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54,77 Prozent

Vincentz als AfD-Landessprecher in Nordrhein-Westfalen wiedergewählt

Mit 54,77 Prozent wurde der bisherige Landessprecher der AfD, Martin Vincentz, in Nordrhein-Westfalen in seinem Amt bestätigt. Der Wahl vorausgegangen war ein Machtkampf zwischen zwei Lagern in der Landespartei.

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Landessprechers Martin Vincentz ist seit Februar 2022 Vorsitzender des AfD-Landesverbands. (IMAGO/Revierfoto)

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Der Machtkampf in der AfD Nordrhein-Westfalen ist zugunsten des bisherigen Landessprechers Martin Vincentz entschieden worden. Vincentz gewann mit 54,77 Prozent gegen Fabian Jacobi, der auf 43,41 Prozent kam. 1,83 Prozent der Delegierten stimmten gegen beide Kandidaten, zwei Delegierte enthielten sich. Jacobi wird dem Lager um den Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich zugeordnet. Der promovierte Mediziner Vincentz ist seit Februar 2022 Vorsitzender des AfD-Landesverbands und seit Mai 2022 Vorsitzender der Landtagsfraktion seiner Partei.

Zuvor hatte bereits der Parteitag mit 53,05 Prozent entschieden, dass die AfD in NRW weiterhin mit einer Einerspitze geführt wird. Das Abstimmungsergebnis wird als Niederlage für das Helferich-Lager gewertet und war ein erster Stimmungstest für die anstehende Wahl zum Landesvorsitzenden. Aus der Bundespartei gab es zur Landesvorstandswahl unterschiedliche Signale. Während Chrupalla Vincentz unterstützte, unterstützte seine Co-Chefin Weidel das Lager um Helferich.

Martin Vincentz versuchte vor der Vorstandswahl noch, einen Konsens zwischen beiden Lagern zu erreichen, und beantragte, dass der Landesparteitag für eine halbe Stunde unterbrochen wird. Der Versuch, in einem separaten Raum einen Konsens zwischen beiden Lagern zu bilden, scheiterte jedoch. Nach Informationen der t-online-Journalistin Annika Leister wurde dem Helferich-Lager angeboten, dass Vincentz weiterhin Landesvorsitzender in einer Einerspitze bleibt, dafür aber alle weiteren Positionen hälftig an beide Lager gehen.

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Der Parteitag mit rund 500 Delegierten war von Protesten linker Gruppierungen begleitet worden. Die Demonstration wurde vom Bündnis „Es reicht“ organisiert. Berichten zufolge nahmen mehrere hundert Personen an der Demonstration teil.

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18 Kommentare

  • Sehr gut! Herr Dr. Vincentz ist mir mit seinen Reden (habe einige auf YT gesehen) im Landtag durchweg positiv aufgefallen: ruhige, sachliche Darlegung seiner Argumentationskette, wobei die Argumente auch noch Hand und Fuß hatten.

    • Habe mir ebenfalls einiges von ihm angeschaut und stimme Ihnen zu.
      Seine Beiträge wurden immer ohne Polemik, mit Ruhe und Sachlichkeit abgehalten.
      Sehr angenehm.
      In eindrücklicher Erinnerung ist mir allerdings seine Rede, in der er schildert, wie seine Familie an deren Wohnort/Haus von gewissen Gruppierungen „angegangen“ wurde und wird.
      Er hat augenscheinlich zwei jüngere Töchter, von denen die eine aus Angst, sich nicht mehr alleine im Erdgeschoss des Hauses aufhalten/spielen möchte.
      Erschütternd….

      • So etwas machen Leute, die entweder schlicht zu doof zum Argumentieren sind oder einfach keine (Gegen-)Argumente haben, weil sie ideologisch 300% verpeilt sind.

  • Fabian Jacobi gehört NICHT ins Helferich-Lager – er ist neutral und wäre ein sehr guter Landessprecher geworden.

    • Richtig, so nehme ich Jacobi auch wahr. Sowohl inhaltlich wie rhetorisch eine eher ruhende, moderate Persönlichkeit.

  • Ich denke, es greift zu kurz, hier nur von einem Kampf zwischen zwei politischen Lagern zu sprechen. Mindestens ebenso wichtig sind persönliche Animositäten. Das Problem von Martin Vincentz sind weniger seine politischen Positionen als insbesondere der Umgang mit dem Fall Klaus Esser.

    • Der Fall Esser hätte Vincentz eigentlich schon zum Rücktritt zwingen müssen. Das Gemauschel ist unerträglich. Ein weiteres Problem ist Professor Neuhof, der aus Angst vor dem Verfassungsschutz Helferich und Co. bekämpft. Wenn der nicht wiedergewählt wird, ist die Wiederwahl von Vincentz nicht so tragisch und der Landesverband hat die Chance auf Überwindung der Spaltung.

  • Sehr guter Mann.

  • Da ist Leben drin. Demokratie wie sie einst gemeint war. Unsere Demokratie, wie sie mal gemeint war. Ich gratuliere zur Ernennung. Die AfD hat es in NRW wahrlich nicht leicht. Das ist kein Erholungsmandat wie in Brüssel.

  • Falsch! Jacobi hat dieses Lagerdenken noch nie mitgemacht. Und er zieht in öffentlichen Interviews nicht über Parteikollegen her.

  • Wenn in NRW die AfD Richtung 30% + x gewinnen will, ist machbar, aber ohne Höcke/Helferich Lager. Bürgerlich-moderat vertrauensvoll und kompetent, wie Vincentz.

  • Sehr gut, Herr Vincentz macht einen guten Job. Diesen Helferich mag ich nicht!

  • Der FALSCHE Mann, ein Merkelianer im blauen Anzug.

    • ………der ist ein Guter.

    • Wenigstens ist Zaun im Vorstand. Neuhoff darf nicht wiedergewählt werden.

  • Falsche Entscheidung. Zaum soll auf sein! 🙏

  • NRW bleibt also auch passiv unter der Knute der Raute.

    • Ich bin auch total enttäuscht.

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