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Alkohol

Nur noch in lizenzierten Märkten: Ärzteverband will Verkauf von Spirituosen in Läden verbieten

Der Ärzteverband Marburger Bund will den Verkauf von Spirituosen in herkömmlichen Läden verbieten. Der Verkauf soll nur noch in lizenzierten „Alkoholshops“ erfolgen. Der Verband begründet diesen Beschluss mit dem Jugendschutz.

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Nach schwedischem Modell? Der Marburger Bund will Schnaps in herkömmlichen Läden verbieten (IMAGO/Zoonar)

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Der Ärzteverband Marburger Bund möchte den Verkauf von Alkohol stärker regulieren und dafür hochprozentigen Alkohol in konventionellen Läden wie Supermärkten oder Kiosken verbieten. Spirituosen sollen im Gegenzug nur noch in lizenzierten Verkaufsstellen, sogenannten „Alkoholshops“, verkauft werden dürfen.

„Der Verkauf hochprozentiger alkoholischer Getränke soll ausschließlich in lizenzierten, spezialisierten Verkaufsstellen („Alkoholshops“) erfolgen“, erklärte der Verband auf seiner Hauptversammlung in Hannover. Herkömmlichen Verkäufern wie etwa Supermärkten, Kiosken oder Tankstellen wäre es verboten, Alkohol zu verkaufen.

Laut dem Ärzteverband gehöre der Alkoholkonsum zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland. Damit würde man besonders junge Menschen besser schützen. Denn früh etablierte Konsummuster würden laut dem Verband das Risiko für spätere Abhängigkeitserkrankungen steigern. Das würde auch soziale sowie gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. 

Zudem unterstützt der Verband die Pläne des Bundesfamilienministeriums, das begleitete Trinken für Jugendliche ab 14 Jahren abzuschaffen. Der Verband bezieht sich dabei auf internationale Studien, die behaupten, höhere Altersgrenzen und strengere Verkaufsregeln würden den Alkoholkonsum insgesamt senken. Dadurch würde man insbesondere Jugendliche besser schützen, heißt es darin. 

Der Bund spricht sich zudem für eine aggressivere bundesweite Präventionsstrategie aus. Aufklärungskampagnen in Schulen, der Ausbau von Beratungsangeboten und die Förderung entsprechender wissenschaftlicher Forschung sollen Jugendliche schon früh vor übermäßigem Alkoholkonsum warnen.

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Dieser ist jedoch in den vergangenen Jahren bereits stark zurückgegangen – besonders junge Menschen verzichten zunehmend auf den Konsum von Alkohol. Gestiegene Alkoholpreise, strengere Werbevorschriften und Präventionsarbeit sorgten für einen allgemeinen Rückgang. 

Damit könnte der Marburger Bund ein Modell anstoßen, das dem schwedischen ähnelt. Dort wurde der Verkauf von Alkohol in Supermärkten vollständig verboten. Bier, Wein und Spirituosen kann man nur noch in staatlich betriebenen Alkoholgeschäften mit dem Namen Systembolaget kaufen. Der Verkauf ist nur Personen ab 20 Jahren erlaubt, die Preise sind entsprechend hoch und die Öffnungszeiten stark begrenzt. 

rs

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19 Kommentare

  • Was geht das den Marburger Bund an?

  • Jetzt ist der Marburger Bund auch schon Gesetzgeber. Hab ich was verpasst?

  • Als nächstes kommt diese Forderung auch für zuckerhaltige Getränke.

  • Welchen konkreten Sinn soll das haben? Alkoholische Getränke sind keine Spontankaufwaren, es sind Plankäufe oder suchtinduzierte Käufe. Niemand steht an der Kasse und denkt sich: „ah jetzt noch den Vodka im Aufsteller hier kaufen“.

    Bei uns aufn Land gibt es genau so einen lizensierten Laden für vorallem alkoholische Getränke. Der ist gut besucht, da man dort im Angebot günstig heimisches Bier bekommt. Welchen Vorteil hat das jetzt gebracht? Nix… Luftnummer nennt man das.

    Vorallem warum ist das Thema Alkohol und Genussmittel plötzlich so ein Thema? Die Absatzzahlen gehen jedes Jahr weiter in den Keller. Suchtkranke gibts vorallem wegen der Lage des Landes und damit die Lebensituation der Kranken, Alkohol ist ein BETÄUBUNGsmittel, man schüttet sich das nicht aus Langeweile rein.

  • Super-Idee! Und Cannabis gibt es auf der Straße und sogar frei Haus.

    Die exponentielle Ausbreitung der Dummheit in Deutschland macht selbst vor den Ärzten nicht Halt.

  • Am besten erhält man den Alkohol auf Rezept des Arztes und dann in der Apotheke.
    Winn Winn Situation für alle. Leider wird die Krankenkasse keinen Zuzahlung leisten.
    😃😃😃😅

  • Das ist in islamischen Ländern schon lange so!

  • In Krisenzeiten ist Alkohol eine beliebtes Mittel für Desinfektion und Hygiene. Wenn Währungen an Wert verlieren oder die Versorgungskette zusammenbricht, entwickelt sich Alkohol oft zu einer harten Parallelwährung.

  • Und so werden wir immer mehr bevormundet wie mit dem DSA und jetzt mit speziellen Läden für Alkohol extrem teuer und mit beschränkten Einkaufszeiten. Natürlich wieder im Namen des Jugendschutzes! Errinert mich iwie an die Killerspieldebatte. Fehlt nur noch das man um Erlaubnis fragen muss um auf Klo gehen zu dürfen. Mündigkeit uns Selbstverantwortung sollte gefördert werden und nicht reguliert oder verboten sein.

  • Schweden ist nicht Deutschland. Wenn man sich die bisherigen Entwicklungen in Deutschland betrachtet, würde ein solcher Schritt wieder einer mehr sein, an dessen Ende das Verbot, mit dem Zwischenschritt, der überwachten Registration eines kaufes steht. Der Arzt und die KK den Bürger folglich ermahnt und das System mit Einschränkungen diverser Arten, bestraft.
    Während man nicht nur auf einigen Spielplätzen meiner hiesigen Stadt, den harten Drogenkonsum, mit Kindern als Zuschauern, alltäglich beobachten kann. In der City man als Passant frei und direkt angesprochen wird, ob man etwas kaufen will.

  • Nur noch Verbote und Vorschriften hier.

  • Schluss mit der Sauferei – Bruttosozialprodukt steigern.

  • Interessant – Marijuana kann man also an jeder Steaßenecke kaufen, manche Städte riechen als ob sich in jedem Hauseingang jemand erleichtert hätte aber Saufen soll eingeschränkt werden. Vielleicht liegts ja nicht so sehr an der Sorge der Weisskittel um die „Volksgesundheit“ sondern viel mehr darum, das dröge Volk an sehr viel drôger machende Drogen zu zwingen. Ein Bekiffter rebelliert eher nicht…

  • Was bringt den Doktor um sein Brot? a) Die Gesundheit, b) der Tod.
    Drum hält der Arzt, auf daß er lebe, uns zwischen beiden in der Schwebe.

    Eugen Roth (1895-1976)

  • Man muss doch nicht über jeden Schwachsinn berichten.

  • Ich wäre gerade gern das Mäuschen in der Zentrale unseres Systemtreuen Lebensmittelgiganten, der die Lebensmittel so liebt. 😄
    Irgendwann trifft Regulierungswut halt jeden.

  • Corona hat mit dieser Berufsgruppe gezeigt, was eine akademische Ausbildung wert ist: -. Soviel dummes Volk auf einem Haufen, korrupt bis auf die Knochen und moralisch verkommen.

  • Weil der Ärzteverband Marburger Bund seit frühester Jugend selbst säuft.

  • Ja nee, is klar, nur wegen Jugendschutz. Das habe ich schon immer geahnt, daß dieser Teil des muslimischen Lebens sich als Jugendschutz tarnend in unser aller Leben schleichen soll: Nächster Schritt ist dann das Verbot öffentlichen Konsums auch auf Veranstaltungen wie Rummel, Kirmes oder Jahrmarkt. Weinfeste? Vergiß es Baby, die Musels wollen das nicht. Ist ja jetzt schon so, daß auf den traditionellen Dorf- oder Stadtteilfesten, wo traditionell Wurst- und Trinkbuden nebeneinanderstehen, Musels so gut wie nie zu sehen sind. Keine Freizügige Kleidung mehr für junge Frauen? „Dient nur ihrem Schutz.“ Geschlechtertrennung? „Dasselbe“. Zentimeter für Zentimeter geht es voran. Und die dämlichen Grünen meinen immer noch, daß es die Musels sind, die geschützt werrden müssen. Nein, umgekehrt. Wir müssen geschützt werden. Bei invasiven Tieren und Pflanen machen wir das doch auch. Warum nicht bei invasiven Kulturen?

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