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Energie

Trotz historisch leerer Gasspeicher: Bundesnetzagenturchef Müller meint, Füllstände könnten schon reichen

Die deutschen Gasspeicher sind deutlich leerer als noch vor einem Jahr. Trotzdem sieht Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller die Gasversorgung im kommenden Winter nicht in Gefahr – obwohl der Speicher-Verband zuletzt vor „historisch niedrigen“ Füllständen gewarnt hatte.

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Kein Anlass zur Panik trotz niedriger Füllstände, meint Müller (IMAGO/Oliver Langel)

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Die deutschen Gasspeicher sind im Vergleich zu den Vorjahren derzeit deutlich weniger gefüllt. Trotzdem sieht die Bundesnetzagentur keine Gefahr für die Gasversorgung im kommenden Winter. Behördenchef Klaus Müller gibt Entwarnung und verweist darauf, dass bereits jetzt mehr Gas eingelagert ist, als im gesamten vergangenen Winter aus den Speichern entnommen wurde.

„Wir haben jetzt schon etwas mehr Gas in den Speichern als wir im gesamten letzten Winterhalbjahr aus den Speichern entnommen haben“, betonte Müller gegenüber der dpa. „Und in den nächsten Wochen bleibt Zeit für weitere Einspeicherungen“, fügte er hinzu. Aktuell sind etwas mehr als 136 Terawattstunden Gas eingespeichert. Das entspricht gut 55 Prozent der verfügbaren Kapazität. Im vergangenen Winter wurden knapp 134 Terawattstunden entnommen.

Hinsichtlich der Füllstände gibt es ernsthafte Sorgen. Die deutschen Gasspeicher sind deutlich weniger gefüllt als in den vergangenen Jahren. Der Gasspeicherbetreiberverband INES hatte zuletzt von „historisch niedrigen Füllständen“ gesprochen und Änderungen der Regeln gefordert, damit sich das Einspeichern wieder stärker lohnt. Müller sieht dennoch keinen Grund zur Panik und verweist auf zusätzliche Importmöglichkeiten. Deutschland verfüge inzwischen über LNG-Terminals an der Küste und könne zusätzlich Gas vom Weltmarkt beziehen. Außerdem bestünden Pipelineverbindungen, unter anderem nach Norwegen.

Auch bei den LNG-Terminals sieht Müller noch erhebliche Reserven. „Die LNG-Terminals haben zurzeit eine Auslastung von etwa 45 Prozent. Da sind ausreichend Kapazitäten, zusätzliches Gas zu importieren“, sagte der Behördenchef.

Müller sieht derweil keinen Anlass dafür, dass der Staat selbst Gas zukauft oder die Speicher auf eigene Kosten auffüllt. Die Verantwortung liege bei den Gashändlern, die ihre Lieferverpflichtungen gegenüber Stadtwerken und Industriebetrieben erfüllen müssten. Bei einem besonders kalten Winter oder einem Lieferstopp aus Russland nach Osteuropa, wohin immer noch Gas fließt, wäre das aber kaum mehr realistisch. Staatliche Eingriffe wären laut Müller aber „in jedem Fall teuer.“

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Noch im August hatte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche angesichts der niedrigen Speicherstände für eine eher beschwichtigende Bewertung gesorgt. Ihr Ministerium erklärte damals, die Versorgungssicherheit hänge nicht allein vom Füllstand der deutschen Gasspeicher ab. Reiche selbst verwies auf die inzwischen breitere Gasversorgung Deutschlands. „Wir haben heute eine ganz andere Situation als vor drei Jahren“, sagte sie. Die Sorgen über die ungewöhnlich niedrigen Speicherstände sind damit allerdings nicht verschwunden (Apollo News berichtete).

rs

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87 Kommentare

  • Heiße Luft aus den Mündern von Politikern und Funktionären ist leider energetisch nicht nutzbar. Sonst hätten wir keine Mangellage. Satire aus.

    • Bei dieser heißen Luft rostet die Wärmepumpe.

    • Ist doch gar nicht so schlecht, das durch den Klimawandel die Winter milder werden.
      Dann haben wir weniger Kältetote, die ohnehin die Anzahl der Hitzetoten erheblich übersteigen.

      • Da mögen Sie recht haben. Allerdings kann es auch in Zeiten des Klimawandels durchaus wieder einmal einen kalten Winter geben. Das hängt davon ab, wie zu einer bestimmten Zeit der Polarwirbel über dem Nordpol gelagert ist bzw., ob er schwächelt. Dann kann im Januar/Februar die polare Kaltluft direkt zu uns einfallen, und uns friert der Allerwerteste ab.

        Das hat mit Klimawandel absolut nichts zu tun. Das ist ganz einfach nur das „chaotische System“, das sich Wetter nennt.

    • „… könnte reichen …“ Damit ist doch alles gesagt!
      Wenn wir Glück haben und el Nino mit dem Klimawandel in dem ausbleiben der polaren Kaltfrontsystem zusammentreffen könnte der Gasvorrat unter Umständen ausreichen!
      Unabhängig davon: es wird auf jeden Fall teuer!
      Wer es sich in den Kalender eintragen will: Nach der Heizperiode, wenn die Gasabrechnungen gekommen sind , sind ind NRW landtagswahlen, nur so nebenbei!

    • Na bis zum Winter gehen ja noch etliche Firmen den Bach runter. Dann sinkt der Verbrauch drastisch. Es läuft also alles nach Plan. Wenn man dann noch in allen Wohnungen die Fenster zunagelt, sind wir absolut sicher.

    • Klaus Müller ist der Allerschlimmste. So jemand hält sich nur im Nieten-Kabinett von Pinocchio.

  • Da bin ich doch froh über unsere altmodischen Holzöfen.

    • Der Feinstaub bringt uns irgendwann um. Da erfriere ich doch lieber gleich in diesem Winter, also kurz und schmerzlos..

  • Dürfen wir uns in seiner Villa aufwärmen, wenn es nicht reicht?

    • Keine Sorge, Lauterbach forderte doch massiven Hitzeschutz.
      Verglühen werden wir zumindest nicht.

  • Wetten, er wird es warm haben?

    • Glaube ich nicht, der ist doch mit einer Frau verheiratet, oder?

    • Warum ist der eigentlich immer noch auf diesem Posten?

      Habeck ist schon ewig und 3 Tage weg, alles wurde ausgetauscht, nur diese Type nicht.

      • Weil er auch für Telekommunikation und Internet zuständig ist und der Initiator
        von Meldestellen und Petzportalen, um die grün-linke Agenda voranzubringen !

  • „Trotz historisch niedriger Füllstände: Bundesnetzagenturchef Müller meint, Gasversorgung im Winter könnte reichen“

    Ja wer sagt das nicht beim LKW-Fahren, das der Bremsweg reichen könnte, obwohl der erste Bremskreis ausgefallen ist.
    Ich liebe es, wenn Frohnaturen Politik machen oder Verantwortung übernehmen.

    • er meint!
      aber Vorsorge das der worst-case nicht eintritt hat er nicht betrieben.
      Andere meinen das es nicht reicht sehenden
      Auges in eine Gasmangellage zu stolpern
      Er wird nicht bezahlt um Meinungen zu verbreiten sondern Aufgaben zu bewältigen und Daseinsvorsorge zu betreiben.

  • Sehr sympathische Ausstrahlung, kein Wunder, dass Reiche den nicht entlässt.

    • Wenn jemand „meint“, es „könnte“ und „schon“ reichen, dann erkennt man die Lüge auf Anhieb.
      Reine Volksverdummung nach dem Motto: Es wird schon werden, glaubt mal der Regierung und ARD und ZDF.
      Ich habe mal einige Bekannte befragt, was die Bundesregierungen der letzten 10 Jahre wirklich gut hinbekommen haben.
      Resultat: Alle haben gezögert, rumgedruckst, sich am Kopf gekrazt und dann gesagt, so spontan könne man es jetzt auch nicht sagen.
      Schlussfolgerung: Wenn ein Politiker wie Müller etwas sagt, kann man getrost vom Gegenteil ausgehen.
      Siehe oben unter „gut hinbekommen“.

      • Wir schaffen das 😉

    • Er liefert wie von Merz gewünscht („es wird teuer“)
      Darum feuert sie den Grünling nicht.
      Habeck und Merz sind eine Soße

  • Wenn es dann doch nicht reicht, läge die Verantwortung auf jeden Fall bei den Gashändlern; auf keinen Fall bei Müller und Co!

  • Wahrscheinlich werden wir mal wieder von einem unfassbar milden Winter gerettet.
    Dann heißt es, ist doch alles gut gegangen.

  • Dieser Herr Müller hat mich noch nie überzeugt.
    Für seinen Posten gibt es doch sicher geeignetere Menschen!

  • Ich glaube dem Herrn Müller ist seine zweite Aufgabe – Meldestellen zu installieren – sehr viel wichtiger als zu schauen, ob wir es in Winter warm haben. Immerhin kann man dann Meldung über Bürger machen, die sich beschweren, wenn ihre Wohnung kalt ist oder ihr Arbeitsplatz abgeschaltet wird. Ist doch auch was!

  • Arbeiten für den Apparat, Frieren für den Fiskus,
    Brot für die Welt, der Staat braucht Geld 💸

  • Aber natürlich werden die Füllstände reichen. Garantiert. Fragt sich nur, wie lange…

  • Der läuft ja immer noch frei herum.

  • Die Gas-Füllstände „könnten“ reichen. Mensch, da sind wir aber froh, dass sich jemand wie Herr Müller darum kümmert. Drücken wir ihm ganz fest die Daumen, denn Glück muss man schon auch haben.

  • „… Könnten schon reichen…“
    Alles klar! Wahrscheinlich wenn wir den heißesten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen bekommen!
    Falls nicht: nach der Heizperiode kommt die Abrechnung der Energieversorger. Und in dieser Zeit sind auch Landtagswahlen in NRW .

  • Wir haben gestern noch mal drei Raummeter Holz für den Ofen bestellt …

  • er MUSS ja „alles OK und gut“ des Friedens Willen verkünden. Die Wahrheit könnte den Bürger verunsichern….die kommt ja erst mit der Endabrechnung, dann ist es zu spät. Politik weiß schon was zu tun äh zu verkünden ist. Der Bürger merkt es nicht.

    Ich habe 2022, nach Ankündigung der Grünen, Gas und Öl zu „Erziehungszwecken“ und zum Klimaschutz unbezahlbar zu machen, meinen Gasanschluß gekündigt. Ist im Winter alles andere als angenehm, habe nur noch einen Ofen als Wärmequelle fürs ganze Haus, aber die Preise kann ich mir von meiner Rente nicht leisten. Ist eben so….Holz bekomme ich geschenkt, wenn Sperrmüll ist sammel ich geeignetes Brennholz dazu. Dafür müssen sich aber auch viele Menschen keine Gedanken über kalte Füße machen, da sie ja im Hotel untergebracht sind. Was die nicht vorhandene Heizung an Kosten spart, wird mir ja als (neue) Grundsteuer wieder abgenommen. Kein Entrinnen mit dieser Politik. 1995 zahlte ich 95 DM Grundsteuern, in 2026 sind es knapp 600 Euro. Wofür Bitte?

  • Könnte ist so viel wie:
    „Wir müssen, wir sollten, wir werden und nie wurde etwas umgesetzt!
    Könnte und um wie viel Kosten?

    • Ich fürchte, das wird nicht besser.
      Es ist Wahlzeit.
      Es ist die Bundesnetzagentur.
      Eine Behörde.
      Genauer: Die Bundesnetzagentur (BNetzA) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundeswirtschaftsministeriums.
      Jede „schlechte“ Nachricht könnte (!) der Regierung Schwierigkeiten bereiten.
      Es ist Wahlzeit.

    • Oder in die Wege geleitet. Ergebnis null.

  • Die LNG Terminals sind doch schon lange ausgebucht,ein Schiff wird liegt immer 1 WOche obwohl es schneller geht.Aber gebucht ist gebucht.Allerdings kommt ab 2027 Gas aus Algerien. Man sollte nicht vergessen das man uns auch vor 4 Jahren Angst gemacht hat und es locker gereicht hat.

  • „Könnte“ = Konjunktiv
    Es könnte auch sein, dass morgen die Migrationsprobleme vorbei sind, die Messerstecher freiwillig unser Land verlassen, die Bildungsmisere vorbei sein könnte, die Wirtschaft den Schatz im Silbersee findet und deswegen nicht mehr auswandert…

    Hätte hätte Fahradkette.

    Es könnte allerdings auch sein, dass wir eine völlig unfähige Regierung mit angehängten inkompetenten Institutionen haben, die wie gehabt alles vergeigt.

    Natürlich rein Theoretisch.

  • Wird Müller zur Rechenschaft gezogen werden wenn es schief geht?
    Im Winter wird dann die Industrie die Gas verbraucht abgeschaltet und im Frühjahr gesprengt weil sie nicht mehr anläuft und auch nicht mehr gebraucht wird. Weil arbeiten kann ab 2027 sowieso keiner mehr, weil der Spritpreis wegen der C02 Steuer dann 4 Euro/ Liter kostet.

  • In den Altenheimen läuft bei einigen schon die Heizung aber es reicht ganz bestimmt 🥴

  • Müller, der Meister und Lenker der Klimakrise. Bin ja mal gespannt, ob er bei einem zu kalten Winter wegen Sabotage verhaftet wird. Die Zeichen für eine Gasmangellage ab Anfang Februar stehen gut. Wenn dann Industrieunternehmen abgeschaltet werden ist es soweit …..

  • Vor einer Woche hieß es noch „wir sind doch nicht doof und kaufen dann, wenn es teuer ist“… tja und heute sind wir noch viel schlauer.

  • Natürlich können die Gasvorräte Reichen – wenn wie im Betreuten – Wohnen meiner Eltern in Aschheim/ Bayern einfach nicht geheizt wird. Nachts bei mittlerweile 13 Grad. Damit spart man auch an den Rentenauszahlungen, durch frühzeitig herbeigeführtes Ableben.
    M.G.

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