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Ann Widdecombe

Mord an migrationskritischer Ex-Ministerin: Polizei schließt „politisch motiviertes Verbrechen“ aus

Der Tod der prominenten migrationskritischen Politikerin Ann Widdecombe wirft Fragen auf. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen Mordes ein, schließt ein politisches Motiv jedoch aus, obwohl der Tatverdächtige Hunderte Kilometer weit gefahren sein soll, um auf ihr Anwesen zu gelangen.

Trat 2023 zu Reform UK über: Ex-Tory-Ministerin Ann Widdecombe (IMAGO/Photo News)

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Der Tod der renommierten konservativen Politikerin Ann Widdecombe erschütterte die politische Landschaft Großbritanniens. Widdecombe, die sich als eine der meinungsstärksten Vertreterinnen insbesondere in Fragen der Migration und Genderpolitik bereits zu ihrer Zeit bei den Tories gegen den Zeitgeist positionierte, wurde am vergangenen Donnerstag tot in ihrem Haus in Haytor aufgefunden.

Die Polizei stellte schwere Verletzungen fest und leitete eine Mordermittlung ein. Seitdem sind mehrere Tage vergangen. Ein tatverdächtiger 26-jähriger Mann wurde zunächst am Freitag festgenommen, später jedoch wieder freigelassen. Am Samstagabend folgte dann eine Wende in den Ermittlungen: Den Beamten gelang es, einen 28-jährigen Verdächtigen mehr als 320 Kilometer vom Tatort entfernt festzunehmen.

Die Umstände rund um den Tod Widdecombes werfen weiterhin Fragen auf. Nach Angaben der Polizei wurde sie etwa 24 Stunden vor dem Auffinden ihrer Leiche in ihrem Wohnhaus getötet. Zu den Hintergründen des Falls äußern sich die Ermittler bislang zurückhaltend. Ein politisches oder terroristisches Motiv schließen sie derzeit jedoch aus. „Die Ermittler bleiben offen für jedes mögliche Motiv, doch zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich um ein politisch motiviertes Verbrechen handelt.“

Dass der Tatverdächtige, der nach Informationen der britischen The Sun auf Aufnahmen einer Überwachungskamera zu sehen sein soll, wie er mit einem „Holzstock“ in ein Auto steigt und zu dem mehrere Hundert Kilometer entfernten Anwesen Widdecombes fährt, wirft zumindest die Frage auf, ob sich Täter und Opfer zuvor kannten oder ob der Verdächtige doch nicht aus politischen Motiven handelte.

Die 78-Jährige gehörte zu den Veteranen der britischen Politik. Sie bekleidete unter den damals regierenden Tories wichtige Posten im Kabinett von John Major, unter anderem als Staatsministerin in zwei verschiedenen Ressorts.

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2019 verließ sie aus Protest die Konservative Partei und schloss sich der Brexit Party von Nigel Farage an. Später trat sie auch dessen Reform-UK-Partei bei und galt als eine seiner engsten politischen Mitstreiterinnen. Unter anderem saß sie gemeinsam mit Farage im Europäischen Parlament.

Widdecombe war für ihre deutliche politische Haltung bekannt. Sie positionierte sich konsequent gegen Abtreibung und kritisierte die Genderideologie. Als Gefängnisministerin erlangte sie in den 1990er-Jahren Bekanntheit für ihre harte Linie in der Justiz- und Gefängnispolitik. Zugleich verstand sie sich als Verfechterin christlicher Werte und konvertierte von der Church of England zur römisch-katholischen Kirche.

Entsprechend erschüttert wurde die Nachricht von Widdecombes Tod im konservativen und rechten politischen Lager aufgenommen. Parteiübergreifend fielen die Beileidsbekundungen aus. Kemi Badenoch, Vorsitzende der Tories, zeigte sich tief betroffen und erklärte: „Ann war ein langjähriges Mitglied. Sie war eine sehr lustige und resolute Frau, die ihre Meinung gesagt hat.“

Am stärksten traf der Tod jedoch wohl ihren langjährigen politischen Weggefährten Nigel Farage. Der Reform-UK-Vorsitzende würdigte die verstorbene 78-Jährige in einer Sendung als „Naturgewalt“. Zudem reiste er unmittelbar nach Devon, um am Tatort Blumen niederzulegen. Noch während der laufenden Ermittlungen griff Farage den Ergebnissen der Polizei vor und erklärte: „Nach allem, was ich sehen und nachvollziehen kann, war dies ein geplanter Mord.“ An die Theorie eines schiefgelaufenen Einbruchs glaube er „keine einzige Sekunde“, fügte er hinzu. „Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass ich damit recht habe.“

Es ist nicht das erste Mal, dass konservative Politiker aufgrund ihrer Ansichten ins Visier geraten. Zuletzt traf es den langjährigen Tory-Abgeordneten Sir David Amess, der 2021 während einer Bürgersprechstunde in einer Kirche in Essex von einem Islamisten mit mehreren Messerstichen angegriffen und getötet wurde.

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34 Kommentare

  • Es kann nicht sein was nicht sein darf…

  • Ich schließe eine politisch motiviertes Verbrechen -nicht- aus!

  • Es wird scheinbar insgesamt radikaler, hauptsächlich durch die politische Richtung, die der anderen politischen Richtung, Radikalität unterstellt…

  • Habe noch nie so oft im englischenTV den Ausdruck „a white british suspect“ gehört.
    Sonst heisst es nur „a possible suspect“……

  • Nicht mehr up to date. Laut Science Files und Quelle vom Telegraph wird nun von Terrorismus ausgegangen.

  • Leute verschwinden wieder. Bald auch die Leute die sich darüber beschweren.

    • Makaberer Witz aus DDR Zeiten:
      Fragestunde an die Politiker des ZK der SED (Mauermörderpartei – nennt sich heute Die Linke).
      Ein Bürger hat zwei Fragen: „Wieviel hat der Palast der Republik gekostet und wie viele Wohnungen für Arbeiter hätte man von dem Geld bauen können?“
      Antwort: „Das ist eine gute komplexe Frage, wir beantworten sie nach einer kurzen Unterbrechung.“
      Nach dieser hat ein Bürger drei Fragen: „Wieviel hat der Palast der Republik gekostet, wie viele Wohnungen für Arbeiter hätte man von dem Geld bauen können und wo ist der Mann hin der die ersten beiden Fragen gestellt hat?“

  • der Bürgerkrieg in UK rückt näher….

  • Der Mord an Ann Widdecombe ist eine Tragödie, unabhängig von jeder politischen Lesart. Umso befremdlicher ist, wie schnell manche das Ergebnis der Ermittlungen ignorieren, um die eigene Erzählung zu bedienen. Die Polizei hat ein politisches Motiv ausdrücklich ausgeschlossen. Nigel Farage erklärt trotzdem öffentlich, er sei sich „zu 100 Prozent sicher“, es handle sich um einen geplanten politischen Mord, noch während die Ermittlungen laufen.

    Das ist keine Trauer, das ist Instrumentalisierung. Wer Ermittlungsergebnisse ausblendet, sobald sie nicht ins eigene Weltbild passen, verlässt den Boden seriöser Politik. Rechtsstaatlichkeit bedeutet auch, Fakten vor Gefühl zu stellen, gerade wenn ein Fall emotional aufgeladen ist. Genau diese Nüchternheit unterscheidet liberale Politik von Empörungsbewirtschaftung.

    Widdecombe hätte, bei aller inhaltlichen Distanz zu ihren Positionen, einen ehrlicheren Umgang mit ihrem Tod verdient als diesen.

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    • Farage hat vermutlich schon mehr gewusst, denn der Fall ist mittlerweile an Einheiten von Anti Terror Experten weitergegeben worden. Scheint also doch ein politisches Motiv dahinter zu stecken.
      https://www.rnd.de/politik/mord-an-ann-widdecombe-neue-beweise-fuehren-zu-terror-einstufung-LECYKFFKGZHEZAICWJ5N4LCESI.html

      • Fairer Punkt, das kannte ich nicht. Recht haben und aus den richtigen Gründen recht haben ist nicht dasselbe. Aber ja, in der Sache liegt er jetzt richtig.

        -10
        • Bei so etwas befrage ich immer erst einmal die Suchmaschinen. Schützt zwar nicht immer vor Irrtum, ist aber überwiegend hilfreich.

          2
    • Laut ScienceFiles (inklusive Quelle vom Telegraph) wird der Mord nun doch unter Terrorismus eingeordnet. Instrumentalisiert wird hier wieder mal nur von der Seite jener, die vorschnell Möglichkeiten ausschließen.

      • Die Polizei hat nie ein Motiv „ausgeschlossen“, sondern gesagt, es gebe zum damaligen Zeitpunkt keine Hinweise darauf. Instrumentalisierung ist, öffentlich „100 % sicher“ zu verkünden, bevor die Beweise überhaupt vorlagen, das war Farage, nicht die Polizei.

        Dass sich der Ermittlungsstand geändert hat, akzeptiere ich, wie gesagt. Ermittlungen entwickeln sich, das ist ihr Sinn.

        • Der Unterschied ist, dass Farage Hinweise, die laut Polizei nicht vorlagen, genannt hat, beispielsweise, dass der Mann gezielt durch halb England gefahren ist. Aber ich bin parteiisch, weil ich die britische Polizei aufgrund ihres rassistischen Verhaltens gegenüber allem, was Englisch ist, für eine kriminelle Organisation halte, siehe Rotherham.

          8
    • Und warum behandelt die Polizei den Fall dann jetzt als Terrorismus?

    • naja, siehe die „ermittlungen“ der uk police zu den grooming gangs…die polizei ist dort politisiert. skepsis ist also angebracht.

      • Der Vergleich hinkt. Groomin Gangs ist keine Vermutung, sondern belegtes institutionelles Versagen.

        Hier gibt es bisher keine vergleichbare Evidenz, nur eine Behauptung von Farage. Genereller Vertrauensverlust in Institutionen ist kein Freibrief, jeden Einzelfall nach Bauchgefühl zu bewerten.

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        • Im Groomin Gang Skandal wurden die Beweise auch erst NACH dem „Bauchgefühl“ gefunden und gesichert.
          Wenn es nach Ihnen ginge, dürfte kein „Otto“ und auch sonst niemand ein gesundes Bauchgefühl äußern. DAS ist ein Freibrief für Institutionen zu „ermitteln“ was sie wollen, oder wozu sie „beauftragt“ wurden.
          Aber Ihnen als „Atlas-Verwandter“ wird das sicher nicht einleuchten.

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    • farage kaempft gerade um sein ueberleben, da ist ihm jede instrumentalisierung recht.

      **Laut einer neuen Umfrage von Opinium, über die der Telegraph berichtete, hat Nigel Farage, Vorsitzender der Reform UK, seine niedrigsten Zustimmungswerte seit der Parlamentswahl verzeichnet. Die Umfrage ergibt für Farage einen Netto-Zustimmungswert von minus 27 Prozentpunkten, nachdem er wochenlang negativer Berichterstattung im Zusammenhang mit Parteispenden ausgesetzt war.

      Farage steht unter Beobachtung der Parlamentsbehörden, nachdem er vom Krypto-Milliardär Christopher Harborne ein Geschenk im Wert von über 5 Millionen Pfund erhalten hat. Zudem drohen ihm neue Ermittlungen, nachdem Berichte aufgetaucht sind, wonach ein enger Mitarbeiter mit einer Vorstrafe wegen Betrugs sein Büro und sein Sicherheitspersonal finanziert hat.**

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    • So ein Unsinn.
      Selbst die Polizei schließt einen politisch motivierten Mord an Politikern NIE aus, sonst würde sie nicht in alle Richtungen ermitteln. Warum sollten es Menschen mit Verstand tun?

    • Dann gucken Sie doch einfach mal auf X nach.
      Da stehen Veränderungen der Lage zuerst.

    • @dominiklrth: Mensch, merken Sie es noch ? Wir sind nicht nur einfach so Skeptiker. WIR HABEN UNSERE GRÜNDE. Warum ? Wir fühlen uns von den Öffis, den Mainstreampolitikern und von Euch Doofis, Entschuldigung, von euch sehr Naiven regelrecht verarscht, verraten und verkauft. Die Tagesschau: zumindest heute, 13.07.26 ggn 21 Uhr schreibt: „Die Tötung der britischen Politikerin Widdecombe wird von den Ermittlern inzwischen als Terrorakt eingestuft. Der zunächst freigelassene 28-jährige Tatverdächtige wurde erneut festgenommen.“ – WAS SAGT UNS DAS ? WIR HATTEN MAL WIEDER RECHT !!! – OK, wir liegen nicht immer richtig, aber es ist eben ZUVIEL was passiert, von dem wir ahnen, dass es mal wieder so ist. Das ganze Kulturfremde „XYZ“-Volk muss wieder raus. Intelligente und friedliche und arbeitswillige mal ausgenommen. Es kommen eben zu viele Unzivilisierte mit abnormalem Verhalten. WIR HABEN DIE SCHNAUZE GESTRICHEN VOLL !!! – UND TSCHÜSS.

  • Es gibt „neue“ Hinweise. Der Daily Telegraph schreibt.

    Ann Widdecombe killing being treated as terrorism
    Specialist officers take over investigation after ‘new information and evidence’ comes to light

    Die arme Frau wurde anscheined mit einem Knüppel erschlagen …

    • Die Ermordung Widdecombes wurde gestern und vorgestern von der BBC im bekannten ZDF & Co Stil geframed: Es war – so hiess es dort – vermutlich ein Einbrecher, der durchgedreht sei und dann die Frau in einer Art Kurzschlussreaktion erschlagen habe. Und – seht her – es gibt schon einen weissen Briten als Verdächtigen. Dann aber kamen aber immer mehr Details ans Tageslicht, die nicht so recht zu dem Einbrecher-Narrativ passen: Der nunmehr Verdächtige (dem ersten konnte man nichts nachweisen und musste ihn aus der U-Haft entlassen), ist mit einem Stock über 600 Meilen von South Yorkshire bis Cornwall weit gefahren, um Anne Widdecombe aufzusuchen und offenbar grausam zu erschlagen. Die Polizei hat sich an dem Gaslighting Spektakel beteiligt, worauf Farage schon sehr früh hingewiesen hat.

      • Korrektur – 268 Meilen

  • Ob wir die Wahrheit jeh erfahren werden?
    Vielleicht wird es ein „colde case“ und irgendwann in zwanzig Jahren werden sich engagierte Rentner-Ermittler mit den schlampigen Ermittlungen der Akte befassen.

  • Wenn man meint, die deutsche Polizei wäre voreingenommen woke – von dem UK Pendant kann man noch einiges lernen. Was für ein Dreckshaufen!

  • Europa steht wohl kurz vor dem Bürgerkrieg…Lins gegen Rechts…

  • „Parteiübergreifend fielen die Beileidsbekundungen aus“. Wenigstens haben sich die britischen Politiker ihren Anstand erhalten. Möchte mir gar nicht ausmalen, wie die linke Szene hierzulande reagiert hätte.

    • … da brauchen Sie sich nichts „ausmalen“ … siehe Göring-Eckardt, die von einem „Fest der Demokratie“ faselt, wenn kritische Journalisten zusammengetreten werden …

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