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UN-Generalversammlung

„Wir werden gewinnen“: Als Netanjahu Erdoğan und Mamdani kritisiert, haben 77 Staaten den Saal längst verlassen

Dutzende Delegationen haben am Donnerstag zu Beginn der UN-Rede von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Saal verlassen. Netanjahu bezeichnete sie als „Feiglinge“ und attackierte insbesondere den türkischen Präsidenten Erdoğan für dessen Antisemitismus.

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Netanjahu vor der UN-Generalversammlung (IMAGO/Kyodo News)

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Dutzende Delegationen haben am Donnerstag bei der UN-Generalversammlung in New York kurz vor der Rede von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aus Protest demonstrativ den Saal verlassen. Laut dem israelischen Nachrichtenportal Ynet sollen insgesamt 77 Ländervertretungen nicht bei der Rede anwesend gewesen sein. Netanjahu kritisierte die Delegationen, die vor allem gegen Israels Kriegsführung im Gazastreifen protestieren, in seiner Rede scharf und warf ihnen unter anderem „Heuchelei“ vor.

„Falls es noch weitere moralische Feiglinge gibt, die diesen Saal noch nicht verlassen haben, tun Sie dies bitte jetzt. Vielen Dank“, sagte Netanjahu zu Beginn seiner Rede. Unter den Delegationen, die die Rede boykottierten, waren neben zahlreichen afrikanischen, arabischen und südamerikanischen Staaten auch europäische Länder wie Spanien, Irland, die Türkei, Bosnien-Herzegowina oder Slowenien. Andere Länder, die Israel zuletzt hart kritisiert hatten, wie etwa Großbritannien, Italien, Norwegen oder Belgien, verließen den Saal hingegen nicht.

Netanjahu attackierte in seiner Rede vor allem den sozialistischen Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Beide gelten in der Weltöffentlichkeit als prominente Kritiker Israels und werfen dem Staat, wie viele andere Länder auch, vor, einen Völkermord an der palästinensischen Bevölkerung in Gaza zu verüben.

Netanjahu bezeichnete Erdoğan dabei als „Tyrannen“, der sich lediglich heuchlerisch für das Völkerrecht einsetze und dessen Vorwürfe gegen Israel von den eigenen Verbrechen ablenken sollten. „Er hat tausende kurdische Zivilisten ermordet. Er leugnet den Völkermord an den Armeniern. Er lässt Journalisten und Oppositionsführer“, schoss Netanjahu in Richtung des türkischen Präsidenten.

Zudem verwies er auf die türkische Besetzung von Nordzypern, die von der internationalen Staatengemeinschaft nicht anerkannt wird. Die Türkei habe sich unter Erdoğan zu einem „Superspreader“ antisemitischer Lügen entwickelt. Ähnliche Vorwürfe erhob Netanjahu gegenüber Mamdani, unter dem sich New York zu einem Ort entwickelt habe, an dem Juden nicht mehr sicher seien.

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Netanjahu verwies zur Rechtfertigung des Kriegs gegen Israels Feinde auf seinen Bruder Yonathan, der 1976 in Uganda bei der Befreiung israelischer Geiseln ums Leben kam. Netanjahu bezog sich auf die existenzielle Bedrohung Israels vor dem Sechstagekrieg 1967, als mehrere arabische Nachbarstaaten an den Grenzen mobil machten und in Israel kollektive Angst herrschte. Yonathan soll wenige Tage vor dem Krieg zu ihm gesagt haben: „Wir werden gewinnen. Wir haben keine andere Wahl“.

Netanjahu bezog diese Worte auch auf den heutigen Krieg, den Israel unter anderem gegen die Hamas, die Hisbollah oder die Huthis an insgesamt sieben Fronten führt: „Wir werden unseren Staat auch in Zukunft verteidigen. Wir werden weiterhin gewinnen, weil wir keine andere Wahl haben“. Dabei dankte er vor allem US-Präsident Donald Trump für die anhaltende Unterstützung, insbesondere im Kampf gegen den Iran.

ahz

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36 Kommentare

  • Bibi hat recht!

    • Schon…aber solche Leute wie Ben Gvir gehen gar nicht.
      Wenn er da nicht mäßigend einschreitet muss er sich über die Vorwürfe nicht wundern.
      Er lässt zu viel durchgehen was nicht in Ordnung ist.
      Aber ich war noch nie dort und kenne die näheren Umstände nicht.
      Die nächsten Wahlen dort könnten spannend werden.

      • Es gibt überall Vollidioten wie Gvir.
        Aber der Islam muss zurückgedrängt werden.
        Für Israel, für die Frauen die unterdrückt werden, wegen der Überbevölkerung, und viele andere Gründe!
        Der Islam ist eine Seuche. Entweder der Westen oder der Islam!
        Ich habe hier eine s/w Denke, sorry!

    • Ja, hat er. Die anderen aber auch.

      • Welche anderen? Und mit was genau?
        Mit „Völkermord“ schonmal nicht.

  • Go IDF!

    • „Go IDF!“

      Sie sind echt krank. Wissen Sie eigentlich, was Sie da bejubeln?

  • WOW! Das ausgerechnet Apollo so einen Artikel bringt, so sachlich, ohne „Einordnung“. Klasse.

    • Was meinen Sie mit „ausgerechnet“ Apollo?

      • „Was meinen Sie mit „ausgerechnet“ Apollo?“

        Ernst gemeinte Frage? AN hat beim Thema Israel normalerweise so viel Schlagseite, dass man sich wundern muss, dass die Seite nicht um 90° gekippt dargestellt wird.

        • Langweiler

          -4
    • *Dass

      • Richtig. Danke!

  • Milei und Trump haben recht: die UNO ist ein moralisch degenerierter Haufen, in dem der Iran den Vorsitz in einem Menschenrechtsgremium bekommt.

  • Soviel zur UN…

  • Was versteht Netanjahu unter gewinnen? Meint er, seine Nachbarn lassen sich endlos weiter willkürlich bombardieren und Teile ihres Landes annektieren? Damit meine ich nicht das Terror-Shithole Gaza. Fast alle Nachbarstaaten sind in von der aggressiven Politik Israels betroffen. Dieses „wild um sich schlagen“ gefährdet die Existenz Israels mehr, als es eine Hamas je könnte. Im Zeitalter der Drohnenkriege, kann ein kleines Land wie Israel eine bewaffnete Auseinandersetzung mit seinen Nachbarn nicht überstehen. Schon die niederschwelligen Raketenangriffe des Iran, haben den längst veralteten Iron Dome fast überlastet. Es muss dort dringend deeskaliert werden. Netanjahu ist dafür nicht der richtige Mann.

  • Bei Apollo hat der Oberschurke des Schurkenstaates Israel immer noch eine weiße Weste.

    • Du findest demnach isl. Terror gut?

  • „Wir werden weiterhin gewinnen, weil wir keine andere Wahl haben“.

    Wenn er sich da mal nicht gewaltig irrt, der gesuchte Kriegsverbrecher.
    Wenn die Munitionsdepots der USA vollständig leer sind, dann ist der der erste, der sich aus dem Staub zu machen versucht.
    So isses eben wenn man PM des meist verachteten Landes ist.

  • Kriegsverbrecher gehören verurteilt und in den Knast und nicht auf der Bühne im Sicherheitsrat.
    Was er da von sich gegeben hat war nur ein Ablenkungsmanöver von seinem eigenen Verbrechen die er den palistnäsischen Volk angetan hat.

    • „Kriegsverbrecher gehören verurteilt und in den Knast und nicht auf der Bühne im Sicherheitsrat.“

      Ok, aber dann kann man den UN-Sicherheitsrat auch auflösen.

      • Die UN kann komplett weg

        • Oder so…

          -3
    • Netanjahu war politisch bereits tot, als die Palästinenser ihn durch ihren menschenverachtenden Angriff wieder auferstehen ließen und ihn mit ihren Handlungen bis heute an der Regierung halten.

      • Genau. Aber die Umstände dieses Angriffs und der Nutzen der dabei für Netanjahu entstand, machen Sie nicht stutzig?

        • Mich macht nur stutzig, dass du wieder ohne Ende irgendwas raushaust hier.

          1
    • Es gibt kein palästinisches Volk.
      Überall wo der Islam Einzug hält kommt Krieg, Elend, Armut, Unterdrückung, raus.
      Israel wird seit Jahrzehnten von Terror heimgesucht!
      Iran ruft seit Jahrzehnten zur Vernichtung von Israel auf!
      Der Islam hat keinen Mehrwert für den Planeten!
      Aus dem Islam kommt nichts was die Menschheit weiterbringt, im Gegenteil, der Islam produziert Überbevölkerung!

      • Was hat Ihr erster Satz mit dem Rest Ihres Kommentars zu tun?

        • HGoddes (Nerv hier nicht immer rum)

          Kann man die Uhr nach stellen, dass AN seine Haustrolle auf auf mich loslässt, wenn ihre lächerliche Zensur-KI mal wieder versagt.
          Getroffene Hunde bellen halt. 🙂

          2
        • Nerv hier nicht immer rum

          0
    • Genau so ist es! Und das die Apollo-Schmierfinken den andauernd für seine Verbrechen auch noch lobhudeln und Kritik daran diffamieren entlarvt diese Schülerzeitung vollständig und zeigt auch wer sie wahrscheinlich finanziert.

      • „…wer sie [AN] wahrscheinlich finanziert.“

        Durch Spenden und Werbeeinnahmen. Und die Crocodile Capital GmbH hält 15% an AN. Wenn man Crocodile Capital googelt, sind die ersten Treffer Warnungen von Rechtsanwaltskanzleien vor dieser Plattform.
        Eine vollständige Offenlegung aller Geldgeber gibt es aber nicht.

        • Wen interessiert es was Rentner recherchieren?

          -1
    • Sie Islamverharmloser!

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