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Höcke-Podcast

Doch kein Verfahren der Landesmedienanstalt gegen „Ben ungeskriptet“ wegen SA-Losung

Wegen Aussagen des AfD-Politikers Björn Höcke rund um eine SA-Parole schaltete sich die Landesmedienanstalt gegen „Ben ungeskriptet“ ein. Von Maßnahmen gegen Berndt will sie jetzt doch absehen: Die öffentliche Debatte habe bereits korrigierende Wirkung gehabt.

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Landesanstalt für Medien NRW: Ihr Vorgehen hatte viele irritiert. (IMAGO/Panama Pictures)

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Die Nachricht hatte massive Wellen geschlagen: Die Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen wandte sich gegen den bekannten Podcaster Ben Berndt, der das erfolgreiche Format „ungeskriptet“ betreibt – und warf ihm eine Verletzung seiner Sorgfaltspflichten vor. Nun sieht die Anstalt aber offenbar von einem Verfahren gegen den Medienunternehmer ab.

Hintergrund des Vorgangs ist eine Äußerung, die der AfD-Politiker Björn Höcke in Berndts Podcast-Format „ungeskriptet“ tätigte. Höcke erklärte rund um seine Verurteilung wegen der SA-Parole „Alles für Deutschland“, die nationalsozialistische Sturmabteilung habe gar kein festes Motto gehabt. Tatsächlich hatte die SA diesen Spruch, der bereits seit dem 19. Jahrhundert dokumentiert ist, als Losung genutzt – etwa eingraviert auf Dolchen der Organisation.

Die Landesmedienanstalt beanstandete diese Aussage Höckes in einem Brief an Ben Berndt: Er sei seiner journalistischen Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen. Zudem wurde er darin aufgefordert, die entsprechende Passage nachträglich zu löschen.

Der Podcaster wehrte sich dagegen: „Der Staat will mich zensieren“, beklagte er und beauftragte den bekannten Anwalt Joachim Steinhöfel mit seiner Vertretung. Er stellte sich auf einen teuren „Rechtsstreit für freie Meinungsäußerung und gegen repressive Einflussnahme“ ein und sammelte Spenden.

Jetzt erklärt die Landesmedienanstalt die Angelegenheit für erledigt. Podcaster Berndt habe Höckes Falschaussage zwar nicht korrigiert, aber die mediale Berichterstattung und die öffentliche Debatte über seinen Podcast hätten in der Öffentlichkeit dennoch eine richtigstellende Wirkung erzielt.

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Damit sei klar geworden sein, dass die SA ein Motto gehabt habe und Höcke wegen der vorsätzlichen Verwendung dieser Losung rechtskräftig verurteilt wurde. Nichts anderes habe die Medienaufsicht im Sinn gehabt, heißt es laut Medienberichten in dem Schreiben. Diese Form, den nötigen Kontext herzustellen, sei zwar ungewöhnlich, erfülle aber ihren Zweck, weshalb die Anstalt keinen weiteren Anlass sehe, tätig zu werden.

mro

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32 Kommentare

  • A) es war die Angst vor Steinhöfel.

    B) es kann nicht sein, dass jemand wegen einem Gespräch mit einer Person rechtlich für dessen Meinung belangt wird. Damit wäre die Meinungsfreiheit untergraben und vom Staat überwacht und unter Strafe gestellt.

    C) der gemeine Bürger wäre zudem einer eigenen Meinungsbildung beraubt worden. Das kennt man so aus Diktaturen.

  • Eine Niederlage der linken Behörde, die gegen die Meinungsfreiheit ist. Sehr gut.

  • Vermute mal, weil substanzlos.

    • Steinhöfel ist am Start, dann zieht man sich lieber kleinlaut zurück.

  • Interessant. Und von der Forderung, dass er alle seine alten Sendungen durchgehen und mit Korrekturhinweisen versehen müsse, ist jetzt auch vergessen?

    • Wenn Linke gar keine Aussicht darauf haben, ihren Terror durchzusetzen, dann erklären sie, dass der Terror bereits dadurch seine terrorisierende Wirkung erreicht hat, dass sie ihren kindlichen Terror auf die Allgemeinheit losgelassen haben.
      Dazu wird drei Mal das Rumpelstilzchen gemacht und trotzig behauptet man habe einfach recht gehabt.

  • Hübscher Streisand- Effekt; vor dem Höcke- Gespräch und der albernen Aktion der Landesmedienanstalt hatte ich noch nichts von Bens Podcast gehört…😛

  • „….und beauftragte den bekannten Anwalt Joachim Steinhöfel mit seiner Vertretung.“
    Steinhöfel ist dafür bekannt, nicht zu verlieren.
    Juristen wie ihn müsste es mehr geben.

  • Ach, Papperlapapp! Natürlich hätten die gerne ein Verfahren durchgezogen, aber Angst vor dem Aufschrei.

    • Über den Punkt an dem sie Angst vor einem Aufschrei haben sind sie so lange hinweg.

    • Nein, die haben Angst davor, dass doch noch irgendein Gericht bestätigt, dass die Äußerung unter Meinungsfreiheit fällt. Sie wollen diese gerichtliche Feststellung vermeiden.
      Ben sollte jetzt in die Offensive gehen und versuchen hier öffentlich Nötigung feststellen zu lassen, verbunden mit der Aufforderung, dass die Landesmedienanstalt keine Befugnisse in solchen Fragen besitzt.

  • Nötig ist ein Verfahren gegen die Anstalt, wg erwiesener Demokratiefeindlichkeit und Aktivitäten mit dem Ziel der Abschaffung der freiheitlich demokratischen Grundordnung.

  • „Die öffentliche Debatte habe bereits korrigierende Wirkung gehabt.“ Ja, stimmt! Die Öffentlichkeit wurde darauf aufmerksam gemacht, wie weit die Zensur in Deutschland mittlerweile gediehen ist.

    • Außerdem wurde groß und breit darauf aufmerksam gemacht, dass es diesen Podcast überhaupt gibt. 😂
      Wieviel Reichweite hätte er bekommen ohne dieses Brimborium.

  • Das bedeutet, wer sich einen Steinhövel leisten kann, kann seine freie Meinung äußern.

  • Ist es nicht die Aufgabe von Historikern solche Dinge zu betrachten? Wie viele und welche Mottos oder was auch immer die ehemalige Saalaufsicht hatte?

    Inwiefern leistet sich ein Staat, der doch mit seinem Grundgesetz Pressefreiheit propagiert, überhaupt eine Zensurbehörde?

    Was ist die Medienanstalt sonst? Früher vergab die mal Sendefrequenzen.

  • Die Parole stand auf dem Dolch meines Großonkels, den dieser mir bei Familienbesuchen zum Spielen gab. Ich kannte den Hintergrund damals nicht. Für einen Zehnjährigen war das Teil nur ein cooles Kurzschwert. 😁

  • Money talks. Plus Reichweite…

  • Die ziehen den Schwanz ein – ein Verfahren hätten sie verloren und die Schadenersatzforderungen wären erheblich gewesen. Da wäre sinnlos Geld des Steuerzahlers verprasst worden. Ich denke, dass auf Grund seiner auch damit noch verstärkten Popularität, diese Entscheidung gefällt wurde

  • Höcke geriert sich eigentlich NUR noch als LfV-IM zu Lasten „seiner“ Partei.

    Die erste Verwendung von A.f.D. kann man ihm abnehmen. Wußte niemand.
    Am Landgericht in Halle prangt in der Hauswand eingemeißelt etwa „Jedem das Seine“ nach röm. „Suum cuique“, A.f.D. wurde auch schon von der SPD verwendet.

    Aber wenn Unserejustiz nun mal so quer drauf ist, möge er es gut sein lassen – außer er will der AfD schaden.

    Ben hingegen ist KING! Die LandesGRÜNFunkanstalten endlich in der Defensive.

    • Nein. Keine Handbreit den Faschisten. Wer einknickt, kann gleich einpacken.

  • Den „Landesmedien“ geht auch so langsam die Luft aus, weil sie KEINER mehr ernst nimmt! Die besten Zeiten sind auch für diese Regierungsfakenewsschleudern endlich vorbei!

  • Ach neee, diese Linken Feiglinge ! …aber nach linker Manier geframed „….sieht von einem Verfahren ab“ Die Abschaffung dieser „Linken Meinungs-Anstalt“ steht ja wohl hoffentlich auch auf dem Zettel bei der Regierungsübernahme !?

  • Ach wie gnädig von der LMA!
    Peinlich den Schwanz einziehen, weil man lauter gebellt hat, als die dritten Zähne beißen können!

  • Bravo Ben!!!!

    “ nichts anderes hätte die LMA im Sinn gehabt“
    Da lachen ja die Huehner…
    Selbstreflexion 0
    Ihr agiert klar grundgesetzfeindlich,
    so beginnt Diktatur.

    Eure Argumente drehen sich exakt gegen Euch, die Ihr so schreit:
    da die…. Ihr seid selber viel eher. .

    „Wenn etwas so spricht, so aussieht, sich so benimmt, ja so riecht – muss man es auch so nennen:
    Faschismus“
    Staatsanwalt Jim Garrison
    in J.F.K. von Oliver Stone,

  • LandesMedienAnstAlt lässt sich wohl legitim mit „LMAA“ abkürzen…

  • AN, warum wiederholt ihr den Schwachsinn von der „SA-Parole“ einfach kommentarlos?

    • Es ist eben keine reine SA-Parole. Der Spruch ist mehrere 100 Jahre alt! Guten Morgen!

    • Weil Höcke dafür verurteilt wurde.

  • Aber wenn AfD Politiker verurteilt werden, dann berichtet ihr nicht darüber, sondern verdreht Nachrichten über deren Wahlausschluss.

    So abgeschmiert ist die Karriere von Schülerblogger Max, dass er jetzt kriminelle, verurteilte Rechtspolitiker in Schutz nimmt die SA Parolen verwenden.

  • Den Faschismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf! Diese elendigen Faschos mit Ihrer Geschitsvergessenheit….. einfach nur noch ekelhaft!🤢🤮

    • Manchmal wünsche ich mir nichtrechte Argumentationen, mit/gegen die eine Auseinandersetzung lohnt. stattdessen leider immer nur blahblah…

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