Historische Ausmaße
Rückschlag für Trump: Demokraten erringen Erdrutschsieg bei US-Zwischenwahlen
Zwei Jahre nach Trumps Sieg bei den Präsidentschaftswahlen werden die Republikaner bei den US-Zwischenwahlen verheerend abgestraft: Sie verlieren Senat und Repräsentantenhaus voraussichtlich deutlich. Selbst in tief republikanisch geprägten Staaten können die Demokraten gewinnen.
Noch sind die Wahlergebnisse in den 50 Bundesstaaten der USA bei Weitem nicht vollständig ausgezählt. Dennoch zeichnen sich die Demokraten bereits als deutliche Sieger der Zwischenwahlen ab, die als Stimmungstest für die Politik von US-Präsident Donald Trump gelten. Nach den Wahlergebnissen, die bereits vorliegen, werden die oppositionellen Demokraten beide Kammern des US-Kongresses, sowohl den Senat als auch das Repräsentantenhaus, deutlich gewinnen – die Republikaner verlieren dabei in vielen ihrer angestammten Staaten und Wahldistrikte sowie in solchen, die Trump vor zwei Jahren noch komfortabel gewonnen hat.
Laut aktuellem Stand (5:37 Uhr) konnten die Demokraten laut NBC im Senat bereits sieben Sitze sicher hinzugewinnen. Damit werden sie voraussichtlich mindestens 54 Sitze gewinnen – vor der Wahl hielten sie nur 47 Sitze inne. Besonders bemerkenswert ist, dass die Siege der Demokraten vor allem in historisch gesehen tiefroten (republikanisch geprägten) Staaten stattfinden: etwa in South Carolina, Texas und Kansas.
Im Repräsentantenhaus konnten die Demokraten laut NBC bislang 18 Sitze hinzugewinnen (Stand: 5:37 Uhr); bis zum Ende der Auszählung dürften sie noch viele weitere Sitze hinzugewinnen. NBC News prognostiziert, dass die Demokraten am Ende des Wahlabends bei 255 Sitzen stehen werden – damit hätten sie im Vergleich zu 2024 über 40 Sitze hinzugewonnen und eine deutliche Mehrheit im Repräsentantenhaus.
Ein Achtungserfolg der Republikaner sind bislang lediglich die Gouverneurs- und die Senatswahl im großen Bundesstaat Florida, die sie für sich entscheiden konnten. In beiden Wahlen konnten sich die republikanischen Kandidaten mit etwas mehr als 50 Prozent der Stimmen gegen die Demokraten durchsetzen.
In fast allen anderen Staaten, die laut vorherigen Umfragen als umkämpft galten, konnten dagegen die Demokraten gewinnen: Bereits früh am Wahlabend konnte der ehemalige Gouverneur Roy Cooper im Trump-Staat North Carolina gewinnen und damit den ersten Senats-Nettogewinn für die Demokraten einfahren. Im bislang als Swing-State geltenden Staat Georgia konnte unterdessen der Demokrat Jon Ossoff seinen Sitz mit einem für die Republikaner blamablen Vorsprung von über 15 Prozentpunkten verteidigen.
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Die größte Überraschung der Wahlnacht war wohl South Carolina: In Umfragen lag die republikanische Kandidatin Darline Graham, die erst im Sommer den Senatssitz ihres verstorbenen Bruders Lindsay Graham übernommen hat, deutlich vorne – nun konnte jedoch die Kandidatin der Demokraten Annie Andrews mit voraussichtlich rund vier Prozentpunkten Vorsprung gewinnen. Noch 2024 hatte Trump den Bundesstaat mit rund 18 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen.
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