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Niedersachsen

Wer mehr verbraucht, soll höhere Preise zahlen: Wasserversorger stellen sich gegen rot-grüne Gesetzesänderung

Die rot-grüne Regierung von Niedersachsen will Privathaushalte zum Wassersparen erziehen. Kommunale Versorger sollen ihre Preise so staffeln, dass Vielverbraucher bestraft werden. Doch eine Apollo News-Umfrage zeigt: Die meisten Wasserversorger lehnen dieses Vorhaben ab.

Der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer (Grüne) trieb die Änderung des Wassergesetzes voran. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Um Privathaushalte zum Wassersparen zu erziehen, sollen kommunale Versorger in Niedersachsen ihre Preise nach der Höhe des Verbrauchs staffeln: Wer mehr Trinkwasser nutzt, soll dann mehr pro Kubikmeter bezahlen. So stellt es sich die rot-grüne Landesregierung vor, die dafür erfolgreich eine Gesetzesänderung durch den Landtag gebracht hat. Doch eine exklusive Apollo News-Umfrage unter niedersächsischen Wasserversorgern zeigt nun, dass aus diesem Plan in weiten Teilen des Landes vermutlich nichts wird. Denn die meisten Versorger lehnen eine solche Preisstaffelung als unsozial ab.

Treibende Kraft dahinter war Umweltminister Christian Meyer von den Grünen. „Wasserversorger werden ermächtigt, Anreize für sparsamen Wasserverbrauch zu schaffen, etwa durch eine angepasste Preisgestaltung“, pries sein Ministerium die im Juni beschlossene Änderung des niedersächsischen Wassergesetzes an. Verbraucher mit besonders hohem Wasserverbrauch müssten dann „etwas mehr zahlen“.

Die kommunalen Wasserversorger, die diese Idee umsetzen sollen, halten davon allerdings nichts. Von den zehn niedersächsischen Versorgern, die auf unsere Anfrage antworteten, lehnen acht die neue Regelung ab. Zwei antworteten, sie hätten noch nicht entschieden, ob sie von der Möglichkeit zur Preisstaffelung Gebrauch machen werden.

Die Wasserversorger stellen sich offen gegen das rot-grüne Vorhaben. Gegenüber Apollo News kritisieren sie die Regelung als unsozial. Denn sie würde plausible Gründe für einen erhöhten Wasserverbrauch, etwa eine kinderreiche Familie, ignorieren. „Unter anderem durch Pflege und Krankheit, Anzahl der Kinder, gewerbliche Nutzung in Wohnungen (Arztpraxis), können Mehrverbräuche begründet sein, die zu einer sozialen Benachteiligung führen“, kritisiert der stellvertretende Geschäftsführer des Wasserverbands Garbsen-Neustadt, Sebastian Kratz, die Preisstaffelung.

Dieselbe Kritik äußert Andreas Geyer, Verbandschef der Wasserversorgung Sulinger Land. Geyer bemängelt, dass für eine Preisstaffelung Daten über die Personenzahl eines Haushalts erhoben und aktualisiert werden müssten. „Selbst bei Vorliegen dieser Daten wäre eine gerechte Ausgestaltung in der Praxis mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden“, führt der Verbandschef aus. „So können beispielsweise größere Haushalte, Pflege- und Betreuungsbedarfe, gesundheitliche Gründe oder andere besondere Lebenssituationen zu einem erhöhten Wasserverbrauch führen.“ Doch dem Wasserversorger würden im Regelfall die erforderlichen Details fehlen. Zudem sei die Berücksichtigung solcher Einzelfälle mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden und könnte zu „Diskussionen über mögliche Ungleichbehandlungen“ führen, befürchtet Geyer.

Die von Rot-Grün beabsichtigte Preisstaffelung ist aus Sicht mehrerer kommunaler Versorger auch wirtschaftlich unsinnig. „Grundsätzlich widerspricht ein höherer Preis für höhere Abnahmemengen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen, nach denen ein größerer Abnehmer ja geringere spezifische Kosten je m³ verursacht und somit einen Rabatt für höhere Mengen erwarten könnte“, erklärt der Geschäftsführer des Wasserverbands Gifhorn, Christian Lampe. Dem pflichtet auch der stellvertretende Chef des Wasserverbands Garbsen-Neustadt bei. Aufgrund der Fixkosten, die der Wasserversorger unabhängig von der Menge des Wasserverbrauchs aufwenden muss, führe ein geringerer Wasserverbrauch nicht automatisch zu geringeren Kosten, erklärt Kratz.

Doch das Hauptargument der Wasserversorger gegen die Preisstaffelung ist und bleibt die drohende Ungleichbehandlung der Verbraucher. Für dieses Problem hatte das vom Grünen Christian Meyer geführte Umweltministerium im ursprünglichen Gesetzentwurf eine Lösung vorgesehen: „Wird von der Möglichkeit nach Satz 2 (Anm. d. Red.: der Preisstaffelung) Gebrauch gemacht, kann die Information über die Zahl der in einem Haushalt lebenden Personen erhoben und verarbeitet werden.“ Das Ministerium plante also, dass Wasserversorger zusätzliche Daten über die Haushalte erheben sollten. Im parlamentarischen Verfahren wurde diese Idee gestrichen.

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18 Kommentare

  • Ich kenne niemanden, der gezielt Wasser verschwendet. Sparmöglichkeiten können und werden in jedem Haushalt individuell genutzt.
    Statt Bürokratie abzubauen, wird diese mit nur ideologischen Motiven völlig unötig und auch noch durch die Hintertüre weiter ausgebaut. Die zusätzlichen Kosten tragen die Haushalte, die ohnehin schon an allen Ecken und Enden mit hohen Preisen kämpfen.

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  • Zum sparsamen Wasserverbrauch erziehen? Durch finanzielle „Anreize“? Könnte man auch Erpressung nennen!

    7
  • Das wird, man ahnt es schon, nur die treffen, die vom selbst verdienten Geld leben müssen.
    Für den Rest und alle Merzel-Gäste kommen die Erstgenannten auch noch auf.

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  • Es gibt keinen Wassermangel.

    3
  • Da der Preis mengenbezogen anfällt, zahlt doch schon mehr, wer mehr verbraucht.

    2
  • „Wasserversorger stellen sich offen gegen das rot-grüne Vorhaben. Gegenüber Apollo News kritisieren sie die Regelung als unsozial“
    Gerade die Grünen sind die unsozialen Erzieher-und Verbotspolitiker, die Steuern und Energiepreise ständig nach oben treiben, um dann Steuergeldverschwendung für ihre Links-Grünen Ideologie zu betreiben.

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  • Aus Sicht der Siedlungswasserwirtschaft ist das ziemlicher Quatsch.
    Wasser muß fließen, wenn minimale Mengen im Abwasser unterschritten werden bleibt die Selbstreinigung der Kanalisation aus. Das wurde oft genug bemerkt und führt zu massiven kommunalen Kosten -> Kanalreinigung -> Sanierung -> Neubau

    Aber was interressiern ja die Grünen/SPD/Linke physikalische Fakten… DBDDHKP

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  • Und ein weiterer Vorschlag der Grünen Khmer zur Totalüberwachung der Bürger……dazu wird Klima-und Umweltschutz vorgeschoben!
    Liebe Mitbürger…..bitte Augen und Ohren auf bei allen kommenden Wahlen!

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  • Jeder bezahlt doch das was er verbraucht. Jemand der doppelt so viel Wasser verbraucht, bezahlt auch doppelt so viel. Das reicht ihnen nicht und jetzt wollen sie die Menschen noch mehr schröpfen. Diese Gier kotzt mich dermaßen an. So etwas schamloses. Bei der Steuer ist es genauso. Würde alle 25 % Einkommenssteuer bezahlen, dann würden Besserverdiener („die Reichen“) schon mehr bezahlen. Es ist ja ein Prozentsatz.

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  • Meine Eltern waren Erziehungsberechtigt !
    Kann mich nicht erinnern dieses Recht an geisteskranke Ideologen
    übertragen zu haben !

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  • Erschreckend, wie rot-grün in Niedersachsen Gesetze ändert um ihre Ideologien umzusetzen, wie gerade erst im Kommunalrecht.

    Mich braucht niemand von diesen Studienabbrechern und Berufspolitikern „erziehen“!

    6
  • Seit 2022 Niedersächsischer Minister für Umwelt, Klimaschutz und Energie
    2017 bis 2022 Stellvertretender Vorsitzender der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
    2013 bis 2017 Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
    Seit 2008 Mitglied des Niedersächsischen Landtages
    2004 bis 2008 Geschäftsführer des Fördervereins Ökologische Steuerreform e.Seit 2022
    Niedersächsischer Minister für Umwelt, Klimaschutz und Energie
    2017 bis 2022 Stellvertretender Vorsitzender der LandtagsfraktionV
    2003 Tätigkeit für die Europaabgeordnete Hiltrud Breyer in den Bereichen Klimaschutz, Umwelt, Energie, Tierschutz und Atomausstieg in Berlin und Brüssel
    1996 bis 2002 Studium der Volkswirtschaftslehre, Öffentliches Recht, Politik- und Medienwissenschaften an der Universität Göttingen mit dem Abschluss Diplom-Sozialwirt
    1996 Zivildienst im Sprachheilkindergarten der Lebenshilfe, Holzminden
    1995 Abitur
    Klassische Grün-Schimmel Karriere, Kreissaal, Hörsaal, Plenarsaal, nix geleistet

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  • „…Privathaushalte zum Wassersparen erziehen.“. Andere Leute „erziehen“. Die Lieblingsbeschäftigung von geschlechtslosen Parasiten, die kein eigenes Leben haben. Und das Beste daran: Die zu „Erziehenden“ dürfen’s auch noch selbst bezahlen.

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  • Ich kann diese rotgrüne Sekte mit ihren Bevormundungen nicht mehr ertragen. Wenn ich mir einige dieser Figuren, die in ihrem Leben es nicht mal geschafft haben, erfolgreich eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren und die wollen mir vorschreiben wie ich zu leben habe,kann ich nur hoffen, daß die AFD bald bundesweit regiert und wir zu einem demokratischen Rechtsstaat zurückkehren.

    10
  • Welche Qualifikation hat der für den Vorschlag? Ausser Ideologischer Verblödung is keine nennenswerte Leistung im Lebenslauf. 51 Jahre, nie gearbeitet.
    Ein Parteisoldat, ein Apparatschik

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  • Widerstand von den Wasser-Versorgern, ich bin begeisert!

    5
  • Niedersachen ist doch Diktatur, oder??
    Wo rot grün regiert, kommt immer Scheissdreck raus!!!

    5
  • Verbrecher!!!

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