen Weihwasser und die Politiker… vermutlich ein Medikament, das dem gesunden Menschenverstand abträglich ist. 🙂

  • Nun, die Kirchenaustritte zeigen doch, dass Frau Klöckner richtig liegt und die rot/grünen Kritiker falsch. Eine Kirche, die sich parteipolitisch gibt ist keine Kirche mehr, sondern eine vom Staat alimentierte Organisation, die nur noch ins Horn einer Richtung bläst. Das hat mit christlichem Glauben, mit der Botschaft Christi nichts mehr zu tun und kann weg.

    • Bätzing, Marx & Co. sind die ersten die den deutschen Katholiken auf die Nerven gehen. Eigentlich gehören die als Seelsorger in die Rotlichtviertel, Drogenmeilen und no go areas unserer Großstädte. Da ist halt wenig Pomp und Frass um sich fett zu fressen.

  • Wie offen ist man denn den über 20% AfD-Wählern gegenüber? Und es sei bemerkt, diese Menschen haben die AfD bewusst und freiwillig gewählt, während besagte kritische Zivilgesellschaft mit Milliarden von Steuergeldern quasi gesteuert wird.

    • Die etablierten Politiker haben Angst vor der AfD, weil sie eine redliche Partei ist und wahrscheinlich die ganzen Schweinereien der letzten 50 Jahre aufdecken würde. Und dabei würden selbst dem einfältigen Michel die Augen übergehen!
      Insbesondere sei hier zu erwähnen, der große Volksbetrug und Vermögensraub bei der sogenannten Wiedervereinigung!

    • Warum sollte man geschaffene Schattengesellschaften offen gegenübertreten, die sich gegen einen/den Bürger wendet sofern das Steuergeld ungehindert fließt?

    • Jeder freut sich über die demokratischen Gepflogenheiten der ddr, die seit Murksel wieder munter Einzug hier halten und die gleichen Wirkungen entfalten wie damals. Verwundern kann das nicht.

  • Alles, was von den Grünen kritisiert wird, kann nur positiv für den Rest der Bevölkerung sein.

  • Wenn SPD und Grüne protestieren dann hat sie alles richtig gemacht.
    Hoffentlich fällt sie nicht um, bin da skeptisch.

    • Ich ebenfalls, wann ist denn mal ein CDUler nicht umgefallen, wenn den Linksrotgrünen etwa nicht schmeckte?!

  • Das Faeser sich daran stört das Klöckner angeblich sich gegen Menschlichkeit und Nächstenliebe wendet ist schon etwas bizarr.
    Und ja, Klöckner hat recht mit ihrer Aussage. Hoffentlich rudert sie nicht wieder zurück.

  • „Unter anderem Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann meldet sich deshalb zu Wort und wirft der Union vor „nicht besonders offen gegenüber der kritischen Zivilgesellschaft“ zu sein.“
    Na, Frau Hasselmann, wie war denn so Ihre Einstellung zu Teilen der „kritischen Zivilgesellschaft“ in Bezug auf die „Coronaimpfung“, in den letzten vier Jahren?
    Waren Sie da auch so offen?
    Kann mich nicht erinnern!

    • Die sogenannte „Zivilgesellschaft“ ist KEIN anderer Begriff für Bevölkerung oder gar, Gott bewahre!, dem deutschen Volk.

      Sondern der Sammebegriff für „N“GOs, Gewerkschaften, Kirchen, politische Vereine und Stiftungen usw.
      Frau Haßelmann fühlt sich durch die Kritik an den gleichgeschalteten linksgrün-versifften Institutionen daher zu Recht angepisst.

      (–> Gramsci, Marxismus)
      „[…] die Gesamtheit aller nichtstaatlichen Organisationen, die auf den „Alltagsverstand und die öffentliche Meinung“ Einfluss haben.“ (Quelle: BMZ)

  • Erstmal bin ich raus. Damit bekommt due Kirche erstmal direkt nichts von mir

  • So sieht die deutsche „Trennung von Staat und Kirche“ aus.
    „Säkularisation“ heisst bei uns auch, dass der Staat fuer die Kirche arbeitet und die Steuern fuer sie einziehen …..
    Dann betrachtet sich die Kirche eben auch als staatliche NGO.
    So „neutral und unabhaengig“, wie …. sagen wir mal …. ARD und ZDF ?
    Aber jeder kann selbst aus der Kirche austreten. Nicht bei ARD und ZDF. Also schlechter Vergleich ……

    • Wenns nur das einziehen der steuer wäre!, denn dafür bekommt der staat sogar geld!, wenns auch nur brosamen sind.
      Viel schlimmer ist das die versteckten mia zahlungen nur den wenigsten bekannt sind . https://ogy.de/4uux

  • Sand ins rote und grüne Getriebe gestreut , na sowas👍.
    Klöckner muss sich in ihrer Position nicht den Mund verbieten lassen.

  • Danke sehr, Frau Klöckner.
    Wenn Sie sich jetzt bitte noch um die Beantwortung der 551 Fragen bzgl. der GOs kümmern würden, die Ihr Chef – auf ultralinken Druck und die Gier, Kanzler zu werden, hin – hat fallen lassen? Danke.

  • „…und wirft der Union vor „nicht besonders offen gegenüber der kritischen Zivilgesellschaft“ zu sein.“

    Neulich im grünen Glashaus.^^

    • die im Glashaus…
      „Niemand ist mehr Sklave als der, der sich für frei hält, ohne es zu sein“ (Johann Wolfgang von Goethe, 1809)

  • Die Kirchen haben keine Kompetenz in der realen Welt, außer der Seelsorge. Ihre politischen Einlassungen sind und waren fast immer dramatische Fehler.

  • Kirche in Deutschland ist auch nur eine NGO!!!!

  • Die Grünen benutzen ungeniert und andauernd Framing- und Manipulationsmethoden. Die Absicht dahinter ist, dieses Land in eine neue sozialistische Ökologische Diktatur zu transformieren.
    Deswegen sehe ich die Grünen als Thema für den VSchutz und brandgefährlich ….
    Klöckner hat Recht, wird aber umfallen …

    • Bestätigt!

  • Kritik von SPD und Grünen? Dann hat sie ja alles richtig gemacht!

  • Erstaunlich, dass die „Ungerechtigkeiten dieser Welt“ immer nur jene Menschen begehen, denen die Kirchen Nächstenliebe und Solidarität strikt verweigern:

    „Wer bei der Bundestagswahl AfD gewählt hat, wusste, was er unterstützen will, und dann muss er dafür – und sie – Verantwortung übernehmen. Mit unserer Solidarität in diesen Fragen darf sie oder er nicht rechnen.“ – Georg Bätzing (Deutsche Bischofskonferenz) am 10.03.2025

    • An welche „Verantwortung“ hat er denn da so gedacht?
      Seine „Solidarität“ kann er sich ……………. weiche von mir !

  • Die „kritische Zivilgesellschaft“ ist die von der links-grünen Regierung finanzierte Szene von agitatorischen Vorfeldorganisationen, Ihr Hauptziel ist die Bekämpfung der konservativen Opposition, vor allem der AfD.

  • wer ist der Kerl auf dem Foto?

  • Die Kritik durch Grüne und SPD war doch absehbar — denn sie wollen sich ihre “ NGOs“, die ihre Meinung vertreten, erhalten.
    Bin gespannt, ob Grüne und SPD evtl. Merz unter Druck setzen wollen — vielleicht kommen sie auf die Idee, dass sie eine Gesetzänderung wollen, die vorschreibt , dass CDUler bestimmte Aussagen nicht treffen dürfen.
    Dank bisherigen Aktionen von Merz könnte gemutmasst werden, dass auch das Absurdeste von seiner Seite her möglich werden könnte– welchen Wert hat inzwischen Meinungsfreiheit ?

  • Wenn die „kritische Zivilgesellschaft“ aber mal die Grünen Kritisiert, dann sind die Grünen gleich verärgert und ihre Meldestellen de NGOs werden aktiv.
    Meinungsbildung soll bei den Grünen immer nur einseitig verlaufen. Kirchen müssen kritisch sein und sich aber nicht einseitig auf eine politische Seite begeben.
    Die Kirchenfunktionäre kümmern sich jetzt mehr um Parteipropaganda als um ihre eigentliche Arbeit in den Kirchen. Auch die Kirchen arbeiten an ihrem Untergang.
    Es geht nur solange gut, bis die Gelder für die hohen Gehälter der Kirchenführung nicht mehr fließen.

  • Kirche ist und bleibt Kirche, mit oder ohne Pabst. Sie hat in der Politik nicht verloren. Die „Grünen und die SPD“ haben so viel Schaden über das Land gebracht – beide sollten besser den Mund halten.

  • Wenn ich schon das Wort Zivilgesellschaft lese! Definieren könnte die Dame das Wort sicher nicht. Aber was soll`s: Man sollte sich nicht über jede unnötige Aussage aufregen…..

  • Meine bescheidene Meinung: Dir Kirchen haben sich jeder Einmischung in die Tagespolitik zu enthalten. Ihre Meinung zu Donald Trump oder zur AfD ist nicht wichtiger als die der ungelernten Verkäuferin im Bäckereishop des Edeka-Marktes um die Ecke. Doch sie hetzen in einem fort gegen Trump und die AfD und tun so, als sei es Gottes Wille – eine unverschämte Anmaßung! Die Daseinsberechtigung der Kirchen besteht ausschließlich im Spirituellen und Seelsorgerischen. Durch das ständige Befeuern linksgrünrotwoker Narrative in den letzten Jahren und Jahrzehnten, haben beide Kirchen immer wieder eklatant gegen das Neutralitätsgebot verstoßen und damit Millionen Gläubige gekränkt oder tief verunsichert.

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