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Strack-Zimmermann

Partei steht links von ihren Wählern: Der FDP-Bundesparteitag beweist wie stark der sozialliberale Flügel überrepräsentiert ist

40 Prozent der FDP-Delegierten wählten die sozialliberale Strack-Zimmermann. Im Vergleich zur FDP-Wählerschaft, die überwiegend zu CDU und AfD abwanderte, ist dieser Flügel damit in der Partei stark überrepräsentiert.

Der sozialliberale Flügel um Strack-Zimmermann konnte mit 39 Prozent einen Achtungserfolg auf dem Parteitag erzielen. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Der FDP-Bundesparteitag hat ziemlich deutlich gezeigt, wie gespalten die liberale Partei ist. Bei der Wahl zum Bundesvorsitzenden holte Wolfgang Kubicki, der für einen liberal-konservativen Kurs steht, 59 Prozent, und die Überraschungskandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann vom sozialliberalen Flügel kam auf 39 Prozent. Für Strack-Zimmermann ist ihre Niederlage dennoch ein Erfolg, denn sie zeigt, wie stark der sozialliberale Flügel in der FDP ist.

Dabei lässt sich diese Stärke des sozialliberalen Flügels in der FDP-Wählerschaft nicht in dem Maße erkennen, wie sie auf dem Parteitag zum Vorschein kam. Bei der Bundestagswahl 2025 kehrten Millionen Wähler der Partei nach der gescheiterten Ampelkoalition den Rücken. Nach Zahlen von infratest dimap verließen im Saldo 620.000 FDP-Wähler die Partei nach links, wobei das linkskonservative BSW mit 260.000 ehemaligen FDP-Wählern die meisten Ex-FDP-Wähler aller linken Parteien aufnehmen konnte. Nach rechts hingegen verließen 2.240.000 Wähler die FDP, wobei allein die AfD mit 890.000 Wählern mehr Wähler von der FDP bekam als alle linken Parteien zusammen. 40.000 Wähler, die 2021 die FDP wählten, gingen nicht mehr zur Wahl. Der Anteil derer, die die FDP nach links verließen, betrug damit gerade einmal 21,4 Prozent.

Ein ähnliches Bild zeigte sich auch bei der Bundestagswahl 2017, als die FDP nach vier Jahren außerparlamentarischer Opposition wieder in den Bundestag kam. Laut infratest dimap kamen im Saldo 1.360.000 Wähler von der CDU. Die zweitgrößte Gruppe an wiedergewonnenen Wählern waren die Nichtwähler mit 700.000. Von SPD, Linken und Grünen konnten zusammen nur 620.000 Wähler gewonnen werden, und von den sonstigen Parteien kamen 140.000 Stimmen. Einzig zur AfD wanderten 2017 40.000 FDP-Wähler ab. Auch hier zeigt sich, dass der Anteil an Wählern ehemaliger linker Parteien gerade einmal bei 22 Prozent lag.

Auch auf Landesebene zeigt sich das gleiche Bild. Bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg, dem Stammland der FDP, flogen die Liberalen zum ersten Mal in der Geschichte aus dem Landtag. Laut infratest dimap wechselten 145.000 FDP-Wähler bei der Wahl zur CDU und 65.000 Wähler zur AfD. Lediglich 10.000 Wähler gingen zu den Grünen, was gerade einmal 4,5 Prozent der Verluste ausmacht.

Für die FDP stellt sich die Frage, wie sie mit dieser Diskrepanz zwischen Wählerschaft und Parteimitgliedern umgehen will. Es ist offensichtlich, dass der starke sozialliberale Flügel, der sich nach dem Bundesparteitag bestärkt fühlen darf, den Anspruch erhebt, Macht auszuüben. Strack-Zimmermann sagte am Sonntag gegenüber der Bild: „Wolfgang weiß jetzt, dass es 60 zu 40 steht“. Kubicki wiederum sagte in der Bild in Richtung Strack-Zimmermann: „Du hast nur 40 Prozent und jetzt weißt du, wo der Hammer hängt. Wenn man sich daran jetzt ergötzen will, bitteschön.“

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Dieser innerparteiliche Konflikt wird die Wähler nicht zurückholen, da der sozialliberale Flügel liberal-konservative Wähler abschreckt und der liberal-konservative Flügel sozialliberale Wähler abschreckt. Als ultima ratio zur Auflösung des Konflikts könnte eine Spaltung der FDP den Konflikt auflösen. Analog zu BSW und Linkspartei könnten dabei beide Parteien profitieren. Zur Erinnerung: Holte die Linke 2021 bei der Bundestagswahl noch 4,9 Prozent mit Wagenknecht, kam Wagenknecht mit ihrer Partei bei der Bundestagswahl 2025 auf 4,98 Prozent und die Linke sogar auf 8,8 Prozent. Die Spaltung sorgte dafür, dass linksidentitäre Wähler, die Wagenknecht ablehnten, zur Linken gingen, während Wagenknecht die mit ihr sympathisierenden Wähler einsammeln konnte.

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42 Kommentare

  • Über 40 % Linksgrüne FDP. Mal ehrlich Herr Kubicki wer wählt denn jetzt noch Ihre FDP?

    • Kubicki hat heute Morgen bei Nius gesagt, er wäre sich mit Strack Zimmermann in allem einig. Auch bei der FDP also ein Weiter so zur 0,5% Partei. Gauweiler will mit Aiwanger und Maaßen kann nicht mit Meuthen. Frauke Petry will auch noch irgendetwas, Wer wirklich einen politischen Wechsel und Ende der Links-Grünen Spinnereien will, kann nur die AFD wählen.

      • Vor allem auch deswegen, weil einzig die AfD noch eine Partei des freien Marktes ist, das also, was eine klassisch liberale Partei ausmacht.

  • Gut für die AfD. Sie ist dann nicht nur die neue CDU/CSU, sondern auch die neue FDP.

  • Warten wir mal ab, mit was Kubicki Wähler gewinnen möchte. Bis jetzt ging’s ja erstmal nur um die Partei selber. Überzeugt hat mich das noch überhaupt nicht.

    • Kubicki hat bereits verloren, da er im Vorfeld von Gesprächen mit der vernünftigen AFD ablehnt. Er ist nicht besser als das Kartell. Kubicki kann weg und sich mit Pinocchio gleichstellen, redet sich bei NIUS nur raus wie alle anderen. FDP wird nichts mehr. Nur noch die AFD ganz alleine kann Dummland noch retten

    • Wird es auch nie. Lindner und Buschmann ermöglichten als linkes Beiwagerl der linksgrünen Scholz/Habeck-Ampel sowohl den ganzen Gender-Wahn als auch die flächendeckenden Blockwart-Meldestellen, Lindner griff als Finanzminister viel zu spät ein in der Pleite-Regierung. Nun MASZ und Kubicki im Duett, schon wieder als ultimative Feinde der AFD inszeniert, nein das wird nix. Braucht auch niemand, FDP kann und muss weg. Schade um jede Stimme, die ist besser bei der AFD aufgehoben…..

  • Wer soll denn diese Partei noch wählen, wenn es so etwas im Original gibt? Der Bürger will eine konservative Politik aber die ist mit dieser FDP nicht zu erwarten, deshalb 3% .

    • Wie die FDP sich selbst in den Tot geführt hat…
      in einem short
                   
                               
         die Umfaller Helden FDP      

      https://www.youtube.com/watch?v=UURV8dC4quo
          

                             

  • Bei einer Spaltung der FDP hätte der rechtliberale Flügel eine echte Chance, denn viele AfD-Wähler wählen die AfD nicht aus Überzeugung, sondern aus Notwehr, da sie nur noch die Alternative sehen zwischen gar nicht wählen oder notgedrungen AfD wählen. Diese Wähler wären froh, endlich wieder eine echte Wahlalternative zu bekommen.
    Der linksliberale Flügel hätte als eigenständige Partei kaum eine Chance, denn linke Alternativen gibt es bereits reichlich. Da braucht niemand ein weiteres Angebot.
    Leider wird der linke Flügel die FDP kaum freiwillig verlassen (und zwingen kann man niemanden). Bei 40 Prozent fühlt sich dieser Flügel mächtig genug, um den inhaltlichen Kampf innerhalb der Partei weiter zu führen. Und mit einer dermaßen gespaltenen Partei erringt man keine Wahlerfolge. Potentielle Wähler werden eher abwartend beobachten – und weiterhin nicht zur Wahl gehen oder eben AfD wählen.

    • Sie liegen komplett falsch: die AfD Wähler, die ich kenne und auch ich wählen die AfD aus purer Überzeugung.

  • Die erste Frage die sich liberale bei allen Themen stellen müssten ist, wird die Freiheit erhöht? Die zweite Frage ist, wird damit der Staat verdrängt und das Individuum gestärkt?
    Wenn dann die Handlungen danach ausgerichtet werden, werden die wieder wählbar.

  • Welche Wähler?

  • Eine Abspaltung des linksliberalen Flügels würde den liberal-konservativen Rest vermutlich auf über 15% anheben. Und den linksliberalen Flügel an den Rand der Nachweisgrenze bringen. Vermultich weiß man das und wird es daher nicht tun. Und gemeinsam untergehen.

  • Die Sehnsucht nach Kollektivismus gehört zur moralischen Entwicklung.

    Zitat: „Konventionelles Stadium … Die Zustimmung der Umwelt stellt Dreh- und Angelpunkt der persönlichen Verhaltensweisen dar. Ein bewusstes Hinterfragen von Sinn und Zweck wird nicht angestrebt“ Quelle: Moralentwicklung

    Die Fähigkeit zum Interessenausgleich – Grundlage einer Demokratie – entwickelt sich jedoch erst beim Ketzer, der sich mit der eigenen Bezugsgruppe – dem Kollektiv – anlegt.
    Deshalb ist ‚Demokratisch‘ im Namen ein Trugschluss, wenn das Kollektiv – die Bezugsgruppe – der Maßstab ist.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann die Sehnsucht nach Kollektivismus nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

    • Was habe ich ihre interessanten Ausführungen vermisst.
      Jetzt sind Sie ja wieder aktiv, copy und paste.

      • Juhu, er ist wieder da! Ich dachte es gibt keine Schallplatten mehr.
        Aber siehe da, die mit Sprung wurde aufgehoben.

  • Die FDP hat über Jahrzehnte versagt, liberale Politik zu machen. Das versagen war nur nicht immer so desaströs, wie in der Ampel.
    Ich empfehle allen Liberalen, sich das „Bündnis für Deutschland“ anzusehen, und bis eine wirklich liberale Kraft die 5% -Hürde erreicht, konsequent nur AfD zu wählen. Das ist Notwehr, aber auch Nothilfe!

  • Bei solch einem Bild fehlen nur noch die Hörner und Kubicki würde sofort wieder alles abgeben! An seiner Stelle hätte ich dieser Partei sofort eine Absage erteilt, weil sie mich hintergangen haben.

    • Warum?
      Wenn du dich damals zur Klassensprecherwahl gestellt hast, wurdest du genauso wenig mit 95% gewählt, sondern eher mit 55%.

      Das ist ganz normal, auch wenn unsere Politeliten das nach SED-Vorbild abgeschafft haben und uns das als Normalität verkaufen.

      Sei doch mal ehrlich:
      Welches Ergebnis ist dir lieber? 60%, die ehrlich für dich abgestimmt haben und auf deren Gefolgschaft du setzen kannst, oder 80%-90%, die nur deswegen zustande kamen, weil ein Jens Spahn die Leute vorher mit deren Existenz bedroht und unter Druck gesetzt hat, sodass du davon ausgehen musst, dass du jederzeit gestürzt wirst?

  • Es gibt kein xy Liberal, ebenso wenig wie es xy Demokratie oder xy Marktwirtschaft gibt.
    Immer wenn ein Wort davor geschrieben wird, ist mir klar das ich verarscht werde!

  • Mit 40% links ist die FDP weiterhin auf der Verliererstraße!
    Weiterhin? Nee, weniger geht nicht (<3%), da müssten dann die eigenen Mitglieder eine andere Partei wählen! 😁

  • Wen bitte interessiert noch die FDP? Sollen sich auflösen, denn Ihren Untergang haben die selbst zu verantworten. Wer mit Sozen und Grünen regiert, braucht sich nicht zu wundern. Ich hätte es Frau Strack-Zimmermann allerdings gegönnt, denn dann wäre die FDP ganz schnell unter 1% gefallen 😛

  • Wen interessiert das alles? Die FDP ist tot. Warum jetzt noch mit dem toten Gaul geritten werden muss bleibt mir ein Rätsel.

  • Der linke Flügel der FDP ist nicht sozialliberal sondern sozialistisch. Denen geht es nicht um die Freiheit des Einzelnen, und sie wollen den Staat nicht beschneiden so wie Milei. Sie sind auch nicht gegen die Islamisierung, was eigentlich jeder wirklich liberale sein muß. Eigentlich war die FDP auch nie eine liberale Partei. Das war nur gespielt. Wirklich wichtig waren die Posten und Mandate für die Mitglieder.

  • Bitte den Text ergänzen, damit dort „ehemalige Wähler steht“, denn von denen wird gesprochen. Die 25 aktuellen Wähler sind eben Parteimitglieder und wählen genau das, was auf dem Parteitag zu sehen war.

    Und Kubicki nichts als links zu verorten ist genauso witzlos. Er hat doch den Meisterbrief in „Vorher populistisch rechts blinken und anschließend mit einem Handbremsendrift links abbiegen“ – problemlos nachprüfbar, wenn man auf Abgeordnetenwatch die namentlichen Abstimmungen von ihm prüft und schaut, wie er sich vor der Abstimmung zu den Themen geäußert hat.
    Und beim Thema „Ampel“ war er ebenfalls eine absolut treibende Kraft, um das linke Verbrechen am Volk nicht nur zu ermöglichen, sondern auch durchzuführen.

  • „Sozialliberal“ ist eine interessante Umschreibung für „zwecks Zvilisationsvernichtung gekauft“.

  • Die Überschrift passt 1:1 auch auf Union und SPD zu…..

  • Beim Regierungswechsel 1982 verließen mehrere prominente linksliberale Abgeordnete die FDP. Der Wechsel zur Union (die sogenannte „Wende“) löste parteiintern einen Exodus aus, bei dem etwa 20.000 Mitglieder und einige der profiliertesten Bundespolitiker der Partei den Rücken kehrten.

    Die FDP blieb in der Bundesregierung. Weg von Schmidt, hin zu Kohl.

    Heute weg von nix hin zu nix.

    Strack Zimmermann dient Rheinmetall Blackrock und der Kriegstreiberei.
    Und nennt sich „Linksliberal“. Mit den Linksliberalen von 1982 hat sie aber nun wirklich rein gar nichts gemein. Trotzdem folgen ihr 40 Prozent der Delegierten.

    Die FDP ist keine liberale Partei mehr sondern nur noch Markenfälschung.

  • Eher zwischen Vulgärlibertärismus und Rüstungsextremismus also zwischen Lobby Rheinmetall und Palantir Lobbyismus

  • Korrektur: MASZ ist weder sozial noch liberal!
    Bitte keine irreführenden Narr-ative übernehmen!
    (PS: Ebenso wie weder CDU noch SPD noch die Grünen „politische Mitte“ sind)

  • Nicht gut geschrieben. Wie die letzte Regierung unter Scholz gezeigt hat, gibt es in der FDP nur einen sozialliberalen Flüge, nichts anderes.

  • Die FDP hat auf Dauer nur eine Chance, wenn sie sich von den sozial-liberalen Themen verabschiedet und klassische libertäre Themen in ihr Programm aufnimmt.
    Mitglieder wie Strack-Zimmermann sollten sich zu den Grünen verabschieden.

  • „Partei steht links von ihren Wählern“
    Kann man so nicht sagen. Die Wähler stehen nicht. Die liegen. Auf dem Nordfriedhof. Wenn keine Wähler mehr be-stehen kann man nicht links oder sonstwie zu denen stehen.
    Die FDP ist tot!
    Gut so!

    • früher hat man solche Toten mit einem grossen Stein im Maul beerdigt, oder den Kopf zu den Beinen gelegt oder schwere Wackersteine oben draufgelegt, aus Angst sie könnten wieder auferstehen.

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