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Lage der Nation

Trump erklärt: „Werde niemals zulassen“, dass der Iran „eine Atomwaffe besitzt“

Donald Trump zog in seiner ungewöhnlich langen Rede zur Lage der Nation eine positive Bilanz und setzte Schwerpunkte bei Migration, Sicherheit und Handel. Zugleich warnte er vor Irans Atomambitionen und schloss trotz Gesprächen einen erneuten Militärschlag nicht aus.

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IMAGO/Anadolu Agency

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Donald Trump hat in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation vor dem US-Kongress nach etwas mehr als einem Jahr im Amt eine ausgesprochen positive Bilanz gezogen. Die Rede war ungewöhnlich lang und wohl die längste State-of-the-Union-Ansprache der jüngeren US-Geschichte. Inhaltlich setzte er Schwerpunkte in der Innenpolitik, insbesondere bei Migration und Sicherheit, nahm aber auch zur Lage im Nahen Osten Stellung, mit besonderem Fokus auf den Iran.

Trump begründete, warum er erneut einen Militärschlag gegen iranische Atomanlagen in Betracht ziehe, obwohl es bereits vor Monaten einen US-Angriff gegeben hatte. Er zeichnete das Bild eines Irans, der seine Ambitionen fortsetze und militärische Fähigkeiten ausbaue. „Wir haben sie ausgelöscht, und sie wollen wieder von vorne anfangen. Und gerade jetzt verfolgen sie wieder ihre finsteren Ambitionen“, sagte der Präsident.

Nach Darstellung Trumps verfüge Teheran bereits über Raketentechnologie, die europäische Ziele und US-Stützpunkte im Ausland erreichen könne, und arbeite an Systemen mit noch größerer Reichweite. Sein Ziel sei es, jede Bedrohung der Vereinigten Staaten zu verhindern und eine nukleare Bewaffnung Irans auszuschließen. „Ich werde niemals zulassen, dass der weltweit größte Förderer des Terrors, der sie bei weitem sind, eine Atomwaffe besitzt. Das kann ich nicht zulassen“, erklärte Trump. Zugleich verwies er auf laufende Gespräche: „Wir befinden uns in Verhandlungen mit ihnen. Sie wollen einen Deal machen.“ Eine verbindliche Zusage aus Teheran, auf Atomwaffen zu verzichten, liege jedoch noch nicht vor.

Einen weiteren Schwerpunkt setzte Trump auf die Migrationspolitik. Er definierte den Schutz der eigenen Bevölkerung als vorrangige Aufgabe der Bundesregierung und grenzte sich dabei scharf von der Opposition ab. Die Durchsetzung von Abschiebungen und der Einsatz der Einwanderungsbehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) seien notwendig, um Recht und Ordnung zu sichern.

Der Präsident forderte die Demokraten erneut auf, den Haushalt für das Heimatschutzministerium zu genehmigen. Bislang scheiterte eine Einigung im Kongress an Differenzen über Umfang und Ausrichtung der Maßnahmen gegen irreguläre Migration. Trump verwies zudem auf jüngste Sicherheitsereignisse im Zusammenhang mit dem organisierten Verbrechen und stellte diese in einen Zusammenhang mit seiner harten Linie gegen illegale Einreisen.

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Auch die Handelspolitik war Thema der Rede. Trump äußerte sich kritisch zu einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, der seine Anwendung eines Notstandsgesetzes zur Einführung umfassender Zölle für unzulässig erklärt hatte. Das Urteil bezeichnete er als „bedauerlich“ und kündigte an, andere rechtliche Wege zu prüfen, um seine Zollpolitik umzusetzen.

ha

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10 Kommentare

  • Weil hier alles zerfällt und Merz nichts auf die Reihe bekommt, kommt Trump den Leitmedien als willkommenes Ablenkungsmanöver gerade recht.

    • Was genau befindet sich hier im Zerfall, und welche Ursachen sind dafür maßgeblich? Welche Möglichkeiten und Befugnisse hat der deutsche Bundeskanzler, um in dieser Hinsicht überhaupt etwas zu verändern?

      Und was ist konkret mit einem „Ablenkungsmanöver“ gemeint? Eine sachliche, nüchterne Berichterstattung darüber, dass Donald Trump offenbar sein Wahlversprechen „America First“ relativiert und sich erneut im Nahen Osten einmischt, kann dem öffentlichen Diskurs kaum schaden.

      Ich bitte um mehr Ausführlichkeit.

      -11
      • Friedrich Merz versteckt sich hinter der Brandmauer und stellt sie damit über das Wohl der Bevölkerung. Welche Reformen notwendig sind, liegt für jeden Sachkundigen praktisch auf dem Silbertablett.

  • Dann mal los Herr Trump, wir wollen Taten sehen!

  • Kommt mir bekannt vor, dieser Satz. So ähnlich klang das in Bezug auf Deutschland aus Trumps Munde auch: „Ich werde niemals zulassen, dass NS2 in Betrieb genommen wird.“ Nun, Trump hat Wort gehalten.
    Natürlich war die deutsche Politik fahrlässig, indem sie mit dem Russischen Gas alles auf eine Karte setzte. Diversifizierung war damals schon kein Fremdwort mehr. Aber ist es Aufgabe eines US Präsidenten zu verfügen, welches Land über welche Energiequellen verfügen darf?
    https://www.capital.de/wirtschaft-politik/warum-trumps-kritik-an-nord-stream-2-falsch-und-doch-richtig-ist?utm_source=chatgpt.com

  • Ein bisschen MAGA in D fände ich mal sehr angebracht. Unsere Regierenden und der Staatsfunk wenden Ihre Köpfe in alle Herren Länder, kritisieren arrogant und voller Überheblichkeit deren Politik, bekommen aber in ihrem eigenen Land nichts wirklich ‚gebacken‘. Das einzige was hier noch funktioniert sind Steuererhöhungen.

  • Die Aufregung nach Trump’s Rede ist wieder gross in den Mainstream-Medien und alle liegen sie wieder im Koma.
    Ein Kopftuch Mädchen als demokratische Abgeordnete rief er sei ein Lügner.

    Köstlich! Lasst uns die Trump Spiele weiter feiern und ich will keine Kopftücher in westlichen Parlamenten sehen!!!

  • Nicht mehr lange und die M. haben die Kontrolle über die Atomwaffen von Frankreich und Großbritannien…

  • >>Eine verbindliche Zusage aus Teheran, auf Atomwaffen zu verzichten, liege jedoch noch nicht vor.<<

    Im Gegensatz zu Israel hat der Iran den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben und ratifiziert. Das ist eine Zusage auf Atomwaffen zu verzichten.
    Wer erklärt es dem Orangenen?

  • ist das der gleiche Trump der nach der Bombardierung Irans letztes Jahr gross herumgetönt hat dass das Atomprogramm des Iran total zerstört ist und für viel Jahre den Bombenbau verunmöglicht?
    Jetzt macht die Israellobby wieder Druck und nun muss ein Grund fürs dumme Volk gefunden werden weshalb Amerika Geld und Blut für Israels Verteidigung zollen muss. (Stichwort Brutkasten und Weapons of Mass Destruction im Irak)

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