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Versorgungssicherheit

EU-Kommission will doch Energieimporte ermöglichen – Methanverordnung soll offenbar verschoben werden

Die EU-Kommission will die Methanvorgaben für Energieimporte offenbar um ein Jahr auf 2028 verschieben. EU-Kommissar Dan Jørgensen hatte eine Verschiebung zuvor strikt abgelehnt. Nun warnt er vor einem möglicherweise „sehr harten Winter“.

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EU-Energiekommissar Dan Jørgensen will die neuen Importregeln offenbar auf 2028 verschieben (IMAGO/Anadolu Agency)

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Die EU-Kommission will die geplanten Vorgaben für Öl- und Gasimporteure offenbar um ein Jahr verschieben. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen kündigte am Freitag an, die Methanverordnung erneut öffnen und den Beginn der Importregeln von 2027 auf 2028 verlegen zu wollen. Dies schilderte der Kommissar in einem Interview mit Bloomberg.

Als Grund nannte Jørgensen die europäische Versorgungssicherheit. „Wir nähern uns einem möglicherweise sehr harten Winter“, warnte er mit Blick auf die unsichere Lage an der Straße von Hormus und die hohen Energiepreise. Die EU müsse deshalb alles tun, „um Planungssicherheit zu schaffen“ und mögliche Folgen für Bürger und Unternehmen abzumildern.

Noch im Juni hatte Jørgensen eine Änderung der Verordnung kategorisch ausgeschlossen. „Ich werde sie nicht wieder öffnen. Ich bin sehr stolz auf unsere Methanverordnung“, erklärte er damals. Die EU werde zwar bei einer pragmatischen Umsetzung helfen, müsse die Vorschriften aber gegen den Druck aus den USA und von internationalen Energieunternehmen verteidigen.

Bei der Methanverordnung geht es um verpflichtende Nachweise für Importeure von Öl, Gas und Kohle. Sie müssen belegen, dass die Methanemissionen bei der Förderung und Verarbeitung nach Standards überwacht und überprüft werden, die mit den europäischen Vorgaben vergleichbar sind. Bei Verstößen drohen grundsätzlich Strafen von bis zu 20 Prozent des jährlichen Umsatzes.

Europäische Importeure sind dafür auf Messdaten und Zertifikate der Produzenten im Ausland angewiesen. Da viele Lieferanten die umfangreichen Vorgaben bislang nicht erfüllen oder den zusätzlichen Aufwand ablehnen, könnten sie ihre Energieträger stattdessen in andere Weltregionen verkaufen. Für Europa könnten dadurch Lieferungen wegfallen, obwohl die Rohstoffe verfügbar wären.

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Die verstaatlichten Gasimporteure Uniper und SEFE warnen deshalb seit Monaten vor Versorgungsengpässen. Ein erheblicher Teil der weltweiten Gasversorgung werde die Anforderungen voraussichtlich nicht erfüllen, erklärte Uniper gegenüber Apollo News. Nach einer Studie des Branchenverbandes IOGP könnten die verfügbaren Erdgasimporte um 43 Prozent und die Erdölimporte sogar um 87 Prozent einbrechen (Apollo News berichtete).

Mit dem Vorstoß folgt Jørgensen einer Forderung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Auch Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte sich für eine Verschiebung ausgesprochen. Umweltminister Carsten Schneider lehnt diese dagegen ab. Sollte die Verordnung erneut geöffnet werden, müsste sich die Bundesregierung im Rat der Europäischen Union auf eine gemeinsame Position einigen.

Gleichzeitig fordert Jørgensen die Mitgliedstaaten zum Energiesparen auf. In einem Schreiben an die EU-Energieminister verlangt er Maßnahmen, um den Verbrauch von Gas und Strom „so lange wie nötig“ zu reduzieren. Als mögliche Schritte nennt die Kommission das Abschalten der öffentlichen Beleuchtung in der Nacht, ein Verbot von Heizstrahlern im Freien und niedrigere Temperaturen in öffentlichen Gebäuden.

Die Kommission hatte den Mitgliedstaaten zuvor empfohlen, in den ersten drei Jahren keine Strafen wegen Verstößen gegen die Methanverordnung zu verhängen. Die Pflichten wären davon jedoch unberührt geblieben. Die Deutsche Umwelthilfe monierte den möglichen Aufschub als Einknicken vor US-Präsident Donald Trump. Eine erneute Öffnung könnte nach ihrer Einschätzung zu weitergehenden Änderungen an der Verordnung führen.

rs

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14 Kommentare

  • Es geht nur darum die Menschheit zu verelenden bis Überleben unbezahlbar wird.

  • Weniger Verordnungen wären sinnvoll.

    • „Für die Organe, Einrichtungen und Agenturen der Europäischen Union arbeiten insgesamt rund 60.000 Beamtinnen, Beamte und sonstige Bedienstete.“

      Deren Job ist es uns zu gängeln.
      Dort sitzen Erfinder um ihre Daseinsberechtigung zu sichern.

    • Weniger Menschen die Verordnungen machen, waren noch Sinnvoller.

  • ja, die EU wird von „Kommissaren“ regiert. Und keiner findet das komisch.

    • warum komisch?
      kommissar kommt von comissarius -> beauftragter .

      und genau das sind sie.

      ein beauftragter fuer jedes mitgliedsland.

      von unseren gewaehlten regierungen vorgeschlagen, und von unserem gewaehlten EU-parlament gewaehlt.

      an sich gar nicht so undemokratisch bei 450 mio. einwohnern.

      immerhin sind sie alle unsere vertreter in der EU.

      was wir waehler leider nicht beinflussen koennen, ist die korruptionsneigung, die persoenliche gier nach macht, reichtum und ansehen, die manipulierbarkeit dieser vertreter durch ferne maechte.

      es fehlt eine moeglichkeit, diese vertreter bei fehlverhalten absetzen zu koennen.

  • Wenn sich die Erde grad erhitzt, muß man doch keine Angst vor einem harten Winter haben. Außer der „menschengemachte Klimawandel“ macht ein halbes Jahr Pause!? 😉

  • „EU-Kommission will offenbar Methanverordnung auf 2028 verschieben“

    besser wäre;

    EU-Kommission will offenbar Methadonverordnung auf jetzt verschieben

  • Das kann weg.
    Vorschriften kann man günstiger erwerben.

  • wer hat EUbrüssel gewählt

  • Wenn Ideologien von der Realität überholt werden, wachen die größten Schlafschafe plötzlich auf.

  • Achso, also ist dieser Klimawandel gegen den mit zig Milliarden verbrannten Euros ankämpfen nun auch erstmal auf 2028 verschoben? Ich dachte das wäre alles ganz dringend und schlimm und wir werden sonst alle in der Sommer Hitze verbrennen und so…

  • Dexit. Jetzt. Wann ist endlich Schluss mit diesem Kindergarten, der sich eu nennt?
    Ein Riesen Haufen geldgeiler Vollidioten, die uns drangsalieren, wo es nur geht. Und alles cdu gefuehrt. Stoppt diesen Wahnsinn endlich! Raus aus diesem Verein!

  • Diese „Spinner“ in Brüssel gehören endlich abgeschafft. Dexit sofort.

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