Umverteilung
Ressentimentclub SPD: Wenn gar nichts mehr geht, bleibt noch die Neiddebatte – diesmal um Erbschaften
Die SPD hat ein Reformkonzept für die Erbschaftsteuer vorgestellt. Was nach sozialer Gerechtigkeit klingen soll, dient in Wahrheit der Stimmungsmache. Wie mit dem Vorschlaghammer kämpfen die Sozialdemokraten gegen die Kultur der bürgerlichen Familie.
Die SPD holt die große Ressentimentkeule aus dem Gepäck. Es hatte sich in den vergangenen Monaten bereits angekündigt: Nun präsentiert die Partei ihr Konzept einer Erbschaftsteuerreform (mehr dazu hier). Im Duktus einer guten, stramm auf links gebürsteten Partei will man dabei selbstverständlich nur den besonders Reichen ans Leder.
Diese Reichen sollen, so der Grundton der Umverteilungsstrategen und steuerpolitischen Vordenker der SPD, Generalsekretär Tim Klüssendorf und Fraktionsvize Wiebke Esdar, endlich ihren „fairen Anteil“ zur Finanzierung der Gemeinschaftsaufgaben des Staates entrichten.
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Ganz konkret sieht das Konzept vor, die umfassenden bisherigen Freibeträge durch einen einmaligen, sogenannten Lebensfreibetrag zu ersetzen, der insgesamt pro Erben bei einer Million Euro liegen soll – wobei nur 900.000 Euro unter Verwandten genutzt werden können. Damit würden die bislang geltenden Freibeträge ersetzt, die sich auf ein einzelnes Erblasser-Erben-Verhältnis beziehen und sich bei Schenkungen nach zehn Jahren immer wieder regenerieren.
Zudem sollen die Steuersätze künftig unabhängig vom Verwandtschaftsgrad sein. Ein kleines Bonbon hält die SPD für Häuslebauer bereit. Selbst genutzte Immobilien sollen wie bisher vom Zugriff des Fiskus verschont bleiben, sofern die Erben den Wohnraum persönlich weiter nutzen.
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Zugriff auf das Unternehmensvermögen
Wirklich heikel wird der SPD-Vorstoß an der Stelle, wo sich die Umverteilungsspezialisten – wirtschaftsabgewandt wie eh und je – der Vererbung von Unternehmensvermögen widmen. Künftig soll im Falle der Übertragung eines Unternehmens Steuerpflicht herrschen und ein besonderer Freibetrag auf den Unternehmenswert von bis zu fünf Millionen Euro gelten.
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Die SPD präsentiert ein familienfeindliches Erbschaftsteuererhöhungs-Konzept: Der Verwandtschaftsgrad soll bei den Steuersätzen „keine Rolle mehr spielen“, Freibeträge werden zusammengestrichen und die Weitergabe großer Familienunternehmen wird erschwert.Oberhalb dieser Grenze wird es für Firmenerben teuer. Nur die Möglichkeit, die Steuerpflicht über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren zu stunden, soll die Folgen abfedern. Bietet dann Vater Staat ein zinsgünstiges Darlehen, um den eigenen Raubzug abzusichern? Eine kurze Modellrechnung verdeutlicht die Tragweite des Vorhabens.
Wird ein Unternehmen mit einem geschätzten Wert von zehn Millionen Euro übertragen, könnten zwischen 779.000 und 1.230.000 Euro fällig werden. Der Rechnung liegt ein einzelner Erbe zugrunde, der seinen Lebensfreibetrag zuvor noch nicht angetastet hat. Bemessungsgrundlage sind dann nach Abzug des Firmenfreibetrags 4,1 Millionen Euro. Die Steuersätze für Erbschaften in dieser Höhe liegen bislang bei 19 bis 30 Prozent. Angaben zu deren künftiger Höhe haben die Sozialdemokraten bislang ausgespart.
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Ein herber Schlag für den Unternehmer – oder das Eigenkapital seiner Firma. Denn es ist nicht davon auszugehen, dass diese Beträge auf einem Sparkonto bereitliegen oder kurzfristig verfügbar sind. Selbst im Falle einer Streckung über viele Jahre bedeutet dies ein schleichendes Ausbluten des Firmenkapitals. Viele Unternehmer würden gezwungen sein, diese Steuer aus der eigenen Kasse zu begleichen oder erhebliche private Mittel aufzuwenden, um Arbeitsplätze zu sichern und den Bestand des Unternehmens nicht zu gefährden.
Und grundsätzlich gilt für politische Initiativen dieser Art eine Grundregel: Hat man erst einmal den Fuß in der Tür, wird diese in der Zukunft weiter brutal aufgestoßen. Mit anderen Worten: Die Steuersätze werden steigen und die Freibeträge (im Zweifel durch Inflation, wie in den letzten Jahren) zusammenschrumpfen. Und ein Grund zu neuerlichem Fischzug findet sich stets angesichts der katastrophalen Finanzlage des Staates, die eben diese Herrschaften zu verantworten haben.
Realitätsfremd in der Wirtschaftskrise
Der steuerpolitische Vorstoß der SPD ist parteitaktisch vielsagend, und er ist realitätsfremd, weil er in eine Phase der Deindustrialisierung und in eine handfeste Wirtschaftskrise fällt, in der Unternehmen um jeden Millimeter finanziellen Spielraums kämpfen müssen. Was treibt diese Politik an? Ist es kognitive Dissonanz – die Weigerung, die ökonomische Realität zur Kenntnis zu nehmen? Oder ist es der Frust darüber, dass sich Märkte, Unternehmen und Wertschöpfung nicht per Verordnung beugen lassen?
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Vor der politischen Brandmauer wird es zunehmend ungemütlich für die Leistungsträger dieses Landes. Rücksicht auf die wirtschaftliche Substanz der Mittelschicht wird längst nicht mehr genommen. Stattdessen wird diese systematisch zugunsten des Staates liquidiert, um buchstäblich jeden Euro zu mobilisieren und den eigenen Reformdruck zu mindern.
Für Klingbeil, Klüssendorf und ihre Parteifreunde ist dies angesichts eines wohlgesinnten Medienmainstreams ein leichtes Spiel. In Zeiten wachsender Krisen, die mittlerweile breite Teile der Bevölkerung betreffen, wird gezielt Ressentiment geschürt und die billige Karte der sozialen Gerechtigkeit ausgespielt. Und im Modus der Nothaushalte und klammen Kassen wird der Aderlass der Mittelschicht zur politischen Rettungsarbeit umgedeutet und von den staatsnahen Redaktionen als alternativloses Reformwerk in den Medienäther gepflanzt.
Symbolpolitik statt Substanz
Dabei ist die Erbschaftsteuer im bunten Reigen des deutschen Fiskus in Wahrheit kaum mehr als eine mediale Krücke. Als Ländersteuer steht ihr Aufkommen dem Bund nicht einmal zu. Im Jahr 2024 belief sich das Aufkommen auf rund 8,5 Milliarden Euro – ein Plus von etwa zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gemessen am gesamten Steueraufkommen der Bundesrepublik entspricht dies einer Marginalie von etwa einem Prozent.
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Selbst der von den Sozialdemokraten geplante fiskalische Raubzug gegen Familien und insbesondere Familienunternehmen dürfte allenfalls eine einstellige Milliardensumme in die leeren Kassen spülen. Warum also dieses Drama?
Zum einen geht es um den gewünschten Medieneffekt, der bei vielen Bürgern verfangen dürfte: „Lasst endlich die Reichen zur Ader, wir bluten doch schon – durch Inflation, Sozialabgaben und inzwischen auch durch zunehmende Arbeitslosigkeit.“ Psychologisch wirkt die Erbschaftsteuer wie ein Vorschlaghammer gegen die Kultur der bürgerlichen Familie. Und genau an dieser Stelle stoßen wir auf den medienpolitischen Angriffsvektor der Linken.
Über das Leben hinweg Vermögen aufbauen und dieses an die eigenen Nachkommen weitergeben: Es sollte jedermann einleuchten, dass darin eines der zentralen ökonomischen Ziele von Erwerbsarbeit besteht. Genau das ist der klassischen Linken seit jeher ein ideologischer Dorn im Auge.
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Ihre politische Machtbasis speist sich nicht aus selbstständigen, wirtschaftlich unabhängigen Familienstrukturen. Ihre Basis ist ein ausgedehnter Wohlfahrtsstaat, der Abhängigkeiten stabilisiert und reproduziert. Wo Vermögen, Eigentum und familiäre Kontinuität geschwächt werden, wächst die Rolle staatlicher Fürsorgeapparate – und mit ihr ein administratives Milieu, das vom dauerhaften Krisenmodus lebt.
So entsteht eine Sozialindustrie, deren Wachstum zunehmend wichtiger erscheint als die Befähigung zur Eigenständigkeit. Dass sich mittlerweile auch die CDU dem illustren Club der Ressentimentpolitik angeschlossen hat, dürfte vielen ebenfalls klar geworden sein. Schließlich war es CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Spahn, der im vergangenen Jahr die Erbschaftsteuerdebatte überhaupt erst ins Rollen brachte.
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Wiebke Esdar und Tim Klüssendorf, ein neues linkes Traumpaar am roten Sozialistenhimmel. 😍🤡
Eine tolle Analyse.
Für die SPD ist jeder reich, der mehr als fünf Euro auf dem Konto hat. Für die Linken ist diese Grenze ein Euro. Und ab dieser Grenze muss alles versteuert werden, auch wenn es schon zwei, drei mal versteuert wurde. Hach, die Linken lieben so sehr das Geld anderer, also für das sie nicht arbeiten müssen…
Nicht vergessen: das sind die ewigen Koalitionspartner der Union, während die AfD der ewige Feind bleibt. Wegen schlecht für den Industriestandort Deutschland und so.
Wenn man sich vor Augen führt, dass der Staat nach wie vor knapp 1 Bill. Euro Steuern jährlich kassiert, darauf noch die enorme Verschuldung und es reicht immer noch nicht! Die anderen massiven Abgaben wie SV-Beiträge, Gebühren sind in diesem Topf noch nicht einmal aufgeführt.
Das kann nicht – das muss schief gehen!
Hilferuf: wo bleibt die Kettensäge?!
Die bleibt an der Wahlurne hängen.
Diese Partei geht mittlerweile voll an mir vorbei. Interessiert mich nicht. Aber auch Politik interessiert mich fast nicht mehr. Warum? Die Beschäftigung damit raubt einen Zeit für andere wichtige und schöne Dinge die man tun kann.
Die SPD ist noch nie in der Lage gewesen Geld aus Produktivität zu generieren.
Sie wird es auch nie sein.
Leichter ist es doch Geld zu verteilen. Erst die Partei, dann die Partei und dann die Partei!
War da noch was? Nö ….
Das ist bei der SPD aber in erster Linie eine Problem von Intellekt Bildung und Selbstdisziplin .
Geld aus Produktivität zu generieren! Setzt umfangreiche Bildung s und Berufserfahrungen voraus ! Auch schadet eine fundierte Schulausbildung oder auch sogar mal ein Wirtschaft s oder Technisch ausgerichtetes Studium der Sache eher weniger ! Ferner setzt ein Qualifizierter Lebenslauf auch ein gehöriges Maß an charakterlicher Reife Selbstdisziplin und Kontinuität voraus . Alles Merkmale die es bei der Führungsrege und vielleicht auch nicht einmal mehr bei den Mitgliedern der SPD zu finden gibt !
Was bleibt ist sich die Wählerstimmen bei den noch Einfachstrukturierteren zu kaufen und das ganze soziale Gerechtigkeit zu nennen .
Nun, die wirklich dramatischen Effekte würde diese „Reform“ vor allem dort zeitigen, wo das „Firmenkapital“ praktisch vollständig in den „Produktionsmitteln“ steckt:
Nach bisheriger EU-Logik mussten Land- und Forstbetriebe wachsen um bestehen zu können. Da ist man schnell über den Sozialisten-Grenzen. Und dann hilft nur beleihen (was bei Acker-, Weide- und Waldflächen wegen der „Preisdeckelung“ in manchen Bundesländern gar nicht mehr so einfach ist), oder verkaufen.
Der Artikel macht es sich zu einfach, indem er die Erbschaftsdebatte der SPD pauschal als Neidkampagne abtut. Tatsächlich handelt es sich um einen legitimen politischen Streit. Wenn man fragt, was z. B. die AfD in dieser Frage „besser“ machen würde, ist klar: Die AfD lehnt höhere Erbschaftsteuern grundsätzlich ab und setzt auf vollständige Abschaffung oder Entlastung. Eine Position, die vor allem steuerliche Einfachheit betont, aber kaum soziale Gerechtigkeit schafft. In der Politik geht es immer um den Ausgleich zwischen Freiheit und Steuerung: Mehr Freiheit führt zwangsläufig zu Ungleichheit, mehr staatliche Eingriffe schränken Freiheit ein, können (theoretisch) für mehr Gleichheit sorgen. Wo dieser Kompromiss liegen soll, ist eine Frage politischer Überzeugung. Wer jede Umverteilungsdebatte sofort als Neid abwertet, verweigert sich einer ernsthaften Auseinandersetzung mit komplexen Gerechtigkeitsfragen. Genauso wenig bringt es, politische Gegner pauschal zu verunglimpfen.
Man könnte mit der Erbschaftssteuer mal bei der SPD Mediengesellschaft anfangen.
Dem Klingbeil sieht man richtig in seinem Gesicht an das der noch nie richtig gearbeitet hat. Der hat immer noch diesen Babyspeck auf den Backen ^^
Was wären die Optionen für Unternehmer?
1. Verkaufen: an wen? Chinesen oder Kataris?
2. Personal einsparen: schön für die Arbeitslosenquote
3. Kredit aufnehmen? Dann kann nicht mehr wettbewerbsfähig produziert werden (somit Insolvenz), oder die Preise steigen.
Wenn es um Gerechtigkeit geht dann Erbschaftssteuer abschaffen!
Das sind Werte die Menschen erwirtschaftete haben. Die gefühlt hundertmal schon versteuert wurden. Gelder die wiederum entweder zur Produktion von Gütern eingesetzt werden, Arbeitsstellen sichern oder in Form von Kapital Geld generiert.
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Aber nein wir geben es diesem Staat / SPD, welche bewiesen hat, dass Steuergelder nur noch für Sinnlos Projekte verschwendet werden.
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Argumente zum Thema:
https://www.dersandwirt.de/warum-erbschaftsteuern-ungerecht-sind/
https://www.dersandwirt.de/erbschaftsteuer/
Wer hat das Bild des Treffens von Klingbeil mit einem amerikanischen Hinterbänkler, leger in weissen Pullover, Abgeordneten gesehen???, diese Bild der vollkommenen Überflüssigkeit ist sinnbildlich für D…was ist aus uns nur geworden???
Das ist ein wichtiger Schritt für die Sozialisten. Sie müssen Stimmung machen gegen jene, die noch etwas besitzen. So können sie dann ohne viel Widerspruch weiter den Besitz von Firmen und Privatpersonen abschöpfen und umverteilen.
Rekord Steuereinnahmen, Rekordschulden und trotzden sind die immer gieriger und kommen mit nichts aus!
Leute, bitte blickt in dieses Gesicht…….Gerade eben wurde er bei seinem Besuch der USA regelrecht ignoriert, mich wundert ja dass er überhaupt noch einreisen darf mit seiner Antifa-Vergangenheit und seiner angeblich immer noch vorhandenen Sympathie mit linksextremen Gruppen…….Lieber Wahl-Michel, bitte denk endlich nach, bevor du eine Wahlzelle betrittst!
Sozen geben halt sehr gerne das Geld der anderen aus, wahrscheinlich weil sie selber seltenst wirtschaftlich erfolgreich waren und sind. Also bleibt ihnen eigentlich keine andere Wahl…
Das ist ein Raubzug und das Ende der Leistungsgesellschaft! Bestrafung derer, die dem Staat nie zur Last gelegen haben, gut dotierteArbeitsplätze haben, zigtausende EUR an Ertrag- und Einkommensteuern abgeführt haben und wofür? Damit sich die Bonzen mästen und hart Erarbeitetes großkotzig und sinnlos verschleudern!
„Wie mit dem Vorschlaghammer kämpfen die Sozialdemokraten gegen die Kultur der bürgerlichen Familie.“
Das sind verkappte Kommunisten. Mit Sozialdemokratie hat das rein gar nichts mehr zu tun und sie geben sich auch schon gar keine Mühe mehr, ihre wahre, bürgerfeindliche Gesinnung offen zu zeigen. Ein Unterschied zur SED ist de facto schon lange nicht mehr gegeben, weshalb die SPD neben der SED ja auch der parlamentarische Arm der schwerstkriminellen Straßenschlägerbande ANTIFA ist und damit eine der Parteien, die tatsächlich beobachtet und verboten gehören.