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Geknackte Schließfächer

Spektakulärer Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen: Sozialbetrugsverdacht gegen bestohlene Millionäre

Gelsenkirchen gilt offiziell als ärmste Stadt Deutschlands. Doch woher stammt dann die millionenschwere Beute, die Bankeinbrecher aus privaten Schließfächern einer Sparkassenfiliale geholt haben? Auch das örtliche Jobcenter interessiert sich für diese Frage.

Hat offenbar viele vermögende Kunden: Sparkassen-Filiale im Gelsenkirchener Stadtteil Buer. (IMAGO/Funke Foto Services)

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Es hört sich viel mehr nach dem Drehbuch einer Netflix-Serie an als nach realen Geschehnissen. Bei einem Bankeinbruch in Gelsenkirchen drangen bislang unbekannte Täter Ende Dezember in eine Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer ein. Über ein angrenzendes Parkhaus verschafften sie sich Zugang zum Gebäude und bohrten sich mit schwerem Gerät durch eine massive Stahlbetonwand in den Tresorraum.

Dort brachen sie innerhalb eines längeren Zeitraums mehrere tausend Schließfächer auf und entwendeten Bargeld, Schmuck, Gold und andere Wertgegenstände. Die Tat wurde erst entdeckt, als in der Nacht zum 29. Dezember ein Alarm ausgelöst wurde. Die Täter konnten unerkannt fliehen, die Ermittlungen laufen weiterhin. Der Einbruch gilt jetzt als einer der größten und spektakulärsten Schließfachdiebstähle in Deutschland.

Die Täter sollen mehreren Medienberichten zufolge Beute in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro erlangt haben. Verlässliche Angaben dazu gibt es bisher nicht, denn viele Schließfachinhalte waren nicht versichert. Und das nährt Spekulationen darüber, ob die Opfer des Sparkassen-Einbruchs ihr dort eingelagertes Vermögen auf legalen Wegen erworben haben. In sozialen Netzwerken und Medienberichten taucht auch der Verdacht auf, unter den Geschädigten könnten Bezieher von Bürgergeld sein, die dem Jobcenter Vermögen verschwiegen hätten.

Gelsenkirchen gilt als ärmste Stadt Deutschlands. Beim statistischen Ranking des verfügbaren Einkommens pro Einwohner landet sie ganz unten, beim Anteil der Sozialleistungsbezieher hingegen ganz oben. Deshalb stellt sich die Frage, wie diese offiziellen Angaben mit den gestohlenen Schätzen aus dem Sparkassentresor zusammenpassen.

Beim Jobcenter Gelsenkirchen würde man diese Frage gerne klären. Doch das geht nicht. „Aus Datenschutzgründen ist es uns nicht möglich, hier Nachforschungen anzustellen beziehungsweise zu erfragen, welche unserer Kundinnen und Kunden Schließfächer besitzen und welche Werte dort deponiert wurden“, teilte die Geschäftsführerin Anke Schürmann-Rupp Focus online mit. Die Behörde dürfe weder eigenständig Daten erheben noch Vermögensverhältnisse ohne konkreten Anlass überprüfen.

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Gleichzeitig machte das Jobcenter deutlich, dass Hinweise auf nicht gemeldetes Vermögen ernst genommen würden. „Sollten wir Hinweise zu Vermögenswerten erhalten, werden wir selbstverständlich im Rahmen unserer Möglichkeiten prüfen, ob diese dem Jobcenter bekannt sind, und notwendige Schritte einleiten“, so Schürmann-Rupp. Zuständig für die Ermittlungen rund um den Einbruch selbst seien jedoch Polizei und gegebenenfalls Finanzbehörden.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurden nahezu alle der rund 3.250 Schließfächer in der betroffenen Filiale gewaltsam geöffnet. Einige Kunden gaben an, dort Vermögenswerte von mehr als einer halben Million Euro gelagert zu haben, teils sogar Summen im siebenstelligen Bereich. Die genaue Gesamtschadenshöhe ist noch nicht abschließend geklärt.

Medienberichte thematisieren inzwischen auch die mögliche Herkunft der Gelder. Dabei ist von Schwarzgeld oder kriminell erworbenen Vermögenswerten die Rede, während Betroffene laut Nachrichtenagentur dpa häufig erklärten, es handele sich um sogenannte Hochzeitsgelder. In sozialen Netzwerken kursieren parallel unbelegte Behauptungen, ein Teil der Schließfachinhalte stamme aus illegalen Quellen oder aus unrechtmäßigem Bezug von Sozialleistungen.

Diese pauschalen Vorwürfe stoßen bei Vertretern der Geschädigten auf Kritik. Der Strafverteidiger Burkhard Benecken, der nach eigenen Angaben zahlreiche Betroffene vertritt, warnt davor, die Opfer des Einbruchs unter Generalverdacht zu stellen. Viele seiner Mandanten hätten aus Gründen der Altersvorsorge, für geplante Immobilienkäufe oder für familiäre Traditionen Geld und Gold in den Schließfächern aufbewahrt. „Darüber liegen uns entsprechende Unterlagen, Kontoauszüge oder Quittungen vor. Wir sollten nicht versuchen, die Opfer in die Täterecke zu drängen“, sagte Benecken zu Focus online.

Solange keine konkreten Hinweise auf strafbares Verhalten vorliegen, bleiben die Vorwürfe gegen mögliche Bürgergeldempfänger spekulativ. Das Jobcenter betont, dass es ohne entsprechende Anhaltspunkte keine Ermittlungen aufnehmen kann. Die Aufklärung der Tat und die Prüfung der Vermögensherkunft liegen zunächst bei den Strafverfolgungsbehörden.

Ermittler durchsuchen Büros der Bank

Noch skurriler wurde der Fall am Mittwoch, als bekannt wurde, dass die Polizei die Büroräume des betroffenen Geldinstituts durchsuchte. Hintergrund der Maßnahme sei nach Informationen aus Sicherheitskreisen eine aus Sicht der Ermittler unzureichende Kooperation der Bank in den Tagen nach der Tat, berichtete Focus online.

Demnach sollen angeforderte Daten zu Schließfächern und Kunden zunächst nicht vollständig übermittelt worden sein. Auch zu der Frage, welche Depotinhaber die Filiale nach dem Einbruch aufgesucht hatten, habe es nur zurückhaltende Auskünfte gegeben. Die zuständige Staatsanwaltschaft erwirkte daraufhin beim Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss, der am Dienstag in der Filiale in Gelsenkirchen-Buer vollstreckt wurde.

Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber Focus online, die Maßnahme richte sich nicht gegen das Institut oder einzelne Beschäftigte. „Wir haben keinen Verdacht gegen irgendwen.“ Ziel sei es vielmehr, zeitnah einen sachlichen Überblick über relevante Informationen zu erhalten.

Parallel dazu verdichten sich Hinweise, dass die Täter bei dem Einbruch über internes Wissen verfügten. Nach Erkenntnissen der Ermittler kannten sie offenbar die Sicherheitsstrukturen des Gebäudes genau. So gelangten sie mithilfe von Zugangschips in eine Tiefgarage und von dort weiter bis zur Beton-Stahl-Wand des Schließfachdepots. Für den letzten Zugang zur Tresormauer war eine Codekarte erforderlich. An der entsprechenden Tür wurden keine Aufbruchspuren festgestellt, was darauf hindeutet, dass den Tätern eine solche Karte vorlag.

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143 Kommentare

  • Hochzeitsgeschenke, familiäre Traditionen, Altersvorsorge und geplante Immobilienkäufe.

    Alles klar…

    303
    • Es war schon einen Tag später alles klar als man die Bilder der wütenden Menge gesehen hat!

      241
      • AB-SO-LUT…👍
        als ich hörte „Gelsenkirchen“ und die ersten Bilder des Klientels vor der Bank sah, war mir sofort klar:
        DAS gibt noch „Spass“ und eigentlich hätte die Polizei /Finanzamt SOFORT!!! alles sperren /Einfrieren und Beweise sichern müssen..

      • Abteilung Parallel-Gesellschaft:
        Auch unter ihresgleichen ist kein Vertrauen geboten.
        Die Clans usw.

      • Aber die „sind doch nicht alle so“.

        Eben doch, wenn sie können.

        Dass Herr Benecken seine horrenden Verrechnungssätze mit sehr effektiven und kreativen Verteidigungsstrategien rechtfertigt, sollte außerdem mittlerweile auch allgemein geläufig sein.

    • Komisch… in Deutschland wird den Biodeutschen alles weggepfändet… das Erbe muss zig mal versteuert werden um es dir dann wegzunehmen und die „Hochzeitsgelder“ jaaaa, das ist ja was Gaaaanz anderes…

      Mich kotzen die doppelten Maßstäbe an.

      Auf einmal klappt auch das „Bankgeheimnis“, aber wehe du bist rääääächts oder schreibst was falsches, dann ist schwups Debanking angesagt… Wegen der Moral…

      335
      • Es gibt eigentlich ja auch eine einfache Lösung für diese Probleme .
        Einfach mal sich min 30 min vor jeder Wahl die Frage stellen was man selber will was man ertragen oder leisten kann und am ende mal schauen wer das wohl am besten und glaubwürdigsten bereit ist umzusetzen !
        Demokratie baut nicht auf dem System Michel auf . Demokratie brauch die Sozialen engagierten konsequenten informierten Kritischen und Intelligenten Wähler !
        So lange noch ca 70% ein weiter so Wählen darf sich eben keiner beschweren !
        Da kann man nicht einmal den Politikern etwas vorwerfen !

        124
        • Tilox
          Das ist ja wohl heutzutage keine Entschuldigung mehr sondern eine Sache der eigenen Prioritäten !
          Z,b 28,5% für die Union 3 Jahre nach der Berlinwahl wo Wegner den selben Trick angewendet hat wie Merz und Trotz Brandmauer !
          Keine Zeit ? Oder zu Dumm für Demokratie ?
          Die Frage sollte sich jeder mal selbst beantworten .

          54
        • Der Wähler ist schlecht informiert, weil GEZ parteiisch ist und er nicht immer die Zeit hat sich umfangreich zu informieren. Doch die Politik arbeitet aktiv gegen den Willen des Volkes und macht falsche Wahlversprechen. Politiker-Haftung muss kommen. Politiker sind Mafiosos.

          53
        • 75 %!

          11
      • Wir alle haben den Marsch durch die Institutionen zugelassen! Wer leitet denn die Sozialbehörden, die Staatsanwaltschaften, teilweise sogar schon die Gerichte?

        107
        • Nicht alle!

          27
      • Genau, sonst darf doch alles preisgegeben werden.

      • Koooomisch ….
        Sonst seid ihr so auf Diskretion und Anonymität bedacht!
        Aber wenn es um das Vermögen der anderen Leute geht, dann spielt Das plötzlich absolut keine Rolle mehr?
        Und das Bargeld (eine Basis dieser Schließfachinhalte) abschaffen wollt ihr auch nicht …

        Nennt man wohl „bigott“ ?

        -23
    • Das sind doch aber trotzdem Vermögenswerte, die angegeben werden müssen, nur ein bestimmter Betrag darf behalten werden, der Rest ist zu verwerten. Ist genau wie bei Sozialhilfe oder Pflegeheim. Jedenfalls bei deutschen.

    • Tatsächlich liegt auch meine Altersvorsorge (zum Teil) dort. Erspartes nach 42 Beitragsjahren. Das gibt es schon!

    • Immobilienkauf, genau, mit der Bargeldgrenze von 10.000 Euro. Oder ist es nicht mittlerweile gar so, daß man Immobilien gar nicht mehr mit Bargeld bezahlen darf?

    • Gilt der Datenschutz eigentlich auch für Steuersünder?

    • Die Schadenssumme kann ja nur festgestellt werden über die Angaben der Schließfachmieter.

      Möglicherweise haben einige Schließfachmieter höhere Geldbeträge angegeben, als sie tatsächlich in den Fächern hinterlegt haben, in der Erwartung, dass dann von der Sparkasse beziehungsweise von der Versicherung der Sparkasse mehr Geld erstattet bekommen?

    • @ Andreas Z. Ein türkischer Kollege hatte zu seiner Hochzeit 500 Gäste. Er meinte, viele seiner Landsleute würden 1000 Gäste einladen. Das würde die Kohle in den Kartons erklären.

    • Bei uns in einer fränkischen Kreisstadt, Barbiershop, vorm Laden alle Parkplätze belegt, bis auf den Behindertenparkplatz. Der Ladenbesitzer fuhr mit einem Maserati auf den Behindertenparkplatz, Motorhaube auf und sämtliche Shop Besucher, circa 20 kamen aus dem Laden, um den Maserati zu bestaunen. Nebenbei noch bemerkt, es befand sich davor kein Kunde auf einem Frisörstuhl. Noch Fragen Kienzle?

    • Deutschland ist dank Bargeld das Paradies für Schwarzgeld!

      -13
      • Woran erkennt man eigentlich einen Bot?

    • man legt also in gelsenkirchen bargeld fuer immobilienkaeufe in ein schliessfach bis es genug ist und geht dann mit den scheinen im geldkoffer zum verkaeufer und der zaehlt die scheine nach and the deal is done. gelsenkirchener deal in der aermsten stadt deutschlands ? in gelsenkirchen haben sie sogar eine kommunistische partei und ein lenin-denkmal. es wurde aus der tschechei geholt, die wollten es nicht mehr.

    • Man kann ja anderen Kulturen die aus Ländern kommen wo sich Politiker grundsätzlich an den Bürgern bereichern ja nicht vorwerfen das wenn Sie in ein anderes Land kommen sich ausnehmen lassen wie eine Weihnachtsgans. Nur die Deutschen lassen sich ausnehmen und jammern dann das die anderen versuchen das zu vermeiden. Paradox oder?

  • Etwas humorvoll könnte man sagen, die Räuber wurden von Dieben bestohlen.
    Naja, abwarten, was die Ermittlungen ergeben.

    164
    • Die Millionäre von heute sind auch nicht mehr das was sie mal wahren !! Zum einen nutzen sie die absolut dröge Sparkasse zum Schwarzgeldbunkern und am Ende belasten sie sich noch selber weil sie meinen Ihr Schwarzgeld auch noch ersetzt zu bekommen .
      Denke das Grundprinzip eine Bankschließfaches hat wohl keiner der Nutzer auch nur annähernd verstanden !

      • Wer solche Mengen an Schwarzgeld(-vermögen) anhäuft und im Dunklen bunkert, der muss sich wohl „Gier“ vorwerfen lassen.

        Und „Hochzeitsgeld“ in einem Schließfach statt auf einem Ertrag bringenden Festgeldkonto z.B. ganz offen anzulegen ist doch als „kreative Vertuschung“ zu erkennen.
        Auch kleine Leute haben heutzutage Spargroschen in Gold angelegt oder „pflegen“ den von Oma ererbten Schmuck. Bewiesen dadurch, dass sie es bei einer Sparkasse in’s Schließfach legen.
        Diese Leute sind die wahren Verlierer bei der Geschichte. Auch aufgrund der Tatsache, dass die Sparkasse den Tresorraum nicht vernünftig abgesichert hat.

        Nur so am Rande:
        Sparkassen sind i.d.R. Tochterunternehmen oder Gesellschaften der regionalen Gebietskörperschaften.

        • Auch kleine Leute haben heutzutage Spargroschen in Gold angelegt oder „pflegen“ den von Oma ererbten Schmuck. Bewiesen dadurch, dass sie es bei einer Sparkasse in’s Schließfach legen.

          Was ist da bewiesen ? Das ist ja das Problem mit den Schließfächern . Welcher unabhängige kann bestätigen oder Eigentümer beweisen was in seinem Schließfach war und welchen Wert es zu dem Zeitpunkt hatte .
          Ist auch ein Grund warum ich eben keine habe .

          23
    • wie gewonnen so zerronnen.

    • Naja, abwarten, was die Ermittlungen ergeben.
      Selbst wenn die gesamte Beute wieder auftauchen sollte dürfte die Rückgabe von Bargeld Gold und Schmuck schier unmöglich sein !
      Klar kann jeder genau seinen Hunderter oder Goldbarren beschreiben !! 🙂

    • Nun klar, warum die Sparkasse bei den Ermittlungen blockiert hatte? Der nette Staat (Besitzer dieser Geldwaschinstitute) müßte ja nun gegen sich selbst aktiv werden.

    • Sicher ein „Integrationswunder“, welches den Einbruch ermöglicht hat.

      Aber davon unabhängig: Buer ist der Nobelstadtteil von Gelsenkirchen.
      Deshalb hat es sicher auch ehrliche Vermögensbesitzer getroffen.
      Aber natürlich wurden auch Betrüger bestohlen, denn die meisten migrantischen Bürgergeldempfänger haben nach meinen Erfahrungen teils erhebliche Nebeneinkünfte.

    • Eventuell sind die Bestohlenen selber eingestiegen.Das wertvolle Gut liegt zuhause Im Tresor.Und lassen nochmals die Kassen klingeln.Auf so eine Idee kommen Biodeutsche nicht

  • Die ganze Aktion wirft Fragen auf. Die Täter wüssten wohl ganz genau was sie finden werden, denn normalerweise knackt man keine Sparkasse in der ärmsten Stadt Deutschlands sondern man würde erwarten das man dies in Düsseldorf, Grünwald bei München, am Starnberger See oder in Stuttgart macht. Dazu wirklich mal die Frage woher die hunderte Millionen in Gold und ähnlichem kommen, wenn die Nutzer der Schließfächer zu 90% aus Migranten bestehen in, ich wiederhole mich, der ärmsten Stadt Deutschlands mit der höchsten Arbeitslosenquote, der höchsten Quote an Bürgergeldempfängern in Westdeutschland. Fragen über Fragen die allesamt nicht oder kaum gefragt werden.

    168
    • Als Elektriker habe ich in meinen 50 Berufsjahren so manches Loch in die Wände diverser Gebäude gestemmt.
      Allerdings eine (tragende?) Stahlbetonwand aufstemmen, dazu dann noch anschließend die nächste solide (tragende?) Wand aufstemmen … Reeschbäckt!!! Das geht nicht in „fünf Minuten“ …
      Um größere Löcher in Beton zu „schneiden“ braucht man mehr als eine Handbohrmaschine. Solides Gerät mit einem Anschluss für fließendes Wasser zur Kühlung.

      Und Keiner hat’s bemerkt?
      Warum reden dann Alle von Fachkräftemangel? Hier haben qualifizierte Handwerker einen „zielstrebigen“ Job gemacht:
      sauber, leise und das angestrebte Ziel sicher erreicht!
      Leider können die Bauunternehmen den „erwirtschafteten“ Stundenlohn für diese Fachkräfte nicht zahlen …
      Man darf gespannt sein, ob diese Kräfte ermittelt werden und WO man die dann sicher einsperren will 😉 😉 😉

      (Vorsichtshalber: teilweise Sarkasmus)

      • Sollen 47 Stunden dort verbracht haben , sowie Verpflegung und WC mitgebracht haben ! WC sicher für evtl. Abdrücke… wurde dann wieder mitgenommen ! ;-)))
        Hier mal in einer türkischen Site, wie das Unikum-Bohrmaschine ausgesehen heben soll !!
        https://www.youtube.com/watch?v=UB2lRNuOGJs

        • Eine schöne Kernbohrung gemacht👍 geht durch wie Butter!

          0
    • Wer ein wenig Intelligenz hat, wird keine hohen Beträge in Schließfächern bunkern.
      Ich habe in einem Schließfach ausschließlich Familien-Dokumente liegen. Bei denen ist es bei Verlust recht aufwändig, neue Dokumente zu bekommen.
      Geld und Schmuck habe ich nicht im Schließfach, da gibt es andere Möglichkeiten der Sicherung.

    • In Düsseldorf, Grünwald, Starnberg oder Stuttgart hätten sie im Tresorraum der örtlichen Sparkasse wahrscheinlich ein Haufen wertlosen Papierkram gefunden, da ehrlich erworbenes Guthaben entweder auf Konten liegt oder – wenn es um Gold und Schmuck geht – meistens zu Hause in einem bestens versteckten Safe, von dem niemand weiß.

      Die Einbrecher wussten, dass wenn sie es auf tonnenweise Bargeld in kleinen Scheinen abgesehen haben, sie in einer Stadt wie Gelsenkirchen zuschlagen müssen. Hundert Millionen! Dieser Raubzug wird in die Geschichte eingehen, auch international.

    • Man muss den Räubern ja fast dankbar sein, dass sie die Arbeit der Justizbehörden erledigt haben.
      Den „armen Betrügern“ das Schwarzgeld weggenommen und die durch Betrug ergaunerte Sozialleistungen kassiert.
      Das zeigt mal wieder die Unfähigkeit der Justiz und die strafbare Nachlässigkeit der Sparkasse, wenn man so einfach die Schließfächer ausrauben kann.
      Mir tun nur die Handvoll Menschen leid, die ihren Familienschmuck oder ihr sauer erarbeitetes Geld dort gelagert haben

  • Ich hatte meine Millionen im Wald bei der alten Eiche vergraben. Als ich ein Jahr später mal nachschauen wollte, ob noch alles da ist, war das Nest leer. Zwei Eichhörnchen grinsten mich spitzbübisch aus den Zweigen an, als wollten sie mir sagen: Sieh, jetzt bist du ein glücklicher Mensch!

    • Jetzt kann man sich nicht mal mehr auf die Eichhörnchen verlassen…

  • Ein Artikel der umfassend informiert und mehrere Seiten beleuchtet und zu Wort kommen lässt. Noch dazu gut geschrieben von Henry Behrens. Danke und bitte am Thema dranbleiben.

  • Wer seinen Schaden nachweisen kann, wird ihn im Rahmen der Versicherungsleistung ersetzt bekommen. Wer den Erwerb seiner Wertsachen nicht nachweisen kann, geht leer aus. Wer keine extra Versicherung abgeschlossen hat, erhält nur einen Bruchteil der Schadenssumme.

  • Gelsenkirchen plötzlich reichste Stadt des Ruhrgebiets 😎

  • Wie schön, dass der Datenschutz hier greift. Bei Hausdurchsuchungen, im Kampf gegen rechts oder Corona ist man da nicht so pingelig.

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    • Ganz klar Oliver: Die Hochzeitsausstatter, Immobilienkäufer & Aussteuerer haben keine Majestäten beleidigt! Also müssen sie auch nicht die harte Hand des Gesetzes fürchten!

  • Wer seine Werte einer Bank anvertraut, dem ist nicht zu helfen.
    Und ausgerechnet die eventuell strafbar erlangten Vermögen in einem Schliessfach zu lagern, zeugt von einer bestehenden Unterkomplexität.

    • Seltsam, wenn man liquide Mittel hat, sollte man die doch möglichst liquide für sofortigen Zugriff bereithalten.
      Ich kenne einige Leute, welche sogar bis auf einen geringen Teil für die laufenden Abbuchungen sofort ihren Lohn abholen und diesen dann sinnvoll vor fremdem Zugriff sichern. Ein Platz unter der Matratze ist natürlich auch nicht optimal 😉
      Größere Summen gehören nicht unbedingt auf ein Konto hier in D und schon gar nicht in ein Schließfach.
      Und Bargeld ist doch sehr vergänglich. Selbst Immobilienwerte sollten in D durch hohe Grundschulden abgesichert werden, denn die Geier sitzen in den Regierungen und Behörden.
      Mein Opa sagte immer: Fass mal einem nackten Mann in die Tasche.
      Ein angeblich nackter Mann ist als Erpressungsopfer auch sehr unattraktiv.

    • Der Hinweis auf die Unterkomplexität war jetzt aber „kulturell unsensibel“… immerhin waren für die fraglichen Milieus bis vor kurzem noch fliegende Teppiche Stand der Technik.

      • Hauptsache kein Diesel!

  • Man möchte meinen, dieses Vermögen entstammt ehrlicher Arbeit.
    Ich habe ehrlich gearbeitet und bin weit davon entfernt.

    • Wenn das Geld ehrlich erarbeitet worden wäre, läge es auf einem Festgeldkonto oder würde in Aktien / -sparverträge oder steuersparend in Immobilien o.Ä. angelegt.

      Jede größere Menge Bargeld in diesen Kästchen wurde illegal erworben!

      • „Wenn das Geld ehrlich erarbeitet worden wäre, läge es auf einem Festgeldkonto oder würde in Aktien / –
        Sparverträge oder steuersparend in Immobilien o.Ä. angelegt.“ Bitte nicht vergessen ,das Finanzamt ist auch noch eine Möglichkeit ,um das ehrlich erarbeitete Geld dort hin zu bringen ,wo es gesichert weg ist. Auch ohne Fachkräfte mit Spezialbohrern. Und keine Polizei wird das ermitteln…

        • kurz nach dem raub wurde in einigen deutschen medien noch berichtet, dass es z.b. in der tuerkei ueblich sei ersparnisse in schliessfaechern aufzubewahren.

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  • „Es gibt keine Ehre unter Kriminellen!“

    • Alles ist schlechter geworden … 🙁

      😉

  • Die rote Sparkasse ist bestimmt halal und gehört zum Wells-Fargo-Verband.

  • Das Signal ist: Bank ausgeraubt? Der Kunde steht unter Generalverdacht.
    Wirkung: Kapital und Edelmetallflucht.
    Folge: Das Geld hat eine neue Heimat.

  • Leute, das war Filmreif und wird wenn verfilmt ein richtiger Kassenknüller. Allein die Umstände in der ärmsten Stadt Deutschland Millionen zu ergattern ist doch Science Fiction und wirft Fragen auf. Steuer- und Finanzbehörden sollten ein Interesse an der Aufklärung dieses Zusammhangs haben, ob dem nachgegangen werden kann ist fraglich, denn es könnte in mehrerer Hinsicht nicht kommod sein bzw. Werden.

  • Muss man nicht nachweisen, aus welchen Quellen das Geld stammt und beweisen, dass man überhaupt soviel Wertgegenstände und Geld im Schließfach hatte? Sonst könnte ja jeder behaupten, er hätte 10 1kg Goldbarren gebunkert.
    Dann ist ja Sozialbetrug leicht nachzuweisen.

    • Natürlich wird man beweisen müssen, welche Werte sich in den Schließfächern befanden, zumindest wenn sie den Versicherungswert von 10.300 Euro übersteigen. Ob man auch die Herkunft des Geldes nachweisen muss, hängt wohl vom Einzelfall ab. Wer (offiziell) von Bürgergeld lebt und angeblich Zigtausende Euro im Schließfach hatte, wird sich die Frage nach der Herkunft des Vermögens wohl gefallen lassen müssen.
      Aber es ist fast unmöglich, den Nachweis über den Inhalt des Schließfachs zu führen. Selbst wenn man beweisen kann (wie auch immer,z.B. mit Zeugen), dass man bestimmte Wertgegenstände in das Schließfach hineingelegt hat: Wie will man beweisen, dass man sie später nicht wieder entfernt hat? Ich denke, die meisten Schließfachinhaber werden sich wohl oder übel mit der Standard-Versicherungssumme von 10.300 Euro abfinden müssen .

    • Doch, das muss man. Man kann nicht einfach eine Schließfachversicherung über 500.000 Euro abschließen und dann behaupten, dass man auch so viel deponiert hat. Der Inhalt muss nachgewiesen werden. Deswegen ist das Geschrei ja auch so groß.

  • Die Behörde dürfe weder eigenständig Daten erheben noch Vermögensverhältnisse ohne konkreten Anlass überprüfen.

    Betrug ist also in Deutschland kein konkreter Anlass.
    Das Olafsche Gesetz oder wie ?

  • Ich hab das in einer meiner Banken im Schliessfach-Bereich auch schon beobachten können, zufällig, und vermutlich war das so nicht gedacht: Ein etwas älterer Typ, eher sehr heruntergekommenes Auto, zugemüllt, hat bündelweise Geld aus mehreren Schliessfächern umgelagert.
    Wenn so viel Bargeld da ist, muss es ja quasi aus nicht legalen Quellen stammen, denn sonst hätte man es aus den Transaktionen des Alltags bzw. des allgemeinen Lebens, wenn es sich um grössere Summen handelt, wie zum Beispiel für einen Autokauf oder womöglich Teureres.
    Es gibt dazu eine sehr interessante Dokumentation, sogar eine ARD-Produktion: Dirty Money – Geldwäsche-Paradies Deutschland. Lohnt sich, anzusehen.

    • Dann bist Du der Propaganda gegen das Bargeld ja schon auf dem Leim gegangen.

  • Ich sehe da keinen Widerspruch. Stadt arm, Bewohner reich. Könnte man vielleicht zur Verdeutlichung höchstens „Stadt arm, da Bewohner reich“ formulieren.

  • Naja, wo sollen denn die Klappbrötchenhersteller sonst ihr Geld lagern 🤔

  • Tja, mit Bitcoin hätte man sein Vermögen selber verwahren können. Aber egal, Euronen kann man ja nachdrucken.

    • Bitcoin ist kein Geld, sondern eine Illusion.

  • Es ist schon interessant wie Datenschutz in Deutschland funktioniert. Solange es gegen Politiker geht, ist er nicht wichtig. Aber wehe es geht um Raub und Diebstahl da wird er dann hochgehalten.

    • Kommt immer darauf an, WER dabei als Verdächtiger gilt …

  • Was für ein Moloch! Berlin ist das äquivalente, parallele Paradebeispiel.

  • War mal in der CDU Essen NRW, die Behörden wissen enorm viel und „Dulden“ was ihnen nutzt.

    • Unterschätzen wir auch bitte nicht den politischen ‚Druck aus den Obersten Etagen der Hierarchie‘ – manch einem anständigen Beamten werden da ‚die Knie weich’…

  • Naja. Da triffts wohl keine Armen. Oder mit anderen Worten. Die Kohle ist nicht weg sondern ist wo anders.

  • Ich finde das für die Betroffenen ganz schlimm, egal, wie die Werte zustande gekommen sind. Man wird mit heruntergelassenen Hosen erwischt und wird jetzt möglicherweise durch die Presse gezogen. Furchtbar. Geheimnisse sollen Geheimnisse bleiben.

    -23
    • Ich denke, das zuständige Finanzamt sollte die Daten bekommen und entsprechende Ermittlungen durchführen.
      Damit trifft es natürlich in erster Linie die kleinen Leute oder den Mittelstand, der zu dem einen oder anderen Groschen über den „zweiten Wirtschaftszweig“ gekommen ist.

      Die „Großen“ (Spahn/Scholz/Scheuer/…) betrifft Das natürlich nicht. Da ist ein Konto in der Alpenrepublik natürlich problemlos möglich, ertragreich und auch noch sicherer 😉

    • Oder man hält sich einfach an die Gesetze des Landes, in das man zwecks Verbesserung seiner Lebensumstände eingewandert ist und dem man alles verdankt.

      • Aber noch besser ist es ,wenn man allinclusiv versorgt wird.

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