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Spanische Exklave

„Sie sind immer noch da“ – Anwohner berichten von Angst und Gewalt durch Migranten in Ceuta

Die spanische Regierung spricht von einer Entspannung der Lage in Ceuta. Doch Berichte von Anwohnern, lokalen Medien und der Stadtregierung zeichnen ein anderes Bild: von Angst, Gewalt und dem Vorwurf, Madrid spiele das Ausmaß der Krise herunter.

Immer noch kampieren tausende Migranten in Ceuta (IMAGO/ZUMA Press Wire)

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Auch wenn laut spanischer Regierung ein Großteil der aus Marokko eingedrungenen Migranten die Stadt Ceuta bereits wieder verlassen hat, sitzt der Schock in der Exklave noch immer tief. Nachdem am Wochenende aufgrund des Ausnahmezustands zahlreiche Geschäfte geschlossen blieben, pendelt sich der Alltag in der Stadt nur langsam wieder ein. Noch immer sind mehrere Tausend Migranten aus Marokko in Ceuta und verstecken sich vor den angerückten Ordnungskräften. Eine Reportage der spanischen Tageszeitung El País begleitet einige Anwohner in den Wohnvierteln Los Rosales, Hadú, La Reina und El Príncipe in den Tagen nach dem großen Ansturm.

Unter dem Titel „Todavía quedan.“ („Sie sind immer noch da.“) illustriert die Zeitung, wie sich die Lage seitdem entwickelt hat. So heißt es, viele Anwohner empfänden die Krise des Wochenendes nach wie vor als nicht überwunden. Ein Bewohner berichtet davon, dass seiner Schwester die Arbeitskleidung gestohlen worden sei. Zugleich warnt er aber davor, alle Vorfälle den Migranten zuzuschreiben: „Wir versuchen, so fair wie möglich zu sein.“ Eine weitere Anwohnerin, die als Dolores vorgestellt wird, berichtet von den vergangenen Tagen wie folgt: „Ich musste zur Apotheke … und bin vorsichtshalber damit losgegangen“, und zeigt dabei auf ein Messer. Ihr Schwiegersohn ergänzt schnell: „Vielleicht tun sie dir gar nichts – aber die Angst bleibt.“

Nach Angaben von Dolores versteckten sich die verbliebenen Migranten inzwischen an unterschiedlichsten Orten und wichen den spanischen Soldaten aus, sobald sie diese kommen sähen. El País beschreibt den Zustand der Stadt als „calma tensa“, eine angespannte Ruhe. Zwar habe die Massenankunft illegaler Migranten ihren Höhepunkt überschritten, viele Bewohner empfänden die Lage jedoch weiterhin als so unsicher, dass sie beispielsweise nachts kaum geschlafen hätten und ihre Kinder nicht mehr allein nach draußen ließen. Wie tief die Verunsicherung reicht, zeigen auch improvisierte Barrikaden aus Bauzäunen, die Anwohner aufgestellt haben. Dahinter hält auch ein etwa 60 Jahre alter Rentner Wache. Er erzählt der Zeitung, dass ein Migrant ihm ins Gesicht getreten habe, als er ihn von einem Privatgrundstück verweisen wollte. Die aktuelle Situation kommentiert er sarkastisch mit den Worten: „De lujo“ („Klasse“).

In den sozialen Netzwerken kursiert derzeit zudem ein Video, das eine Messerattacke in Ceuta zeigen soll. Eine unabhängige Verifizierung der Aufnahmen liegt bislang nicht vor. Bestätigt wurden in Ceuta jedoch zwei Personen mit Stichverletzungen. Behauptungen in sozialen Netzwerken, das Video zeige einen tödlichen Angriff, wurden vom spanischen Innenministerium als Falschbehauptungen zurückgewiesen. Der Präsident der autonomen Stadt Ceuta, Juan Jesús Vivas, machte im Interview mit El País vor allem die verspätete Reaktion der Zentralregierung für die katastrophale Lage verantwortlich.

Die Stadt habe frühzeitig vor einer Eskalation gewarnt, sei in Madrid jedoch zunächst nicht ernst genommen worden. Rückblickend erklärte Vivas, man habe der Regierung Sánchez gesagt, Ceuta könne innerhalb weniger Tage eine Situation wie bei der letzten Migrationswelle 2021 erleben. Madrid habe daraufhin geantwortet, dies sei lediglich das übliche sommerliche Migrationsgeschehen. Später sei es jedoch genau so eingetreten, wie man in Ceuta gewarnt hatte. Die Situation selbst beschrieb Vivas mit den Worten: „Das war eine belagerte Stadt.“ Die marokkanische Regierung habe zudem gezeigt, dass sie „unzuverlässig“ sei; man müsse daher mehr „Respekt einfordern“.

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Auch die Lokalzeitung El Pueblo de Ceuta zeichnet ein dezidiert anderes Bild als die Zentralregierung. Unter der Überschrift „Die Realität, die die Bewohner Ceutas erleben, widerspricht der vom Innenminister Fernando Grande-Marlaska vermittelten Botschaft der ‚Normalität‘“ stellt das Blatt die auffallende Diskrepanz zwischen den offiziellen Verlautbarungen aus Madrid und den Erfahrungen vieler Einwohner heraus. Hier sei klar: „Es genügt, durch Ceuta zu gehen.“ Die Einwohner Ceutas hätten daher einen offenen Umgang mit der Lage verdient und keine übertrieben optimistische Darstellung, die sich von der Realität entferne.

Nach Angaben der Stadtregierung sind die Aufnahmeeinrichtungen weiterhin um 2872 Prozent überbelegt. Gleichzeitig sorgten Videos, die verbliebene Migranten bei „Allahu-Akbar“-Rufen zeigen sollen, für neue Diskussionen. Die Polizeigewerkschaft JUPOL wirft der spanischen Regierung daher vor, die Schwere der Lage gezielt herunterzuspielen und noch immer ein unzutreffendes Bild der Situation zu vermitteln.

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54 Kommentare

  • „Madrid habe daraufhin geantwortet, dies sei lediglich das übliche sommerliche Migrationsgeschehen.“

    Deutlicher kann man es nicht sagen.

    • Und bei uns in Deutschland könnte man schreiben:
      „“Anwohner berichten von Angst und Gewalt durch Messer-Menschen““

      Denn, Stand jetzt-> 17:07 Uhr

      Heute wurden mindestens 17 Delikte gemeldet

      https://messerinzidenz.de/

  • Legt euch Hunde zu. Unser Bruno, Deutscher Schäferhund mit „von“ im Namen, frisst auch beim Rennen.

    • Habe jetzt 2 kleinere. Hätte mir wieder einen Schäferhund kaufen sollen. Bin damit aufgewachsen, uns hat niemand was getan…

    • Ich habe schon Mühe damit, dass mir die Zimmerpflanzen nicht eingehen – Mein Hund täte mir Leid 😉

    • Unser Golden Retriever 1 Jahr will immer nur gekuschelt werden,den muß ich beschützen.Für mich ist er aber trotzdem der richtige Hund.😉

  • Nach Merkel: „Jetzt sind sie halt da“.

    • Diese Person ist halt auch immer noch da.

    • Genau. Blickt man auf das Foto oben im Artikel, das ist die Apokalypse. So ist es in Berlin, Wien, usw., usf. Aber der Doof-Michel, der Tagesschau/Heute-Michel, der ORF-Michel, sie alle sind degeneriert, vertrottelt und checken nichts. Es zeigt alles Richtung Untergang………….

  • Die Überbevölkerung wird als Waffe eingesetzt und die angeblich zivilisierten Länder merken es nicht bzw. ignorieren sie bis zur Selbstauflösung 🤷‍♂️

  • Wieviel Geld aus Westeuropa erhält Marokko???, ganz einfacher Hebel, wenn man wöllte…

  • Wo sind eigentlich die 7000 Minderjährigen, die Sanchez gerne behalten will?

  • Die Marine bringt das Küstenwachschiff „Rayo“ nach Ceuta, um die Überwachung der Küste zu verbessern
    – Das Hochseepatrouillenschiff ist unter anderem mit zwei RHIB-Schnellbooten für maritime Abfangoperationen ausgestattet
    rtvce.es/articulo/sociedad/armada-trae-ceuta-buque-accion-maritima-rayo-mejorar-vigilancia-litoral/20260803114958101865.html

  • Die Streitkräfte Burkinas Faso haben die Stadt Nadiaga in der Provinz Pama befreit.

    Die Stadt liegt an einem strategisch wichtigen Knotenpunkt von Straßen, die nach Togo und Benin führen, was sie zu einem wichtigen Punkt für die Kontrolle der Grenzgebiete macht.

    Die Befreiung von Nadiaga ebnet den Weg für die Stärkung der militärischen Präsenz an der Grenze zwischen den drei Ländern. Daraufhin werden Operationen zur Wiedereröffnung humanitärer Korridore und zur Wiederherstellung der Versorgung der lokalen Bevölkerung folgen, die lange Zeit im Einflussbereich von Kämpfern lebte.
    t.me/departamente/7952

    -10
  • Hunderte von Migranten campieren weiterhin in der Umgebung des CETI und von Benítez
    rtvce.es/articulo/sucesos/cientos-inmigrantes-continuan-acampados-alrededor-ceti-benitez/20260803141957101871.html

    -14
  • Vivas schätzt, dass sich in der Stadt noch „zwischen 3.000 und 5.000“ Menschen aus dem Massenzustrom aufhalten
    – Der Präsident betont, dass „es absolut unerlässlich ist, Maßnahmen zu ergreifen, damit sich so etwas nicht wiederholt, und Mechanismen zu schaffen, die Ceuta und seine Grenze sicher machen“
    rtvce.es/articulo/politica/vivas-calcula-que-ciudad-todavia-quedan-entre-3000-5000-personas-entrada-masiva/20260803111008101863.html

  • Wird doch langsam Zeit in der Rente eine Waffenschein und entsprechende Ausrüstung anzuschaffen.
    Dies geht nicht mehr gut aus und haben und nicht haben – legal – wobei die mit Sicherheit, wie schon berichtet illegal ausgestattet sind.

  • Ach, der ÖRR und Sozen werden uns doch nicht anlügen?

  • Vor allem die Schwarzafrikaner werden nicht „zurückgehen“. Es gibt für sie Nichts zu dem sie zurückkehren können.

    • Ihre Familie, ihre Kultur, ihre Freunde, ihre Sprache, ihre Religion vielleicht?

    • Eben. Sie tragen ja auch nichts dazu bei (außer unkontrolliert Kinder in die Welt zu setzen), daß es etwas geben könnte, zu dem es sich zurückzukehren lohnt.

  • „Zugleich warnt er aber davor, alle Vorfälle den Migranten zuzuschreiben:“ altbekanntes Denkschema „Messermorde gab es auch schon früher!“ Na dann, wohl bekomm`s.

  • Ich fordere die Omas gegen Rechts auf , dort mit Teddys auszuhelfen ; denn viele glauben tatsächlich , ein „ junger Mann „ habe Sehnsucht nach solchen Gruftties !! Aber ich rate zur Vorsicht , und nicht zur Kopflosigkeit… aber was soll es , ist ohnehin das letzte Aufgebot !!

  • Eben gerade auf YouTube eine Werbung von „karriere-mercedes-benz.de“, gesehen. Ein Weißer, ein Schwarzer und eine mit Kopftuch.
    Also, gewöhnt euch dran!
    Gekommen um zu bleiben!

    • Kundengerecht angepasst eben.

    • Solange der Deutsche das so will und immer wieder die wählt, die das veranlassen…

  • Das sind keine Migranten sondern Invasoren. Kapiert das endlich.

  • Sie sind gekommen um zu bleiben. Sie haben gehört, in Europa gibt’s ein Land wo nur Kartoffel angebaut werden, und da sind schlafende Michls. und das gute daran, das Land gehört niemand.
    Wer Sarkasmus findet darf in behalten..

  • Die jungen Männer auf dem Foto, die würde ich eher als Sub-Sahara-Neger einordnen. Also nix mit gepeinigten Marokkanern, darunter (so die Welt vorgestern ahnungslos): „Viele Frauen mit kleinen Kindern und Hochbetagte.“

    • Die Kinder und die Hochbetagten sollen also auch 4 Stunden geschwommen sein…
      Das ist pure Verarschung, man hat auch nur junge Kerle gesehen, die sich wie die Axt im Walde benahmen.

      • Niemand ist da 4 Stunden geschwommen.. die ersten sind vielleicht vor dem marokkanischen Ausgang abgeschwommen und dadurch etwas weiter, aber auf Videos sieht man auch, wie die kurz vor der Schwimmsperre ins Wasser gehen um einmal das U zu schwimmen

    • Außerdem machen diese jungen Männer nicht den Eindruck, gut ausgebildete Fachkräfte zu sein, die sich problemlos in den Arbeitsmarkt und in die europäische Gesellschaft integrieren lassen würden.

      • Die grölen den Schlachtruf der Moslems, das sagt doch bereits warum sie kommen.

  • Wenn man als spanischer Kolonist ein Stück Marokko besetzt, dann muss man eben mit den Konsequenzen leben. Wer sich nicht behauptet in der Welt der hat zu weichen.

    -40
    • Geschichte gehört nicht zu Ihren Kernkompetenzen ?

      Als Spanien (bzw. das temporär spanische Portugal) diese beiden Flecken im Norden Afrikas übernahmen. Da gab es den Staat Marokko noch gar nicht. Das Wort „Kolonist“ erscheint mir deswegen deplaziert.

      • Dr. Tom…korrekt, damals nannte man sie noch Moros. Haupttätigkeit Piraterie, Menschenraub, Versklavung. Noch im 19.Jahrhundert. Erst die US Marine in dieser Zeit machte dem Treiben ein vorläufiges Ende.

      • Neuer Nick, dieselben Beleidigungen.
        Deine anderen Kommentare wurden bereits gelöscht!
        AN wacht auf!

    • Reconquista ! Der Islam darf gerne nach Mekka und Medina abgeschoben werden. Nordafrika wird wieder christlich wie vor der muslimischen Invasion.

  • Ich sehe auf dem gesamten Bild zwei (!) Personen, die vielleicht Marokkaner sein könnten. Der Rest sind schwärzeste Schwarzafrikaner. Da ist nichts, gar nichts, rein gar nichts was auch nur den Hauch „Asyl“ rechtfertigt: Das sind Einwanderer in Sozialsysteme Europas. Und natürlich; auch bald auf unsere Straßen und Marktplätzen zur Verstärkung des hiesigen Stadtbildes.

    • Erich… var einiger Zeit hörte ich das Gerücht, dass viele solcher Invasoren ein Bahn-Ticket nach Madrid erhielten. Von dort ein Flugticket nach……..3 x darfst du raten?

    • Durch die grüne Glut-hitze-wellle gebräunt 😡🤢

  • Buch: 2015
    Udo Ulfkotte
    DIE ASYL – INDUSTRIE🤢

  • Der grüne Einzelfall, demnächst auch
    auf der links, grünen Freiluftbühne,🥵🤢

  • 7 Tote, darunter drei russische Kinder, aber 0 Nachrichten von alternativen deutschen Nachrichten.
    Schlecht, wenn man bei Terrorismus auf beiden Augen blind ist.
    t.me/anna_news/93760

    -20
    • Deine Fake News interessieren niemanden.

    • Bei einem russischen Angriff auf die Ostukraine sind nach Angaben der Behörden vier Menschen getötet worden, unter ihnen drei Kinder.

      -13
    • >anna_news

      Russenstuss.

      -20
  • Der Präfekt von Ober-Mbomou, Oberst Leonard Mbele, sprach den russischen Militärexperten seinen Dank „für die hervorragende und vorbildliche Arbeit, die sie in Obo geleistet haben“ sowie für ihren Beitrag zur Gewährleistung der Sicherheit in der Zentralafrikanischen Republik aus.
    t.me/officersunion/2208

    -11
    • wie konnten denn diese russischen Militärexperten nur dem Fleischwolf entkommen, ich frage für Waldimir

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