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Deutliche Verschiebungen

Kommunalwahlen in Niedersachsen: CDU trotz Verlusten stärkste Kraft – AfD kann ihr Ergebnis mehr als verdreifachen

Bei den niedersächsischen Kommunalwahlen blieb die CDU mit 27,2 Prozent zwar stärkste Kraft, büßte aber gegenüber 2021 ebenso ein wie die SPD. Die AfD kann ihr Ergebnis mehr als verdreifachen.

Die AfD kann bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen ihr Ergebnis mehr als verdreifachen (IMAGO/Swaantje Hehmann)

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Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen ist die CDU erneut stärkste Kraft geworden. Nach dem vorläufigen Endergebnis vom Montagmorgen kam die Union auf 27,2 Prozent der Stimmen. Dahinter folgten die SPD mit 24,6 Prozent, die AfD mit 15,9 Prozent sowie die Grünen mit 14,1 Prozent. Die Linke erreichte 6,0 Prozent und die FDP 3,7 Prozent.

Im Vergleich zur Wahl 2021 zeigen sich deutliche Verschiebungen: Damals hatte die CDU noch 31,7 Prozent erzielt, die SPD 30,0 Prozent. Die Grünen lagen bei 15,9 Prozent, die FDP bei 6,5 Prozent, die AfD bei 4,6 Prozent und die Linke bei 2,8 Prozent. Besonders auffällig ist der Zuwachs der AfD, die ihr Ergebnis mehr als verdreifachte und damit ihr bisher bestes Resultat bei Kommunalwahlen in Niedersachsen einfuhr. Sowohl CDU als auch SPD mussten hingegen Verluste hinnehmen.

Die Wahl stand im Zeichen von Debatten rund um mehrere Wahlausschlüsse von AfD-Kandidaten. In mehreren Kommunen waren teils aussichtsreiche AfD-Kandidaten von örtlichen Wahlausschüssen nicht zugelassen und somit an der Kandidatur gehindert worden.

Die Beteiligung lag bei 64,6 Prozent und damit merklich höher als vor fünf Jahren. Damals waren rund 57,0 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne gegangen. Rund 6,3 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Die landesweiten Prozentwerte fassen die Stimmen für Kreistage, die Räte der kreisfreien Städte sowie die Regionsversammlung der Region Hannover zusammen. Insgesamt wurden 29.501 Mandate in 2182 kommunalen Vertretungen sowie 395 Bürgermeister, Oberbürgermeister, Landräte und Regionspräsidenten gewählt. Mehr zu den Kommunalwahlen in Niedersachsen lesen Sie hier.

Bereits am kommenden Sonntag finden Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zum Landtag von Mecklenburg-Vorpommern statt. Auch dort wird ein starkes Abschneiden der AfD erwartet.

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35 Kommentare

  • Moin ,die Wahl hat für mich ein Geschmäckle. Wenn ich aussichtsreiche Kandidaten für die Wahl ausschließe kann man nicht von Erfolg reden.

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    • Doch, leider. Ein Erfolg für „Unseredemokratie“!

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      • Es ist nur ein kurzer Aufschub für „unseredemokratie“ – das ist der Unbeweglichkeit, der Festgefahrenheit westdeutscher Wähler zu verdanken.

        Natürlich möchte ich kein Wählerbashing betreiben. Es ist aber durchaus erstaunlich, wie viele Wähler von den Umtrieben der Sozi-Innenministerin Behrens entweder nichts mitbekommen haben, oder, dieses demokratiefeindliche Tun womöglich sogar noch gutheißen.

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        • ÖRR hirngewaschen. Erlebe es tagtäglich!

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      • Der Erfolg besteht darin, dass die Wähler die AfD als Partei gewählt haben, dafür waren drei Stimmen möglich.
        Noch deutlicher kann man doch nicht gegen die Willkür stimmen?

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    • Neuwahlen nach dem Urteil sollten Selbstverständlich sein. Ludwigshafen kennt das.

      1
    • Bei einer Verdreifachung des Wahlergebnisses muss man wohl doch von Erfolg reden.
      Selbst wenn dieses Ergebnis nach dem miesen „Wahlkampf“ der Etablierten und der schäbigen Gerichtsbeschlüsse erreicht wurde.

      8
  • Super!!!!!! Der nächste Rekord für die AfD !!! Unser Siegeszug geht unvermindert weiter !!!! Berlin, wir kommen !!!!!!!

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  • Die „Torheit der Regierenden“ arbeitet weiter für die Opposition. Ich kenne einige Leute, die vor allem deshalb AfD wählen, weil diese Partei und ihre Kandidaten von feixenden Repräsentanten der alten Parteien, Medien und Institutionen ausgeschlossen, nicht beachtet und verleumdet werden – unter anderem von einer Behörde, die direkt von der Konkurrenz angeleitet wird („Verfassungsschutz“). Kein Wunder: Das sind insgesamt absurde und kaum zu vermittelnde Vorgänge, die jedem Demokratieverständnis widersprechen. Als echter Demokrat kann man sich da nur auf die Seite der Verfemten stellen.

    17
    • Volle Zustimmung!
      Daher sind meine drei Kreuze auch „blau“ geworden.

      5
    • Schön wird dann der Tag, an dem die jetzt noch feixenden Volksverächter ihre gutbezahlten Plätze an die Konkurrenz verlieren.

      5
  • Dieses Wahlergebnis ist illegal weil die ganze Wahl illegal war. Da wurden vorab Kandidaten nicht zugelassen, ihnen also das passive Wahlrecht verwehrt. Das ist ein schwerer Verfassungsverstoß. Und die haben Auszählungen ebenfalls ein Geschmäckle, ich sage mal so: Briefwahl. Weißte Bescheid.

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    • Die Briefwahl sollte abgeschafft werden.
      Über ganz individuelle Einzelfälle kann man sprechen.
      Es gibt einige Demokratien, in denen es keine solche Wahlmöglichkeit gibt oder eben mit sehr stark eingeschränkten Ausnahmen.

      Auch bei uns war die Briefwahl ja einstmals als Ausnahme (!) gedacht. Nicht als Unterstützung der Bequemlichkeit von Bürgern, die es offenbar noch nicht einmal schaffen ihren Hin…. hochzukriegen, wenn es um eine elementare Beteiligung an der Demokratie geht.

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    • Das ewige Thema Briefwahl halte ich für Dummfug.
      Ansonsten volle Zustimmung!

      -4
  • Bei Kommunalwahlen steht die Persönlichkeit der Kandidatinnen und Kandidaten deutlich stärker im Vordergrund als bei Landtags- oder Bundestagswahlen. Da die Entscheidungen direkt das unmittelbare Lebensumfeld der Menschen vor Ort betreffen, spielen lokale Bekanntheit, Vertrauen und die konkrete Problemkompetenz der Bewerber eine entscheidende Rolle. Nicht die Partei.

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    • Das ist im Grunde zutreffend, aber in der derzeitigen Politsituation halte ich es für nicht mehr wirklich zutreffend.

      Ist Das nicht die einzige Möglichkeit der Bürger, ihren Protest zu äußern?
      Wenn sie auf die Straße gehen, werden sie doch von staatlich alimentierten Terroristen(!) angegriffen?
      Wenn sie sich öffentlich dazu bekennen, folgt Ausgrenzung, Arbeitsplatz- oder Kundenverlust, Debanking … bis hin zum Verlust des Wahlrechtes!

      Das Ergebnis von ganz Nds kenne ich noch nicht, aber „meine Kommune“ hat sich sehr deutlich(!) auf die Seite der AfD gestellt, ebenfalls eine Verdreifachung.

      Für mich in dieser Höhe sehr positiv überraschend!

      3
    • Gendern kannst du gerne wo anders. danke 🙂

      5
      • Und dann auch noch inkonsequent, denn bei den „Bewerbern“ fehlt das bekloppte gendern! Bekloppt auch deshalb, weil die Kandidaten bzw. die Bewerber bereits die Mehrzahl ist und somit ALLE einschließt!

        2
  • Erstmal der AfD zur Verdreifachung (!) ihrer Stimmen herzlichen Glückwunsch!

    Es ist gut, wenn sich die Alternative langsam, aber stetig in der Fläche ausbreitet.

    Die Verluste von CDU und SPD sind leider nicht ausreichend. Hier sieht man aber, den typisch behäbigen Westen Deutschlands.

    Zudem kommt, dass ja einige der Kandidaten der AfD mutmaßlich illegal von den Wahlen ausgeschlossen wurden.

    Das könnte auch durchaus zu Veränderungen im Wahlergebnis führen. Vielleicht müssen ja manche Wahlen auch wiederholt werden, wenn nicht sogar die gesamte Kommunalwahl.

    Der SPD hätte ich gerade im Zusammenhang mit der amtsmissbrauchenden Innenministerin Behrens eine ganz, ganz deutliche Klatsche des Wählers erwartet. Nun ja, der Westen braucht eben länger um aus den bequemen Federn zu kommen.

    Noch etwas: Mit den AfD-Gewinnen geht immer eine größere Wahlbeteiligung einher. Wir sehen also, dass die Alternative eindeutig die Demokratie belebt.

    7
    • Vielleicht kann man sagen, dass im Westen das „Bückbürgertum“. (Ulf Poschardt) sehr viel verbreiteter ist als in Mitteldeutschland, wo aus historisch einleuchtenden Gründen der „Fightbürger“ (ebenfalls U.P.) den Ton anzugeben scheint. Im Westen (wo ich lebe) gärt es aber schon gewaltig.

      4
  • Ein interessantes Detail zur Verfassungsfeindlichkeit von Parteien: Im Durchschnitt werden nachweislich jedes Jahr 7-8 verfassungsfeindliche Gesetze von den Parteien der Bundesregierung erlassen und etwa 20-25 verfassungsfeindliche Gesetze von den Parteien der Landesregierungen. Wo bleibt da eigentlich der Verfassungsschutz, um diese verfassungsfeindlichen Bestrebungen zu unterbinden?

    2
    • „Wo bleibt da eigentlich der Verfassungsschutz, um diese verfassungsfeindlichen Bestrebungen zu unterbinden?“, ich ergänze: wenn er doch soooo unabhängig ist?

      0
  • Nebenbei
    Nicht für einzelne Medien. Sondern für etwas, das uns alle angeht:
    unsere Demokratie.
    Journalistische Medien unterscheiden sich. Sie berichten unterschiedlich, setzen unterschiedliche Schwerpunkte und vertreten unterschiedliche publizistische Haltungen.
    Aber professioneller Journalismus steht für eine gemeinsame Überzeugung:
    Eine lebendige Demokratie braucht freie Medien, glaubwürdige Informationen und viele „unabhängige Stimmen.“
    Die gemeinsame Aktionswoche rund um den Internationalen Tag der Demokratie am 15. September möchte breit informieren und eine öffentliche Debatte über die Zukunft der demokratischen Öffentlichkeit anstoßen.
    https://demokratiebrauchtvielestimmen.de/#zitate

    0
  • Macht euch keine Hoffnung. „Unsere Demokratie“ fährt alle Geschütze auf, um Demokratie zu verhindern.

    6
    • Aber gerade jetzt, bei diesen Ergebnissen sollte man doch nicht in Defätismus verfallen.

      Eine Verdreifachung (!) der Stimmen – selbst im „festgefahrenen“ Westen. Das ist ein großartiges Resultat!

      4
    • Ich denke, dass der Zug Fahrt aufgenommen hat.
      Den jetzt noch aufzuhalten dürfte nur mit „rechtsstaatlichen Mitteln unserer Demokratie“ (Sarkasmus) gelingen.

      „Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bemerkbar macht.“
      Benedikt Lux, innenpolitischer Sprecher der Berliner Grünen.

      Schaun mer mal … 😉

      0
  • Da wo VW sitzt hat die AfD ganz andere Ergebnisse. Warum nur?

    1
  • Wahlausschluss=Demokratur!

    1
  • Bei Kommunalen Wahlen ist Merz nicht das Problem, da sind die Seilschaften wichtig, wie das Geld verteilt wird, da will keiner Experimente wagen.
    Niedersachsen sind auch vom Wahlverhalten Steinzeitlich. Bloß keine Experimente wagen immer beim alt bewährten bleiben.
    Sie müssen damit leben.

    0
  • Die AfD hat die Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt deutlich gewonnen. Sie bekommt Glückwünsche aus aller Welt dafür. Und was fällt der CDU dafür ein, einem miesen Verlierer ? Sie kommt mit einem „Bundeszwang“ um die Ecke, macht sich selbst somit zum Gewinner und verdreht die Situation ! Tja liebe CDU, auf diese Weise gewinnt man keine (ehrlichen) Wähler, aber die werden ja wohl auch nicht mehr gebraucht ! Die AfD sollte stolz auf die „Brandmauer“ sein und sich gut überlegen wenn einer kommt und ob ihr mit ihm sprechen wollt oder nicht !“

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    • ..Sinn und Zweck von Parteiverbot und Bundeszwang als Strategie…

      „Aus spieltheoretischer Sicht ist die Frage eines Verbots der AfD ein einfacher Fall. Es handelt sich dabei um eine strategische Drohung ohne Vollzugsabsicht – gewissermaßen ein Damoklesschwert. Während die AfD sich ständig verteidigen muss, signalisieren diejenigen, die ein Verbot fordern, ihren Anhängern moralische Klarheit. Dadurch verschiebt sich der Anker des politischen Diskurses. Dies geht einher mit der Strategie der sogenannten Brandmauer: Mit einem politischen Kontrahenten, dem man fehlende Verfassungstreue nachsagt, kann man natürlich auch keine Allianz schmieden.“

      TichysEinblick | Bernd Fischer:

      Die Spieler – verzwickte Lage in Sachsen-Anhalt

      https://www.tichyseinblick.de/meinungen/spieltheorie-analyse-verzwickte-lage-sachsen-anhalt/

      0
  • Niedersachsen. So geht Demokratie. Korrupt -Kommunistisch und Planwirtschaftlich. Sowie Unternehmerfeindlich.

    2
  • Niedersachsen ist durch und durch ein kommuninistisches und stalinistisches Bundesland. Da wundert das Wahlergebnis nicht zumal die Stasi im Vorfeld der Wahl wieder operative Maßnahmen vorgenommen hat.

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  • Wessis und Boomer glauben noch dem ÖRR…

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  • Nur 15%?! Mit den notorisch feigen Wessis ist eben keine Wende möglich. Die marschieren gerne, wie schon beim Ösi, jubelnd und Parolen nachplappernd bis zum bitteren Ende. Was für ein erschreckend dummes Volk. Westdeutschland muss aufgelöst und an Frankreich, Belgien, Niederlande, Polen und Russland verkauft werden.

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