Ölmarkt extrem volatil: Angriff auf Saudi-Arabien und weitere Krisenherde verschärfen die Lage
Ein neuer Angriff auf Saudi-Arabien verschärft die ohnehin angespannte Lage am Ölmarkt. Zwischen Hormus, Rotem Meer und geopolitischen Gegenmaßnahmen treiben immer neue Krisenherde die Volatilität und sorgen für heftige Preisschwankungen.
Am Donnerstag hob die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte an. Die Begründung: der Kampf gegen die vor allem durch hohe Energiepreise getriebene Inflation. Doch die Zentralbank kann durch teurere Kredite lediglich die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern dämpfen. Das eigentliche Problem löst sie damit nicht: die durch die wiederkehrenden Turbulenzen in der Straße von Hormus verursachten Versorgungsengpässe.
Das Hin und Her zwischen den USA und dem Iran verursacht nicht nur Unsicherheit am wichtigsten Flaschenhals der Welt für Öl und Gas, es hält auch den Ölpreis in einem Spannungsfeld aus hoher Volatilität und großer Unsicherheit für Investoren. Wie fragil die Lage in der Region tatsächlich ist, lässt sich seit Monaten am Preischart des WTI-Öls, einer der wichtigsten internationalen Referenzsorten für Rohöl, ablesen.
Dieser schoss am Donnerstag im späten Handel auf einen Preis von 110 US-Dollar, um dann am Freitag um zehn Prozent auf knapp unter 100 Dollar zurückzufallen. Grund für die außergewöhnlichen Preisturbulenzen war eine Verkettung unterschiedlicher Ereignisse, die sich innerhalb weniger Stunden gegenseitig verstärkten.
Hintergrund der chaotischen Tage war erneut die saudische East-West-Pipeline, jene zentrale Umgehungsroute, die einen Teil des saudischen Öls an der Straße von Hormus vorbei zum Roten Meer transportiert. Wie Satellitenaufnahmen zeigten, entwickelte sich entlang dieser Route nahe der Ortschaft Al-Meshbaha eine gewaltige Rauchwolke.
Saudi-Arabien bestätigte inzwischen, dass die East-West-Pipeline am Donnerstag von mehreren Drohnen getroffen wurde, die aus dem Irak gestartet worden waren. Der Betrieb der Pipeline wurde daraufhin vorsorglich eingestellt. Die irakische Regierung leitete Ermittlungen ein und entließ einen zuständigen Militärkommandeur. Wer konkret hinter den Angriffen steckt und wann die Pipeline wieder in Betrieb gehen kann, ist offen.
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Die Linksjugend Münster hat sich anlässlich seines ersten Todestages über Charlie Kirk lustig gemacht und ihn in einem Beitrag verhöhnt. Kirk habe seit einem Jahr „nichts Transfeindliches mehr gesagt“, bilanziert der linke Jugendverband erfreut.Parallel dazu verschärft sich auch die Lage im zweiten kritischen Nadelöhr der Rohstofflogistik. Am Freitag nahm die Huthi-Miliz nach Medienberichten weite Teile der jemenitischen Küste am Roten Meer ein, zu der auch die Hafenstadt Mokha zählt. Damit beherrscht die Gruppe neben Hodeidah einen weiteren Küstenstützpunkt mit direktem Zugang zur engsten Stelle der Passage von Bab al-Mandab.
Diese Entwicklung birgt die akute Gefahr, dass der kommerzielle Schiffsverkehr in der Region zum Erliegen kommen könnte. Eine generelle Umleitung der Routen um das Kap der Guten Hoffnung wäre unumgänglich – mit entsprechend längeren Transportwegen und steigenden Fracht- und Versicherungskosten.
Dass dies durchaus möglich ist, zeigt auch die immer häufiger herangezogene Wettplattform Polymarket. Es mag zynisch klingen, auf existenziell bedeutsame geopolitische Ereignisse zu wetten. Doch immerhin liefern die dort gehandelten Wahrscheinlichkeiten Anhaltspunkte für mögliche Entwicklungen. Aktuell liegt die marktimplizierte Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich der Verkehr durch die Straße von Hormus bis zum 30. November wieder normalisiert, bei lediglich neun Prozent.
Auch im Ukrainekrieg verschärfen Angriffe auf russische Raffineriekapazitäten die Situation auf den Energiemärkten. Russland musste zuletzt aufgrund erheblicher Schäden an seiner Energieinfrastruktur seine Exportkapazitäten vor allem im Bereich der Dieselprodukte zurückfahren. Das wirkt sich auf den Weltmarktpreis aus und erschwert entsprechend den Zugang zu Diesel.
Nach Einschätzung des früheren Goldman-Rohstoffchefs Jeff Currie übt auch die Rückkehr der chinesischen Käufer am Rohölmarkt zusätzlichen Preisdruck aus – für die Europäer und vor allem auch für Deutschland ein Problem, da man selbst im Zuge der Klimapolitik Raffineriekapazitäten zurückgefahren hatte.
Auch in den USA erreichen die Dieselpreise unterdessen Rekordstände. Die USA haben sich durch ihre Intervention in Venezuela und die Schließung der Straße von Hormus zwar in die Position des wichtigsten Exporteurs von Petroleumprodukten geschoben, aber dennoch sind auch im Binnenmarkt die Spritpreise inzwischen so weit gestiegen, dass sie zu einer ganz realen Gefahr für Präsident Trump vor den im November anstehenden Midterm-Wahlen geworden sind.
Derzeit erleben wir am Ölmarkt die Dominanz geopolitischer Ereignisse und nicht das Ergebnis einer tatsächlichen, durch Angebot und Nachfrage bestimmten Knappheit. Ein Blick auf die eher trübe Weltwirtschaft genügt, um zu erkennen, dass nachfrageseitig vorerst keine großen Impulse zu erwarten sind. Die Entwicklungen in Venezuela und die perspektivische Wiederaufnahme der Ölförderung durch amerikanische Unternehmen könnten mittelfristig sogar für eine Entlastung auf der Angebotsseite sorgen.
Die entsprechende Vereinbarung zwischen den USA und Venezuela sieht eine weitreichende Beteiligung amerikanischer Unternehmen an der Wiederbelebung der venezolanischen Ölindustrie vor. Chevron hat bereits angekündigt, in den kommenden Jahren Milliarden in den Ausbau der Produktion zu investieren. Gerade das extraschwere, schwefelreiche venezolanische Rohöl könnte dabei für die Raffinerien an der US-Golfküste interessant werden, die auf die Verarbeitung solcher Rohölsorten ausgelegt sind.
Es zeichnet sich ab, dass Venezuela auf mittlere Sicht wieder zu einem bedeutenden Lieferanten für Öl auf dem Weltmarkt avancieren wird. Die USA verfolgen dabei eine geopolitisch harte Linie. Mit der Intervention in Venezuela und der Blockade iranischer Ölexporte durch die Straße von Hormus setzen sie vor allem die politische Führung Chinas unter Druck. China, das erhebliche Mengen Öl aus Venezuela und dem Iran bezogen hat, steht damit unter Zugzwang.
In wenigen Tagen treffen sich Staatschef Xi Jinping und Donald Trump in Washington. Im Anschluss an dieses Treffen der beiden Supermächte wird sich zeigen, wie es auf dem Ölmarkt, dem wichtigsten Markt der globalen Ökonomie, weitergeht.
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Wer hat den Atomausstieg Deutschlands zu verantworten? Donald Trump? Putin? Oder? Wer will den Braunkohle Tagebau beenden? Das ist die letzte eigene sichere Energoiequelle. Nachts, liebe grüne, liebe Linke, scheint die Sonne nämlich nicht.
Endlich mal ein Artikel zur Geopolitik mit Substanz und ohne moralisches Bla Bla. Es bleibt für uns alle zu hoffen, dass in der Region wieder sowas, wie eine angespannte Ruhe eintritt. Auf Frieden und Versöhnung zu hoffen, wäre angesichts des Rohstoffreichtums und der konfliktbeladenen Geschichte etwas weltfremd.
Wir alle kennen den Haupt schuldigen “ Israel und USA „
Nein, es sind weltweit die Islamisten!
Wer ruft seit Jahrzehnten zur Vernichtung Israels auf?
Franz, du bist widerlich!
„Das Hin und Her zwischen den USA und dem Iran…..“
Ihr habt sie doch nicht alle. USA und Israel haben den Iran völkerrechtswidrig und grundlos angegriffen, Iran hat alles Recht der Welt sich zu verteidigen.
Und das tun sie offenbar besser als der Orangene Mafiosi gedacht hat.
Wer hat denn Israel am 7. 10. angegriffen? Die Hamas. Wer finanziert die Hamas? Wer unterstützt die hamas logistisch? Doch nicht etwa Iran? Was die Islamisten mit den Israelis machen, wenn sie die Gelegenheit haben, haben sie deutlich gezeigt: morden, vergewaltigen, niedermetzeln. Iran hat als Staatsdoktrin die Vernichtung Israels und bastelt seit Jahrzehnten an einer eigenen Atombombe. Oder wozu sonst brauchen die hochangereichertes Uran? Wollen Sie wirklich dass fundamentaliustische Mullahs die Bombe haben? Leute, die überzeugt sind dass sie ins Paradies Gottes kommen wenn sie nur im Kampf fallen? China rüstet die seit Jahren auf. Trump hat gehandelt, solange er es noch kann.
Du liebst Mullahs, welche Schwule verfolgen und Frauen unter Kopftücher zwingen und töten?
Welche Israel vernichten wollen?
Hahaha! Ja klar, die Amis haben den Iran wegen der Menschenrechte angegriffen? Netter Versuch Naza-Troll.
Das Übel weltweit ist der Islam.
Kann man täglich in Berlin, Köln, Dortmund, Hamburg, Birmingham, London, Ceuta….sehen.
Wenn man möchte!
Du möchtest also, dass Frauen im Kalifat leben?
Wie widerlich willst du dich noch geben?