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Fall Fernandes/Ulmen

Team Täter, Team Opfer und im Zweifel gegen die Unschuldsvermutung – so verdreht Carolin Kebekus den Rechtsstaat

Für Carolin Kebekus gibt es im Fall Fernandes/Ulmen nur zwei Lager: Team „mutmaßlicher Täter“ und Team „mutmaßliches Opfer“. Juristische Regeln bei der Verdachtsberichterstattung seien dabei „ein Mittel mutmaßlicher Täter, um ihre Opfer zum Schweigen zu bringen“, so die Komikerin.

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Carolin Kebekus in ihrer Sendung vom Donnerstag (Screenshot via ARD Mediathek – Montage)

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In der neuesten Ausgabe der Carolin Kebekus Show vom Donnerstag hat die Komikerin den Fall Collien Fernandes und Christian Ulmen im Kontext von „sexueller Gewalt“ behandelt – so zumindest wollte es die 45-Jährige darstellen. Angekündigt wurde die Eröffnung der neuen Staffel unter dem Titel „Mut zur Wut!“, doch die Sendung war weder wütend noch mutig.

„Wut sagt uns, hier stimmt was nicht, ich brauche Veränderung“, erklärte Kebekus ihrem Publikum. Frauen hätten sogar schon sehr lange viele Gründe, „komplett auszurasten“, darunter auch einen aktuellen Grund: „Die Vorwürfe, die Collien Fernandes gegen Christian Ulmen erhebt“, so die Moderatorin aus Bergisch-Gladbach.

Carolin Kebekus beklagte, dass Debatten über „sexualisierte Gewalt“ immer gleich ablaufen würden. Daraufhin räuspert sich ein Mann im Anzug und mit Brille im Hintergrund, „mutmaßlich“, fügt Kebekus nun hinzu. Der Mann, der hier aufpasse, sei „kein schlechter Scherz“, betont die Komikerin. Nun sei jedem klar: Es wird die Medienkanzlei von Christian Schertz und Simon Bergmann symbolisiert, die Christian Ulmen in der Angelegenheit vertritt.

Die satirische Aufbereitung der Kanzlei Schertz Bergmann wirkt – wie die meisten Witze in der Sendung – sehr flach. Erinnert sei etwa an die Figur des „Scherzanwalts Dr. Christian Witz“ aus der Sendung Magazin Royal von Jan Böhmermann, die zwar inhaltlich keine große Nummer war, jedoch etwas mehr komödiantische Handwerkskunst erfuhr. Der „Aufpasser“, wie Kebekus den Anwalt bezeichnet, wird noch zum Hauptkritikpunkt der ARD-Moderatorin.

„Am Anfang steht der Übergriff und eine mutige Frau, die sich dazu äußert“, beschreibt Kebekus den vermeintlich immer gleichen Ablauf. Erneut ein Räuspern: „Mutmaßlich, der mutmaßliche Übergriff steht am Anfang“, korrigiert sich die Komikerin. Diese „Pointe“, die für jede ernsthafte Verdachtsberichterstattung essenziell ist, ist bereits jetzt völlig ausgereizt, doch für die Redaktion der Carolin Kebekus Show wird es das Highlight der Sendung.

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Medien würden auf „solche Fälle“ nur anspringen, wenn die Opfer prominent seien. Auch würden die Übergriffe kaum zur Anzeige gebracht, noch seltener würde eine Verurteilung anstehen. Eingeblendet werden zwei Schlagzeilen: eine zu Jerome Boateng, die andere zu Rammstein-Sänger Till Lindemann.

Medien würden sich jedoch nur für die Sensation um den Fall interessieren, nicht jedoch für den „Übergriff“, so Kebekus. Allerdings sei das nicht wichtig, schließlich würde eine Debatte über das Thema entstehen. Allerdings würden dabei, so die Komikerin, immer zwei Lager entstehen. Diese folgende Zuschreibung der „Lager“ wird sogar noch flacher als die bisherigen Witze.

„Manche sind im Team“, die ARD-Moderatorin hält zum Brüllen an, „MUTMAẞLICHER Täter“. Ein mittelalter, wütender, weißer Mann wird eingeblendet, der nun die „Argumente“-Seite der „Täter“ symbolisieren soll: „Unschuldsvermutung? Hallo, der war es nicht! Sie hat doch selbst Schuld. Das war doch von langer Hand geplant. Eine Kampagne ist das!“ Dieses Team mache sie sehr wütend, ordnet die Moderatorin ihrem Publikum ein.

Nun folgt das Team „mutmaßliches Opfer“. Eine junge Frau, die leicht sauer ist, wird eingeblendet, um auch hier die Seite zu präsentieren: „Warum sollte sie lügen? Warum zur Hölle sollte eine Frau so was behaupten und in Kauf nehmen, öffentlich beleidigt, angefeindet und körperlich bedroht zu werden?“ Damit es auch der Letzte ihrer Fans kapiert, erörtert Kebekus, dass sie sich in diesem Team sehe.

Nächster Schritt im Empörungskreislauf von Kebekus: Mit Reichweite und den Protesten auf der Straße setzt die Gegenbewegung ein. Diese würde durch „irre Überschriften“ und „absurde Behauptungen“ jegliche Schuld von „Männern“ abwehren wollen. „Aber gut, lass die Spinner labern“, winkt die Komikerin ab; schließlich sei das Thema nun im Bundestag, sogar der Bundeskanzler würde sich zur Thematik äußern.

Ein Clip von Friedrich Merz wird präsentiert. Darin prangert der Bundeskanzler auch die Gewalt von Zuwanderern gegen Frauen an; auch das gehöre zum Gesamtbild dazu. „Damit macht er sich zum Komplizen der Gegenbewegung!“, empört sich Kebekus, „Und das, obwohl er selbst Töchter hat, krass!“

Doch das eigentliche Problem für Kebekus in der Debattenspirale folgt jetzt: der Rechtsstaat. „Wer das Wort Unschuldsvermutung vergisst oder sich nicht an die juristischen Vorgaben hält, bekommt einen vor den Latz“, und sie zerrt den Mann auf die Bühne, der den Medienrechtsanwalt symbolisiert.

„Klar, wir leben in einem Rechtsstaat und es gilt die Unschuldsvermutung“, räumt die Komikerin gerade noch ein, „aber natürlich ist auch das in vielen Fällen ein Mittel mutmaßlicher Täter, um ihre Opfer zum Schweigen zu bringen.“ Das Durchsetzen von Recht und Gesetz bei einer Verdachtsberichterstattung wertet die Moderatorin also als Einschüchterungsversuch.

Nach Ansicht der Moderatorin würden zum Abschluss des Debattenkreislaufs nun neue Schlagzeilen das Thema „Gewalt gegen Frauen“ aus der Debatte verdrängen. „Es ist plötzlich ein Wal, ein Wolf oder ein Flug zum Mond.“ Das könne hilflos und fassungslos machen, so Kebekus. „Aber da habe ich keinen Bock mehr drauf“; Wut sei viel angebrachter, findet die Komikerin.

ts

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40 Kommentare

  • Die meisten DER Männer, die wirklich sexualisierte Gewalt verüben, tragen keinen Anzug und Brille, Frau Kebekus. Sie heißen auch nicht Christian!

    • Stimmt einerseits. Viele haben auch eher altmodische Namen wie Edmund oder Alois und tragen sonntags komische Gewänder.

  • „Wut sagt uns, hier stimmt was nicht, ich brauche Veränderung“ – Auch Frau Kebekus sagt mal was Richtiges. Die Fortsetzung müsste allerdings lauten: „Deutsche hätten sogar schon sehr lange viele Gründe, komplett auszurasten“. Meine Wut sagt mir: In Deutschland stimmt was nicht. Das Land braucht Veränderung. Bei Wirtschafts- und Energiepolitik, bei Migration und Finanzen. Bei Bildung und Sozialsystemen. Weg mit NGOs und ÖRR. Weg mit der Grünen Ideologie!!!

  • Es gibt nur noch wenige Komiker die ihr Handwerk verstehen. Die und viele weitere agieren nur noch nach dem Prinzip des vorauseilenden Kadavergehorsam.

  • Das Ganze klingt nach „Wer erfand es“

  • Gabs diese Kebekus-Show eigentlich auch nach der Grabschnacht in Köln und den anderen Städten (wird gern verschwiegen!)?

  • Der ÖRR is eine offene Psychiatrie.

    • Das scheint so.
      Allerdings eine, in der die „Patienten“ durch und durch schuldfähig sind.

    • Schaltet verdammt noch mal die Korrekturfunktion wieder an!

  • Betitelt diese Frau bitte nicht als Komikerin.

  • Mich ärgert am meisten, dass ich für diesen Unsinn bezahlen MUSS 😡

  • Tja – von „Sudel Ede“ Schnitzler gibt es viele Klone.
    Auch weibliche…

  • Ich habe mutmaßlich keine Zeit mir die mutmaßliche Komikerin Kebekus mit ihrem mutmaßlich handverlesenen Publikum anzusehen. Daher danke für die Zusammenfassung.

  • Daß der ÖRR Kebekus und Böhmermann eine Bühne bietet, zeigt das Niveau der Sendeanstalten. Mein Problem ist, daß ich Dinge mit meiner Zwangsabgabe finanziere, die den Intellekt der meisten Gebührenzahler verletzt.

  • Eine Komikerin, die keine ist.
    Ohne ÖR könnte sie mit dieser Nummer nicht leben.

  • Gut das die meisten Frauen nicht so sind wie diese komische Person Kebekus.Als Frau würde ich sie nicht bezeichnen.Ich kann mir gut vorstellen das es auch viele Frau nervt wenn so eine Kebekus oder wie sie sonst noch heißen, jedesmal mit dem gleichen Mist anfangen mit der Rolle der Frauen und Männern und blablabla.Als wenn das was neues wäre.
    Gut das ich nur Frauen kenne die normal ticken und auch sehr,sehr zufrieden sind mit ihrer Leben als Frau!

    • Ich als Frau kann nur sagen: Kebekus bereitet mir Tinitus.
      Dieses markerschütternde Gekreische, Gekeife und Gezeter habe ich ab Minute Eins ihrer Präsenz konsequent weggezappt. Mir völlig schleierhaft, wie man das ertragen kann. Wenn es wenigstens noch intelligent oder witzig wäre, aber da ist ja so absolut rein gar nichts, was den Mensch erfreuen könnte. Weder optisch, akustisch, noch inhaltlich … nichts als reine Zumutung!

      • Das ist der neue ÖRR-Qualitäts-Standard Kreischen bis einem die Ohren abfallen und dumme Sprüche. Mit allem anderen sind diese Damen und ihre strunzdummen Zuhörer überfordert.

  • Schaut Euch auf YouTube mal die letzte Folge vom Lovepriest an, da war diese „Lady Bitch Ray“ bei dieser Gestörten zu Gast. Eure Gebühren bei der Arbeit.

    • Nein, das mache ich NICHT! 🤣

  • Komikerin???🙈🙈🙈😂😂😂😂😂👎🏼👎🏼👎🏼

    • Das Niveau dieser Tante ist das einer 3-Jährigen, die einen „Witz“ erzählt: „Vogel hat Kacka macht!“.

      Eure Gebühren bei der Arbeit.

  • Mir geht diese unterkomplexe Schreierei im Fernsehen gegen Herrn Ulmen gewaltig auf den Sack. Es geht ja offensichtlich als zentrales Problem um eine zerrüttete Ehe und höchstens als Nebenaspekt um mögliche Taten von Herrn Ulmen. Wie sehr anstrengend Störungen in einer Liebesbeziehung sind, dürfte jeder Erwachsene beurteilen können. Die Gefühlsschwankungen, die bei Trennungen auftreten, sind in der Regel immens, und nüchtern betrachtet, zusätzliche Hürden bei der Lösung. Hinzu kommt, daß auch jede Menge von Personen automatisch mitreden, die eine legitime Meinung haben. Familie, Freunde und ein weiteres Bekanntenumfeld. Und dazu noch alles, was mit Geld zu tun hat. Letzteres ist erheblich schwergewichtig. Immer! Menschen, die sich irgendwie zusammentun, tun dies nur aus einem Grund: Jeder erwartet einen irgendwie gearteten Fusionsgewinn und persönlichen Anteil daran. Beim Zusammenbruch der Gemeinschaft will niemand etwas von seinem persönlichen Gewinn verlieren.

    • „Beim Zusammenbruch der Gemeinschaft will niemand etwas von seinem persönlichen Gewinn verlieren.“
      und zwei Rechtsanwälte lachen sich ins Fäustchen.

  • Wenn der Verstand nur für Kurzsichtiges reicht, ist ein Mensch dazu verdammt, sich wie Kebekus und Co in der Öffentlichkeit zu verhalten. Dazu braucht es einen ÖRR, der die Bühne für jeden Unsinn, der nur so als solcher in der breiten Öffentlichkeit ankommt und nur für weitere Kollateralschäden gedacht ist. Es entsteht der Eindruck, dass bestimmte Frauen und Organisationen persönliche Probleme in nur noch destruktiver Absicht und vorbei an allen Institutionen und Gesetzen zur rücksichtslosen Zerstörung dieser Gesellschaft einstreuen. Hauptsache woke, auffallen um jeden Preis und zur Vermeidung von rechtlichen Konsequenzen, wie heute üblich, als Aktivistin, Komikerin, Künstlerin, usw. auftreten.

  • Ihr habts echt drauf, einem das Wochenende zu versauen.

  • „Mut zur Wut“
    So ein Blödsinn. Wenn es um Frauen geht, dann ist da nichts mutig. Man hat die gesamte Gesellschaft, und unzählige NGOs, die da mithelfen. Dazu noch die gynozentrische Sensationspresse.
    Leben des Mannes ist sofort zerstört. Weil wir in einem „Patriarchat“ leben, das angeblich Frauen unterdrücken soll? Ist nicht ganz logisch, oder?
    Die meisten Anschuldigungen sind übrigens falsch. Die meisten schaffen es aber auch nicht in den Gerichtssaal.
    Dann noch die Frage: „Warum sollte eine Frau lügen?“
    Da gibt es so einige Gründe: Rache, Eifersucht, Enttäuschung, Vertuschung von Seitensprüngen, Langweile (sic!), Suche nach Hilfe/Rückhalt in der Gesellschaft, Opfersyndrom/mentale Krankheit, Beschleunigung in Trennungsverfahren, Beeinflussung von „Hilfsorganisationen“…. uvm.

  • Gebt diesem inszenierten Dreck doch nicht immer wieder eine Schmieren-Bühne. Das ist ja ekelhaft.

    • @Alibaba solche Antworten verstehe ich nicht! Immer soll man solche Fratzen keine Bühne geben. Der Deutsche steckt lieber den Kopf in den Sand damit die Schlafmichels gut pennen können.

      Ich lese ApolloNews aus diesem Grund man muss solche Schweinereien aufdecken im ÖÖR werden sie von den Jubelperser genug GEFEIERT.

  • Sie ist nur eine billige Systemkünstlerin!

    • Ein paar vulgär sexualisierte Sätze haben für mich nichts mit Kunst zu tun.

    • Welche „Kunst“ soll das sein? Hetze auf IQ 69 Niveau?

  • Der ÖRR sei angeblich für Demokratie und Rechtsstaat, aber hier darf ein Feminazi genau gegen den Rechtsstaat hetzen.
    Interessant, was?

  • Im ersten Absatz habe ich den Begriff „Komikerin“ gelesen – da habe ich aufgehört. Ich nehme diese Frau als Zeitgeistaktivistin wahr, die ohne Zwangsgebühren vermutlich vollkommen unbedeutend und unbekannt wäre. Bitte gebt solchen Menschen nicht auch noch hier eine Bühne.

  • Die Hetzerin der FHA (Feministische Hobby-Amazonen) war wieder am Werk?
    Furchtbar solche Frauen, die vermeintlich etwas für ihre Zunft tun wollen aber im Grunde nur eins tun: Hetzen! Und zwar auf die peinlichste dümmlichste Art und Weise!
    Und das im ÖRR der Meinungsfabrik schlechthin!

  • In ihren Anfangsjahren war sie ja noch lustig. Heute nur noch hysterisch, peinlich humorlos. Da ist jedes Katzenvideo ouf Youtube lustiger und unterhaltsamer. Ihre Zeit ist vorbei, den Müll schaut keiner mehr. Das weiß sie und das schmerzt.

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