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Konsumflaute

„Niveau des Corona-Lockdowns“: Einzelhandelsumsatz bricht dramatisch ein

Eigentlich hatten Ökonomen im Juli mit steigenden Einzelhandelsumsätzen gerechnet. Stattdessen kam der Absturz: Real gingen die Erlöse gegenüber Juni um mehr als drei Prozent zurück – so stark wie seit fünf Jahren nicht mehr. Die Branche ist inzwischen zurück auf dem Niveau des zweiten Corona-Lockdowns.

Die Umsätze im Einzelhandel gehen dramatisch zurück (IMAGO/Martin Wagner)

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Die Konsumflaute, die Deutschland nun schon seit Jahren überschattet, macht dem Einzelhandel immer stärker zu schaffen. Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) bestätigen dies. Demnach sank der Umsatz der deutschen Einzelhandelsunternehmen im Juli – nach vorläufigen Ergebnissen – gegenüber dem Vormonat real um 3,4 Prozent. Das entspricht dem stärksten Rückgang seit Juli 2021, als das Land die Folgen des zweiten Corona-Lockdowns ausbaden musste. „Aktuell liegen wir auf dem Niveau des zweiten Corona-Lockdowns, das ist extrem unbefriedigend und trifft den Einzelhandel hart“, kommentierte Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), die aktuellen Daten.

Das Minus im Juli wiegt auch deshalb schwer, weil Ökonomen Angaben der Nachrichtenagentur Reuters zufolge eigentlich mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet hatten. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpfte der Umsatz real um 2,5 Prozent.

Der Einbruch im Juli zieht sich durch nahezu alle Sparten. Der Handel mit Nichtlebensmitteln war stark betroffen und büßte im Juli gegenüber dem Vormonat real 4,8 Prozent ein. Der Internet- und Versandhandel – über Jahre eigentlich der Wachstumstreiber der Branche schlechthin – verlor sogar 5,6 Prozent. Vergleichsweise glimpflich kam der Lebensmitteleinzelhandel mit einem realen Minus von 0,8 Prozent davon. Der Hintergrund ist logisch: „Am Essen lässt sich schwerer sparen als an neuer Kleidung oder Elektronik“, erklärte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel, im Gespräch mit Reuters.

Am stärksten fiel das Minus an den Tankstellen aus. Deren reale Umsätze brachen gegenüber dem Vormonat um 9,1 Prozent ein. Dahinter steht ein staatlicher Sondereffekt, der den meisten bekannt sein dürfte: Zum 30. Juni lief der Tankrabatt aus, mit dem die Bundesregierung im Mai und Juni die Energiesteuer auf Kraftstoffe befristet gesenkt hatte – eine Entlastung von rechnerisch 16,7 Cent je Liter Sprit, für die der Staat auf rund 1,6 Milliarden Euro an Steuereinnahmen verzichtete. Mit dem Ende der Maßnahme kehrte die volle Steuerlast schlagartig zurück. Hinzu kam ein Vorzieheffekt: Vor dem Stichtag deckten sich viele Autofahrer noch zu den reduzierten Preisen ein, was die Nachfrage Anfang Juli zusätzlich dämpfte. Die Folge: Es wurde weniger getankt und weniger Auto gefahren, weil die hohen Energiepreise die Fahrt im eigenen Wagen für viele schlicht zu teuer machen, was am Ende auch die Umsätze der Tankstellen belastete.

Am stärksten traf es jedoch die Verbraucher, die jeden Tag auf ihr Auto angewiesen sind, um von A nach B zu kommen. Mehr darüber, wie stark sich das Ende des Tankrabatts im Budget der Verbraucher niedergeschlagen hat, erfahren Sie hier

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Für die Einordnung der gesamten Juli-Daten ist außerdem interessant: Das Statistische Bundesamt revidierte den Juni-Wert von einem leichten Minus auf eine Stagnation von 0,0 Prozent. Der Absturz im Juli folgt damit nicht auf einen Ausreißer nach oben, sondern auf einen bereits kraftlosen Vormonat. Generell betrachtet steht hinter der Umsatzkrise im Einzelhandel vor allem die starke Kaufzurückhaltung der deutschen Bevölkerung.

Die Ursache dafür lässt sich unter anderem mit der Inflation erklären, die zuletzt wieder kräftig angezogen hat. Im August kletterte die innerdeutsche Teuerungsrate nach vorläufigen Destatis-Zahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 2,9 Prozent. Schon im Juli hatte die Teuerungsrate bei 2,8 Prozent gelegen, nach 2,3 Prozent im Juni. Ein zentraler Treiber sind die Energiepreise, deren Anstieg sich binnen weniger Monate beschleunigt hat – erwähnt werden muss, dass auch die Beendigung des Tankrabatts hier eine zentrale Rolle spielt. Stärker als zuletzt im Juli und August waren die Verbraucherpreise insgesamt seit Dezember 2023 nicht mehr gestiegen, als die Rate 3,7 Prozent erreichte.

Zur Einordnung: Steigen die Preise, konsumieren Verbraucher weniger, was wiederum zur Folge hat, dass der Einzelhandel unter starken finanziellen Druck gerät. Wohlgemerkt halten die Deutschen bereits seit Jahren ihr Geld zurück. Die Anschaffungsneigung der Verbraucher verharrt nach Erhebungen des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen (NIM) seit rund vier Jahren bei etwa minus zehn Punkten. Die Sparneigung erreichte Anfang des Jahres mit 18,9 Punkten sogar den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008.

Ein weiterer Faktor, der die Kaufzurückhaltung befeuert, ist die generell schlechte wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Situation in Deutschland. Aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise kommt es zu Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt. Stellen werden in großem Stil gekürzt, es kommt zu Kurzarbeit und auch die Zahl der Stellenausschreibungen geht stark zurück. Diese Ungewissheit hat zur Folge, dass Verbraucher ihren Konsum stark einschränken und lieber Geld zur Seite legen. Die Daten sind geradezu erschreckend: Im August 2026 waren 3,016 Millionen Menschen arbeitslos; die Arbeitslosenquote lag bei 6,5 Prozent. Das entspricht 36.000 Arbeitslosen mehr als im Vorjahr. Am gravierendsten stieg binnen eines Jahres die Zahl der Arbeitslosengeldbezieher. Sie erhöhte sich um 109.000. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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21 Kommentare

  • Geld, das der Staat mir raubt, kann ich nicht für den Konsum nutzen. Ist doch eigentlich ganz einfach.

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    • Yapp und dann sinnlos rausballert, weil sie es nie selbst verdienen mussten!! Und es ist die Gier!!! In einigen Bereichen ist das der Wahnsinn! Hotel, Nebenkosten Miete, tanken, Gastro! Wenn man für einen kleinen Schluck Billig-Kaffee aus dem Automaten 3,30 Euro bezahlen muss, dann lässt man es oder geht zu einem anderen Bäcker mit fairer Preis-Leistung. Das sind Margen von +1000% (tausend!!!). Die Menschen müssen dann eben selektieren. Hat halt nicht jeder nen Fahrer mit Tankkarte wie unsere Herren und Damen Politikerinnen in Berlin!

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  • Wo bricht der Umsatz nicht ein? Das ist das große „Wirtschaftswunder“ von Merz.

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  • Der sozialistische, aufgeblähte Staat frisst alles auf, bis er letztlich am Boden liegt. Das ist der typische Verlauf.

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  • geld kann man eben nur einmal ausgeben.

    und da man nie vor wilden ueberraschungen seitens der EU sicher ist, die dem buerger auch die letzten cents aus der tasche saugen, ist es schon ratsam, vorsichtig zu konsumieren.

    gluecklich duerfen sich diejenigen schaetzen, die ueberhaupt noch so gut gestellt sind, dass sie etwas zuruecklegen koennen.

    fuer manch einen geht sich das laengst nicht mehr aus.

    wen wunderts?

    *wir werden nichts besitzen und….* war und ist doch das angestrebte ziel.

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  • Auch die berühmte kleine Krankenschwester, die mit ihrem 20 Jahre alten Golf Diesel täglich aus der Pampa ins Stadtkrankenhaus tuckert, muß tanken. Und selbst bei ALDI ist der Einkauf teurer geworden. Was soll sie denn machen? Um zu überleben ist sie einfach gezwungen zu sparen. Nix Kino, nix Ristorante und Malle gleich gar nich. Da braucht keiner eine schlaubergernde Expertise.

    1
  • Es ist bald geschafft, was Schwab und Konsorten sich ausgedacht und Habeck und Konsorten begonnen haben. Der Letzte macht das Licht aus. Das könnte im Merz sein. 🙂

    0
  • Seht euch das an Leute, ist mein Einkaufswagen. Für mehr reichts nicht mehr.
    Das passiert mit einem Lohnschreiber. Ich bin sowas von depri.

    0
  • Dieser Artikel erschien vor zwei Tagen auf uncutnews,ch und ist eine Chronologie der Corona-PLANdemie. Einer der besten Artikel den ich je gelesen habe und den Wahnsinn bis ins letzte Detail beschreibt

    SEIT BEGINN DER IMPFKAMPAGNE HABEN PHARMA UNTERNEHMEN ETWA 1000 DOLLAR PRO SEKUNDE VERDIENT!!!!!

    Covid-Todesfälle“ wurden durch statistische Manipulation geschaffen. Da die „Covid“-Fallzahlen aufgebläht sind

    PCR Tests wurden manipuliert,

    Lockdowns kosten Menschenleben.

    Bericht der Weltbank vom Juni 2021 schätzte, dass fast 100 MILLIONEN MENSCHEN durch sogenannte „Anti-Covid-Maßnahmen“ IN EXTREME ARMUT GETRIEBEN WURDEN.

    40–50 % der beatmeten Patienten sterben, unabhängig von ihrer Erkrankung.

    „Masken wirken nicht“

    etc…

    1
  • Ein Bauunternehmer der keine Maurer, sondern nur ungelernte arbeitsscheue Kräfte einstellt, wundert sich, dass seine Gebäude einstürzen?

    4
  • „Niveau des Corona-Lockdowns“… Corona war der Test, was Menschen mit sich machen lassen. Man muss ihnen nur genügend Angst machen. Es hat funktioniert. Jetzt ist es die Angst vor Putin, vor Hitzschlägen, Wassermangel, ja vor dem Weltuntergang. Da brauchen die Menschen wahrlich keine neuen Fernseher mehr…
    Bleibt die Frage, wie lange die Menschen das noch mit sich machen lassen? Oder sind sie mit der segensbringenden Impfung ihres Verstandes beraubt worden?

    0
  • Die ReGierung der Kartellparteien ignorierte eine einfache Bauernregel:

    Keine Kühe schlachten die man melken will

    Was aber „Dank einer nimmersatten KartellreGierung“ und ihren immer höheren/neuen Steuern und Abgaben nicht für voll genommen wurde

    Dank dieser Steuern/Abgaben KÖNNEN die gemolkenen Bürger gar nicht mehr groß einkaufen gehen und somit wunschgemäß den Konsum ankurbeln

    Was aber den Kartellparteien offenkundig am Ar.. vorbeigeht

    Diese Bürgerverachter kennen nur:

    Die Bürger bevormunden verar…und abkassieren Wobei sie am liebsten auch noch das letzte Hemd haben würden bevor der Verblichene ins Erdmöbel kommt

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    • Was bleibt der Regierung übrig? Klimawahn und Migration kosten halt sehr viel Geld, das irgendwo herkommen muß.

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  • Ökonomen haben gerechnet! 🤣🤣🤣🤣
    Aufgrund welcher Basisdaten? Etwa denen der Polit-Propaganda?
    Ja, Staatsaufträge, auch wenn diese reiner Selbstbetrug sind, landen eben nicht im realen Leben und schon gar nicht im Einzelhandel!

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  • Nicht schwächeln jetzt. Die Landwirtschaftsministerin (CDU) von Reihnland Pfalz meinte doch gerade das Lebensmittel viel zu billig seien….
    Wer zum Teufel wählt diese vom Volk abgehobene Kaste denn immer noch?

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  • Fazit: Geld ist aus!

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    • Geld ist nicht aus, es ist jetzt nur in der Ukraine.

      Frage an Gemini: Wie entwickeln sich die Einzelhandelsumsätze in der Ukraine?

      Antwort: Die Einzelhandelsumsätze in der Ukraine zeigen trotz des andauernden Krieges und schwieriger makroökonomischer Rahmenbedingungen eine bemerkenswerte Erholung und solides Wachstum.

      1
      • Frage an Gemini: Wie kann der Umsatz trotz Krieg wachsen? Woher kommt das Geld?

        Antwort: Hinter dieser Entwicklung steht ein Zusammenspiel aus starker staatlicher Alimentierung, internationaler Hilfsgelder, veränderten Konsummustern und ökonomischen Ausweicheffekten.

        Die Ukraine finanziert nahezu ihren gesamten zivilen Staatshaushalt – darunter Renten, die Gehälter von Lehrern, Ärzten und Verwaltungsangestellten sowie Sozialhilfe – über ausländische Kredite, Zuschüsse und Erträge aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten.
        Ohne diese westlichen Spritzen wäre der Staat pleite. Durch die Auszahlungen bleibt die Kaufkraft von Millionen Zivilisten und Pensionären jedoch auf einem Basisaniveau gesichert.

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      • Gut. Die Ukraine hat als Frontstaat gegen Russland bessere Verwendung für das Geld als der fette Bundesbummler.

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  • Solange die Einzelhandelsverbände die Füße still halten anstatt der sogenannten Regierung und den Politikdarstellern mal richtig Feuer unter dem Hintern machen, passiert nichts ! In der Ukraine gibt es zweistellige Wachstumszahlen….. mit unserem Steuergeld !

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