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Ex-Außenminister

„Würde die CDU nicht überleben“: Joschka Fischer warnt Union vor Zusammenarbeit mit der AfD

Der frühere Außenminister Joschka Fischer hat die Union vor einer Kooperation mit der AfD gewarnt. Diese würde die CDU „nicht überleben“ und Deutschland „destabilisieren“. Auch Deutschlands Nachbarländer könnten sich durch die AfD bedroht fühlen.

Joschka Fischer auf der Digitalmesse re:publica 2026 (IMAGO/Future Image)

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Der frühere Außenminister Joschka Fischer hat die CDU eindringlich vor einer Zusammenarbeit mit der AfD gewarnt und der Partei zugleich vorgeworfen, intern über einen solchen Kurswechsel zu diskutieren. In einem Interview mit dem Tagesspiegel sagte der langjährige Grünen-Politiker: „Es gibt unter der Oberfläche eine Debatte in der CDU, ob sie nicht mit der AfD kooperieren, sogar koalieren kann.“

Fischer begründete seine Warnung mit den aus seiner Sicht drastischen Folgen für die Union und für Deutschland insgesamt. „Eine solche Zusammenarbeit würde die CDU nicht überleben. Es würde sie spalten. Ein Ende der CDU würde Deutschland erheblich destabilisieren“, sagte der frühere Außenminister. Die CDU solle sich deshalb den Niedergang der italienischen Democrazia Cristiana genau ansehen, „besonders all jene in der CDU, die gern mit der AfD regieren wollen“.

Zugleich stellte sich Fischer hinter die öffentliche Abgrenzung von CDU-Chef Friedrich Merz gegenüber der AfD. Er bejahte die Frage, ob er Merz glaube, wenn dieser sage, niemals mit der AfD koalieren zu wollen.

Mit Blick auf die hohen Umfragewerte der AfD äußerte sich Fischer zudem grundsätzlich alarmiert über eine mögliche Regierungsbeteiligung der Partei. Eine AfD in Regierungsverantwortung wäre „ein schwerer Schlag für die deutsche Demokratie“, sagte er. Das internationale Vertrauen in Deutschland würde in einem solchen Fall „kollabieren“.

Besonders besorgt zeigte sich Fischer über die europapolitischen Folgen eines weiteren Erstarkens nationalistischer Kräfte. Die Forderung der AfD nach einer „Re-Nationalisierung“ sei „schon jetzt die größte innenpolitische Herausforderung“. Sollten Nationalisten in den wichtigsten europäischen Staaten an die Macht gelangen, habe Europa „keine Zukunft“.

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Der frühere Grünen-Spitzenpolitiker äußerte sich zudem zur Möglichkeit eines AfD-Kanzlers. Auf die Frage, ob er dann noch in Deutschland leben könne, antwortete Fischer ausweichend: „Das wisse er nicht.“ Zugleich sagte er: „Ein Bundeskanzler von der AfD wäre schon tough.“

Besonders deutlich warnte Fischer vor einer Regierungsübernahme der AfD in ostdeutschen Bundesländern. Die Vorstellung eines AfD-Ministerpräsidenten etwa in Sachsen-Anhalt sei „beängstigend“. Es gebe „nichts zu verharmlosen“, sagte Fischer weiter. „Eine AfD-Regierung würde an der Kultur- und Wissenschaftsfreiheit rütteln und die Unabhängigkeit der Justiz infrage stellen.“ Mit einem AfD-Ministerpräsidenten wären „essenzielle Teile unserer freiheitlichen Verfassung bedroht“.

Auch die internationalen Auswirkungen einer solchen Entwicklung beschrieb Fischer in drastischen Worten. Sollten die Menschen in Sachsen-Anhalt so wählen, wie es aktuelle Umfragen nahelegten, „werden die Menschen vor Ort einen hohen Preis bezahlen. Und wir mit ihnen“. Weiter sagte er: „Sollte die AfD in einem Land an die Macht kommen, wird man sich in Polen und Frankreich fragen, ob es wieder so weit ist. Wir werden dann die Frage hören: Spinnen die Deutschen jetzt wieder?“

Hintergrund der Debatte sind die zuletzt starken Umfragewerte der AfD, insbesondere in ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. In Teilen von CDU und SPD hatte es zuletzt Diskussionen über eine Neuausrichtung des Verhältnisses zur AfD gegeben (Apollo News berichtete). Fischer zählt seit Jahren zu den schärfsten Kritikern einer möglichen Zusammenarbeit mit der AfD.

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84 Kommentare

  • Die Destabilisierung Deutschlands durch die Grünen in den letzten 5 Jahren dürfte von kaum einer anderen Partei zu erreichen sein.

    • Doch; die Linke steht schon für den Job an.

      • Ham se für Joschi keinen Platz mehr in Brockdorf wo die Deppen Voll labern kann ?????

    • 5? 1998 ist 28 Jahre her!

    • Nicht nur in 5 Jahren ….
      Sie dürfen nicht vergessen, dass Joseph Martin alias „Joschka“ Fischer unser Land in einen „völkerrechtswidrigen Angriffskrieg“ mit der Begründung „Wir haben immer gesagt: ‚Nie wieder Krieg!‘ Aber wir haben a u c h immer gesagt: ‚Nie wieder Auschwitz!‘“ verwickelte, der seinesgleichen sucht! https://www.welt.de/geschichte/article245054790/Zeitenwenden-der-Bundeswehr-Ausgerechnet-ein-Gruener-schickte-deutsche-Truppen-erstmals-wieder-zum-Kaempfen-ins-Ausland.html
      Er war deutscher Außenminister!!! (Quizfrage: wer war kompetenter: Josef Martin Fischer oder Anna-Lena Baerbock?) Mit den Grünen sollte man meiner Meinung nach keine wie auch immer geartete Verbindungen eingehen…. Die Geschichte und die aktuelle Situation unseres Landes macht deutlich: es führt immer zu Katastrophen!
      Kennen Sie noch Madeleine Albright? Er ist quasi „ihr Ziehsohn“.
      https://www.spiegel.de/politik/ausland/joschka-fischers-neuer-beraterjob-die-gruene-raupe-nimmersatt-a-580872.html

    • Josef weiß natürlich, egal was die Pinocchio-CDU nun macht oder nicht macht, es spielt keine Rolle mehr. Die AFD saugt nun nach und nach die CDU/SPD-Wähler auf, der kommende Herbst in SA und MV wird das Schicksal von Pinocchio besiegeln. Schmeißt ihn dann die Union immer noch nicht raus, marschiert die AFD Richtung alleinige Absolute. Für Deutschland wäre es die Rettung.

  • „Es gibt unter der Oberfläche eine Debatte in der CDU, ob sie nicht mit der AfD kooperieren, sogar koalieren kann.“ – „Würde die CDU nicht überleben“
    Und auf der Oberfläche gibt es den Wählerwillen, den die CDU nicht überleben wird, wenn sie den permanent ignoriert!

  • Ist der nun auch noch Berater der Cdu?

    • Nö, aber dem geht der Stift…
      Sollte das tatsächlich geschehen, natürlich mit anderem Personal (ist Herr Maaßen nicht in der CDU?), dann können die Grünen sich wieder in versifften Kommunen ansiedeln, Steine schmeißen und gegen AKWs demonstrieren… – Back to the Roots eben…

    • als ehemaliger Steinewerfer der Grünen auf die Polizei, hat er doch gezeigt, dass er Karriere kann. Also als Berater für die CDU geeignet.

    • Klasse, diesen Mann hat die CDU verdient.
      Und die AfD kann sich freuen.

  • Schlimmer als die Zusammenarbeit mit der Volksfront?
    Die CDU zerbröselt sich durch ihre Anbiederung an der Volksfront.
    So wie die SPD die Arbeitnehmer vergrault, vergrault die CDU ihre konservative Wählerschaft.

  • Haben eigentlich AfD-Politiker schon mal Polizisten verprügelt?

    Sind nicht die Grünen „Risiko Deutschland“?

  • Konzertierte Aktion?

    Angela Merkel
    Olaf Scholz
    Joschka Fischer

    Alle gegen die AfD.

    Aber das wird den Kartellparteien nicht helfen.

    Gegen die Realität über den Zustand unseres Landes, von der jetzt langsam aber beständig, mehr und mehr durchsickert, den Sandmann vertreibt und die Augen öffnet, kommt das „Dreigestirn“ nicht an.

  • Arm aber gegen Rechts

  • Die Zusammenarbeit mit der AFD wird die CDU nicht überleben, vor ein paar Tagen hieß es noch, die Zusammenarbeit mit den Grünen würde die CDU nicht überleben, die Zusammenarbeit mit der SPD wird sie definitiv nicht überleben ….
    Fazit: die CDU wird nicht überleben …

  • „Das internationale Vertrauen in Deutschland würde in einem solchen Fall „kollabieren“.“

    Da hat er sogar recht! Das Vertrauen darauf, weiterhin Zahlmeister und Weltsozialamt zu spielen, wird kollabieren.
    Und das ist gut so!

  • Die Grünen gehen den Weg der FDP. In paar Jahren gibt es die nicht mehr.

    • Epstein hat weltweit seine pädophilen, terroristischen Machenschaften etabliert.
      Wer glaubt das dieses Monster tot ist, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
      Epstein: Die Abgründe reichen bis nach Europa und Deutschland.
      Das System Epstein: Sie alle gehören zu einem weltweit agierenden Club!
      Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst.
      Nichts ist so, wie es scheint und gar nichts geschieht zufällig.
      Na ja, leider ist mit dem „DEUSCHEN UNTERTAN“ zu rechnen!

    • Die Zahl der propagandadressierten Vollidioten ist allerdings gewaltig. Die Impfquote gibt ganz gut das quantitative Ausmaß an. Ernüchternd, aber die Realität, die man berücksichtigen muss.

    • Ich würde die FDP nicht abschreiben. Die kommen irgendwann wieder um wieder zu enttäuschen. War schon mal so.

  • „Der frühere Außenminister Joschka Fischer hat die Union vor einer Kooperation mit der AfD gewarnt. Diese würde die CDU „nicht überleben“ und Deutschland „destabilisieren“.
    Er geht also davon aus, dass die CDU überleben wird, wenn sie nicht mit der AfD kooperiert? Und bisher ist Deutschland nicht gerade stabiler geworden, im Gegenteil.

  • Weshalb ist er im TV und wurde noch nicht den Serben übergeben?

  • Das ist ein sehr eigennütziger Rat vom ersten Kriegs-Aussenminister der Nachkriegszeit. Dass die Union mit der Brandmauer aktuell sehr schnell abschmilzt und bei Zusammenarbeit mit der Linken noch schneller verliert, das erwähnt Fischer lieber nicht.

  • Ein nicht koalieren mit der AFD wird die CDU auch nicht überleben. Deutschland hat die Grünen überlebt und wird auch die AFD überleben. Da wo wir jetzt stehen ist das Ergebnis von CDU, SPD und Grüne der letzten 20 Jahre. Ein weiterso wäre fatal.

  • Er muss sich keine Sorgen machen, die CDU wird über kurz oder lang sowieso nicht überleben

  • Eine Union, die sich neue Mehrheiten mit der AfD sucht, würde alle linken Parteien ab und inkl. der SPD für Jahrzehnte in die politische Bedeutungslosigkeit schicken. Dort könnten die sich dann sammeln und über ihre Fehler nachdenken.
    Das wissen die und denen geht es jetzt um alles

  • Er hat ja behauptet, die AfD wolle in die Zeit vor Adenauer, also in den Nationalsozialismus zurück.
    Das ist Quatsch und wäre auch gar nicht mehr realisierbar (glücklicherweise).
    Aber vor 1968 will die AfD vielleicht schon in mancher Hinsicht zurück (also gerade in die Zeit von Adenauer und Ehrhardt).
    Das ist es, was seine Generation am meisten fürchtet: Dass die Revolution von 1989 nach Jahren und Jahrzehnten die von 1968 frisst, auch wenn letztere nur ein Sturm im Wasserglas war. Denn den Kapitalismus haben sie ja nun nicht abgeschafft.

  • Sack Reis usw.

  • Klar warnt der Grüne. Dann können die Merz nicht weiter für ihre Zwecke einbinden und ihre Macht auf immer und ewig zementiert.

  • – Bei der Tagesschau wird Deutschland nicht mehr von Deutschen her gedacht, sondern von Vielfalt,
    Wer schon da war, wer dieses Land aufgebaut, finanziert, verteidigt, verwaltet, getragen und vererbt hat, bekommt keinen eigenen Namen mehr. Er wird zur Vergleichsgruppe.
    Aus Deutschen werden „Nichtmigranten“.
    – Diese sprachliche Entgleisung fällt zeitlich eng zusammen mit Bärbel Bas’ „Einheitsbraun“-Gerede.
    Die Deutschen erscheinen in dieser Denkwelt nur noch als brauner Altbestand, der durch Migration politisch, kulturell und demografisch überschrieben werden muss.
    Wer das eigene Land nicht als fortlaufendes Vielfaltsexperiment begreift, gerät unter Verdacht. Heimat wird kontaminiert, Kontinuität wird verdächtig, Selbstbehauptung wird in die Nähe des Braunen gerückt. Bas liefert den politischen Ton, die Tagesschau liefert die passende Sprache dazu: Aus Deutschen werden „Nichtmigranten“.

    Aber die grosse Gefahr kommt natürlch NUR von der AfD.
    Aus Artikel bei TE „Nicht-Migranten“

  • Eine weitere linke Partei braucht dieses Land getrost nicht, könnte also weg.

  • Schon erstaunlich wer da gerade so alles aus seinen Löchern gekrochen kommt.

  • Anfang der 1980er Jahre wurde ein FDP Wirtschaftspolitiker in seinem Wohnhaus erschossen aufgefunden. Die Mordwaffe fand man im Auto jenes oben abgebildeten „Herrn“ . Ob damals ueberhaupt ermittelt wurde, weiss ich nicht. Verurteilt wurde er nie. Im Uebrigen ist er bekannt als Steinewerfer, Randalierer.

    • „Die Mordwaffe fand man im Auto jenes oben abgebildeten „Herrn“ . “

      Wie kommen Sie denn darauf?

  • Grüner Filz ist wie nutzlose Impfungen!

  • … oh noch eine „Lichtgestalt“ aus der Vergangenheit, diesmal von den Grünen. Bei dem ist auch nichts anderes zu erwarten. Sollte die Union mit der AfD kooperieren, würden es auch die Grünen nicht überleben.

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