Wie Strommärchen entstehen: Die große Lüge vom billigen Strom und die 30-Milliarden-Euro-Wahrheit
Die Strompreise bleiben stabil, wird in Erfolgsmeldungen gejubelt. Doch die wahren Kosten werden dabei unterschlagen. Steigende Subventionen sollen das wirtschaftliche Desaster der Energiewende-Politik verschleiern.
Wer in diesen Tagen die großen Medien verfolgt, stößt auf erstaunlich optimistische Botschaften zur Strompreisentwicklung in Deutschland. Besonders der ZDF-Bericht „Bundesnetzagentur rechnet 2026 mit stabilen Strompreisen“ zeichnet ein Bild, das fast schon wie eine Erfolgsmeldung klingt. Dort heißt es, mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien wachse das Stromangebot, und dies wirke preisdämpfend.
Die implizite Botschaft ist klar: Die Energiewende beginne sich auszuzahlen, die Preise kämen zur Ruhe, und die Verbraucher könnten auf Entlastung hoffen. Doch bevor man diese Erzählung übernimmt, lohnt ein genauerer Blick. Stimmt diese Botschaft wirklich? Oder handelt es sich um eine jener wohlklingenden Deutungen, die bei genauer Betrachtung ihre Substanz verlieren?
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Um die Frage nach der angeblichen „Entlastung“ zu beantworten, muss man sich die Fakten nüchtern anschauen. Und zwar nicht selektiv, sondern umfassend: Wo stehen die Strompreise heute tatsächlich? Wie entwickeln sich die Erzeugerpreise? Was passiert bei den Netzkosten? Und vor allem: Welche Rolle spielen staatliche Subventionen?
Beginnen wir mit der Ist-Situation in Deutschland im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn. Der Household Energy Price Index (HEPI) weist für November 2025 aus, dass Deutschland mit einem Durchschnittspreis von 39,35 Cent je Kilowattstunde der teuerste Haushaltsstrommarkt Europas ist – vor der Nummer zwei, der Windkraftnation Dänemark. Schon dieser Befund zeigt: Von einer entspannten Ausgangslage kann keine Rede sein.
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Während viele EU-Länder seit dem Preisschock von 2022 ihre Stromkosten wieder stabilisieren oder sogar senken konnten, verharrt Deutschland auf einem Rekordniveau, das Haushalte und Unternehmen gleichermaßen belastet. Wir starten also nicht aus einer komfortablen Position, sondern von einem europäischen Spitzenplatz – allerdings im negativen Sinne.
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Beginnen wir mit den Erzeugerpreisen. Schon an der Strombörse zeigt sich, dass von einer strukturellen Entspannung keine Rede sein kann. Die deutschen Börsenstrompreise sind im Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen: von 7,85 auf 8,93 Cent je Kilowattstunde. Während Frankreich im selben Zeitraum bei 6,11 Cent lag, erwartet der Terminmarkt für 2026 sogar eine weitere Aufweitung dieser Differenz: Deutschland bei 8,54 Cent, Frankreich bei 5,08 Cent.
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Der Markt geht folglich davon aus, dass Strom in Deutschland rund 70 Prozent teurer sein wird als im Nachbarland. Das ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines Systems, das auf volatile Erzeugung setzt und deshalb teure Backup-Kapazitäten vorhalten und einsetzen muss. Sobald Wind und Sonne ausfallen oder die Nachfrage steigt, schnellen die Preise nach oben – und genau das spiegelt sich in den deutschen Großhandelspreisen wider.
Noch gravierender als die Entwicklung der Erzeugerpreise sind jedoch die Netzkosten, die sich zunehmend zum eigentlichen Preistreiber entwickeln. Die Redispatch-Kosten – also jene Milliardenbeträge, die entstehen, weil die schwankende Erzeugung der Erneuerbaren durch Eingriffe wie das Hochfahren von Ersatzkraftwerken ausgeglichen werden muss – bleiben seit Jahren im Milliardenbereich und werden vollständig auf die Verbraucher umgelegt.
Noch schwerer wiegt der Netzausbau. Eine Studie der Energiedenkfabrik ef.Ruhr beziffert den Investitionsbedarf bis 2045 auf insgesamt 732 Milliarden Euro. Es handelt sich um die größte Infrastrukturmaßnahme der deutschen Nachkriegsgeschichte, ausgelöst durch die politisch gesetzten Ausbauziele für Wind und Solar.
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Was das für die Strompreise bedeutet, zeigt eine Analyse von McKinsey: Die Netzentgelte steigen im Szenario der von der Ampelregierung gesetzten energiewirtschaftlichen Planung von heute rund 11 auf etwa 25 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2035. Der Haushaltsstrompreis klettert dadurch – preisindiziert – auf etwa 50 Cent.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie es sein kann, dass die Strompreise in diesem Jahr angeblich nicht steigen, sondern sogar fallen sollen. Die Antwort ist einfach – und ernüchternd: durch massive Subventionen.
Laut einer Analyse des früheren Wirtschaftsweisen Peter Bofinger, zitiert bei The Pioneer, steigen die staatlichen Zuschüsse im Stromsektor von 24,5 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf 29,5 Milliarden Euro im Jahr 2026. Hinzu kommt der geplante Industriestrompreis, der derzeit mit rund 1,5 Milliarden Euro veranschlagt wird.
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Der größte Posten bleibt jedoch die EEG-Förderung für Betreiber erneuerbarer Energien. Bofinger prognostiziert hierfür 17,2 Milliarden Euro im Jahr 2026. Diese Zahl ist allerdings nicht stabil, sondern wetterabhängig – und kann daher deutlich höher ausfallen. Das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln erwartet in seiner Mittelfristprognose, dass die EEG-Förderung bis 2030 durch den fortgesetzten Ausbau der erneuerbaren Erzeugung auf 23 Milliarden Euro anwachsen könnte.
Die Subventionen steigen also strukturell, nicht temporär. Sie sind kein kurzfristiges Kriseninstrument, sondern ein dauerhaft wachsender Bestandteil des Strompreissystems – und genau das erklärt, warum die Preise politisch „gesenkt“ werden können, obwohl die tatsächlichen Kosten weiter steigen.
Rechnet man die Jahressummen von rund 25 Milliarden Euro (2025) beziehungsweise 30 Milliarden Euro (2026) an Subventionen im Stromsektor auf den tatsächlichen Verbrauch um, wird das Ausmaß der Preisstützung sichtbar. Deutschland entnahm 2025 laut Energy Charts rund 440,8 Terawattstunden Strom aus dem öffentlichen Netz. Teilt man die Subventionssummen durch diese Menge, ergibt sich eine versteckte Preisstütze von etwa 5,7 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2025 und 6,8 Cent im Jahr 2026.
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Der tatsächliche durchschnittliche Haushaltsstrompreis im November 2025 liegt damit nicht bei 39,35 Cent, sondern – unter Berücksichtigung der Subventionen – bei rund 45 Cent je Kilowattstunde. Die Tendenz ist eindeutig: Der Staat gleicht mit immer höheren Steuerzuschüssen die steigenden Stromkosten aus. Reformen, die geeignet wären, die Preise marktgetrieben zu senken, bleibt die Bundesregierung bislang schuldig.
Das Fazit fällt ernüchternd aus: Es geschieht bislang nichts, um die strukturellen Ursachen der steigenden Strompreise anzugehen. Weder die volatilen Erzeugungsstrukturen noch die explodierenden Netzkosten noch die Redispatch-Problematik werden gelöst. Stattdessen wird der Preisdruck mit immer höheren Subventionen überdeckt. Das ist nicht nachhaltig.
Die Kosten werden lediglich verschoben – von der Stromrechnung auf die Steuerrechnung – und die strukturellen Probleme unseres Landes werden weiter verschärft. Schlagzeilen über sinkende Strompreise sind daher keine Erfolgsmeldung, sondern ein Symptom politischer Realitätsverweigerung.
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Die Sonne schickt keine Rechnung.
Der Stromanbieter aber schon.
Die Regierung erhöht sie beständig.
Diese tollen Zustände hat der „Doofmichel“ doch selber mit seinem Kreuz über Jahrzehnte bei sämtlichen Wahlen erst möglich gemacht. Weiterhin scheinen Ihn die Zustände im Land nicht zu stören bzw. man findet sich mit allem ab. Es ist wie mit dem Strom, der geht auch den Weg des geringsten Widerstandes. Wenn ich mir die Wahlprognosen für die LTW in RP am 22.03.26 anschaue, scheint die Mehrheit Gefallen am Niedergang des Landes gefunden zu haben. 29% CDU, 26% SPD, 10% Grüne addieren sich auf 65%. Kein Wunder, dass das Ausland seit Jahrzehnten über Deutschland lacht.
https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/
Das sehe ich etwas anderst. Der Doofmichel kann wählen wen er will, am Ende kommt immer das selbe Ergebnis raus. Notfalls werden Wahlen rückgängig gemacht, oder Kandidaten kurz vor der Wahl aus fadenscheinigen Gründen gesperrt. Das nennt man unsere Demokratie also eine lupenreine.
Die Energiewende hat bisher über 400 Milliarden Euro gekostet. Von wegen billig.
300 Milliarden EEG-Umlage.
30 Milliarden AKW Rückbau.
36 Milliarden um mit Kohle und Gas Lücken zu stopfen.
25 Milliarden für Redispatch vom Zappelstrom.
20 Milliarden als Strompreiseffekte.
Das ist aber eine teure Kugel Eis.
Und das beste dabei?
Wir produzieren 2025 13% weniger Strom als im Jahr 2000. Nachdem wir diese 400 Milliarden ausgegeben haben.
Vielleicht habe ich jetzt nicht den optimalen Anbieter, mag sein.
Man sieht aber, von 2014 bis 2020 war der Preis pro kwh relativ stabil. Den Grundpreis habe ich hier jetzt nicht berücksichtigt.
Was ist also nach 2020 passiert, wo „der Wahnsinn“ begann?
2014 22,53 cent
2020 23,31 cent
2022 29,82 cent
2023 39,10 cent
2024 32,90 cent
2025 35,46 cent
2026 31,42 cent
Kohlek. und Atomk. abgeschaltet,Gas wurde teurer.
ps:Die fans der „Verbrannten Erde“wollen ja auch sie Gasnetze so schnell wie möglich rausreissen.Nun wenn man das Gas schon unbedingt abschaffen will könnte man die LEitungen drin lassen,denn dadurch könnte man ganz einfach Internet etc. Kabel verlegen.Aber sie wollen auch verhindern das eine andere Regierung wieder auf Gas setzt,einen anderen Grund gibt es nicht!Und logischwerweise kostet allein das rausreissen Miliarden.
Corona ist schuld 😉
Wer Versager wählt…..hat das Versagen gewählt!
Es sind Ideologen! Die Deutschen haben Ideologen gewählt in Form der GRÜNEN, der Linken (SPD) und auch der CDU. WELTRETTER – angeblich. Darunter tun sie es nicht. Sie sind die „Guten“ und die „Vorreiter“ – die ganze Welt schaut angeblich auf uns – so ihr Märchen. Die Welt lacht – und nimmt gerne das deutsche Geld – ahmt aber die dummen, in Phantasien lebenden, Deutschen nicht nach!!
Frei nach einer Arbeitsministerin: „Sie müssen das ja nicht bezahlen, die Steuerzahler bezahlen es.“ 💸
Das kommt davon, wenn man Grüne machen lässt, was sie selbst gar nicht verstehen.
Hirngespinste wie in Schilda.
Gaskraftwerke sind prinzipiell Spitzenlastkraftwerke und nicht für eine Grundlast gedacht. Sie sind zwar in der Lage die volatile Wind- und Solarstromproduktion auszugleichen, jedoch ist dies eine physikalische Belastung der Anlagen, die auf die Standzeit, also Laufzeit, gehen. Off-Shore-Parks nehmen sich gegenseitig den Wind weg und liefern entgegen den Planungen weniger Strom, als benötigt. Eine stabile Stromversorgung ist so auch nicht möglich, da der Zuwachs exponentiell steigt, die Produktion jedoch degressiv verläuft. Dies ist alles bekannt, wird jedoch immer wieder geleugnet. Es fehlt schlicht an einer belastbaren Grundlast, also AKWs. Nur die bringen Stabilität ins Stromnetz, egal, was die Grüninnen sagen, ich rede von Physik und deren Gesetze lassen sich nicht ändern.
Wer hat die Kugel Eis aufgegessen?
alles was ständig benötigt wird,wird verteuert
Nötig ist ein minimalistischer Lebensstil. Zudem müssen z. B. elastokalorische Klimaanlagen eingesetzt werden.
https://jlt343.wordpress.com
Minimalistisch wie in Nordkorea, Dort wird sogar der Rasen Klimaneutral gemäht. Die meisten Missionare müssen ständig ihre vermeintlichen Überzeugungen breit treten, nur um den eigene Vernunft weiter zu manipulieren,
Mein Strompreis ist sehr stabil im unteren Bereich. Ich lasse den jährlich durch ein Unternehmen optimieren. Sprich, ich nehme jedes Mal einen Neukundenrabatt mit.
Was ist bei ihnen der „unteren Bereich“?
.
Und was Herrgott noch einmal ist bei ihnen da im unteren Berich „sehr stabil“???
Bwahaha…
Auf sowas muss man erstmal kommen. Schließen Sie besser nicht von sich auf andere.
Das mit dem Wechseln des Anbieters bekommen die hier nicht hin. Ich kenne niemanden, der mehr als 24 Cent/kWh + Grundpreis bezahlt.
Hmm, was ist an meinem Kommentar so verwerflich? Etwa, weil ich den Anbieter nicht nannte? Switchup.de
Nix ist daran verwerflich, aber die wollen hier keine Tipps.
Meine Verwandten lassen ihren Anbieter auch ständig neu ermitteln und es funktioniert.
Ich bin seit ca 15 Jahren dabei. Man hat zwar jährlich einen neuen Stromanbieter, aber man muss sich um nichts kümmern. Es läuft automatisch.
Bei Subventionen landet immer eine Batzen auf Konten von Beratern.
Das sind immer Leute aus dem Clan der Altparteien.
Einnahmen ohne Leistung !
Alle wissen das und alle schweigen.
Wind und Sonne schicken keine Rechnung, die Kugel Eis mit Geschmack Trittin und viel weiteres bla, bla, bla ohne Sinn und Verstand sind ein Garant, dass es dem Land, indem „Milch Honig“ fließen könnte, immer schlechter geht. Jedoch die „Wahnsinnigen“ machen immer weiter. Der CO2 Virus hat das gesamte Land befallen, ok nicht alle, aber zu 100% die, die an der Macht sind und ihre Unterstützer in der Medienwelt. Nicht zu vergessen die vielen Profiteure in der Energiewirtschaft, an erster Stelle EON und RWE. Und so wird es weiter erzählt das Märchen vom „Stromschlaraffenland“. Ein Märchen aber, das in der Realität sehr unangenehm enden wird, insbesondere für solche Mitbürger, deren Budget ohnehin schon auf Kante genäht ist. Aber wie heißt es so schön: geliefert wie bestellt. In Baden Württemberg haben die Grünen in den Umfragen gerade wieder zugelegt, da fehlen einem die Worte.
Jürgen Trittin: „ Die Energiewende kostet nicht mehr als eine Kugel Eis im Monat“.
Katrin Göring Eckert: „ Sonne und Wind schicken keine Rechnung“.
Warum werden solche Lügner nicht vor Gericht gestellt?
@Wulperin – bei dir mag ggf. Wissen da sein, Verstand aber fehlt komplett. Also nix mit Intelligenz.