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SWR-Bescheide

Klagen gegen ÖRR-Beitrag: Verwaltungsgerichtshof verhandelt neun Verfahren wegen mangelnder Vielfalt

Vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg werden in dieser Woche neun Klageverfahren gegen Gebührenbescheide des SWR verhandelt. Die Verfahren sind Teil einer breiteren Klagewelle gegen den ÖRR.

Das SWR-Logo an einer Außenfassade (IMAGO/Arnulf Hettrich)

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Vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg werden nach Informationen von Nius von Dienstag bis Donnerstag insgesamt neun Verfahren über Gebührenbescheide des Südwestrundfunks (SWR) verhandelt. Die Kläger greifen die Bescheide an, weil sie dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) mangelnde Ausgewogenheit in der Berichterstattung vorwerfen. Experten rechnen den Klagen jedoch nur geringe Erfolgschancen zu. Bereits in erster Instanz waren die Kläger gescheitert.

Die Verfahren sind Teil einer breiteren Klagewelle vor deutschen Verwaltungsgerichten, in der Gebührenbescheide der jeweiligen Landesrundfunkanstalten wegen monierter Programmmängel angefochten werden (Apollo News berichtete). Treibende Kraft ist dabei die ÖRR-kritische Plattform Beitragsstopper, die ihren Kunden gegen eine Pauschalgebühr einen klagereifen Schriftsatz zur Verfügung stellt, um „dem Zwangsbeitrag organisiert entgegen“ zu treten. Ob auch die neun Verfahren vor dem VGH Baden-Württemberg von Beitragsstopper organisiert wurden, ist jedoch unklar.

Von entscheidender Bedeutung für die derzeitige Klagewelle ist ein von einer Klägerin aus Bayern betriebenes Pilotverfahren, das im Oktober 2025 zu einem Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts führte. In diesem Verfahren wurde bereits seit der ersten Instanz unter Verweis auf die Programmqualität geklagt.

Die Vorinstanzen hatten die Klage jeweils zurückgewiesen und argumentiert, dass Gerichte nicht über die Qualität des Programms zu befinden hätten. Hierfür seien vielmehr die Aufsichtsgremien der jeweiligen Anstalten zuständig, hieß es. Das Bundesverwaltungsgericht wies diese Auffassung jedoch zurück und stellte klar, dass der Rundfunkbeitrag an qualitative Anforderungen gebunden ist und der Verwaltungsrechtsweg insoweit offensteht.

Seitdem ist die Zahl der Klagen deutlich gestiegen. Für die Kläger stellt sich nun allerdings die Mammutaufgabe, nachzuweisen, dass das Programm tatsächlich hinter den zu erwartenden qualitativen Standards zurückbleibt. Einzelne beanstandete Beiträge genügen dafür nicht. Nach den Vorgaben des Gerichts müsste vielmehr durch ein fachkundiges Gutachten belegt werden, dass das Gesamtprogramm des ÖRR über einen längeren Zeitraum hinweg systematisch und fortlaufend gegen die Anforderungen an Qualität, Ausgewogenheit und Vielfalt verstoßen hat.

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Kritiker halten das für ein nahezu unerfüllbares Unterfangen und rechnen daher auch in den aktuellen Verfahren mit einer durchweg ablehnenden Entscheidung. ÖRR-kritische Initiativen wie Beitragsstopper oder Leuchtturm ARD gaben gegenüber Apollo News jedoch an, an der Erstellung eines entsprechend umfassenden Gutachtens zu arbeiten.

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29 Kommentare

  • Zerschlagen! Das ist ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert.

    • Zahlst du GEZ?

      • Nein, weder für Propaganda noch für Hass und Hetze! Ideologische Machenschaften sind inzwischen auch nicht mehr vertretbar!

        • Ich glaube dir nicht. Allein diese pseudomoralischen, linken Rechtfertigungsversuche „Hass und Hetze“ wirken zu investiert, Wortwahl beabsichtigt.

          -9
  • Ein guter Schritt für die Abschaffung des zwangsfinanzierten Staatsfunk…

    • Weder ist er zwangsfinanziert, noch ist er „Staatsfunk“. Und anstatt das zu verstehen fantasiert ihr solchen Mist zusammen und zahlt schön weiter.

      -24
      • Hast du mal geguckt wie die Rundfunkräte besetzt sind? Dass es die überhaupt gibt und die Parteien Einfluss auf die Besetzung der Sender nehmen können, belegt ausreichend, dass es sich beim ÖRR um Staatsfunk handelt.

      • Solange ich gezwungen bin Gebühren zu entrichtet ist der zwangsfinanziert. Was ist so schwer daran einen solchen Zusammenhang zu erkennen? Übrigens wurden diese Gebühren in Norwegen abgeschafft…

      • Laber keinen Scheissdreck, ARD Praktikant…

  • es glaubt doch wohl Keiner ernsthaft, daß ein Gericht gegen den CDURotfunk entscheidet?
    Wieder mal soll uns Demokratie vorgegaukelt werden

  • Das ÖRR Geld sollte lieber für die Rückführung von „Migrant:innen“ verwendet werden.

    • Der dummen Fantasie der Alten bei zunehmender Demenz sind eben keine Grenzen gesetzt. Persien auslöschen ist nicht weniger Fantasie als „GEZ Gebühren für Migrantenrückführung verwenden“.

      -15
  • Wieso sollte ein grünes Gericht unter einer grünen Regierung einen grünen Rundfunk als nicht vielfältig wahrnehmen?

  • Einfach nicht GEZahlen.
    Zahlungen einstellen und informieren
    https://gez-boykott.de/Forum/index.php
    Der einzige Weg, der was bewirken könnte.

  • Die DDR hat man auch abgewickelt, wo ist das Problem, von wegen geht nicht?

  • Ich drücke den Klägern die Daumen!

  • 1. ist das Gutachten zum Prozess in Bayern in Arbeit.
    2. Haben die Öffi´s nach m. E. eine Mitwirkungspflicht bei der Bearbeitung der Gutachten. Die Sendeverläufe aller Bild-, Ton- und Medienkanäle sind für jedes einzelne Verfahren auf Anforderung auszuhändigen.
    Eine fehlende Mitwirkungspflicht der Beklagten sollte zum Freispruch bzw. stattgeben er Klage führen.

  • Welchen Sinn hat diese ÖRR Zwangsabgabe noch? Nachdem alle Programme nach und nach umgestellt wurden und mit alten Systemen nicht mehr empfangbar sind, steht der Fernseher bei uns nur noch rum. Kommt demnächst auf den Sperrmüll da total überflüssig. Die Abende verbringt eh jeder vor seinem PC, Handy oder Notebook im Netz und schaut sich gezielt Sachen an, die ihn interessieren. Dürfte fast überall so sein. Die Fake News der ÖRR braucht kein Mensch mehr. Die echten News holt man sich im Netz von den zensierten Portalen über VPN und Co. Da ist man dann bestens informiert und kann die Propaganda der ÖRR und MSM objektiv bewerten.

  • Der grünverwahrloste Deep-State wird sein bestes Instrument zur Massenverblödung und damit zum Machterhalt mit Klauen und Zähnen verteidigen.

  • Also eines ist klar: Das Nachrichtenangebot der ÖR ist alles andere als üppig. Und Sendungen über Technik/Technologie, Archäologie oder Durchbrüche der Wissenschaft sind absolute Mangelware. Es gäbe übers Netz so viele Quellen anzuzapfen. Und jedes Thema unter „Klima“ zu verhandeln, kommt mir mittlerweile wie verordneter Autismus vor. Vllt. angezüchtet?

  • Ich wette die Verfahren werden allesamt abgeschmettert. Solange DummMichel in der Mehrheit kein anderes Wahlverhalten zeigt bleibt alles beim Alten. Da kommt natürlich jetzt die Staatsqoute von >50 % zum tragen.

  • Moege der Drecksfunk schnell verwesen…

  • Wieder so ein endstblöder Boomer der vor Gericht geht mit seinem „Ich zahl ja wenn es mehr vieeeelfallt gibt“ anstatt einfach gar nicht zu zahlen. Rechtspopulisten sind eben Außenseiter und Loser die weiter vor dem Fernseher vergammeln, nur dass da Auf1 Müll laufen soll anstatt Maischberger.

    -12
    • Die wahren Loser sind wohl eher die ohne Bildung aus der links grün woken Ecke. Die schnallen es einfach nicht, was abgeht.

    • ein herrlich einfaches Weltbild. wer das nicht zahlen will, ist rächz. zu mehr reicht es da in der Birne offensichtlich nicht. Ja ja, genau so ist es, und nicht anders, da hat jemand den ganz großen Durchblick.

    • oh Maischberger …… ich hätte jetzt als Angebot der Namen Böhmermüller erwartet!!

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