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Neuer Trump-Friedensplan: Harte Kompromisse, aber erstmals echte Beistandsgarantie im Raum

„Das wäre Kapitulation“, ruft in Europa manch einer zu dem neuen Trump-Friedensvorschlag für die Ukraine. Doch: Es sind zwar schmerzhafte Kompromisse enthalten, aber auch Punkte, die das Land gegenüber Russland stärken. Erstmals stehen harte Beistandsgarantien im Raum.

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IMAGO/ZUMA Press Wire

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Wieder gibt es einen neuen Anlauf für Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg – wieder einen Vorstoß für ein Abkommen aus Washington. Die Trump-Regierung ist in den letzten Monaten bereits mehrfach auf Russland zugegangen, übte mal Druck auf Selenskji, mal auf Putin aus. Am Ende scheiterten bislang aber alle Bemühungen.

Jetzt liegt ein neuer Plan vor, über den Moskau und Washington verhandelten und über den die Aufregung groß ist: Von einer faktischen Kapitulation der Ukraine, die der Plan verlangen würde, sprachen gar manche. Nun machte das US-Portal Axios den Plan in seiner Gesamtheit publik – und erlaubt damit durchaus eine nüchternere Analyse: Denn längst nicht alle Punkte sind so russlandfreundlich, wie manch einer erwartet hatte.

Ja, der Plan sieht „de facto“-Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland vor – aber das dürfte inzwischen kaum mehr jemanden überraschen: Eine Wiedereinnahme der russisch besetzten Gebiete in der Ukraine würde einem völligen Sieg gleichkommen – und dafür gibt es im Konflikt mit dem dreimal größeren Nachbarn aktuell schlicht keine Perspektive. Im Gegenteil: Es ist eher bemerkenswert, wie stark die Ukraine dem russischen Einmarsch auch nach nun fast vier Jahren Krieg standhalten und verlangsamen konnte.

Die gesamte Debatte ist bisher oft von folgenden leeren Argumenten geprägt: Auf der einen Seite gibt es bei einigen die pro-ukrainische Haltung, jede Gebietsaufgabe stelle eine völlige Kapitulation dar, über die man gar nicht erst verhandeln dürfe. Andererseits gibt es die pro-russische Seite, dass es doch nur „Frieden“ brauche und der von der – von Russland angegriffenen – Ukraine abgelehnt werde, weil sie nicht alle russischen Forderungen akzeptiert, sondern weiterkämpft.

Die Realität ist: Am Ende wird man sich in Verhandlungen irgendwo in der Mitte treffen müssen. Und wo genau die Mitte liegt, das hängt von der jeweiligen Position der beiden Länder und der Situation auf dem Schlachtfeld ab. Denn keine Seite hat aktuell wirklich Aussichten auf einen eindeutigen Sieg. Das mag für viele Ukrainer schmerzhaft sein, Landesteile aufzugeben – wenn man den Krieg aber beenden will, führt daran aber wohl kein Weg vorbei.

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Entscheidend ist doch: Wie viel Land gibt man auf, in welcher rechtlichen Konstellation (Stichwort de jure oder de facto Abtretung) und vor allem: Welche Garantien hat die Ukraine, dass Russland nicht in ein paar Jahren erneut eine Invasion startet? Daran muss man alle Friedenspläne messen – auch den Trump-Plan.

Die Sicherheitsgarantien

Dort festgehalten ist ein klares Verbot und Verzicht, die Ukraine in die NATO aufzunehmen. Eine der öffentlichen Kernforderungen Putins. Zugleich aber sichert der Plan der Ukraine „zuverlässige Sicherheitsgarantien“ zu. Laut Axios wären dies „NATO-ähnliche“ Sicherheitsgarantien, wonach sich die USA und ihre europäischen Verbündeten dazu verpflichten, einen Angriff auf die Ukraine als Angriff auf die gesamte „transatlantische Gemeinschaft“ zu behandeln.

Das klingt nach einer faktischen NATO-Garantie, aber außerhalb der NATO-Strukturen und mit anderem Namen. Sollte das am Ende wirklich eine Sicherheitsgarantie sein, kann man das als klaren Punkt für die Ukraine verbuchen. Das alles nicht NATO zu nennen, wäre dann eher eine Möglichkeit der Gesichtswahrung nach innen für Russlands Präsidenten Putin.

In einem weiteren Punkt verankert der Plan zudem das Recht der Ukraine, der EU beizutreten. Das ist durchaus bedeutsam: Denn gerade 2014, nach der Maidan-Revolution, als Russland die Krim annektierte und Gebiete im Donbas mit eigenen Milizen einnahm, war die Debatte um eine EU-Mitgliedschaft von Russland als einer der Hauptgründe für die damalige Invasion angeführt worden.

Klar ist aber auch: Nach dem Plan wird die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine eingeschränkt. Explizit verboten ist die Stationierung von NATO-Truppen im Land. Ob sich dies nur auf Truppen im Rahmen einer NATO-Mission oder alle Arten von Truppen von NATO-Staaten auch außerhalb der NATO-Strukturen bezieht, ist unklar – laut Axios deutet aber vieles darauf hin, dass alle Stationierungen verboten wären. Es bliebe also nur die Beistandsgarantie.

Zugleich limitiert der Plan die ukrainischen Streitkräfte auf 600.000 Mann. Zuvor war von einer Halbierung der ukrainischen Armee die Rede. Das trifft so nicht zu: Aktuell hat das Land um die 800.000 bis 850.000 Mann unter Waffen – und das im Krieg, in Vorkriegszeiten waren es um die 250.000. Zum Vergleich: Deutschland, mit mehr als doppelt so vielen Einwohnern wie die Ukraine, limitierte seine Soldatenzahl unter dem Zwei-plus-Vier-Vertrag, der die Wiedervereinigung regelte, auf 370.000 Mann.

Weitere Beschränkungen, etwa von Waffensystemen, finden sich abgesehen von einem völligen Atomwaffenverbot nicht. Unterm Strich halten sich die Beschränkungen der ukrainischen Streitkräfte damit in Grenzen. Gerade weil fraglich ist, ob in Friedenszeiten überhaupt eine Soll-Größe von 600.000 langfristig angepeilt wird. Und im Kriegsfall, wenn man Reservisten einberuft, sind entsprechende Vorgaben dann schließlich sowieso hinfällig.

Sanktionen und eingefrorene Gelder

Ebenfalls vorgesehen ist im neuen Vorstoß das völlige Ende der russischen Isolation in Diplomatie und Weltwirtschaft: Das beinhaltet eine Rückkehr Russlands zur G8, ebenso wie ein Ende aller Sanktionen gegen das Land. Für viele Ukraine-Unterstützer im Westen ein harter Brocken. Und egal, was man vereinbart, diplomatisch dürfte man in vielen, gerade osteuropäischen Ländern, eher frostig auf Putin schauen. Dennoch ist es gerade auch im Interesse der neuen Trump-Regierung, die Beziehungen zu Russland zu normalisieren – auch um das Land stärker von seinem Partner China wegzuziehen.

Zugleich sollen 100 Milliarden der in der EU eingefrorenen russischen Gelder für „US-geleitete Vorhaben zum Wiederaufbau und zu Investitionen in der Ukraine“ eingesetzt werden. Dabei verlangt man weitere 100 Milliarden aus EU-Geldern, zudem sollen 50 Prozent der Profite entsprechender Investitionen in der Ukraine nach dem Gedanken der Trump-Regierung an die USA fließen.

Die große Gebietsfrage

Im wohl umstrittensten Punkt der Gebietsfragen orientiert sich der neue Vorstoß dagegen stark an den Frontlinien. Ein direktes Einfrieren des Konflikts entlang dieser Linien wäre der denkbar einfachste Kompromiss. Ganz so klar ist das jetzt aber nicht; im Vorschlag heißt es beim entsprechenden Punkt 21 wörtlich: „Krim, Luhansk und Donezk werden de facto als russisches Territorium anerkannt, auch von den Vereinigten Staaten. Cherson und Saporischschja werden entlang der Kontaktlinie eingefroren, was einer faktischen Anerkennung entlang dieser Linie gleichkommt.“

„Russland wird die übrigen vereinbarten Gebiete, die es außerhalb der fünf Regionen kontrolliert, aufgeben. Ukrainische Streitkräfte werden sich aus dem von ihnen kontrollierten Teil des Gebiets Donezk zurückziehen. Diese Rückzugszone wird als neutrale, entmilitarisierte Pufferzone gelten und international als Territorium der Russischen Föderation anerkannt. Russische Streitkräfte werden diese entmilitarisierte Zone nicht betreten.“

Die Krim und Luhansk sind dabei bereits vollständig unter russischer Kontrolle – hier wird also die Front eingefroren. Ebenso in den Oblasten Cherson und Saporischschja, wo „entlang der Kontaktlinie“ die Grenzen verlaufen sollen. Außerhalb der fünf Oblaste kontrolliert Russland nur kleinere Flächen, die es aufgeben würde. Eine wirkliche faktische Gebietsaufgabe für das ukrainische Militär wäre auf der anderen Seite das nördliche Drittel von Donezk, das laut Plan wie erwähnt als „neutrale, entmilitarisierte Pufferzone“ vorgesehen ist.

Im Kontext des Konflikts ist das zwar nicht „viel Land“, aber eine der Gegenden, die die Ukraine bisher am hartnäckigsten verteidigen konnte. Abgesehen von diesem Part ist der Vorschlag aber vor allem ein Einfrieren der Front auf der Karte, mit einer zusätzlichen, kleineren, aber schmerzhafteren Gebietsaufgabe der Ukraine. Denkbar, dass Kiew gerade hier verhandeln will.

De facto oder de jure?

Eine andere, ebenso wichtige Frage wird der Status der Gebiete sein: Schließlich gibt es sowohl symbolisch als auch rechtlich einen großen Unterschied, ob die besetzten und dann abgetretenen Gebiete als de jure oder de facto russisches Territorium gelten. Also ob der Rest der Welt beziehungsweise wichtige europäische Staaten, die USA und die Ukraine diese selbst als ukrainisch oder russisch sehen.

Hier ist Trumps Plan noch sehr vage und widersprüchlich: Einerseits spricht er von nur „de facto“ russischem Gebiet, aber andererseits dann wieder von „international anerkanntem […] Territorium der Russischen Föderation“, wenn es teils um das Gleiche, etwa Donezk, geht.

Denkbar und diskutiert wurden in der Vergangenheit für all das diverse Szenarien: Etwa dass die Ukraine formell zwar eine militärische Rückeroberung der Gebiete aufgibt, aber völkerrechtlich nicht darauf verzichtet, während zum Beispiel die USA aus Wunsch nach Normalisierung der Beziehungen zu Moskau einige davon anerkennt, wie etwa die schon seit 2014 in Teilen abgetrennten Gebiete der Krim, Luhansk und Donezk. Europäische Länder verfolgen dann wahrscheinlich wiederum eine eigene, andere Position. In dem Punkt herrscht jedenfalls am wenigsten Klarheit.

Zwischen der Ukraine und den westlichen, Ukraine-unterstützenden Ländern im Westen gibt es nicht immer deckungsgleiche Interessen: Im Land selbst würde man sicher am liebsten alle verlorenen Gebiete zurückgewinnen. In vielen westlichen Staaten würde man es – nicht zu Unrecht – bereits als Erfolg verbuchen, wenn Russland zwar einige Regionen einnehmen konnte, aber nun eben im Endeffekt mit seinem Ursprungsziel, nämlich der Eroberung der Ukraine und dem Sturz der pro-westlichen Regierung, gescheitert ist.

Zentraler Punkt ist in jedem Fall, dass für einen, wenn auch schmerzhaften Frieden, nur echte Sicherheitsgarantien sprechen. Denn warum sollte die Ukraine jetzt die Waffen niederlegen und Gebiete aufgeben, wenn es keine Garantie gibt, dass Russland nicht in ein paar Jahren einen neuen Invasionsversuch startet? Diese Frage ist und bleibt der Dreh- und Angelpunkt. Sind die neuen Garantien wirklich ein NATO-ähnlicher Beistand, dann wäre dieser Punkt wohl erfüllt. Denn auch wenn das in Europa gerne verdrängt wird, haben die USA ähnlich starke Bündnisse auch bereits außerhalb von NATO-Strukturen geschaffen, etwa im Fall Japans oder Südkoreas.

Entscheidend wird nun die Reaktion der Ukraine und dann Russlands sein. In Kiew erklärte Selenskji, man sei „bereit für eine offene und ehrliche Zusammenarbeit“, um mit den USA und Europäern einen gemeinsamen Entwurf für die Verhandlungen mit Russland auszuarbeiten.

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103 Kommentare

  • Meiner persönlichen bescheidenen Meinung nach kommt die Ukraine dabei noch viel zu gut weg.
    Erstmal den Korruptionsskandal von Selenski komplett aufklären.

    • wir kommen dabei leider überhaupt nicht gut weg. Die EU soll 100 Milliarden aus der Portokasse für den Wiederaufbau zahlen. Die Amerikaner zahlen überhaupt nichts, möchten aber von den wirtschaftlichen Exspektanzen profitieren. Das sehe ich ein wenig differenziert.
      Wenn wir zahlen, dann müssen wir auch davon profitieren.

      • Niemand zwingt uns zu zahlen.
        Abgesehen natürlich von den moralinsauren „Gut“menschen und Kriegslüstlingen.

    • da wird nix aufgeklaert.

      es gehen bereits schlagzeilen um die welt, dass selenski moeglicherweise die USA dahinfahren laesst.

      D, F und UK lehnen naemlich den friedensplan ab.
      sie bestaetigen ihre unerschuetterliche und volle unterstuetzung fuer einen *richtigen und gerechten* frieden (nach gusto *unsererdemokratie*? )

      N will noch vor weihnachten fast 90 mio. euro springen lassen.

      na, wuensche allen frohes zahlen …

      • Trump hat schon angekündigt, im Falle einer Ablehnung, Geheimdienstinformationen nicht mehr an die Ukaine weiter zu geben, sowie alle Waffenlieferungen einzustellen.
        EU und UK interessieren niemanden mehr, Trump und Putin haben scheinbar die Faxen dick

      • mann, mann, mann ist das muehsam.
        aufgrund der dumm-KI ist hier eine zeitnahe antwort nie moeglich.
        vielleicht gewollt, um das narrativ des mediums zu schuetzen?

      • godzilla,
        dein wort in gottes ohr, wie man immer so schoen sagt.

        was aber, wenn seli trump wirklich in den wind schiesst, weil er den beteuerungen der europaeischen kriegstreiber vertraut (geld stinkt ja bekanntlich nicht) ?

        denen ist doch zuzutrauen, dass sie noch irgendeinen bloedsinn anstellen, der menschenleben kosten wird.

        es lief ja so schoen mit den kursen der waffenindustrie, und vermutlich auch mit jeder menge kickbacks, und nun soll der spass einfach so zuende sein?

    • Die Amis vor allem haben mit den Europäern und der EU diesen Krieg gewollt. Und die völlig bekloppten Europäer der Willigen plus EU wollen trotz Niederlage weitermachen und ruinieren ihre Länder durch Kriegswirtschaft und Sanktionen für immer. Bezahlen müssen primär die Europäer, die Amis kassieren nur und verkaufen Waffen. Dazu ist der Umgang von den Amis mit Europa wie mit einer Kollonie.

  • Sicherheitsgarantien gibt es schon. Und zwar seit 1994. Was sagt uns das?

    • Es gab auch eine mindestens verbale Zusicherung, oder auch Garantie, daß sich die NATO nicht weiter nach Osten ausdehnt.
      Nach der Perestroika hat Russland viel Vertrauen in den Westen gehabt zB Wirtschaftsberater aus den USA ins Land geholt.
      Dieses Vertrauen ist restlos weg. Der Westen hat weiterhin kalter Krieg gespielt obwohl Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion mit herunter gelassenen Hosen da stand.
      Es haben viele vergessen, daß der Konflikt in der Ukraine nicht mit dem Einmarsch Russlands begann sondern bereits lange vorher Kampfhandlungen stattfanden, nämlich von ukrainischen Kämpfern auch gegen russische Zivilisten.
      In diesem Krieg gibt es keine Guten oder Bösen, es gibt nur Interessen.
      Im deutschen Interesse wäre es, daß dieser verfluchte Krieg endlich endet. Donald Trump arbeitet daran, Merz Macron und Starmer arbeiten daran, daß der Krieg weiter geht.
      Ich unterstütze Trump.

    • Das diese nicht belastbar sind, nicht mehr und nicht weniger.

  • Wie soll das Abkommen dann heißen, Minsk III ?

  • Würde es nach Selenski gehen wären USA und Europa längst aktiv in diesen Krieg verwickelt.
    Alleine dafür hoffe ich, dass er nicht so billig davon kommt!!

    • die chance besteht ja noch.

      nachdem D, F, UK den friedensvertrag strikt ablehnen und selenski ihre ewige treue geschworen haben, ist alles offen.
      kallas freut sich.
      rheinmetall auch.
      denn die hatten bei bekanntgabe der friedenspunkte einen herben kursverslust zu verzeichen.
      das geht natuerlich gar nicht.
      dagegen muss gehandelt werden.

    • Er wird niemals sicher sein,egal wo auf dieser Welt.

    • Sie haben offenbar noch nicht mitbekommen, dass die USA und UK mitsamt dem Nato-Anhang vom ersten Tag an die Hauptkriegsbeteiligten und Kriegsverursacher waren ?

  • Zitat:
    „Denn warum sollte die Ukraine jetzt die Waffen niederlegen und Gebiete aufgeben, wenn es keine Garantie gibt, dass Russland nicht in ein paar Jahren einen neuen Invasionsversuch startet?“

    Keine NATO-Osterweiterung – keine Probleme mit Russland.

    Allseits bekanntes Doktrin.

    Gannnz einfache Kiste.

    Wie Georgien damals schon – selbe Zwergen-Provokation.

    Den Rest spar ich mir hier.

    Möchte nicht ausfallend werden.

    • 100%ige Zustimmung

    • „Möchte nicht ausfallend werden.“
      Das sollten sich Watniks wie Sie aber wirklich verkneifen. Sonst werde nämlich ich auch „ausfallend“.

      -25
      • Strohmann-Argument, Rhetorik-Ass.

        „Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch – und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseitegeschoben werden.

        Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen.

        Niemals werden wir mehr versuchen, den Dummen durch Gründe zu überzeugen; es ist sinnlos und gefährlich.“
        — Dietrich Bonhoeffer, „Von der Dummheit“

  • Da müssen die sich aber sputen. Pokrowsk steht vor dem Zusammenbruch und damit die ganze „Ostfront“. Und der Winter kommt erst noch!
    https://peds-ansichten.de/2025/11/der-fall-der-festung-donbass/

    • Jaja. Und dann kommt die nächste Stadt, für die der Russe 25.000 Soldaten opfert. 800.000 hat er bislang verloren, 4.200 Kampfpanzer, 8.000 Schützenpanzer, 1.000 Selbstfahrlafetten, 533 Mehrfachraketenwerfer u.v.m. Nicht die Ukraine steht vor dem Zusammenbruch, es ist der Iwan, der in den militärischen und wirtschaftlichen Abgrund schaut.

  • Merz will keinen Frieden, und er kann ihn sich nicht leisten. Das gilt für die meisten der europäischen Kriegstreiber, die praktisch ihr letztes Geld auf Krieg gesetzt haben und den Frieden fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

    „Wenn unser Land schwankt, weil es nicht bereit ist, seine Kinder zu verlieren, dann sind wir in Gefahr“ – so der französische Generalstabschef Fabien Mandon. Mit etwas Glück stellen sich in Frankreich und England genug Leute quer.

    In Deutschland wohl kaum – denen gehen die eigenen Kinder ja bekanntlich sonstwo vorbei.

    • Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum Sie für Ihren Kommentar schlecht bewertet werden.

      Aber, vielleicht ändert sich das ja noch.

      Meine Zustimmung haben Sie.

    • Irgendein hoher deutscher Militär,der etwas aussieht wie ein Abgesandter aus Transsylvanien, brachte sinngemäß den Spruch,“ wir sind bereit für den fight tonight“.
      Nur noch gruselig.

      • Die „hohen Militärs“ werden mit so vielen Orden behangen, durch die Leistung anderer (Soldaten) dass sie sich kaum noch bewegen können. Somit können selbige auch nicht persönlich an dem teilnehmen, was sie vom Mannschaftsgrad verlangen. Die Jugend soll für die Interessen der Älteren kämpfen und sterben?! Als Bezahlung gibt es dann warme Worte und die gesicherte Aussicht auf „unsere Demokratie“. Dafür lohnt es sich doch zu sterben. Die hohen Herrschaften selber sind ja dabei in Sicherheit.
        Ist man Willens und bereit sich gegen derzeitige Religiöse Angriffe zu verteidigen, wird man dafür noch bestraft.

    • Ja. Und auch Macrönchen und Starmer brauchen den Krieg ebenso unser Zweitwahl-Fritze, um an der Macht zu bleiben. Die ganzen Stipizkijs in Kiew ohnehin. Ohne die eiserne Klammer Krieg fällt das Kartenhaus der Misswirtschaft schneller zusammen als sich die Opposition verbieten lässt.

      Falls eine Ende des Konflikts greifbar wird, kann es passieren, dass der Russ‘ überraschend mit Putins Schurken-Dronen den friedliebenden polnischen ÖPNV-Schulbusverkehr angreifen, so dass die NATO den Bündnisfall von Portugal bis Finnland ausrufen muss. Gleiwitz, ick hör dir trapsen!

  • Einen solchen Typen hab ich selten erlebt: Gegen alle erbitterten Widerstände hält er seine Versprechen und liefert. Das ist extrem selten und DIE Ausnahme.

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    [Dies ist ein Java-Test um die Schachteltiefe zu messen]

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  • War ja klar, dass die eunuchisierten EU-Chihuahuas wieder im Chor kläffen. Who cares ?

  • Es ist diesmal ein realistisches Szenario, allerdings ist zu Bedenken, das es bereits vor 2014 US/GB/EU Sicherheitsgarantien für die Ukraine gab, die dazu führten das die Ukraine alle Atomwaffen an Rußland abgab. Ohne diese Abgabe wäre die Ukraine warscheinlich nicht angegriffen worden.

  • Liegt Axios wirklich der ganze Plan vor? Wie sicher ist die Information. Moskau hat verkündet, dass sie da Dokument noch nicht haben. Selbst Herr S, von der Ukraine hält sich bedeckt.
    Ich würde erstmal abwarten, ob sich da was entwickelt?!

  • Vielleicht harte Worte.
    Aber, ich gebe es zu, als Deutscher wäre ich sehr froh, wenn der Krieg in der Ukraine ein Ende fände und ein stabiler, langanhaltender Frieden einkehrte.

    Mag der Preis, den die Ukraine dürfen zahlen muss auch hoch sein.
    Ganz ehrlich, es ist mir relativ egal.

    Hauptsache Frieden!

    Und ukrainische Flüchtlinge in unserem Land sind mir deutlich willkommener als viele andere.

    Der Westen hat in Minsk immer mitgezündelt. Es war ein Versuch. Misslungen.

    Das weiß vor allem das EU-Establishment in Brüssel und auch die Nato Verantwortlichen ganz genau.

    Vielleicht macht das für das nächste Mal bescheidener.

    Danke Mr. Trump!

    Ich bete für Sie, Ihren Friedensplan, die Menschen in der Ukraine und die in Russland.

    • Sorry!

      Mag der Preis, den die Ukraine zahlen muss auch hoch sein.

      Das meinte ich.

  • Der Friedensplan ist abzulehnen. Er führt nicht zum dauerhaften Frieden in der Ukraine. Wir brauchen neue Ideen der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.
    Deshalb, wer ein friedliches Europa will, muss an einem gemeinsamen Sicherheitskonzept, auch mit Russland, arbeiten. Eine neue OSZE-Vereinbarung sollte das Ziel sein.

  • Erst muss Selenski das von ihm erlassene Dekret,keine Verhandlungen mit Putin,aufheben.
    Außerdem,wer garantiert Russland,das nach Neuwahlen in der Ukraine, der evtl. neugewählte Präsident die gemachten Vereinbarungen anerkennt?
    Fragen über Fragen.

  • Schaut euch mal die Berichterstattung unserer Quamedien aus den Jahren ab 2014 über die Ujraine an. Dort bekommt ihr eine ganz gute Vorstellung davon warum Russland die Ukraine angegriffen hat.
    Das Internet vergisst nicht !!!

    FREIGABE ?

  • JEDER Friedensvorschlag ist akzeptabel und gibt der erledigten Ukraine die Chance, sich neu aufzustellen. Das größte Risiko trägt automatisch immer Russland.

    • Sie meinten neu aufzurüsten?

      • Ja, aber eben auch im positiven Sinne. Die Ukraine ist ein reiches Land. Ohne Korruption und mit Frieden hätte man da sehr schnell einen Aufschwung.

  • Sachsen hat nach dem Wiener Kongreß etwa 20.000 Km2 an die S..preußen verloren. Die Ukraine wird aktuell insgesamt etwa 90.000 km2 (etwa die Größe Bayerns und Hessens) an Rußland verlieren – wobei da die Bezugsgröße (mit oder ohne Gebieten, die von Stalin und Chrustschow von Rußland der Ukraine zugeordnet wurden) eine Rolle spielt. Wenn man sich auf die dynamische Karte der NZZ zum Frontverlauf verläßt, macht Rußland täglich Geländegewinne zwischen 10 und 25 km2, Tendenz steigend. Allerdings halte ich es für abwegig, daß Rußland überhaupt Interesse an der gesamten Ukraine hat, denn das wäre danach ein dauerhafter innenpolitischer Spannungsherd. Dasselbe gilt für die baltischen Staaten.
    Eine gewisse Unterstützung der Ukraine durch Deutschland könnte man sich unter der Bedingung vorstellen, daß die Ukraine Aufnahmeland für Flüchtlinge wird. Arbeitskräfte werden dort nach dem Krieg dringend gebraucht.

    • Dort ist doch kaum was zerstört. Wo Ruinen sind, sind die heute primär Russland. Nach den Gebietsabtretungen sowieso.

  • Der Artikel ist etwas einseitig indem er nur das Problem aufwirft, was denn sei wenn Russland noch einmal die Ukraine angreift nachdem ein Friede geschlossen wurde.
    Gar nicht eingegangen wird aus das Problem, dass Selenski nach einem Frieden Grenzzwischenfälle provozieren oder auf die Idee kommen könnte, die Ostgebiete der Ukraine zurückzuerobern. Falls es harte Beistandsgarantien des Westens inklusive Deutschland geben sollte, wären wir dann auf einmal im Krieg mit Russland.

    • Darauf wird es hinaus laufen.

  • Es ist ein Krieg, der viele Veränderungen brachte, wie die vielen wehrfähigen Ukrainern hier im Land, wie die Milliardenzahlungen in ein korruptes System, wie ein Migrationstor über Weißrussland, wie die Aufhebung der Neutralität von Schweden und Finnland und wie die Degradierung dieses Landes, das von vielen Politikern „Unser Land“, statt Deutschland genannt wird und nur noch zu einer logistischen Basis für die USA verkam. Dieser Krieg hat die Ausdehnung der Nato Richtung Osten gestoppt und die Kriegsgefahr gerade für Europa beträchtlich erhöht.
    Dieser Krieg hat aber auch gezeigt, dass Verträge für Russland irrelevant werden, wenn es seine eigene Sicherheit gefährdet sieht.
    Die Lehren davon sollten in ein Vertragswerk einfließen, dass weit über die Ukraine hinausgeht. Letztendlich ist eine neue europäische Sicherheitsstruktur gefragt, die Eigenverantwortung übernimmt und unabhängig von fremden Einflüssen agieren kann!

    • Die Aufgabe der militärischen Neutralität Finnlands und Schwedens halte ich für einen ganz großen Fehler.

      Aber, hier konnte man ganz schnell mal wieder erkennen, wie Bevölkerungen durch Angstmache zu steuern sind.

      • Gehen Sie mal davon aus, das die Regierung der beiden Länder die Sicherheitslage (u.a. anhand von Geheimdienstinformationen besser berurteilen können als Sie. Das gilt besonders für Finnland, das leidvolle Erfahrungen mit Russland (u.a. 2. Weltkrieg, ethnische Säuberungen) gemacht hat und sich daher keine Illusionen bezügl. Russland erlauben kann. Das gilt auch für die Ukraine, die um ihre Freiheit und kulturelles Überleben kämpft. Ja, ich weiß, Sie wollen Ihre Ruhe haben, leben Sie doch im NATO-sicheren Deutschland.

  • Und welche Garantie hat Russland das Ukrainische NeoNazi Truppen nicht wieder auf die russische Minderheit in der Ukraine losgehen?
    Die EU Mitgliedschaft der Ukraine ist eine ganz schlechte Idee, die Ukraine ist durch und durch korrupt.

    • Aber dann passt sie doch in dieses hochkorrupte Gebilde EU!

  • Ich glaub zwar nicht, daß es klappt aber ich würde mich sehr freuen. Vor allem für die Ukrainer und für die Russen die keine Lust mehr auf Krieg haben aber auch über die dummen Gesichter unserer EU-Experten und den Erfolg für Trump.
    Wenn die Sanktionen aufgehoben werden, sollte die Ukraine noch North-Stream reparieren damit wir wieder billiges Gas kaufen können und wir könnten endlich die Ukrainer heimschicken die hier nicht arbeiten wollen. Wir müssen weniger Geld ausgeben und brauchen keine zusätzlichen Schulden mehr machen-denn das war ja der Grund dafür-oder?
    Also kann die Schuldenbremse ja doch wieder eingehalten werden.
    Ich weiß, ich weiß…aber man wird ja wohl auch mal laut träumen dürfen…🙄

  • Tatsache ist, daß nicht die Ukraine allein den Krieg verloren hat sondern auch die Nato ansich gegen Russland verloren hat. Es sollte nicht vergessen werden, daß die USA mit dem Regime change in 2013 den Konflikt angezettelt hat und Trump sich besser nicht als Friedensstifter aufführen sollte.

    • Doch, Trump darf sich als Friedensstifter „aufführen“.

      Der „Regime change“ in Minsk war zweifelsohne das Werk anderer US-Regierungen.

    • Richtig, aber Trump kann nichts dafür. Den Mist haben Obama und Biden zu verantworten.

      Trump bemüht sich immerhin, den Dreck der Vorgänger aufzukehren – so etwas könnte man in der deutschen Politik auch gebrauchen.

  • Russland kann einfach warten, bis der ganze korrupte Laden auseinanderfällt und nur noch Segmente übrigbleiben. Siehe Libyen. Dann hat sich die Frage der NATO- und EU-Mitgliedschaft von ganz alleine erledigt. Und manche ukrainischen Teilgebiete, wie z.B. Charkow und Odessa werden froh sein, wenn sie unter russische Obhut kommen. Besser, als von irgendwelchen Warlords beherrscht zu werden.

  • Hmm, die einzigen Verlierer, die ich hier sehe, ist die EU+Ukraine (ja, die sind für den Zustand dort auch verantwortlich, aber die USA unter Biden hat daran auch sehr stark mitgewirkt). Die BILD schreibt dazu:

    Laut US-Plan für einen Frieden zwischen Russland und der Ukraine soll ein globales Maßnahmenpaket die Ukraine wiederaufbauen – mit massiver US-Beteiligung und wirtschaftsgetriebenen Interessen.
    Die USA sollen satte 50 Prozent der Gewinne aus dem Wiederaufbau der Ukraine kassieren. Die Pläne veröffentlichte das US-Medium Axios. Brisant: Die EU soll 100 Milliarden Dollar beisteuern, um das amerikanische Geschäftsmodell abzusichern. Noch dazu sollen eingefrorene EU-Gelder (ca. 300 Mrd. US-Dollar) freigegeben werden, während der Rest der russischen Vermögen in einen gemeinsamen US-russischen Investmentfonds fließt.
    Der Ökonom sagt, nur die USA würden aus einem möglichen Ukraine-Friedensdeal die besten Karten ziehen – etwa bei Infrastruktur- und Rohstoffprojekten.

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