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Ab 2030

Neue EU-Vorgabe: Bald sind selbst Ketchuptütchen und Kaffeesahne-Päckchen verboten

Mit der neuen Verpackungsverordnung will die EU Plastikmüll vermeiden. Unter anderem wird ab 2030 die Ausgabe von Einweg-Einzelportionen von Milch oder Saucen für den Vor-Ort-Verzehr verboten. Das Gesamtvorhaben verursacht für die deutsche Wirtschaft jährliche Mehrkosten von rund 90 Millionen Euro.

Ab 2030 dürfen Cafés vor Ort keine Kaffeesahne mehr in Einzelportionen aus Kunststoff ausgeben. (IMAGO/Levine-Roberts)

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Einzeln verpackte Portionen für Ketchup, Mayo, Senf, Soßen, Milch oder Zucker werden in Restaurants und Cafés ab dem 1. Januar 2030 für den Vor-Ort-Verzehr komplett verboten. Das ergibt sich aus der im Februar 2025 in Kraft getretenen europäischen Verpackungsverordnung PPWR. Ziel des Vorhabens ist es, Verpackungsabfälle zu verringern und Mehrwegsysteme in der Gastronomie zu etablieren.

Damit werden Restaurants verpflichtet, Alternativen anzubieten, die keinen zusätzlichen Plastikmüll produzieren – etwa wiederbefüllbare Spender oder Schälchen aus Glas. Denkbar sind auch Einweg-Alternativen ohne Kunststoff, zum Beispiel aus essbaren Materialien wie Waffelteig.

Ausnahmen gelten, wenn Speisen zum Mitnehmen bestellt werden oder wenn aus Hygienegründen Portionsverpackungen in medizinischen Einrichtungen (etwa Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen) erforderlich sind. Zusätzlich müssen Anbieter von Take-away-Essen künftig Mehrweg-Alternativen ermöglichen: Kunden sollen Speisen und Getränke auf Wunsch in wiederverwendbare Behälter abfüllen lassen und mitnehmen können, statt zwangsläufig auf die Einwegoption angewiesen zu sein.

Üblicherweise werden solche EU-Verordnungen 18 Monate nach ihrem Erlass auf EU-Ebene auch in Deutschland verbindlich anwendbar. Bei der neuen Verpackungsverordnung ist das der 12. August 2026. Für Einweg-Portionsverpackungen hat die EU allerdings eine längere Schonfrist vorgesehen, sodass die Einschränkungen erst ab 2030 greifen.

Die EU-Verordnung PPWR umfasst ein breites Maßnahmenpaket. Vorgesehen sind unter anderem strengere Anforderungen an die Gestaltung von Verpackungen und Grenzwerte für Schadstoffe, Einschränkungen für leichte Kunststofftragetaschen sowie verschärfte Pflichten für Hersteller und Händler. Damit will die EU vor allem Verpackungsabfälle vermeiden, die Produktion unnötiger Verpackungen reduzieren und Verpackungen so gestalten, dass sie effizienter verwertbar sind (Apollo News berichtete).

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Ein Gesetzentwurf, der das deutsche Verpackungsrecht an die EU-Vorgaben anpassen soll, beziffert die zusätzlichen jährlichen Kosten für die Wirtschaft auf knapp 90 Millionen Euro. Hinzu kommt ein einmaliger Umstellungsaufwand von rund 4,5 Millionen Euro. Bundesumweltminister Carsten Schneider drängt in Brüssel darauf, den Anwendungsstart in Deutschland auf den 1. Januar 2027 zu verschieben, ist damit bislang jedoch nicht durchgedrungen.

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54 Kommentare

  • Vorher muss der #Dexit kommen. Dieser Moloch bringt uns nichts gutes mehr, raus da.

  • Vieles könnte man als Bürger stärker akzeptieren, wenn nicht diejenigen, die das vorschreiben, mit Privatjets Kurzstrecke zwischen Brüssel und Straßburg fliegen würden. Oder die vielen Flieger Richtung Umweltschutzkonferenzen, die man etwas „abseits“ landen läßt.
    Ein Blick in die EU Kantinen und Gastro Angebote dürfte auch mal interessant sein: ob sich da alle so vorbildlich verhalten?
    Und im Endeffekt hat man wieder unzählige Hygieneregeln (un des kommen sicher noch unzählige dazu), die nur mit Kunststooffen / Plastik erfüllbar sind.

    • Privatjets, peanuts. Schauen Sie mal, was bei vesselfinder.com und flightradar24.com so täglich unterwegs ist. Was an Militär sich ohne Tracker noch so rumtreibt. Die Millionen Flugmeilen der Militärs. Die ständigen Tankerflüge über den Atlantik …ohne Ende.

      • Was selbst das ständige rankkarren von Flüssiggas mit Tankern für ein Umweltverbrechen ist.

    • Ich wäre ja für eine konsequentes Verbot von Plastikklamotten und Wohnraumausstattungen, da steckt der Teufel nämlich nicht mehr im Detail.
      Allerdings bräche da der komplette Handel mit Asien zusammen. Da quälen wir doch lieber die heimische Industrie.

    • Da kann ich nichts akzeptieren.
      Niemand hat sich in mein Leben einzumischen. Und die selbsternannten FeudalherrInnen in Brüssel oder Berlin schn mal überhaupt nicht.

      Afuera!!!

  • Ich dachte, das Sommerloch kommt erst noch.

  • Auf die Ketchup oder Mayo Tütchen kann ich gerne verzichten,die lächerlichen Portionsgrössen der Fast Food Tempel reichen gerade einmal für 3 einzelne Pommes und kosten ein Vermögen.

    • Das kann schon sein.
      Das ist aber kein Grund mir das zu verbieten.

    • Und? Dann soll das der Markt regeln

  • „Denkbar sind auch Einweg-Alternativen ohne Kunststoff, zum Beispiel aus essbaren Materialien wie Waffelteig.“
    Ketchup und Senf künftig serviert im Waffelbecher? Mit Schokorand oder ohne? Köstlich!

  • Weniger Einwegplastik wäre ja okay. Schlimm sind die grossen Verbote zu Verbrennermotor, Heizung und Bargeldeinschränkung.

  • Die EU Verwaltung beschäftigt tausende Mitarbeiter, die ihre Existenzberechtigung ständig neu darstellen müssen. Die dort entstehende Flut an Regeln und Verordnungen etc. wird daher nicht versiegen und sie wird zwangsläufig immer kleinteiliger werden. Kein Lebensbereich wird davon verschont bleiben.

    • Genau das! Und wenn man die Regeln eingeführt hat, braucht man natürlich auch Leute, die das kontrollieren. So kann man dann weitere Teile der entfernten Verwandtschaft auf einen aus Steuergeldern gut bezahlten Posten mit wenig Arbeit hieven.

  • Dann schmeiße ich halt das Schälchen aus Glas in den Müll. Was soll’s?

    • Und wenn sie sicherlich zu Wiederverwendung diene sollten, kostet es Energie und Wasser. Am Ende macht es noch mehr Betriebe finanziell kaputt!

    • Verzehr welcher Behälter benötigt, sollte generell verboten sein. Also direkt vom Spieß, oder vom Strauch . ..

      • Dann können Sie sich ja unter die Kuh legen und Ihre Milch nuckeln.

        • aber auf die Fladen achten!

          0
  • Bei der EU ist es wie mit Schrauben: nach fest kommt ab. Es ist wohl nur noch eine Frag der Zeit, bis dem Wahlvolk eines weiteren EU-Lands der Kragen platzt.

    • Leider nicht. Das System ist so designed, dass da gar nichts passieren wird. Nur eine Schuldrenkrise, die daraus resultierenden Exits aus der EU einiger Staaten und die sich daran anschließende Kettenreaktion (natürlich wieder ohne Deutschland) werden dieses Monstrum zu Fall bringen.

    • Schön wär´s ja.
      Aber viel Hoffnung habe ich bei den vielen Schlafmützen nicht.

  • Ganz ehrlich, wofür ist diese EU eigentlich noch da? Statt sich um steigende Preise, Renten und Sicherheit zu kümmern, kommen immer neue Alltagsvorschriften: erst festhängende Flaschenverschlüsse, jetzt sollten sogar Ketchup-Tütchen und Kaffeesahnepäckchen verschwinden..

    Das hat mit der echten Sorge der Menschen nichts zu tun. Es schafft nur mehr Bürokratie, höhere Kosten und immer mehr Unverständnis.

    Die EU sollte sich endlich auf die großen Probleme konzentrieren und nicht immer neue Detailregeln, die niemand braucht. Es wird doch nur noch an der Realität vorbei entschieden!

    • Lecker, wie früher. Die Milchkruste am Kännchen im 2 Sterne Café. 🙂

  • Sehr gut, damit löst man dann auch das Problem der hohen Energiepreise 😂😂😂

  • Das läuft dann so: Zuerst Portionspackungen verbieten. Dann gibt es neue Hygienevorschriften, nach denen man jeden Abend den ganzen Eimer Mayo wegwerfen muss, dann kommen neue Abgaben wegen Lebensmittelverschwendung.
    Und so weiter.

  • Mikro Plastik verseucht unsere Meere und unser Essen. Je mehr man verbietet um so besser. Aber WENN dann gilt das für ALLE Importe.
    Ich kann mich noch gut daran erinnern als nicht alles in Plastik verpackt war Anfang der 90er. Wir müssen wieder zurück zur Normalität. Allen Anderen empfehle ich mal einen Spaziergang an einem Natur belassenen Strand ohne Aufräum-Trupp

  • Weg mit der EU und zurück zur EWG, der Wirtschaft und dem Verbraucher täte es gut.

  • Ketchuptütchen- gegen Milchtütchenweitwurf entfällt in Zukunft … Ein beliebtes Gesellschaftschaftsspiel weniger. Die heimische Kultur errodiert. Als EU Partisan werden nun Zuckertütchen gehortet, wahlweise Überraschungseier ….. der Autokratie ein Schnippchen schlagen.

  • Wann wird Unterwäsche verboten, die ist doch auch unnötig oder?

    • Komm schon, für die aus Baumwolle, da nicht recyclebar.

      • Alternativ: aus Glas, bzw. essbar … (2 Teller oben, unten n Kekshöschen)

  • Ansich ist das ne gute Sache. Bricht sich keiner nen Zacken aus der Krone wenn er anstelle einer kleinen Tüte die klassische Ketchupdose quetscht.

    Wo ist das bitte nen Problem?

    -12
    • Das Problem ist, dass es offenbar nicht sinnvoll ist, sonst würden es schon viele machen. In Zeiten teuren Personals ist das Bereitstellen von Produkten, die mehr Arbeit machen, keine gute Idee.

    • Das Problem besteht darin, daß Verbote von DEN Leuten kommen, für die garkeine Verbote gelten! Ein gutes Beispiel dafür sind die „Klimakonferenzen“, zu denen 40.000!!! Leute aus aller Welt hindüsen, selbstverständlich per Kerosinflieger. Gesponsert wird dann so ein Event vom Plastikflaschenherstellergiganten Coca-Cola! Noch Fragen?

    • Was ist daran gut?

  • Bisher durfte in mitgebrachtes Geschir nicht abgefüllt werden, da der Gastronom die Hygiene nicht beeinflussen kann. Ok …

  • Aber Milliarden von Masken verbrennen …. , verstehe!

    • Und die, die nicht verbrannt wurden, liegen immer noch am Straßenrand, im Gebüsch ODER schwimmen in den Meeren!

  • Ich bin zwar kein Freund dieser Mini-Plastik-Verpackungen, aber die Regulierungswut dieser EU-Beamten, um ihren Job zu rechtfertigen, entsetzt mich jedes Mal neu.

  • Jeder kann seinen Beitrag leisten, ich fühle mich jedes mal allmächtig wenn ich einen Plastikdeckel von seinen Ketten der EU Unterdrückung befreie und ihn als Zeichen des Widerstandes in die Freiheit entlasse…

    • … und vorschriftswidrig in den Restmüll schmeiße.

      Mach ich inzwischen schon reflexartig.

  • Deutschland muss aus dieser EU raus aber gleichzeitig zur Gesetzgebung von z.B 1967 oder auch 1976 zurueckkehren! Sehr viel spaeter darf es nicht sein.

  • Der Bürokratie-Abbau macht Fortschritte…… Wann lernen die Menschen das Bürokratie-Abbau und Grüne zwei verschiedene Welten sind? Grüne müssen (von Ihrem Denken her) scheinbar alles reglementieren was zwangsläufig zu mehr kontrollieren führt. Bürokratie-Abbau ist also von „Natur aus“ für Grüne in der Praxis unmöglich……

  • da schreien sich Mc D, Bu King und KFS die Seele raus. Ja, es muß alles platt gemacht werden. 2029 zeigt sich, was die Bu Bürger wollen. Neue Welt oder Untergang. Dann hat sich das Thema hier hoffentlich erledigt.

  • Man kann sich auf X ja mal die Videos anschauen, wie in der Dritten Welt und in den Schwellenländern die Müll-Laster rückwärts an die lokalen Flüsse heranfahren und dann den Müll dort hinein kippen. In ihren Versuchen, ihre höchstbezahlten Posten zu legitimieren, verwandeln die Brüsseler Bürokraten Europa immer mehr in eine Lachnummer.

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