Weniger Autos, weniger Gewinn – Deutschlands Autobauer kämpfen an zwei Fronten
Nicht nur die sinkenden Absatzzahlen setzen den deutschen Autobauern zu. Auch der operative Gewinn je verkauftem Fahrzeug gerät zunehmend unter Druck. Ein wesentlicher Grund dafür ist die hohe Kostenbelastung des Produktionsstandorts Deutschland.
Die deutschen Autobauer stehen an ihrem Heimatstandort gleich von mehreren Seiten unter Druck. Neben der kostspieligen Transformation zur Elektromobilität und weiterhin anfälligen Lieferketten belasten vor allem die Standortbedingungen ihre Wettbewerbsfähigkeit: vergleichsweise hohe Energiepreise, eine hohe Steuer- und Abgabenlast, steigende Arbeitskosten und umfangreiche regulatorische Vorgaben. Diese Belastungen schlagen inzwischen sichtbar auf die Geschäftszahlen durch: Die Margen geraten unter Druck, zugleich gehen Umsatz und Gewinn zurück.
Wie gravierend die Lage inzwischen ist, zeigt eine aktuelle Auswertung des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach, über die zuerst die Deutsche Presse-Agentur berichtete. Demnach verdienten die 15 untersuchten großen, weltweit tätigen Autohersteller im ersten Halbjahr 2026 je verkauftem Fahrzeug deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum. Besonders stark traf der Rückgang die deutschen Hersteller.
Dem Report zufolge sank das durchschnittliche Konzern-EBIT je ausgeliefertem Fahrzeug im ersten Halbjahr 2026 auf 1.187 Euro, nach 1.409 Euro im Vorjahreszeitraum – ein Minus von 16 Prozent. Das EBIT, also der Gewinn vor Zinsen und Steuern, zeigt, wie profitabel das operative Geschäft eines Unternehmens läuft.
An der Spitze der Auswertung stehen zwar weiterhin die deutschen Premiumhersteller: Mercedes-Benz erzielte rechnerisch 4.122 Euro EBIT je Fahrzeug, BMW 3.142 Euro. Mit deutlichem Abstand folgten General Motors mit 1.694 Euro, Toyota mit 1.649 Euro und Hyundai-Kia mit 1.638 Euro. Volkswagen kam auf 1.374 Euro, Tesla auf 1.315 Euro.
Die hohen Werte an der Spitze sind allerdings kein Grund zur Entwarnung. Denn im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Ertragslage bei mehreren Herstellern verschlechtert. So schreiben die Autoren, BMW und Volkswagen hätten je Pkw „deutlich weniger Gewinn als im Vorjahr“ erzielt. Konkrete Vergleichswerte für die einzelnen Hersteller veröffentlichte der Report jedoch nicht.
Auch bei der EBIT-Marge, also dem Anteil des operativen Gewinns am Umsatz, fällt das Bild für die deutschen Hersteller eher durchwachsen aus. Mercedes-Benz konnte seine Marge mit 5,4 Prozent weitgehend stabil halten und schnitt damit robuster ab als BMW und Volkswagen, schreiben die Autoren. Die höchste EBIT-Marge im Vergleich erzielte allerdings Suzuki mit 10,1 Prozent.
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Bei Mercedes-Benz ging das EBIT in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um rund drei Prozent auf 3,451 Milliarden Euro zurück. Am stärksten war BMW betroffen. Beim Münchner Premiumhersteller brach das EBIT um satte 37 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Euro ein.
Besonders schwer wiegen diese Zahlen vor dem Hintergrund, dass der Halbjahresbefund fortsetzt, was sich seit zwei Jahren durch die Bilanzen zieht. Schon im Gesamtjahr 2025 war der Gewinn bei den deutschen Autobauern stark eingebrochen.
BMW, Mercedes-Benz und der Volkswagen-Konzern erzielten im vergangenen Jahr nach Berechnungen des Handelsblatts zusammen nur noch ein operatives Ergebnis in Höhe von 24,9 Milliarden Euro – knapp 44 Prozent weniger als im Vorjahr und der niedrigste gemeinsame Wert seit dem Corona-Jahr 2020.
Besonders belastend ist zudem, dass das Center of Automotive Management (CAM), das die Auswertung veröffentlichte, vorerst keine Besserung erwartet. Für das zweite Halbjahr rechnet der Report mit anhaltendem Druck aus zwei Richtungen: den US-Zöllen, die sich auf Preisstrukturen und Lieferketten auswirken, und dem Preiswettbewerb in China, der die Nettoerlöse je Fahrzeug drückt.
Außerdem wiegt schwer, dass zum Margenproblem ein Mengenproblem hinzukommt. Denn die deutschen Hersteller verkaufen nicht nur mit weniger Gewinn, sondern insgesamt auch weniger Autos. Im ersten Halbjahr 2026 sanken die weltweiten Auslieferungen des Volkswagen-Konzerns um rund 6,3 Prozent auf 4,126 Millionen Fahrzeuge, bei Mercedes-Benz Cars um sieben Prozent und bei BMW um 4,2 Prozent.
Im längerfristigen Rückblick wird das Ausmaß der Krise besonders deutlich – vor allem am Beispiel Volkswagen. Im Rekordjahr 2019 lieferte der Wolfsburger Konzern noch knapp elf Millionen Fahrzeuge aus. Seitdem stehen viele Hersteller gleich von zwei Seiten unter Druck: Die Stückzahlen sinken, zugleich geraten die Margen unter Druck. Dahinter stehen neben Lieferkettenproblemen und globalen Handelskonflikten auch die hohen Kosten der Transformation zur Elektromobilität. Als zusätzlicher Belastungsfaktor zieht sich dabei die hohe Kostenstruktur des Standorts Deutschland durch beide Entwicklungen.
Der Mechanismus wirkt auf zwei Ebenen: Zunächst drücken höhere Kosten direkt auf die Marge – und damit auf das, was die Hersteller an einem Fahrzeug verdienen. Jeder Euro, den Energie, Abgaben, Personal oder Verwaltung in Deutschland mehr kosten als bei der Konkurrenz, schmälert das Ergebnis je Fahrzeug.
Wollen die Hersteller ihre Profitabilität trotzdem sichern, versuchen sie zumindest einen Teil dieser Mehrkosten über höhere Preise an die Kunden weiterzugeben. Damit entsteht jedoch ein zweites Problem: Steigen die Preise zu stark, verlieren deutsche Hersteller Käufer an günstigere Wettbewerber – zunehmend auch an chinesische Anbieter wie BYD, MG oder andere Marken aus dem SAIC-Umfeld.
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Eben gerade gelesen: Im hessischen Gründau produziert der Automobilzulieferer Lear. Dort sind 300 Menschen beschäftigt.
Wegen des hohen Kostendruckes werden 180 Arbeitsplätze abgebaut. Die Arbeitsplätze, so heißt es im Artikel, werden nach Serbien, in die Slowakei und nach Tunesien verlagert.
In Gründau verbleibt die Engineering-Abteilung mit 120 Beschäftigten.
Es wird explizit im Artikel erwähnt, dass die Beschäftigten verzweifelt sind. Es existieren 180-fache Lebensentwürfe, die über den Haufen geworfen werden. Gerade die älteren Beschäftigten haben vermutlich keine Perspektive mehr …
Bei „Elektromobilität“ habe ich aufgehört zu lesen.
Wer seine eigene Branche zerstört, handelt wie die Bundesregierung externer Interessen, die mit ihren Entscheidungen und Handlungen Deutschland zerstört!
Es werden nun mal zuviel Autos gebaut; das ist nun mal so. Und zu teuer. Aktuell, bei der Wirtschaftslage, würde ich mir eher einen Finger abschneiden als den Kaufvertrag für ein neues Auto. Ich hätte das Geld, aber das lasse ich definitiv lieber unangetastet.
Merz und Klingbeil werden sich die „gehortete“ Kohle von Dir holen.
Deutsche Autos sind einfach zu teuer. Nichts ist mehr bezahlbar.
Wo sind die Autos für 10 – 15 000 Euros geblieben? Wo sind die Kleinwagen, die sich Käfer, Polo, Panda, Uno, Fiesta, Corsa, R5, R4 nannten, geblieben? Autos, die unter 1000 kg wogen und ohne jeden elektronischen Bullshit auskamen.
Die wird es nicht mehr geben können! Es kommen permanent neue technische Errungenschaften per EU-Vorgabe in jedes Neufahrzeug hinein.
Wenn man Zwangsweise Kameras, Alkotester, Notrufsystem usw. In jedes noch so kleine Fahrzeug einbauen muss, ist doch klar das die irgendwann preislich nicht weit weg von Mittelklasse Fahrzeugen sind.
Das haben wir dem EU-Wahnsinn zu verdanken, und die EU macht munter weiter, es stellt sich ihr ja niemand in den Weg. Hin und wieder widerspricht mal ein Einzelner. Das wird dann so lange zur Abstimmung gebracht, bis das Ergebnis stimmt…
Und nicht zu vergessen Citroen 2CV auch Ente genannt. 23 PS damals selbst als Neuwagen fast zum Taschengeldpreis. Mit zwei drei Werkzeugen ließ sich fast das geamte Auto reparieren. Ein Kultauto mit großer Beliebtheit.
Selbst der Trabbi hatte etwas!
Sie haben vollkommen Recht. Das waren auch die Autos der vielen fleißigen Arbeitnehmer mit nicht so dickem Geldbeutel (welche jetzt gezwungen sind den unsicheren ÖNV zu nutzen) und der Leute die ein Auto nur als zuverlässiges Fortbewegungsmittel ansehen. (Geld)Verbrenner hatte schon immer für den Verbrenner gestanden, dieser Titel gehört jetzt aber mit Abstand eindeutig den Batterie-Monstern.
Genau wir brauchen das Grundmodell
Ohne Navi mit Abs und das reicht ,
Die Spur kann ich selbst halten ohne grüne 🤢EU Zwangsaustattung ✌️
Tja, zuerst haben die CEO alle mit geklatscht und jetzt kommt der Katzenjammer. Nur ausbaden dürfen es die Angestellten, denn die Manager haben ihr Schäfchen im Trockenen.
Die Gewerkschaften und Betriebsräte klatschen noch jetzt und warnen vor der AFD.
Die Politik wäre gefragt. Aber Klingbeil und Bas blockieren.
Es ist so gewollt! Versteht das endlich mal…
Die meisten Autos sind zu gross, zu teuer und vollgestopft mit überflüssigem elektronischen Schnickschnack.
Tja, und VdL läuft noch immer frei rum.
warum auch nicht?
solange die politik aller 27 EU-laender sich weigert, ihre immunitaet aufzuheben, scheint man dort sehr zufrieden mit ihr zu sein.
ihre externen auftraggeber sind es sowieso.
also darf sie bleiben.
wir buerger haben auf das treiben der regierungen keinen einfluss.‘
ab dem augenblick, in dem wir unser kreuzchen abgeliefert haben, koennen sie einige jahre lang machen, was sie wollen.
Die Autofirmen und deren Beschäftigte wollten es so, also kein Mitleid 🤷♂️
Warum sollte man sich einen plastikummantelten Akku für teuren Preis in D herstellen lassen, wenn die (wenn auch subventioneirten) Chinesen es für den halben Preis anbieten? „Autos“ sind das eh nicht mehr.
Das Ziel ist doch ganz klar: Wir sollen überhaupt keine Autos mehr fahren. Oder seht ihr irgendwo Infrastruktur? Und an den 15 Minutenstädten wird doch schon fleissig gebaut. Es kommt Sackgasse + Sackgasse + Einbahnstraße + Einbahnstraße und ratzfatz ist die Kiste zu und dann noch eine Schranke mit Bewachung und schon sind die Bürger eingeknastet und überwachbar und auf demLand, ja auf dem Land braunchen Sie sowieso keine Autos mehr. Die Supermarkte kommen im Marktwagenstand auf die Marktplätze, hat KI gesagt…. Fragt sich nur, ob sich das für Aldi, Rewe, Edeka etc. rechnet. Ich glaube, die machen das nicht.
Die Batterie-Monster brauchen Platz auf den Strassen. Ein weiterer Grund warum man den Verkehr mit dem Auto einschränken will. Hinzukommen die Spinnereien bezüglich Straßenführung der Grünen in den Städten.
Solange dieser grüne Schwachsinn mit Klimakrisenlügen und CO2-Lügen anhält, das Volk gemolken wird bis alles raus ist , keine Umkehr zu dem was der Markt will , wird auch den letzten Autobauer aus Dummdeutschland treiben . Ein Hoch auf die schwarzlinksrotgrüne Politik , wir machen weiter mit allem was Deutschland schadet, noch haben wir rd 70% Mitläufer die zu faul zum selberdenken sind .
Wie es aussieht, gibt es nur eine Partei die diese mutwillige Zerstörung und Überfremdung unserer Heimat verhindern will .
Marode gelbe Säcke auf 4 Rädern – braucht wirklich keiner so richtig.
Zudem ist die Seuche absurd hässlich in Sachen Design.
Dank Politischem Ausverkauf und einer EU des Irrsinns wird Deutschland zum Dienstleister der Armut! Erst wenn die meisten ihren Job verloren haben, werden sie ihre Meinung zur EU und der jetzigen Politik ändern und ihre Kreuze an den richtigen Stellen machen!
Und das selbst und freiwillig – so dämlich muss man echt erst mal sein. Hauptsache die Klima-Sekte hat ordentlich abkassiert…
Die E-Autospinnerei der Automobilbranche hat Deutschland kaputtgemacht. Wenn Sie jetzt nach Osteuropa ausreisen wahrscheinlich noch mit Kohle der EU – also unser Steuergeld – als Geschenk – können sie ihren Mist ja da verkaufen. Hoffentlich gehen sie ganz über die Wupper.