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Großbritannien

Wegen Plagiatsvorwürfen zurückgetreten: Diversitätsforscher Jason Arday tot aufgefunden

Der Diversitätsforscher und Cambridge-Professor Jason Arday ist im Alter von 41 Jahren gestorben. Zuvor war er wegen schwerer Plagiatsvorwürfe von seinem Posten zurückgetreten. Seine Familie erhebt nun schwere Vorwürfe.

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Jason Arday galt jahrelang als Personifikation eines progressiven Lebensentwurfs (Foto: Royal Greenwich/Wikimedia Commons)

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Der Diversitätsforscher und Cambridge-Professor Jason Arday wurde am Freitagnachmittag in einer Wohnung im südlichen Londoner Stadtteil Battersea leblos aufgefunden. Einsatzkräfte erklärten den 41-Jährigen noch am Tatort für tot. Arday war nach schweren Plagiatsvorwürfen vor wenigen Tagen von seinem Posten zurückgetreten.

Die Polizei wurde nach eigenen Angaben gegen 15:12 Uhr alarmiert. Die Todesumstände werden derzeit als unerwartet, jedoch nicht als verdächtig eingestuft. Die Ermittlungen der Metropolitan Police laufen, ein Bericht soll für den Gerichtsmediziner erstellt werden. Arday hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.

Die Londoner Polizei nannte den Namen des Verstorbenen zunächst nicht. Ardays Familie bestätigte seinen Tod später in einer über seinen Verlag Simon & Schuster veröffentlichten Erklärung. Darin erhebt die Familie schwere Vorwürfe gegen die umfangreiche öffentliche Berichterstattung. „Die Desinformationskampagne war einfach zu viel für Jason“, heißt es darin. Arday sei ein „sanftmütiger Mensch“ gewesen, „der in jedem stets das Gute sehen wollte“, schreibt die Familie weiter. Über seinen Verlust sei sie „zutiefst erschüttert“.

Dem vorausgegangen waren schwere Plagiatsvorwürfe gegen Arday. Der 41-Jährige galt unter Akademikern als sogenanntes Wunderkind. Mit damals lediglich 37 Jahren wurde Arday 2023 zum jüngsten schwarzen Professor der renommierten Universität Cambridge ernannt. Vor Kurzem geriet jedoch seine wissenschaftliche Arbeit massiv unter Druck. Ihm wurde vorgeworfen, Teile seiner 2015 eingereichten Doktorarbeit aus der Dissertation einer anderen Forscherin übernommen zu haben, wobei zahlreiche Passagen nahezu identisch gewesen sein sollen (mehr dazu hier).

Neben den Plagiatsvorwürfen kamen auch Zweifel an weiteren Angaben aus Ardays Biografie auf. So soll er akademische Positionen und berufliche Erfahrungen angegeben haben, die sich teilweise nicht bestätigen ließen. Auch seine Angaben zu sportlichen Leistungen und zu angeblich mehreren Millionen Pfund an Spendengeldern gerieten in die Kritik.

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Zuletzt wurden auch Vorwürfe zu seiner Kindheit lauter. Arday behauptete in seiner Biografie, bis zu seinem elften Lebensjahr nicht gesprochen und erst mit 18 Jahren lesen und schreiben gelernt zu haben. Mittlerweile haben sich mehrere damalige Mitschüler, Freunde und Betreuer zu Wort gemeldet und widersprechen dieser Darstellung in Teilen. Einige erinnern sich daran, dass Arday bereits in der Grundschule gesprochen, Witze gemacht und gesungen habe.

Auch die Universität Cambridge geriet im Zuge der Affäre in die Kritik. Mehrere Akademiker, die Ardays Ernennung unterstützt hatten, waren zuvor mit kontroversen Forderungen zur „Umerziehung von Weißen“ und zur „Entkolonialisierung“ von Universitäten aufgefallen (Apollo News berichtete).

Arday selbst hatte die Plagiatsvorwürfe stets zurückgewiesen. Die Universität Cambridge leitete daraufhin eine Untersuchung zu den Vorwürfen ein.

rs

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52 Kommentare

  • „In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat.“
    – George Orwell

  • Wenn die Umstände des Todes unverdächtig sind, dann ist es auch kein Tatort.

  • Na und?

  • Mich beschäftigt am Fall Jason Arday weniger, ob er „Betrüger“ oder „Opfer“ war. Vielleicht ist er auf seinem kometenhaften Weg in Dynamiken geraten, die ihm irgendwann über den Kopf gewachsen sind.

    Gerade im Wissenschaftsbetrieb wird die eigene Biografie zunehmend Teil des akademischen Kapitals. Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte schafft Aufmerksamkeit und Anerkennung – aber auch Erwartungen. Man soll nicht nur gute Forschung machen, sondern zugleich eine bestimmte Rolle verkörpern und eine überzeugende Geschichte erzählen.

    Daraus kann ein enormer Druck entstehen. Auch die Institutionen sind Teil dieser Dynamik: Wer jemanden zur Erfolgsgeschichte und zum Aushängeschild macht, hat womöglich selbst ein Interesse, daran festzuhalten.

    All das ist Spekulation. Aber vielleicht lohnt es sich, weniger nach „Betrüger“ oder „Opfer“ zu fragen als nach den Strukturen, die aus einer außergewöhnlichen Geschichte einen Erwartungsdruck machen, dem irgendwann niemand mehr gerecht werden kann.

    • Da hat die Gesellschaft versagt, gell.

      • Es ging mir nicht um die Frage nach der Schuld.

    • @ Demokratin
      Diese „Strukturen“ finden sich auch an fast jeder deutschen Uni ! Sichtbar durch Regenbogen und verpeilten Ideologen mit überschaubarer Vita und Gendersprech.

      • @Realist
        Diese Strukturen finden sich an vielen deutschen Universitäten. Da stimme ich Ihnen zu. Den zweiten Satz habe ich, glaube ich, nicht gut genug verstanden, um dazu etwas sagen zu können.

  • Ein trauriges Ende.
    Spekulationen zu seinem Tod will ich nicht anstellen.

  • Über welche Zurechnungsfähigkeit verfügt ein solcher Wissenschaftsbetrieb noch? Er zieht das gesamte Wissenschaftsdenken mit in seinen Strudel, und am Ende regieren wieder die puren Glaubenssysteme, je autoritärer, desto „besser“. Gruselig.

  • Tja, Hochmut kommt eben vor dem Fall.

  • Wer keine Verantwortung für sein Tun übernehmen will, der geht.

  • Unglaublich, dass der Mann soweit kommen konnte, darin liegt der Fehler.

  • Wer betrügt, sollte auch damit umgehen können, dass der Betrug auffliegt.

  • Ein notorischer Lügner wollte sich anscheinend nicht den Konsequenzen stellen.

    • Tja, Wunsch und Wirklichkeit zur eigenen Person haben schon so manchen in der Psychiatrie enden lassen.
      Wo war eigentlich seine so besorgte Familie als es ihm so schlecht ging?

    • Das ist richtig ! Allerdings haben an seinem, von ihm gefälschten Werdegang, nicht unerheblich seine Unterstützer und Förderer Mitschuld.
      Sie haben es ihm nicht nur leicht gemacht sondern ihn mit Sicherheit geradezu gedrängt schöne Geschichten über sein Leben zu erzählen.
      Für sie war es einfach zu schön um wahr zu sein, ein solches „Vorzeigeobjekt“ zu, haben, so das es Ihnen nicht wirklich wichtig war ob seine Geschichten echt waren sondern wichtig, das sie geglaubt wurden.
      Arday hat diese Lage genutzt (wahrscheinlich fühlte er sich auch geschmeichelt) um seine Biografie immer noch ein bisschen mehr auszumalen und es hat ja (fast) funktioniert, danke derer die ihn hochjubelten.
      Ich denke das diese nun aufatmen werden denn nun richtet sich der Focus weniger auf sie sondern mehr auf seine Kritiker. Das kann ihnen ja nur recht sein!
      Mit seinem Tod hat Arday ihnen daher noch einen Gefallen getan.
      Arday war ein Betrüger, aber das konnte er nur mit Hilfe und Unterstützung anderer sein.

  • Ein mutmaßlicher Suizid ist selbstredend nicht schön. Besonders nicht für die Familie.
    Die Frage ist dich: Wer hat den Mann in die Situation gebracht?
    Es ist etwas anderes, wenn man, wie zu C-Zeiten öffentlich und zu Unrecht angeprangert wurde oder, ob man sich seine eigene Traumwelt aufgebaut hat und diese nun gegen die Realitätsmauer geprallt ist.
    Den Mann seitens der Familie als armes Opfer darzustellen, naja…

  • Todesursache. Epstein Syndrom?

  • Seine Lügen sind aufgeflogen, es werden noch tausende Täuscher folgen.
    Ob sie genauso enden bezweifle ich.

  • So ist das halt, wenn die Ideologie gewinnt. Bei Schwarzen, die sich als „Leuchtturm der Vielfalt“ oder als Opfer gut für linke NGOs und hehre Ziele vermarkten lassen, wird oft ein Auge zugedrückt oder ganz weggesehen, damit die Story nicht zusammenbricht. Auch bei George Floyd, der nach seinem Tod zum Symbol von Black Lives Matter wurde, wurde weggeschaut und nicht erwähnt, dass er ein drogensüchtiger Schwerkrimineller war und kein Heiliger.
    Der „schwarze Professor“ passte sehr gut ins Bild von Vielfalt, Teilhabe und Antirassismus bis… sich alles als Lug und Trug erwies.
    Genauso, wie die afrikanischen Migranten bei uns von linken NGOs immer als benötigte Fachkräfte bezeichnet werden, die in Wahrheit meist immer Analphabeten ohne jegliche Bildung und Arbeitsmotivation sind und nur wegen der üppigen Sozialleistungen reinwanderten. ☝️😕

  • So sind sie halt, zu ihren Missetaten nicht stehen und dann abhauen.

  • Eintüten. Gut is. Wen interessierts.

  • Wer weiß, was für krumme Dinger der Typ noch so am laufen hatte. Wegen Plagiatsvorwürfen nimmt sich niemand das Leben.

    • Wie kommen Sie jetzt auf Selbstmord?

      -14
      • Verstehendes Lesen ist nicht so Ihr Thema, oder?

  • Jetzt übertreibt er aber…

  • Linke werden nicht lange zögern, rechte Hetze als Ursache für diesen Tod auszumachen.
    Umgekehrt wäre es nicht möglich, ein Rechter könnte niemals Opfer von linkem Hass werden, da Linke niemals hass und Hetze betreiben.

  • Wieder ein herber Rückschlag für die bunte Märchenwelt des politisch korrekten akademischen Betriebs. Da basteln sich die Eliten in Cambridge mit viel ideologischem Willen das perfekte Maskottchen für Diversität und Inklusion – inklusive rührender Lebensgeschichte vom angeblichen Analphabeten zum Superhirn – und dann scheitert das links-woke Vorzeigeprojekt an der simplen Realität. Kaum schaut jemand genauer hin, entpuppt sich das akademische Wunderkind als ordinärer Abschreiber mit frei erfundenem Lebenslauf. Wenn Herkunft und die richtige Gesinnung die einzige Währung an den Universitäten werden, darf man sich am Ende eben nicht wundern, wenn am Tatort der Leistungsgesellschaft nur heiße Luft und geklaute Zeilen übrig bleiben. Ein Lehrstück für alle, die glauben, dass man Kompetenz durch die richtige Hautfarbe ersetzen kann.

  • Die Gesellschaft gibt solchen Personen auch über die sozialen Medien eine zu große Bühne. Das lockt auch Goldgräber, Spinner und psychisch Kranke an . . . und wird den meisten auf die ein oder andere Art und Weise zum Verhängnis.

  • Sorry, aber dass es für so etwas einen akademischen Titel gibt!

  • Lügen haben kurze Beine

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