Werbung:

Werbung:

Ines Schwerdtner

Nach Protesten in Gießen: Linken-Chefin spricht von „absolut unangemessener Polizeigewalt“

Linken-Chefin Ines Schwerdtner rechtfertigt die Proteste gegen die AfD-Jugendgründung in Gießen als „absolut legitim“. Zurecht habe man gegen die Formierung des „rechten Nachwuchses des parlamentarischen Faschismus in Deutschland“ Widerstand geleistet.

Schwerdtner will sich ausdrücklich nicht von den Protesten in Gießen distanzieren (IMAGO/Christian Spicker)

Werbung

Linken-Chefin Ines Schwerdtner unterstützt die Demonstrationen gegen die AfD-Jugendgründung in Gießen am Wochenende uneingeschränkt und nennt diese „absolut legitim“, so Schwerdtner im Rahmen einer Pressekonferenz. Sie sehe darin die Formierung des „rechten Nachwuchses des parlamentarischen Faschismus in Deutschland“. Schwerdtner äußerte zudem Entsetzen über Berichte aus Gießen, wonach Polizisten mit Schlagstöcken Blockaden stürmten, und bezeichnete dies als „absolut unangemessene Polizeigewalt“. Sie fordert vom Gießener Polizeipräsidenten und den Beteiligten Klärung sowie die Bildung einer unabhängigen Untersuchungskommission.

Hessens CDU-Innenminister Roman Poseck meldete über 50 verletzte Polizisten bei den Gießener Protesten gegen die AfD-Jugendgründung. Zudem forderte er linke Parteien dazu auf, sich von der Gewalt zu distanzieren. Hierauf angesprochen erklärte Schwerdtner: „Ich distanziere mich vor allem davon, wenn es überhaupt dort zu Ausschreitungen gekommen ist.“ Die Klärung, wer Gewalt ausübte, überlasse sie der geforderten Untersuchungskommission. Linken-Mitglieder hätten an einem „breiten, friedlichen Protest“ teilgenommen, deshalb „muss ich mich überhaupt von nichts distanzieren, was da meine Parteimitglieder getan hätten“.

Hessens Innenminister Roman Poseck erklärte zwei Tage nach dem großen Polizeieinsatz in Gießen, dass unter den verletzten Polizisten keine schweren Verletzungen zu verzeichnen seien. Es habe Schläge, Tritte, Handbrüche und Böllerwürfe gegen die Einsatzkräfte gegeben. Er bezeichnete das vergangene Wochenende in Gießen als „einen faden Beigeschmack“. Auch Demonstrierende erlitten Verletzungen, wobei genaue Zahlen noch fehlten, aber mutmaßlich weniger als 50 betroffen seien. Die Polizei nahm drei Personen fest und führte rund 200 Identitätsfeststellungen sowie zahlreiche Durchsuchungen durch.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei waren etwa 1000 gewaltbereite Personen bei den Protesten anwesend. Gießens Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher (SPD) fasst die Proteste gegen die AfD-Jugendgründung dennoch positiv zusammen: „Gießen hat nicht gebrannt, sondern geleuchtet – durch die vielen Augen derer, die auf die Straßen gegangen sind und fröhlich und friedlich ihre Unterstützung unserer Demokratie gefeiert und ihrer Sorge vor einem Rechtsruck Ausdruck verliehen haben“.

Die hessische Linke bemängelt, die Landesregierung kriminalisiere antifaschistische Kundgebungen, da Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke unverhältnismäßig eingesetzt worden seien – „Das muss aufgearbeitet werden“. GdP-Chef Jens Mohrherr und Innenminister Poseck lehnen dies ab: Polizisten hätten Grundrechte geschützt und nur bei Eskalation von Worten zu Taten eingegriffen; Vorwürfe gegen Festgenommene, etwa zur Anwaltsversagung, seien falsch.

Werbung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

132 Kommentare

  • Genau diese Täter-Opfer-Umkehr habe ich vorausgeahnt. Leider ist mein satirischer Kommentar dazu unter einem anderen Artikel in der Kommentar-Kontrolle hängengeblieben.

    147
    • Ich auch. ich habe mich gestern schon gewundert weil es noch nicht zu hören war
      Eigentlich ist das alles so durchschaubar.
      Ich kann die Textbausteine schon immer vor formulieren.
      Es ist vom Prinzip her so lächerlich. leider auch sehr gefährlich.
      Sie geben sich nicht mal mehr die Mühe was Sinnvolles zu äussern und wenigstens so tun als ob..
      Immer diese Polizeigewalt! Tststs.. Warum nur?

    • Ja, soll vorkommen…hier & da…

      …nervt zum Glück üüüberhaupt nicht…

    • wer sich von denen beschwatzen lässt, springt auch von der Klippe, wenn man es ihnen sagt. Politiker, die das mittlerweile gängige Konzept, Offensichtlichem zu widersprechen, anwenden, halten auch die Augen zu und denken, sie sind unsichtbar

    • Die rotlackierten Faschisten wittern Morgenluft.

  • Wäre die Polizei nicht vor Ort gewesen, gäbe es viel schlimmeres als Verletzte. Dank an die Polizisten.

  • Angemessen wäre was ganz Anderes gewesen.
    Die Polizei war viel zu rücksichtsvoll.

  • Fand ich auch. Mir war die Polizei zu wenig durchsetzungsfähig. Eine Demo gegen eine rechtsstaatlich notwendige Versammlung ist im Grundsatz schon verboten. Wenn sich nun ein paar Leute trotzdem gerne versammeln wollen, um irgendetwas zum Ausdruck zu bringen, klar. 15 Minuten. Aber eine Autobahn sperren fällt mal ganz aus.
    Die hätten alle inhaftiert gehört.

    153
    • Wollte ich auch gerade schreiben – für mich war die Polizeigewalt auch unangemessen. Die Randalierer hätten noch härter herangenommen werden müssen und auch verhaftet. Gerade den neuesten „Achtung Reichelt!“ geschaut und muß ihm zustimmen, wie Deutschland mittlerweile in der Hand von Linksextremisten ist, die uns terrorisieren.

    • Schau dir mal die Livestreams von Weichreite, Schmidtkes Welt und Utopia TV Deutschland an. Ja, man hätte sich manchmal gewünscht, dass die Polizei da mal etwas robuster mit dem Wasserwerfer durchwäscht. Es was definitiv eine auf Deeskalation setzende Strategie, bei der sich die Beamten viel Provokation haben gefallen lassen. Aber hätten sie das nicht, dann hätte Gießen tatsächlich gebrannt und dann wären sie auch unterlegen gewesen. Die Antifa hat Provokateure eingesetzt, die Schlägereien anzetteln sollte. Man beachte dazu mal den Herrn In Jogging Hose mit seiner Tee Tasse (von den Linken – die Tasse war natürlich leer und wäre im Zweifelsfall auch ne Waffe gewesen):

      https://youtu.be/ppfv5Mk4Pdo?t=14077

      (derselbe Herr steht übrigens auch „unbeteiligt“ in dem Video herum, in dem Julian Schmidt verprügelt wird).

      • Nur die Wasserwerfer alleine haben es nicht gebracht….Seife wäre auch nötig gewesen 🙂 🙂 🙂

    • Die werden nicht von der Polizei mit Samthandschuhen angefasst, sondern von der Politik. Der Polizist ist den Job und die Pension Los, der linksextreme Schläger in fünf Minuten wieder frei.
      Das ist das Problem in diesem Willkürstaat

    • Zu Covidzeiten gings doch – warum werden die Linken Terroristen von der Polizei mit Samthandschuhen angefasst?

      • Weil das ihr Befehl war….

  • Müsste es nicht korrekt heißen: Linksradikalen Chefin?

  • Genau wie der antifaschistische Schutzwall natürlich aus der Sicht der Linken ein absolut demokratisches Highlight war.

    • „Ich traf Silone in Genf am Tag, an dem er aus dem Exil nach Italien zurückkehrte, und plötzlich sagte er: «Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.»

      Viele Jahre später, als «Antifaschismus» in der Tat instrumentalisiert wurde und zu einem Slogan herunterkam, verstand ich, daß dieses kaustische Aperçu prophetisch war.“
      — François Bondy: Pfade der Neugier: Portraits. Benziger, Einsiedeln 1988. S. 84

      • Dieser Spruch ist jetzt aber auch schon Uralt und Millionenfach zitiert….

        -19
        • ….und hat dabei an seiner Aktualität und Wahrheit nichts, aber auch gar nichts verloren.

          16
    • Ja, ich fands auch …. interessant, daß ausgerechnet die Mauerschützenpartei sich über unangemessene Polizeigewalt beschwert.

  • Frau trägt wieder Oberlippen-Schnurrbart.

  • Sehr aufschlußreich: „parlamentarischer Faschismus“. Darauf muss man erstmal kommen.

  • Es wurde versucht eine Versammlung zu verhindern. Dies war ein Missbrauch der grundgesetzlich geschützten Versammlungsfreiheit. Dafür ist die Versammlungsfreiheit nicht da. Dies ist eine zutiefst antidemokratische Haltung und zudem zurecht strafbar. § 25 Abs. 1 Nr. 1 Hessisches Versammlungsfreiheitsgesetz “ (1) Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
    1. in der Absicht, eine nicht verbotene Versammlung zu verhindern oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder eine erhebliche Störung der Ordnung der Versammlung verursacht“

    Ob es da Ermittlungsverfahren und Prozesse gibt? Aber zeigt der Rechtsstaat, dass er neutral ist? Oder ist es dann „unser Rechtsstaat“ in „unserer Demokratie“?

    • Unser „Rechtsstaat“ existiert nicht mehr. Er wird inzwischen von den Linksfaschisten dominiert und sieht machtlos zu, wie unser Deutschland systematisch zerstört wird.

    • Auf das Vermummungsverbot haben die Linksfas**isten auch ges**issen.

  • ja, die Polizei hätte viel eher eingreifen müssen

  • Zieht doch mal das Bild groß und schaut die Augen an…die ist doch voll…😉

    • Sieht in der Tat nach drei im Turm aus.

    • Wenigstens haben die Pupillen eine Größe, die man als normal bezeichnen kann.

    • Ich frag mich, was es da wohl zu feiern gab, wenn Sie zu tief in Sektglas geschaut hat? Aber vielleicht war es auch ein Joint oder seltene Pilze… 🙂 🙂 🙂

    • Vielleicht hat sie auch zusammen mit Bodo Pilze gegessen

      • Hahahhah…..2 Doofe, ein Gedanke 🙂 🙂 🙂

    • Glaub ich eher nicht, daß die „voll“ im Sinne von besoffen oder bekifft ist.
      Eher ist die „voll links-grünlich“ -> Nach meiner langjährigen Beobachtung schauen viele von diesen Typen, grad auch junge Frau:Innen und auch so Männ:Innen aus dieser Ecke genau so aus. Sehr oft, aber nicht immer – in diesem Fall bei verlogenem Rumopfern.
      Wenn die grad mal nicht so schauen, dann schauen die sehr aggressiv. Normalen Gesichtsausdruck gibts nach meiner Beobachtung bei solchen eher sehr selten.
      Man gucke sich zu meiner Einlassung hier mal viele Demo-Bilder von Demos dieser Art Typ an, gern auch welche von „Klima-Bewegten“. Nach meiner Ansicht sind das Leute, wo ideologisch bedingt, völlig abgedreht sind. Diese Dame gehört sicherlich dazu…

  • Irgendwie stimmt das sogar, angemessen wäre es gewesen die Schlägerbanden gar nicht erst in die Stadt zu lassen.

  • Mich interessiert brennend, wie die Gießener Bevölkerung diesen mißratenen „Befreiungskampf“ erlebt hat…waren die auch alle „Feuer und Flamme“?

  • Wenn die Politik der Polizei in den Rücken fällt…

  • Sie sehe darin die Formierung des „rechten Nachwuchses des parlamentarischen Faschismus in Deutschland“
    Ich habe Linken Faschismus gesehen.
    Wir kommen nicht mehr zusammen. Also gehen wir uns aus dem Weg, ich dulde „solche“ nicht in meiner Umgebung, weder privat noch im Geschäft.

  • Die Person im Bild sollte dringend eine Typenberatung aufsuchen …

  • Darf Politik so sexy sein?

  • Auf Zeit.de gings auch genau darum, angebliche Polizeigewalt. Die Kommentare dazu waren unterirdisch…

  • Leider kommt man hier nicht mit gebührenden Kommentaren dazu durch…

  • Wie wenn Blinde über Farben reden.

  • Die Kommunisten haben ein gefährlich falsches Verständnis von Demokratie. Siehe DDR, „demokratischer Sozialismus“. Nur wer „ihre Demokratie“ (totalitäre Machtentfaltung ihrer ideologischen Kader, Kulturkampf, Planwirtschaft, Zwangskollektivismus) teilt, ist nicht der Erzfeind.
    Die Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland ist durch die radikale Linke und die Blockflöten der schwindsüchtigen Altparteien wirklich bedroht.
    Will man die Demokratie weghaben? Stört die AfD den Sozialismus „in seinem Lauf“ und muss deshalb weg?

  • Diese Gesichtzüge sind schon nicht normal.

    • völlig entrückt-weit weg von aller Realität

  • Komisch, bei Corona hat die Polizei doch ordentlich hingelangt und der Wasserwerfer kam regelmäßig zum Einsatz gegen friedliche, für Grundrechte eintretende Rentner zum Einsatz.

Werbung