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Merz mischt durch

Rochade im Kabinett: Warken wird Kanzleramtsministerin, Linnemann rückt als Gesundheitsminister nach

Friedrich Merz mischt seine Mannschaft durch: Nina Warken wird neue Kanzleramtschefin, der bisherige CDU-Generalsekretär Linnemann wird Gesundheitsminister. Auch Amthor bekommt einen neuen Job.

Merz mag beide: Warken und Linnemann stehen vor neuen Herausforderungen. (IMAGO/NurPhoto)

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Gesundheitsministerin Nina Warken soll die neue Kanzleramtschefin werden. Das berichtet Bild exklusiv. Die CDU-Politikerin ersetzt damit den bisherigen Amtsinhaber Thorsten Frei, der die Führung der Unionsfraktion im Bundestag übernimmt.

Über diese Personalie war zuletzt vermehrt spekuliert worden. Warken wird intern geschätzt: Stimmen beschreiben sie als leistungsstark und gewissenhaft, als eine, die sich in Themen einarbeitet. Das habe sie im Gesundheitsministerium bewiesen, so die Lesart. Sie gehört zu den Ministern im Kabinett Merz, die tatsächlich nennenswerte Schritte in Reformprozessen vorweisen können. Beschrieben wird sie auch als Parteisoldatin.

Warken hatte als Chefin der Frauen-Union Recherchen zufolge großen Anteil daran, dass der geschasste Jens Spahn in der Affäre rund um die eigene Familienplanung und Leihmutterschaft schließlich zurücktreten musste.

Das Gesundheitsministerium soll währenddessen von Carsten Linnemann übernommen werden. Der CDU-Generalsekretär galt eigentlich während der Regierungsbildung im vergangenen Jahr als Top-Anwärter auf einen Ministerposten – entschied sich schließlich aber dagegen, ein in seinen Kompetenzen geschwächtes Wirtschaftsministerium zu übernehmen. Nun soll der innerparteilich beliebte Minister mit dem Gesundheitsministerium ein Ressort übernehmen, das zentral für die erklärten Reformziele der Regierung ist: Linnemann muss die von seiner Vorgängerin ins Werk gesetzte Gesundheitsreform zu Ende bringen, auf die auch Bundeskanzler Merz großen Wert legt.

Damit wird Linnemann, der als Generalsekretär aus dem Adenauer-Haus noch ein Minimum an Distanz zu manchen Entscheidungen der Bundesregierung darstellen konnte, künftig noch stärker für die Regierungsperformance in Mithaftung genommen werden. Der Westfale, der im Wahlkampf vor allem mit markigen Sprüchen und „Einfach mal machen“-Rhetorik auftrumpfte, wird im Gesundheitsressort jetzt beweisen können, was wirklich in ihm steckt.

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Seinen Job in der Partei wird er Bild zufolge aufgeben – eine Entscheidung, die viele Parteifreunde bedauern werden. Für seine Nachfolge sind laut der Zeitung wiederum zwei Frauen im Gespräch: die bisherige Bundesschatzmeisterin Franziska Hoppermann und die Bundestagsabgeordnete Carina Dos Santos-Wintz. Mit Letzterer würde eine Vertreterin der Jungen Union als Generalsekretärin auch die Kampagnenführung in der CDU übernehmen.

Dos Santos-Wintz ist auch Teil der „Jungen Gruppe“ innerhalb der Unionsfraktion im Bundestag. Sie gehört zu jenen, die im Rentenstreit Ende vergangenen Jahres erst Widerstand gegen die damals heiß diskutierten Rentenpläne von Bärbel Bas und Friedrich Merz leisteten. In der Bundestagsabstimmung im Dezember stimmte die Abgeordnete schließlich doch für das umstrittene Paket.

Der CDU-Politiker Philipp Amthor, der bisher Staatssekretär bei Digitalminister Wildberger war und insbesondere mit Bürokratieabbau befasst ist, soll ebenfalls ins Kanzleramt wechseln – und dort den Posten des Bund-Länder-Koordinators übernehmen. Er bleibt damit im Rang eines Staatssekretärs. Der altgediente CDU-Politiker Michael Meister, der den Posten seit Regierungsantritt innehatte, galt in dem Amt als glücklos. Das zeigte sich auch bei der empfindlichen Niederlage rund um den sogenannten Tankrabatt, als der Bundesrat die Pläne von Merz im Mai ablehnte.

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44 Kommentare

  • Wer hat noch nicht, wer will nochmal?

    • Alles wurde doch gemäß der hohen Anforderungen an die Qualifikationen für diese Posten besetzt?

      • Linnemann hat ganz sicher keine Qualifikation für das Amt des Gesundheitsministers. Aber anders konnte Merz ihn nicht so unauffällig als Generalsekretär loswerden.

    • Wenn der Bauer auf dem Hofe den Mist mit der Mistgabel wendet, bleibt es Mist und stinkt zum Himmel, würden manche hinweisen.

      Das wahre Problem des Fachkräftemangels halt, den es nur in der alteingesessenen Politik gibt.

  • Regierung spielt Reise nach Jerusalem 😉

  • Juhu so geht es weiter Bergab so muss es laufen 👍👍👍

  • Mannomann.
    Ein Sommerpausen-„Pöstchen wechsel dich“ unter der gläsernen Donnerkuppel in Mordor …
    … doch das mit handverlesenen High Performern besetzte Karussell dreht sich weiter, doch die nur noch munter vor sich her glimmenden Kerzchen auf der bunten Torte bleiben stets dieselben.
    Wir haben ein offensichtliches Fachkräfteproblem!

  • Nanu? Ist heute der 1.April? Warken war doch ein Vorschlag der SPD-Frauen und Linnemann ist kein Fachpolitiker für Gesundheit, sondern ein Experte für Wirtschaft mit Hang zum Generalisten.

    Für mich sieht das aus, als sei die Personalreserve der Union aufgezehrt.

    • Für mich sieht das nach wegbefördert aus.

    • Für mich sieht das so aus, als ob die Planlosigkeit planlos sich die Pöstchen hin und her schiebt…
      Rotes Förmchen für dich, ich nehm das gelbe…..mit euch spiele ich nicht mehr wenn ich das blaue nicht bekomme….Sandkastengeschacher

      • Am Besten monatlich jeden Nichtsnutz noch mal im Ringtausch ein Pöstchen weiter schieben. Dann können RTL/ÖRR immer auf´s Neue die Bürger über weitere Optimierungen aufklären.

  • Was will man machen wenn man nur die Wahl hat zwischen kann nix und kann garnix? Endergebnis: Das wird auch nix.

    • Die schwarz/linke Inkompetenz-Brigade macht sich auf die Reise nach Jerusalem und irgendwann gibt’s keinen Stuhl mehr 🙂

      • Solange euere Weidel Sch* labert gipt es genug Stuhl in der Politik.

        -10
  • Für mich hört sich das nach Quotenfrau an. Die wird ins Schaufenster gestellt, um den Leuten die Frauenquote vorzuzeigen Merz.
    Bei Linnemann bin ich mir auch nicht klar, was in als Gesundheitsminister qualifiziert.

    • Wie bei allen- der unbedingte Vorsatz und Wille, den Steuerzahler zu schächten!

  • Dann bitte auch den Außenminister austauschen. Es ist unverständlich warum
    Merz den ins Amt berufen hat
    https://www.welt.de/politik/ausland/article6a61d63ad4d33e475a7b57ca/auftritt-in-johannesburg-das-kann-in-niemandes-interesse-sein-wie-sich-wadephul-in-suedafrika-mit-trump-anlegt.html?source=puerto-reco-2_ABC-V50.5.B_schlagzeilen

    Man muss doch nicht in jedes Fettnäpfchen treten. Ein Außenminister ist Aushängeschild für ein Land . Watefuhl ist keines

  • Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit und schon haste den Job. 😅

  • hahaha…der ober-pseudo-enttäuschte Schwätzer Linnemann will jetzt doch als Kartellminister mitmachen!

    • Es gibt tatsächlich Wahnsinnige, die ihn für einen „Konservativen“ hielten uns jetzt enttäuscht sind.

      • Genau…im Sommer vor der Wahl hab ich die Gehirn gewaschenen bei einer Gartenparty reden hören…..“ja die CDU ist schon ziemlich übel, aber der Linnemann….ja der, solange der noch…..“ UND NUN?! Sie schweigen oder müssen kotzen! Schätze, das weiß der Oberblender von der CDU noch gar nicht.

  • Das ist so ein Sauhaufen. Stelle mir gerade vor wie es wohl wäre wenn mein Arbeitgeber einfach mal so ne Personalrochade quer durch alle Abteilungen durchführen würde. Das würde so dermaßen in die Hose gehen.

    Und bei mir in der Firma arbeiten gelernte Personen mit nem Berufsabschluss. Bei der CDU geht das vlt. weil dort keiner etwas kann – egal in welchem Resort sie sind

  • Linnemann … Mal generell WELCHE BEFÄHIGUNG hat der allglatte Galeerenpeitscher denn ?

    Sein kompletter Habitus überdeckt seine massiven Bildungsdefizite ……..

    • Linnemann beendete 1998 den Grundwehrdienst in Augustdorf und wechselte danach in die Buchhandlung seiner Eltern (1998–1999). Anschließend studierte er BWL in Paderborn und schloss 2002 als Dipl.-Betriebswirt (FH) ab. Von 2002 bis 2006 promovierte er in Volkswirtschaftslehre an der TU Chemnitz (mit Auszeichnung im Nachwuchswettbewerb zum Export von Dienstleistungen). Danach arbeitete er ein Jahr als Volkswirt bei der Deutschen Bank Research in Frankfurt (u. a. als Assistent von Norbert Walter) und wechselte 2007 zur Deutschen Industriebank (IKB) nach Düsseldorf, wo er bis zum Einzug in den Bundestag im Bereich Konjunktur und Mittelstand tätig war.

  • Merz braucht genau einen solchen Typus in seinen Ämter. Fachkompetentes und integeres Personal wären für ihn gefährlich. Manche würden „Abnicker“ sagen.

  • The more things change, the more they stay the same …

  • Aufstieg für Warken (absurde Entscheidung!)
    Absturz für Linnemann (warum wird er dann nicht gleich Chef BK, der weit wichtigere Job?) – UND für die CDU, wenn man sich seine 2 Nachfolgerinnenoptionen anschaut

    Insgesamt: Merz gestärkt. CDU, v.a. Linnemann, deutlich geschwächt, nur noch Durchhalten, kein Inhalt mehr

  • Das lustige Stühlerücken der Nullpenveranstaltung.

  • Ich verstehe es nicht. Sie hätten doch KL reanimieren können. Der ist zwar ( mutmaßlich) keine Frau, dafür aber von der SPD

  • Da ist der Kanzler vor SPD Gnaden wieder umgefallen. Die Randgruppen Partei SPD fordert etwas und Merz erfüllt die Aufgabe. Neuwahlen sofort!

  • OMG ….mehr sagt man dazu bessser nicht

  • Und das Nietenkarussel dreht sich wieder, die Fahrgäste des Karussells wechseln von gelben Schauckelpferd auf das blaue und umgekehrt.

    Das ist halt das Schöne am parteilichen Berufsschmarotzertum, man muss von nichts eine Ahnung haben und genau deshalb auch problemlos von einem Ressort zum anderen wechseln. Wunderbar!

  • Unfassbar, der SPD wieder einen Wunsch erfüllt mit Nina Warken‘s neuer Aufgabe.

  • na super, das wird ein Fiasko

  • Same same but different.

  • Die hellen Köpfe haben die Partei schon unter Merkel verlassen und sind zum Teil zur AFD gewandert.

  • Eins ist sicher, die können Verwaltung!!!
    jeder normale Mensch weis eigentlich, das neue Besen gut Kehren.
    In der Verwaltung werden halt mal eben die Bilder getauscht, die Mailkonten geändert, die Anschriften, das Briefpapier usw.
    Oha, wie man sich doch selbst in Arbeit hält, alle zusammen.
    Wie ich euch alle zusammen hasse, aber nur weil das Schmarotzertum auf den Leistungen anderer fußt.

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