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Quentin Gärtner

Parteizugehörigkeit von Grünen-Politiker wird in ZDF-Sendung nicht erwähnt – auch Funk verschleiert sein Engagement

Das ÖRR-Online-Portal Funk bewirbt eine ZDF-Sendung mit den Aussagen eines Teilnehmers. Dass dieser Kommunalpolitiker der Grünen ist, erfahren die Zuschauer weder bei Funk noch in der Sendung selbst.

Auch dem ZDF war Gärtners Grünen-Mitgliedschaft keine Erwähnung wert

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Das öffentlich-rechtliche Netzwerk Funk hat auf Instagram Werbung für eine ZDF-Sendung gemacht – und dafür einen Grünen-Politiker sprechen lassen. Das wurde jedoch in dem am Donnerstag veröffentlichten Instagram-Posting nicht kenntlich gemacht. Konkret geht es um Quentin Gärtner – der übrigens für die öffentlich-rechtlichen Sender kein Unbekannter ist, da er schon öfter in verschiedenen Formaten zu Gast war.

So auch in der ZDF-Sendung 13 Fragen, die nun mit ausgewählten Aussagen von Gärtner beworben wurde. Problematisch: Gärtner wird von Funk lediglich als ehemaliger Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz präsentiert. Dass er zugleich Mitglied der Grünen Jugend sowie des erweiterten Kreisvorstands der Grünen im Rems-Murr-Kreis (Baden-Württemberg) ist, wird in dem Instagram-Posting nicht erwähnt – weder im Beitragsbild selbst noch im angehängten Begleittext.

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13 Fragen ist eine seit 2020 vom ZDF produzierte Diskussionssendung, in der in der Regel sechs geladene Gäste mit unterschiedlichen Ausgangspositionen anhand von 13 Fragen ihre Argumente zu einem kontroversen Thema austauschen und Kompromisse finden sollen. Die Sendung vom 14. Januar stand dabei unter dem Motto „Zuversicht für 2026? 13 Fragen an die Gen Z“. Inhaltlich ging es um das Stimmungsbild und die Perspektiven junger Menschen für das Jahr 2026, um die allgemeine politische Lage, den Klimawandel und den Wehrdienst.

Gärtner, dessen Parteizugehörigkeit auch in der Sendung nicht thematisiert wurde, bezog dabei dezidiert Stellung für eine Rückkehr zur Wehrpflicht. Krieg ohne Waffen zu lösen, habe bisher noch nie funktioniert – die Grünen hatten genau damit bis 2022 regelmäßig in Wahlkämpfen geworben. Zur Musterung zu gehen, sei ein Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit und damit auch ein Beitrag zur Gesellschaft, so Gärtner. Neben einer allgemeinen Musterungspflicht für junge Männer forderte er zudem ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für beide Geschlechter. Einem Wehrdienst-Skeptiker hielt er in der Sendung entgegen: „Wir werden Putin nicht mit Büchern abwerfen können.“

Gärtner ist 18 Jahre alt und kommt aus der Nähe von Stuttgart. Während seiner Amtszeit als Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz vertrat er die Anliegen von mehr als 7,5 Millionen Schülern in Deutschland. In dieser Rolle war er bereits mehrfach in Formaten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu Gast – etwa bei Hart aber fair, ZDFheute oder Phoenix. Table Media wählte ihn im vergangenen Jahr zu einem der 100 einflussreichsten Köpfe aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Neben Gärtner war auch Sarah-Lee Heinrich, von Oktober 2021 bis Oktober 2023 Bundessprecherin der Grünen Jugend, in der jüngsten Ausgabe von 13 Fragen zu Gast – ihr politisches Engagement wurde nur am Rande erwähnt. Mit Heinrich und Gärtner waren immerhin zwei der sechs Diskutanten aktive oder ehemalige Grünen-Politiker und führende Köpfe der Grünen Jugend.

Die weiteren Teilnehmer gaben an, sich Sorgen und Gedanken über den „momentanen extremen Rechtsruck“, „Queerfeindlichkeit“ und die „Klimakatastrophe“ zu machen. Der industrielle und wirtschaftliche Niedergang Deutschlands oder die Einschränkung der Meinungsfreiheit waren hingegen keine Gesprächsthemen.

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35 Kommentare

  • Ob er sich auch soviel Gedanken darüber gemacht hat, ob sein Tommy Hilfiger Pullover, in Bangladesch unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wurde?
    Ansonsten, wie so oft bei den „Grünen“, Geblubber aus der Wohlstandsblase, und in der Realität nix auf die Reihe bekommen.
    Wenn der an die Front müsste, den vorher erfolgten Nervenzusammenbruch, könnte man nie wieder heilen….

  • Lügen ist in der DNA des ÖRR.

    • Und der Kartellparteien, aber nur um“ unsere Demokratie“ zu retten.

    • Dt. Medien geben sich auch in der Ukraine-Frage längst nicht mehr als Beobachter, sondern als Akteure.
      Sie verteidigen „die richtige Haltung“, nicht die offene Debatte – und das auf einem journalistisch solch sensiblen Gebiet wie Krieg oder Frieden. Wer Zweifel anmeldet, wird pseudomoralisch einsortiert. Wer widerspricht, delegitimiert.
      Orbán ist dafür das perfekte Feindbild: unbequem, widerspenstig, nicht kontrollierbar. Das Moralisieren von Staatsfunk und gleichgeschalteter Presse ist dabei das passende Gegenstück zu der „moralischen Erpressung“
      Man muss Viktor Orbán nicht unbedingt als Helden feiern. Aber er ist ein Spiegel.
      Es zeigt, wie eng der Meinungskorridor geworden ist – nicht in Budapest, sondern in Berlin, Hamburg und Köln – in Brüssel sowieso.
      https://philosophia-perennis.com/2026/01/24/orban-ich-bin-ein-freier-mann-der-dem-ungarischen-volk-dient/
      – und genau deshalb wird er von jenen bekämpft, die Moral predigen, aber Verantwortung für das zahlende Volk scheuen.

    • Und der Grünen

  • Da bin ich jetzt aber wirklich überrascht

  • Es funktioniert mit der systematischen Beeinflussung der Massen, ob jung oder alt. Dass ich das mal live miterleben muss, hätte ich nicht für möglich gehalten. Auch hier würde ich wie in so vielen anderen Bereichen sagen, das Ratio ist 80/20. Rette sich, wer kann.

  • Hat er sich selbst bei der Bundeswehr schon gemeldet ?. Wenn nicht, dann Klappe halten.

    • Dann würde Pampers den Quentin passend als Werbepartner nehmen.

  • So ein Zufall mal wieder…so kennen und lieben wir doch den ÖRR…

  • „Zur Musterung zu gehen, sei ein Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit und damit auch ein Beitrag zur Gesellschaft, so Gärtner. “
    Dann nur zu, Herr Gärtner – gehen Sie mit gutem Beispiel voran, sie haben ja das Alter.
    Ein 18jähriger erklärt uns, dass wir in den Krieg ziehen sollen… das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Der ist doch noch grün hinter den Ohren.
    Ist das der neue männliche Part zu Greta Thunfisch?
    How dare you?!

  • Jeder weiß, dass das ZDF eine reine Propagandaschleuder ist.

    • Nein, leider nicht.

  • ÖRR = von politmedialen Komplex für politmedialen Komplex

  • Ich hatte es schon mal geschrieben: ich kann – selbst Mann – nicht nachvollziehen, warum Männer in diese Partei eintreten. Wenn ich „Männer“ schreibe, dann meine ich Männer. Männer, wie sie zu Tausenden aktuell importiert werden. Richtige Männer, die als „toxisch männlich“ verschrien sind! Männer, die Feministinnen verbal ordentlich kontra geben! Männer, die Frauen wertschätzen und auf Händen tragen. aber bei Quotenfrauen die Augen verdrehen und das Weite suchen. Keine Weicheier, keine Warmduscher, keine Schneeflöckchen, keine Lauche, keine Wasch-/Jammerlappen. Weil alle diese Wasch-mir-den-Pelz-aber-mach- mich-nicht-naß-Fraktionen, die alle sind genau in dieser Partei!

  • Mit seinem Michbubi-Gesicht fordert Herr Gärtner ganz klar Dinge für eine Generation ein, zu der er augenscheinlich selbst gehört. Gut so. Wie es der Zufall dann aber wahrscheinlich so will, wird seine persönliche Wehrtauglichkeit sehr deutlich herabgesetzt sein.

  • Wie kann man so dumm sein, den gleichen Fehler immer wieder zu machen.

    • Wieso? Die eingefleischten ZDF – Schauer werden nie etwas von diesen vielen „zufälligen“ Parteizugehörigkeiten erfahren.

  • So what? Lug und Trug sind doch zum Standard geworden!
    Das Aushängeschild eines sterbenden Landes!

  • Das zeichnet den ÖRR aus: Er wurde schon so oft erwischt mit diesem billigen Trick, trotzdem wird er völlig ungerührt immer wieder angewendet. Der normale ÖRR-Konsument erfährt in den allermeisten Fällen nichts von der Trickserei. Die alternativen Medien, die das oft aufdecken (vielen Dank dafür) werden dann als faktenfrei berichtende Demokratiefeinde diffamiert. Wobei dieser Vorwurf zwar faktenfrei ist, aber Unseredemokraten dürfen das.

    • Und da ist dieser unsägliche Günther ganz vorn dabei

  • Kleine grüne Rotznase ein „Kommunalpolitiker“?
    Mir wird schlecht….

    • Ich habe Socken, die sind älter als der. Und sympathischer.

  • In einer politischen Sendung ist es nichts Ungewöhnliches, dass Politiker zu Wort kommen. Entscheidend sollte dabei sein, dass politische Argumente diskutiert und bewertet werden. Diese lassen sich auch unabhängig von der Parteizugehörigkeit der sprechenden Person einordnen. Ich sehe daher nicht, warum das Fehlen dieser Information in diesem Fall problematisch sein sollte.

    -56
    • „Ich sehe daher nicht, warum das Fehlen dieser Information in diesem Fall problematisch sein sollte.“

      Transparenz?

      • Ist im Internet in einer Sekunde recherchiert.

        Und von welcher Relevanz ist die Parteizugehörigkeit einer Person, wenn es um die sachliche Auseinandersetzung von Argumenten gehen soll?

        -21
        • „Ist im Internet in einer Sekunde recherchiert.“

          Ok, dass heißt aber, dem ZDF grundsätzlich erstmal zu misstrauen. Wenn ich aber misstrauisch bin, gucke ich solche Sendungen gar nicht erst.
          Heißt, das Unterschlagen relevanter Informationen dient dazu, vertrauensselige Zuschauer hinter die Fichte zu führen.

          9
        • In weniger als einer Sekunde gegoogelt, Atlas ist ein Linker, bezahlt von einer linken NGO.
          Kann weg!

          17
    • Atlas, Du bist ein Linker. Du wirst nie etwas zur Lösung der Probleme beitragen.

      • Weil ich Argumente unabhängig von Personen zu bewerten versuche?

        -27
        • Weil du eine linke Propagandamaschine bist.

          22
    • Ist die Senftube endlich leer #Atlas ?

    • Auf diesem Auge bist du doch immer blinder als blind – Relativierer atlas halt, ist bekannt und eintönig wie immer.

      Wenn das die Transparenz des ÖRR ist, gehört er abgeschafft, ganz einfach. Die Affäre Günther hat es doch gezeigt, dass der ÖRR weder einsichtig, lernfähig noch reformfähig ist. Und er wird mit den Zwangsgebühren der Bürger finanziert.
      Für den ÖRR gelten andere Rechte und Bestimmungen als für private Sender. Und daran hält er sich immer weniger.
      Wer das nicht sieht, will es nicht sehen. Und Funk gehört zum ÖRR, das kann man nicht wegdiskutieren.

      • Mir geht es aber um konkrete Inhalte und deren Bewertung, nicht um pauschale Vorwürfe oder Personen.

        Ja, ich sehe die fehlende Transparenz in diesem Fall und die Kritik ist absolut zulässig, aber für Vorwürfe von Absicht braucht es mehrere Fälle und ein klares Muster, nicht nur einen Beitrag.

        Für bewusste Bevorzugung oder Neutralitätsverstöße müsste man systematisch nachweisen, dass über längere Zeit immer wieder bewusst Informationen weggelassen oder verzerrt werden.

        -19
  • Immer diesselbe fiese Masche von diesen widerwärtigen Propaganda-Bütteln und Lügenbolden.

    Sie haben es sich tausendmal verdient, den Stecker gezogen zu bekommen und ich hoffe, das wird bald geschehen.

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