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Reisebericht

Lebensfreude durch Auflehnung – was Deutsche von Israelis lernen können

Auf einer fernen Insel in Thailand hat sich eine Art israelische Exklave gebildet. Inmitten von Strand und Sonne hat unsere Autorin mit jungen Israelis über den 7. Oktober und den Irankrieg gesprochen – und dabei einiges über Deutschland gelernt.

IMAGO/Dreamstime

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Eine Begegnung beschäftigt mich seit Tagen. Ich befinde mich gerade auf einer Insel in Thailand, und unverhoffterweise ist es hier wie in einer israelischen Exklave. Wo man auch hinkommt und hinsieht, ist alles voller junger Israelis. Sie quatschen, spielen Ball, bandeln an. Immer in Gruppen und immer mit einer Energie, die gerade für ja gern mal etwas verkopfte Deutsche ansteckend ist. Abends treffen sie sich auf einem Marktplatz, der schon von einigen ironisch als „Little Tel Aviv“ bezeichnet wird. Ganz selbstverständlich wurden meine Freundin und ich dort auf Hebräisch angesprochen. Als ich lächelnd auf Englisch antwortete, dass ich leider nichts verstehe, blickte ich in ein ziemlich verwundertes Gesicht. Später kam ich mit zwei Israelis Anfang 20 ins Gespräch. 

Sie sind hier gestrandet, wie alle anderen Israelis, erzählt sie. Flüge zurück nach Israel gibt es wegen des Irankriegs seit Wochen nicht. Keiner weiß, wann es möglich ist, wieder nach Hause zur Familie zu kommen. Die junge Frau, mit der ich mich unterhalte, lächelt mich immerzu an. Es ist ein sehr herzliches Lächeln, etwas nervös ist sie auch. Sie erzählt mir, dass sie täglich mit ihrer Familie facetimed. Sie sind ständig im Bunker, das ist für alle inzwischen ganz normal. Sie spricht nicht aus, dass sie gern bei ihnen wäre, aber ich sehe es ihr an. 

Eigentlich wollte sie nur ein paar Monate durch Thailand reisen, wie es viele junge Israelis nach ihrer Militärzeit mit Anfang 20 machen. Jetzt kann sie nicht mehr zurück. Sie erzählt mir von ihrem Bruder, der eine leitende Position im Militär hat. Nervös blickt sie zu dem jungen Mann, der neben ihr sitzt und mit dem sie offenbar den Abend verbringt. Sie tauschen ein paar Worte auf Hebräisch aus. Dann blickt sie mich wieder an. Sie macht sich Vorwürfe, sagt sie. Dass sie nicht versucht hat, ihn zu überreden, nicht im Krieg zu kämpfen, sich rauszuhalten. Sie lächelt wieder; sie wirkt, als wisse sie, dass sie ihren Bruder nicht hätte überzeugen können. Dennoch grämt es sie. Dass sie Angst hat, wird an diesem Tisch nicht ausgesprochen. Die Angst sitzt hinter ihrem Lächeln. 

Ihre beste Freundin ist am 7. Oktober ermordet worden, erzählt sie mir. Sie war gerade in ihrer militärischen Grundausbildung. Nicht älter als 20. Die Terroristen ermordeten sie, als sie noch im Schlafanzug war. Sie erzählt das ohne Härte, ohne Betroffenheit, ohne Tränen in den Augen. Stattdessen fragt sie mich freundlich, warum ich so traurig schaue. Es ist für mich sehr traurig, was sie erzählt, sage ich ihr. Ich sage nicht, dass allein die Vorstellung, dass eine enge Freundin von mir getötet werden würde, so schmerzhaft ist, dass ich den Gedanken schnell wieder verwerfe. 

Ich brauche nicht traurig zu sein, entgegnet sie mir. So leben wir in Israel. Ihre Mutter habe schon im Krieg gelebt, ihre Großeltern ebenso. Jetzt lebe sie im Krieg. So sei das eben. Jeder Israeli kennt jemanden, der am 7. Oktober oder im Krieg danach ermordet wurde. Jeder Israeli hat jemanden verloren, den er liebt. 

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Der junge Mann neben ihr schaltet sich ein. Wir versuchen, das Leben zu feiern, sagt er. Die Sonne, das Meer, die Gemeinschaft – wir alle versuchen, bewusster zu leben, das Leben zu genießen. Und es stimmt: Der Marktplatz brummt vor Energie und Lebensfreude. Schaut man sich die jungen Leute an, kann man sich nicht vorstellen, dass all diese jungen Menschen gerade um das Überleben ihrer Familie bangen, dass sie nachts vielleicht an jemanden denken, der getötet wurde und ihnen etwas bedeutet hat. 

Sie kiffen alle sehr viel. Das ist auffällig. Auch der junge Mann, mit dem wir sprechen, zerbröselt wie selbstverständlich Marihuana-Klumpen und zündet sich einen Joint an. In Berlin hätte ich mich weggesetzt. Hier versuche ich, darüber hinwegzusehen. Seine Armeezeit sei sehr hart für ihn gewesen, sagt der junge Mann, der anders als das Mädchen neben ihm sehr leere Augen hat. Er war bei der Marine auf den Patrouillenschiffen. Immer wieder habe es Grenzkonflikte gegeben, sein Vorgesetzter auf dem Boot sei selbst erst Anfang 20 gewesen, sagt er. Das ist das Seltsame an diesem Militär, meint er etwas geistesabwesend: dass dort Anfang-20-Jährige Befehle geben, die dann 18-Jährige ausführen. Wenn man das Militär dann erst mal hinter sich hat, wisse man, dass der Rest des Lebens nur schön werden könne, meint er. Er sei dann erst mal nach Australien gegangen und habe zusammen mit einem Iraker allen möglichen Unsinn gemacht; das fand er sehr schön. Jetzt würde er schon gern seine Familie besuchen. Über ein Jahr hat er sie nun nicht mehr gesehen. Jetzt wartet er darauf, endlich Flüge nach Hause buchen zu können.

Plötzlich scheint sein Blick weit durch uns hindurch zu gehen. Israel sei nur ein Spielball der Großmächte, erklärt er. Es gehe nur ums Öl und um strategischen Einfluss in der Region. Das Mädchen neben ihm nickt ihm unsicher zu. Ich frage sie, wie sie zu Netanjahu steht. Ihre Eltern seien große Netanjahu-Unterstützer, sagt sie. Ihr Großvater aber hasse ihn. Bei jedem Familienfest würde heftig darüber gestritten werden. Da sie das ganz schlimm fände, versuche sie, sich rauszuhalten. Grundsätzlich streite sich ganz Israel den ganzen Tag hart und heftig über Politik. Aber trotzdem sitzt man am Ende des Tages wieder zusammen und zelebriert die jüdischen Traditionen. Sie liebe dieses Gemeinschaftsgefühl, sagt sie. Alle Israelis, mit denen ich in diesem Urlaub rede, erzählen mir das. 

Und tatsächlich habe ich so etwas noch nie gesehen. Am Strand finden sich die Israelis wie selbstverständlich. Da quatschen Männer Frauen und Frauen Männer einfach so von Handtuch zu Handtuch aus zehn Meter Abstand an. Auch Israelis Anfang 20 unterhalten sich ausführlich mit Familien, die sie gerade erst getroffen haben. Alle sind munter, freundlich, aufgeschlossen. Für einen Deutschen ist es mitunter wie ein anderer Planet. Auch uns begegnen viele Israelis aufgeschlossen; auf dem Marktplatz quatscht man sich am Tisch einfach mal an. Innerhalb kürzester Zeit habe ich mit verschiedenen Israelis Diskussionen über israelische und europäische Politik führen können, die ich rein äußerlich den jungen Leuten mit Hanf-Klamotten und wilden Frisuren und Tattoos niemals zugetraut hätte. Ein Israeli, den ich zunächst etwas peinlich berührt ignorierte, weil er sich beduinenartig ein Tuch um den Kopf gewickelt hatte und aussah wie ein Wüstenhippie, entpuppte sich als bestens informiert über die deutschen Migrationsprobleme und unsere geringe Geburtenrate. 

Es gibt aber auch andere Momente. Immer wieder wenden sich vor allem israelische Männer ab, wenn sie von mir erfahren, dass ich deutsch bin. Das freundliche Mädchen, mit dem ich mich unterhalten habe, erklärt mir, dass das ihrer Meinung nach daran liege, dass sie schlechte Erfahrungen mit Deutschen machen. Sie haben keine Lust, sich Vorträge anzuhören, und die meisten Deutschen, Spanier und Italiener würden Israelis ablehnen – das wiederum führe bei vielen Israelis dazu, dass sie sich lieber gleich von ihnen zurückziehen. 

Ich kann das verstehen und bin trotzdem bedrückt. Das letzte Mal, dass die Juden so gehasst wurden wie heute, war vor etwa 100 Jahren und hatte mit euch Deutschen zu tun, sagt der junge Mann neben ihr und blickt etwas verschmitzt zu mir rüber. Ich nicke nur und sage ihm, dass ich es schrecklich finde, wie sehr viele Deutsche die Israelis hassen, und dass ich mich immer wieder mit ihnen anlege. Als ich ihnen erzähle, wie schwer es ist, Diskussionen über Israel zu führen, weil viele Israel-Kritiker Netanjahu, die israelische Regierung und mitunter auch die Israelis schlichtweg für das personifizierte Böse halten, lächeln sie beide nur wissend. 

Dieses Lächeln begleitet mich noch, als ich mich später verabschiede und mich in mein Apartment begebe. Später liege ich im Bett und empfinde eine tiefe Demut. Alle Probleme in Deutschland kommen mir im Vergleich ziemlich klein vor; persönliches Gejammer und Weltschmerz über die kleinen Ärgerlichkeiten des Alltags erscheinen mir plötzlich unfassbar banal. Alle großen Probleme, die Deutschland hat – Deindustrialisierung, Massenmigration –, sind selbst gemacht, denke ich. Wir könnten ein wunderschönes Leben haben, niemand bedroht uns. Wir haben alle Möglichkeiten, und anstatt diese auszukosten, sabotieren wir uns selbst und hassen uns dabei. 

Ich denke lange darüber nach, dass die Deutschen von den Israelis lernen könnten, dass persönliche Zufriedenheit nicht die Abwesenheit von Problemen und Herausforderungen ist. Vielmehr kann man das größte Leid erfahren und trotzdem ein glückliches Leben führen, wenn man eben die Entscheidung trifft, sich aufzulehnen, das Beste daraus zu machen, nicht alleine zu kämpfen, sondern die Gemeinschaft mit anderen zu suchen und gemeinsam das Leben lebenswert zu gestalten – jeden Tag aufs Neue. 

Ich glaube nicht, dass die Israelis nicht traurig sind. Der Verlust ihrer Liebsten muss einen Schmerz hinterlassen, der kaum heilen kann, und trotzdem haben sie eine Entscheidung getroffen: Diese Trauer darf parallel zum Glück existieren, sie geben nicht auf. Das Volk Israel lebt, rufen sie sich zu, und es lebt in jedem Einzelnen von ihnen. Wir Deutschen sollten das nicht bekämpfen. Es könnte uns ein Vorbild sein. 

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100 Kommentare

  • Wo ich Israelis sehe, ist es laut und lebendig. Das israelische Essen ist wirklich lecker und überall flitzen fröhliche und wohlerzogene Kinder herum. Es ist unglaublich, dass diese Menschen in unseren Breitengraden derart gehasst werden. Niemals sollten wir vergessen: zwischen uns und dem Kalifat stehen Benjamin Netanyahu, Donald Trump und Millionen mutiger Soldaten aus Israel und den USA.

    • Ich bin 61 Jahre alt und habe immer in Deutschland gelebt. Ich habe nie einen Menschen kennengelernt, der sich abfällig gegenüber Juden und deren Glauben geäußert hat. Allen Deutschen in meiner Generation ist die Verantwortung bewusst. Nicht der jüdische Glauben wird kritisch bewertet, sondern unverhältnismäßige Aktionen einer israelischen Regierung gegenüber Menschen im Gazastreifen und der Angriff Irans ohne völkerrechtliche Legitimation. Und wenn ich einen dritten Punkt anführen darf: auch die gewaltsame Enteignung im Westjordanland sollte beendet werden.

      • „Nicht der jüdische Glauben wird kritisch bewertet, sondern unverhältnismäßige Aktionen einer israelischen Regierung gegenüber Menschen im Gazastreifen…“

        Sie wollten sagen: was Sie für unverhältnismäßig halten. Aber wie würden Sie mit Terroristen umgehen, die gerade ihre Tochter und den Sohn des Nachbarn geschändet und ermordet haben? Und sagen, dass sie das mit allen Juden tun wollen?

        • Herr Seiler, das passiert hier in D jeden Tag. Messermorde und Massenvergewaltätigungen.

          Wie sollen wir damit umgehen?

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      • Über diese Argumentation hat Henryk Broder im Buch „Der ewige Antisemit“ bereits ausführlich geschrieben.

      • Lieber wasserwirt, das ist leider genau die moderne Form des Judenhasses, die überall – und besonders natürlich von Islamisten – verbreitet wird. Dieselben Menschen, die um die armen Juden als Opfer des Holocaust trauern, merken nicht, dass ihre „Israel-Kritik“ nichts anderes ist als die neue Form des Antisemitismus, der die Terroristen die Opfer und die Juden zu Tätern macht. Das muss man begreifen, sonst ist man selber schneller Opfer, als einem lieb ist…

      • Lieber wasserwirt, das ist leider genau die moderne Form des Judenhasses, die überall – und besonders natürlich von Islamisten – verbreitet wird. Dieselben Menschen, die um die armen Juden als Opfer des Holocaust trauern, merken nicht, dass ihre „Israel-Kritik“ nichts anderes ist als die neue Form des Antisemitismus, der die Terroristen die Opfer und die Juden zu Tätern macht. Das muss man begreifen, sonst ist man selber schneller Opfer, als einem lieb ist.

      • Lieber wasserwirt, das ist leider genau die moderne Form des alten Judenhasses, die heute überall – besonders natürlich von Islamisten – verbreitet wird leider wieder so so verfängt. Dieselben Menschen, die um die armen Juden als Opfer des Holocaust trauern, merken nicht, dass ihre „Israel-Kritik“ nichts anderes ist als die neue Form des Antisemitismus, der die Terroristen zu Opfern und die Juden zu Tätern macht. Das muss man begreifen, sonst ist man selber schneller Opfer, als einem lieb ist…

  • Liebe Larissa, vielen Dank für diese Einblicke, das ist sehr interessant und berührend. Mich hat in Israel auch die Kombination von hoher Bildung, Leben mit dem Terror und mediterraner Lebensfreude fasziniert – bei allen Unterschieden sind uns die Israelis doch so viel näher als und ähnlicher alle anderen Bewohner des nahen Ostens – warum nur stößt das hierzulande so oft auf Ablehnung? Ich kann nur auf die nie versiegende Quelle des Neides und der Minderwertigkeitsgefühle tippen, es ist aber so traurig… Wir könnten wahrlich von ihnen lernen – und müssen es vielleicht noch. Alles Gute Ihnen und noch einen schönen Urlaub! Ihre E. Moneypenny

    • @ Moneypenny

      Mein auf historischen Fakten basierender Kommentar von 13:22, in dem ich Ihre der Märchenwelt entstammenden Behauptungen über die Shekelzähler widerlegte, entsprach nicht dem betreuten Denken von Apollinaris …

      -17
      • Sie bleiben einfach ein Antisemit.. egal wie oft sie ihren Nickname ändern.

      • SIE haben bewusst die Unwahrheit geschrieben und die miese Rolle der Sowjetunion auch noch ausgeblendet. (Stichwort deutsche Panzer IV aus sowjetischer Kriegsbeute in syrischen Diensten.)

    • Grundsätzlich haben Sie mit Ihrem Kommentar recht. Aber man sollte auch berücksichtigen, dass bei Krieg nicht nur eine Seite die Schuld trägt. Warum gibt es keinen palästinensischen Staat? Warum besetzt Israel nichtisraelisches Gebiet zur eigenen Landnahme? Warum besetzt Israel palestinensisches Gebiet und vertreibt Palästinenser?

      -27
      • Es gibt keinen palästinensichen Staat, weil die Palästiner die Zweistaatenlösung selber immer wieder abgelehnt haben.

        • Es gibt auch keine Palästinenser. Das ist eine Propagandaerfindung des PLO-Terroristen Arafat !

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        • Frage an Gemini:

          Wer hat Jitzchak Rabin ermordet und warum?

          Antwort:

          Jitzchak Rabin, der damalige israelische Ministerpräsident, wurde am 4. November 1995 am Rande einer Friedenskundgebung in Tel Aviv ermordet.

          Der Mörder war Yigal Amir, ein damals 25-jähriger jüdisch-extremistischer Rechtsextremist und Jurastudent. Er feuerte aus nächster Nähe drei Schüsse auf Rabin ab, wovon zwei den Ministerpräsidenten tödlich verletzten. Amir wurde noch am Tatort festgenommen und später zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, die er bis heute verbüßt.

          Das Motiv war rein politisch und religiös motiviert. Amir wollte den Friedensprozess mit den Palästinensern stoppen.

          Amir war ein entschiedener Gegner des Oslo-Abkommens, das Rabin gemeinsam mit Schimon Peres und Jassir Arafat ausgehandelt hatte. Dieses Abkommen sah vor, Gebiete im Westjordanland und im Gazastreifen unter palästinensische Selbstverwaltung zu stellen.

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        • Amir berief sich auf radikale Interpretationen jüdischer Konzepte wie Din Rodef (das Gesetz des Verfolgers) und Din Moser. Er war der festen Überzeugung, dass Rabin durch die Abgabe von „jüdischem Land“ das Leben der jüdischen Siedler gefährde und somit den Tod verdient habe.

          Die Tat geschah in einer Zeit extremer gesellschaftlicher Spaltung in Israel. Rechte Kreise hatten Rabin zuvor als „Verräter“ oder „Nazi“ beschimpft, was nach Ansicht vieler Beobachter ein Klima schuf, das die Tat begünstigte.

          Der Mord erschütterte Israel und die Weltgemeinschaft zutiefst. Er gilt als einer der entscheidenden Wendepunkte im Nahostkonflikt:

          Lähmung des Friedensprozesses: Obwohl Schimon Peres die Amtsgeschäfte übernahm, verlor das Lager der Friedensbefürworter an Schwung.

          Politischer Rechtsruck: Bei den darauffolgenden Wahlen 1996 siegte Benjamin Netanjahu, der dem Oslo-Prozess skeptisch gegenüberstand.

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        • @ Millenial

          Sie haben natürlich völlig Recht, was aber natürlich komplett verblödete und ungebildete Politiker und Agitator*innen in den Medien nicht wissen, oder hinter Doppelstaat -Geschwurbel verbergen :

          In einem Interview 1977 sagte das damalige PLO-Executivkomitee-Mitglied Zahir Muhsein:

          „The Palestinian people does not exist. The creation of a Palestinian state is only a means for continuing our struggle against the state of Israel for our Arab unity. In reality there is no difference between Jordanians, Syrians and Lebanese. Only for our political and tactical reasons do we speak today about the existence of a Palestinian people, since the Arab national interests demand that we posit the existence of a distinct ‘Palestinian people,’ to oppose Zionism.”

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        • Der Beobachter hat vergessen zu erwähnen, dass Arafat von den Israelis mit Polonium vergiftet wurde.

          Jeder, der Camp David Kleidung trägt, sollte sich erinnern, wer den Aussöhnungs- und Friedensprozess zwischen Juden und Araber zu Nichte machte.

          -1
        • Mach dich Mal schlau, und Red keine Müll!

          -1
      • Bernd M: Ah – da ist sie wieder, die sorgfältig ausgebreitete Äquidistanz deutscher Foristen, Ein braves Dogma eben. unbeschadet aller historischer Realitäten und Kenntnisse. Als 1948 der Israel gegründet wurde, griffen sechs arabische Staaten mit überlegener Militärmacht die gerade mal 600.000 Bewohner Israels an, Sie hatten kaum Waffen, kämpften um leben und konnten sich erfolgreich wehren. Welche Schuld sehen Sie?

        • Hm…..und wie genau kam es zur Israel-Gründung ?

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      • Ach, wo soll man da anfangen? Israel hat leider keine Wahl. Mit Staatsgründung wurde ihm von allen Seiten der Krieg erklärt. Eine friedliche Lösung mit den Palästinensern wurde immer wieder von Israel vorgeschlagen, von den Palästinensern immer wieder abgelehnt. Als Israel den Gaza-Streifen räumte, wurde dort ein Terrornetzwerk ausgebaut, Tunnel gegraben, etc., eine ewige Quelle von Anschlägen bis hin zum schrecklichen 7. Oktober… Wer auch immer es gesagt hat, hat recht: „Hören die Palästinenser auf, zu kämpfen, gibt es keinen Krieg mehr, hört Israel auf, gibt es kein Israel mehr.“ Die Aggression richtet sich gegen Israel, und es ist schrecklich, dass sich hierzulande die Identifikation mit dem Aggressor breitmacht inklusive dessen Opfer-Erzählungen. Aber wenn man es überall hört und liest, glaubt man es am Ende. Furchtbar, gerade in Deutschland, es ist einfach nur furchtbar, und ich schäme mich dafür.

        • Bereits am Tag nach der Staatsgründung überfielen 6 arabische Staaten Israel, „um die Juden ins Meer zu treiben“.

          Die Sowjetunion schickte Syrien eine Menge deutscher Panzer IV der deutschen Wehrmacht aus ihrer Kriegsbeute.

          Trotz der Überlegenheit der Araber bezogen sie gewaltige Prügel. Wie in den Folgekriegen auch.

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      • Es sollte sich doch längst herumgesprochen haben, dass es äußerst schwierig ist, mit Menschen in friedlicher Koexistenz zu leben, die kein anderes Ziel vor Augen haben, als den jüdischen Staat und seine Bevölkerung zu vernichten.

        • Ergänzung:

          äußerst schwierig bis gar unmöglich

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      • Dank Arafat und Co. gibt es keinen palästinensischen Staat. Wollte nie einer des Muslimbrudergefolges. Gäb es keine Opfer mehr der Israelis und dann auch keine Opfergelder. Die Israelis wollten immer nur in Frieden leben. Rate zur Lektüre von Golda Meir.

      • „Warum gibt es keinen palästinensischen Staat? “
        Weil es keine „Palästinenser“ gibt. Der Begriff ist eine (erfolgreiche) Erfindung des Spiegels. Das was Sie als „Palästinenser“ bezeichnen sind Araber. Und die betreiben eine ganze Reihe von auch durchaus erfolgreichen Staaten.

      • Warum es keinen Palästinensischen Staat gibt ? Ganz einfach, weil es kein Palästinensisches Volk gibt.

      • Weitere Frage; warum verschiebt Israel grade seine Staatsgrenzen weiter auf libanesisches Territorium und warum werden die Brücken über den Litani gesprengt? Warum werden libanesische Dörfer im Grenzgebiet bombardiert, zerstört und dortige Bewohner mit dem Hineis „Kommt nicht wieder!“ vertrieben? Ach, weil man „Sicherheit braucht“ also? Am besten durch israelische Armee und israelische Siedler, die sich nehmen, was sie wollen. Warum darf man also „Landnahme“ oder besser: „Landraub!“ nicht als das benennen, was es also ist?!

        In diesem Krieg ist Israel der lachende Gewinner, der seine Kriegsziele erreicht hat – mit amerikanischer Hilfe. Die Amerikaner kommen so ganz, ganz langsam dahinter das sie demnächst wieder abziehen können. Und Milliarden Dollar verbrannt haben.

      • Was soll das? Billigeund schlechte Propaganda!

        Die sogenannten „Palästinenser“ haben schon unter Arafat die Zweistaatenlösung verkackt.

        Abgesehen davon haben sie unzählige Male bewiesen, dass sie völlig unfähig und unwillens sind, einen Staat zu führen und ein Volk zi versorgen.

      • Haben die Briten erfunden. Schon mal gehört? Balfour-Deklration. In diesem Dunstkreis wurden auch von „jüdischen“ Bankstern der Wallstreet, die zu diesem Zeitpunkt schon hohe Kredite an die Kriegsgegner Deutschlands herausgereicht hatten, weitere Kredite gewährt, unter der Bedingung, dass die Briten die in Palästina das Verwaltungsmandat hatten, den Zionisten dort Land zuschusterten und die Sicherheit der jüdischen Siedler garantierten. Die Bankster sorgten auch dafür, dass die USA in den Krieg eintraten und waren damit für die Niederlage Deutschlands verantwortlich, weil man eigentlich 1916 schon als Gewinner dastand – mangels Geldmitteln der Gegner. So aber sicherten sich die Bankster die Rückzahlung der Kredite mit Reparationen aus der deutschen Kasse und hatten gleichzeitig das Land bekommen, worauf dann Israel gegründet wurde. Als die jüdischen Bankster dann beim den Verhandlungen zum Versailler Diktat vorstellig wurden und Erfüllung des Kuhhandels verlangten, flog die Sache auf.

  • Liebe Larissa, ein sehr guter Beitrag!
    Gut beobachtet, mutig aufgeschrieben und gefühlvoll auf die Situation der Israelis und auch der Deutschen eingegangen.
    Mein Liebster war immer wieder in Israel, hat viele Freunde dort, hat die Sprache gelernt und noch tiefere Erfahrungen gemacht.
    Wenn es wieder möglich ist fliegen wir und hoffentlich auch Sie nach Israel.

  • Vielen Dank für diese berührende Schilderung israelischer Mentalität. Statt Israel, das um sein Überleben und für unsere westlichen Werte kämpft, zu unterstützen, wird es von Deutschland und der Mehrheit der Deutschen kritisiert und im Stich gelassen! Es ist eine Schande, wieder mal eine deutsche Schande.

    • Leider wahr, was Sie da schreiben.
      Dämliches Gefasel unserer Politiker und dann stoppt Merz Waffenlieferungen an Israel. Wie scheinheilig und wie unmoralisch.

  • Ich bin Teil einer aschkenasisch jüdischen Familie. Unser jüngstes Familienmitglied ist erst 4 Wochen alt. Und seine gesamte bisherige Lebenszeit stand dieses Baby unter Raketenbeschuss vom Iran + seinen Proxi’s. Und dennoch versuchen alle die wenige Zeit mit dem Baby ausserhalb des bomb shelter (Schutzraums) zu genießen. Es macht uns stark – wenn wir wieder einen Raketenangriff gesund überstanden haben. Es fördert die Gemeinschaft und das gegenseitige Helfen. Die kleine Nachbarstochter lernte im Schutzraum laufen. Ihre ersten Schritte haben wir gefeiert + beklatscht – während oben die Raketen einschlugen. Ein Hund freut sich so sehr über Raketenalarm – weil er denkt endlich ist Streichel + Spielzeit. Mit allen Nachbarn zusammen im Schutzraum. Das Leben läuft weiter – während der Iran und die Hamas uns töten wollen. Wir haben Deutschland vor der Massenmigration gewarnt. Lasst Euch nicht den Zusammenhalt + Freude wegnehmen. Seid stark + zeigt das auch. Die Feinde müssen das merken!

    • Liebe Ella,

      wir beten für Sie und alle anderen. Für den Staat Israel und für die jüdische Gemeinschaft.

      Mögen die Kinder deutlich bessere Zeiten erleben und ein freies, langes und glückliches Leben haben.

      Alles Gute!

      Es grüßt Sie herzlichst (wenn auch unbekannt).

      Andreas Lindblom und Familie.

      • Thank you so much! ♡ Vielen lieben Dank für diese herzlichen Worte.

    • Liebe Ella, möge es euch und den beiden Kurzen gut – und bald wieder besser gehen.

      Seit ich einige Zeit in Tel Aviv gearbeitet habe, bewundere ich, wie ihr Israelis mit dieser ständigen Bedrohung umgeht und trotzdem diese Lebensfreude bewahrt

      • Lieben Dank! ♡ Ich hoffe – dass wir uns alle irgendwann in TelAviv und besonders im nördlichen Israel wieder einem Leben ohne Islamistenbeschuss hingeben können. Solange versuchen wir das Beste daraus zu machen. Weil aufgeben ist ja bekanntlich keine Option. Auch bitte für Europa und Deutschland nicht. Der Feind mit all seiner Böswilligjeit darf sich nicht ausbreiten – in einem freien Leben.

  • Guter Artikel, der sehr berührt.

  • Liebe Larissa, vielen Dank für den berührenden Kommentar. Für uns Deutsche bedeutet Urlaub in Thailand Sommer, Sonne, Meer und Freiheit von Arbeit und Sorgen um steigende Spritpreise. Für israelische Touristen ist Thailand wohl vor allem Abstand von Schutzräumen und täglichen Raketenangriffen – etwas, das wir nur noch von Erzählungen unserer Großeltern kennen. Sie kämpfen unseren Krieg und wir haben nichts besseres zu tun, als zu erklären, es wäre nicht unser Krieg und vor Islamophobie zu warnen. Kein Wunder, dass israelische Touristen keine Lust haben mit Deutschen zu reden.

    • Aus Erfahrung sage ich auch, dass ich lieber 10 Israelis bei meiner Party habe als einen einzigen Moslem.

      • Beide essen kein Schweinefleisch. Es wird schwierig.

  • Danke liebe Larissa für diesen Bericht und die Eindrücke, die das Video wunderbar ergänzt. Ja- Israel lebt- und dafür bin ich sehr dankbar und auch demütig

  • Sehr geehrte Frau Fußer

    Vielen Dank für diesen besonderen Artikel.
    Ich selbst habe Freunde, welche mittlerweile wieder nach Israel zurückgegangen und um deren Gesundheit ich in der Vergangenheit oft genug gebangt habe. Dennoch sind sie so voller Lebenslust und Freude.

    Danke für einen Artikel. der sich gerade in der heutigen Zeit, von der Masse positiv hervorhebt.

  • Ich lese diesen Artikel weniger als einen über Israel als einen über Deutschland: Warum machen wir hier uns selbst und alles andere in der Welt so mies?

    Ich habe länger in den USA gelebt, in einer Zeit, in der die Amerikaner sich selbst noch bejaht haben (wie es inzwischen ist, weiß ich nicht). Und auch mich haben sie mit Freundlichkeit, Wohlwollen, Respekt und Freude über meine Existenz behandelt. Da lebt man gern! Jetzt bin ich aus verschiedenen Gründen zurück in Deutschland und werde unentwegt aufgefordert, mich für meine Existenz zu schämen: Als Mann, als Weißer, als Umweltschädling, als Frauenbelästiger, als Wohlhabender, wegen meiner Intelligenz usw. usf. Persönlich sind viele Deutsche sehr nett. Aber als Kollektiv verstehen sie es, einander das Leben zur Hölle zu machen.

    • —Persönlich sind viele Deutsche sehr nett. Aber als Kollektiv verstehen sie es, einander das Leben zur Hölle zu machen.—

      Da ist etwas dran.
      Sehr nachdenklich stimmende Worte.

      Allerdings denke ich auch, ergänzend, dass es vor allem das ist, was uns medial serviert wird und weite Teile der Bevölkerung manipuliert.

      In persönlichen Gesprächen, Sie erwähnen das ja auch, erlebt man oft ein ganz anderes, häufig sehr erfreuliches Deutschland.

      • „In persönlichen Gesprächen, Sie erwähnen das ja auch, erlebt man oft ein ganz anderes, häufig sehr erfreuliches Deutschland.“ Richtig. Aber was passiert, wenn Sie sagen, dass Präsident Trump verteidigen oder sogar erwähnen, dass sie die AfD wählen?

    • Das kann ich aufgrund einiger in Kalifornien verbrachter Jahre bestätigen.

      Aber Sie stimmen mir gewiss auch zu, dass der schamlos arrogante Antiamerikanismus der deutschen Linken und ihrer Nachplapperer widerlich ist.

      • Der Antiamerikanismus ist in der Tat widerlich. In fast allen Fällen auch völlig uninformiert: die kennen die USA nicht, und Amerikaner kennen sie auch nicht.

    • @Marcel Seiler

      Top Kommentar 👍👍 Der die deutsche Gesellschaft, in der eine links-dumn-extremistische Minderheit ausMeduen/Politik, der Mehrheitsgesellschaft den Diskurs in Deutschland vorbetet.
      Das darf gedacht werden – dieses nicht, das musst du tun – das lassen.

      Ich beschreibe es als Niederländerin immer so:

      Die deutschen Leben in der Diktatur der Trottel !

      Und man schafft sich vor lauter Gejammer und Dpätpubertärer Selbstverwirklichung gerade selbwr ab, wie esSarazin RICHTIG aufzeigte. Es vermehren sich währenddessen die Einfältigen im Islam und hemmungslosen Abkassieren wie die sprichwörtlichen „Karnickel“ , und werden absehbar den Boden der Diaspora des exportierten Islamismus bilden und hier in 50 Jahren die demografische Realität bilden.

      Leider : Selbst schuld.

  • Interessante und informative Urlaubsgeschichte.

    Was man aber nicht versteht WARUM heißt es immer man solle bei Land A schauen und wie es bei denen so gut, besser läuft, man motivierter etc. ist???

    D. und sein Volk hat doch MEHRFACH bewiesen, es kann mit Krisen umgehen, alles aufbauen, sich an die Spitze kämpfen.

    Was es eben NICHT kann, IMMER wieder das eigene Land, Traditionen, Werte hassende Personalien und deren destruktiven Ideologien verhindern, eindämmen etc..

    Man soll eben aus der (eigenen) Geschichte lernen und nicht Leute agieren lassen, die Geschichte umschreiben und per Zwang dem Rest aufbürden.

    Wer kein Stolz, keine Werte, keine Identifikation mit der Heimat hat, soll nicht beim Nachbarn oder in der Ferne sein Wohlbefinden, Lösungen suchen.

    Was aber NICHT heißt, immer den politisierten „dt. Sonderweg“ zu beschreiten.

    Man hatte die Gründerjahre, 2x WK, 45+ jahre Besatzung usw. ABER den MARSCH durch die Institutionen brach das Genick erneut, daher wieder reset.

    • Große und wahre Worte, gelassen ausgesprochen.

      Dass so einige Deutsche Deutschland so sehr hassen, liegt an ihrer perversen Idelogie, dem Sozialismus/Kommunismus – der ja auch die Grüninnen hervorgebracht hat.

    • Danke für den Buchtipp!
      Das wird meine Frau und meine Tochter sehr interessieren.

    • Danke!

    • ,👍👍

  • 🙏❤️❤️❤️

  • Israel muss jedem Menschen der in Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmt leben möchte ein Vorbild sein. Israelis können sich streiten wie die Kesselflicker, aber am Ende halten sie zusammen und das macht sie stark.

  • Tja, die Probleme sind wohl im Urlaub nicht so präsent, wie als wäre man zu Hause. Das gilt wohl für Deutsche und Israelis gleichermaßen.
    Aber es gibt sicher üblere Orte um festzusitzen.
    Und es gibt bestimmt Mentalitätsunterschiede zwischen Israelis und Deutschen.
    Das man dort durchaus ungezwungen feiern kann, sieht man zum Beispiel an dem Nova Festival, wo offenbar zu elektronischer Musik gefeiert wurde, bis die Terroristen kamen.
    Ich hoffe sehr, die Israelis können den Krieg mit möglichst wenig eigenen Verlusten gewinnen.
    Nur leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass dort auf Frieden immer wieder der Krieg folgt. Es ist immer nur eine Frage der Zeit, bis es wieder los geht.

  • Es wird dort nie Frieden geben, weil die Palästinenser als auch die Israelis auf die alttestamentarische Gerechtigkeit pochen (Auge um Auge, Zahn um Zahn) und die Liebe aussparen, die Jesus predigte und die für Christen das oberste Gebot ist.

  • Frau Fußer, ich empfehle ihnen mal das Buch von Noman G. Finkelstein
    “Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern“
    Mythos und Realität
    zu lesen.
    Mit freundliche Gruß

  • Liebe Frau Fußer, vielen Dank für den berührenden Kommentar. Ich war 2x in Israel und habe das Land lieben gelernt. Der Unterschied zwischen Israel und Deutschland liegt m. E. darin, dass Israel Hoffnung hat und Deutschland nicht. Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs hat mit den Juden einen Bund und ihnen versprochen, dass sie nie untergehen werden. Welche unfassbaren Wunder gab und gibt es da. Das prägt die Mentalität und schenkt Lebensfreude.
    Worauf hofft man in Deutschland? Der Glaube an den ewigen Gott wird und wurde in den letzten 80 Jahren zunehmend als lächerlich verworfen und dann bleibt eben nur noch das Materielle im Diesseits. Gerät das ins Wackeln, wird es schwierig.
    Die Juden trotz aller Bedrohung lebensfroh und hoffnungsvoll, während man in Deutschland den Eindruck einer dunklen Decke hat, die über diesem Land und den Menschen liegt.

  • Die Bewohner des Gazastreifens hatten seit dem Rückzug Israels 2005 alle Möglichkeiten, aus diesem Territorium ein funktionierendes autonomes Gemeinwesen mit Perspektive eines unabhängigen Staates zu machen. Stattdessen haben sie sich bei den Parlamentswahlen 2007 mehrheitlich für die Hamas entschieden, mit allen Konsequenzen. Allen erklärten Feinden Israels würde ein Palestinenserstaat den Wind aus den Segeln nehmen, deshalb ist er vor allem von den arabischen Brüdern gar nicht gewollt. Man braucht die Palestinenser als Opfer, nicht als zufriedene Bürger. Je schlechter es ihnen geht, je dramatischer die Bilder, desto besser für den Judenhass. Die Israelis haben gar keine Wahl. Sie sind von Todfeinden bedroht, und das wird wohl auch so bleiben, denn der Hauptfeind Iran wird wohl weitermachen, obwohl er zur Zeit mehrmals täglich von Trump restlos besiegt wird. Ich wünsche den jungen Leuten aus Israel viel Kraft, Lebensfreude und trotz aller Widrigkeiten eine glückliche Zukunft.

    • Die Palästinenser werden gebraucht als Schwungmasse für den Judenhass.

  • Soo toll geschrieben und sehr berührend- Danke, liebe Larissa Fusser. Ich war 2019 mit meiner Familie in Israel und wir haben uns sofort in Land und Leute verliebt .

  • Die wenigen Deutschen welche noch in dem gleichnamigen Land leben, haben bereits ihre Kultur.
    Wie lange es die aktuelle Situation noch zulässt, wäre eine berechtigte Frage.

    Was das nachmachen und kopieren anderer Kulturen betrifft:
    Es gibt nichts schlimmeres als nichts Eigenes, gewachsenes zu haben.
    Dies zeigt unsere Situation seit den Migrationswellen tagtäglich auf.

  • Ja so gleicht sich das. Ich mag auch keine deutschen ,siehe die ganzen Wahlergebnisse in der letzten Zeit… und das sag ich weil ich selber einer bin. Ansonsten mag ich Bibi auch, ich finde ihn besser als alle unsere Staatsoberhäupter der letzten 20! Jahre zusammen… wenn ich Jung wäre würde ich auch nach Israel auswandern vor allem wenn ich ganz viel Ahnung von Computern hätte, dann würde ich auch ein Startup dort Gründen. Es ist einfach der beste Ort für eine Internet-Firma. Und vor allem gibt es ganz viele Medjoul Dattelpalmen 🤤 dort, ich habe die Datel-Farm und den Besitzer gesehen, die Hängen da runter wie Trauben sind aber größer als solche und unheimlich lecker, ich kaufe immer die Kilo-Packung die Halten dann länger als die kleine mit bloß 10 Stück drin. So jetzt aber Schluss: liebe Frau Fußer machen sie sich noch eine schöne Zeit und auch schöne Grüsse an ihre Freundin… Der Alltag wird sie bald wieder habe und wir auch.

  • Nachmachen leicht gemacht, ist dochder Deutschen Steckenpferd.
    Nur die Ergebnisse daraus lassen bis heute, sehr zu wünschen übrig.
    Finger weg von fremden Kulturen das kann nicht gut enden.

  • Deutsch: Am Security check am Flughafen muß die Mutter eines Säuglings das Geschirr abbinden und durch den Scanner schicken.So gesehen on TXL.

    Israelisch: Vor den Augen der geschulten Security borden die Fluggäste ein. Jeder Fluggast wird beobachtet. Gelegentlich wird ein Gast herausgewunken und befragt.

    Israelisch: Wer mit dem Verladen von Fluggepäck Zugang zum Flugfeld und Flugzeug bekommt, wird einem strengen Ausleseverfahren unterzogen und muß sich vor Dientsantritt legetimieren.

    Deutsch: Nahezu jeder, der vorgibt mit Gepäck zu tun zu haben, kommt rein. Nicht konttolliert werden seine persönlichen Sachen, die er mit in den „Sicherheitsbereich“ hineinnimmt. So in FRA.

    • Soll natürlich heißen: legitimieren.

      Wo ist die Korrekturfunktion abgeblieben?

  • Larissa, wieder einmal vielen Dank für den Bericht.

    Ich kann vieles nachvollziehen, weil ich vor Jahren für und mit Israelis in Tel Aviv gearbeitet habe. Shocking Moment war für mich, dass ich die beiden jungen Kollegen, die mich im kurzen Sommerkleid und Hemd/Shorts vom Flieger abgeholt und zum Hotel gebracht hatten und mit denen ich einen fröhlichen Abend erlebte, am nächsten Morgen in Uniform erlebte, als sie mich vom Hotel abholten. Sie hatten Resevedienst und fanden sowohl das als auch Luftalarme völlig normal. Ich habe beide sehr bewundert, wie die damit umgingen.

    Wenn ich dagegen hier die verweichlichten Jammerlappen erlebe, die nicht einmal dienen wollen…

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