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Bundesregierung

Kehrtwende beim EU-Haushalt: Deutschland fordert Kürzungen um hunderte Milliarden Euro

Deutschland vollzieht eine Kehrtwende beim EU-Haushalt: Gemeinsam mit fünf weiteren Nettozahlern fordert die Bundesregierung, den Zwei-Billionen-Euro-Entwurf der EU-Kommission um mehrere hundert Milliarden Euro zu kürzen.

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Bundeskanzler Friedrich Merz stellt sich gegen den Zwei-Billionen-Euro-Haushalt der EU-Kommission. (IMAGO/Andreas Gora)

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Deutschland stellt sich gegen eine weitere massive Ausweitung des EU-Haushalts. Die Bundesregierung verlangt, den von der EU-Kommission geplanten Finanzrahmen für 2028 bis 2034 um mehrere hundert Milliarden Euro zusammenzustreichen. Unterstützung bekommt Berlin dabei von fünf weiteren Nettozahlern.

Bei einem von Bundeskanzler Friedrich Merz organisierten Treffen in Berlin legten Deutschland, Österreich, Dänemark, Finnland, Schweden und die Niederlande am Donnerstag erstmals eine gemeinsame Position vor. Der Kommissionsentwurf von knapp zwei Billionen Euro soll demnach deutlich kleiner werden.

In ihrer gemeinsamen Erklärung verlangen sie, den von der Kommission vorgesehenen Haushalt von knapp zwei Billionen Euro „in ausgewogener Weise“ zu reduzieren. Alle Ausgabenbereiche sollen einen Beitrag zu den Kürzungen leisten. Gleichzeitig soll mehr Geld für Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit, Migration und die europäische Souveränität eingesetzt werden.

Einer weiteren gemeinsamen Verschuldung der Europäischen Union erteilen die sechs Staaten eine Absage. Neue EU-Schulden seien „nicht die Lösung für unsere haushaltspolitischen Herausforderungen“.

Noch vor wenigen Jahren gehörte Deutschland zu den Staaten, die eine stärkere finanzielle Ausstattung der Europäischen Union vorantrieben. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte bereits 2018, die damalige Bundesregierung sei bereit, künftig mehr Geld in den europäischen Haushalt einzuzahlen. „Wir haben im Koalitionsvertrag verabredet, dass wir bereit sind, mehr in einen zukünftigen Haushalt zu zahlen“, sagte Merkel damals.

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Besonders weit ging Deutschland während der Corona-Krise. Im Mai 2020 schlugen Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron gemeinsam einen europäischen Wiederaufbaufonds in Höhe von 500 Milliarden Euro vor. Die Mittel sollten zusätzlich zum regulären EU-Finanzrahmen mobilisiert werden. Aus der Initiative entwickelte sich das Programm NextGenerationEU: Die Europäische Union nahm dafür erstmals in großem Umfang gemeinsam Schulden auf.

Auch die Ampelregierung stellte sich gegen Kürzungen. SPD, Grüne und FDP hielten 2021 in ihrem Koalitionsvertrag ausdrücklich fest, dass die Rückzahlung der Schulden aus NextGenerationEU „nicht zu Kürzungen bei EU-Programmen und -Mitteln führen“ solle. Bereits Ende Juni berichtete Reuters über ein internes Papier der Bundesregierung, in dem Berlin eine Kürzung des neuen EU-Finanzrahmens um rund 400 Milliarden Euro verlangte. Der Kommissionsentwurf sei für Deutschland „unbezahlbar“.

Ende Juli machte Merz die Forderung schließlich öffentlich. „Wir brauchen deswegen einen Budgetentwurf mit Kürzungen in allen Bereichen, und zwar insgesamt um mehrere hundert Milliarden Euro“, erklärte er bei einem Besuch in Irland. Die Kürzungen seien „zwingend“. Eine Kürzung um 400 Milliarden Euro entspräche rund einem Fünftel des ursprünglichen Kommissionsentwurfs. Statt knapp zwei Billionen Euro stünden der Europäischen Union für die sieben Jahre damit noch ungefähr 1,6 Billionen Euro zur Verfügung.

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26 Kommentare

  • Wahrscheinlich hat er bereits der Erhöhung des EU Budgets zugestimmt. Wiederholungstäter bei der Arbeit!

  • Dieser Regierung stehen die Schulden bis zum Hals. Deutlicher, als mit den gerade angedachten Maßnahme, kann man das nicht belegen. Getränkesteuer und Kürzung an die EU, zeigen das überdeutlich.

    Wen wundert das, wenn man weiß, dass diese Regierung weiterhin jeden Monat eine Kleinstadt an gefährlichen Islamisten ins Land holt.

    Die genauen Zahlen, die uns alle aus den Socken hauen wird, erfahren wir erst mit der AfD.

    Deshalb AfD wählen, um zu wissen, was wir wissen sollten.

    • Bin mir gar nicht mal sicher, ob ich das unbedingt so detailliert wissen will. Das Stadtbild und die bekannten Statistiken genügen mir eigentlich.

  • Interessanter ist, welche Staaten sich nicht anschließen.

    • Alle anderen Staaten. Also die Nettoempfänger.

  • Es stehen „Wahlen“ an, kaum verwunderlich also…

    • Ach ja stimmt. Wieder mal ein bisschen Sand in die Augen streuen….oder doch Zucker ?

  • Ich wundere mich angesichts der fragwürdigen Leistungen der EU, daß Austrittsforderungen selten erhoben werden.

    Reformfähig innerhalb eines diskutablen Zeitrahmens von 10 – 15 Jahren ist diese EU wohl nicht.

    Schwer erträglich.

  • Auch wieder so eine Ankündigung. Die Frage ist nur wann man umfällt

  • Ich glaube denen kein einziges Wort mehr 🤥

  • Die geforderte Budget-Reduzierung wurde von Pinocchio sicherlich zuvor doppelt so hoch eingepreist. Hauptsache ist und bleibt die permanente Schädigung der Deutschen.

  • „Bei einem von Bundeskanzler Friedrich Merz organisierten Treffen in Berlin legten Deutschland, Österreich, Dänemark, Finnland, Schweden und die Niederlande am Donnerstag erstmals eine gemeinsame Position vor.“

    Das Problem ist nur, das die anderen EU-Länder, die „Netto-Empfängerländer“, natürlich „DAFÜR“ sind – da auch die Auszahlungen für ihre Länder entsprendend ansteigen.

    Den Zahn mit dem „2 Billionen-Euro-Haushalt“ hätte man Uschi sofort nach Verkündung dieser genialen Idee ziehen sollen – nun wird es wohl zu spät sein, wenn die Mehrzahl der EU-Länder bereits die Eurozeichen in den Augen hat.

    • Deutschlands Gas-Irrsinn: Frieren mit Haltung
      … Gleichzeitig importiert Europa kurz vor dem angekündigten Ausstieg Rekordmengen russischen LNGs.
      Nach der Geldwäsche kommt nun die Gaswäsche im großen Stil:
      Russisches Pipelinegas gilt als moralisch verseucht – nach Verflüssigung,
      Weltreise und Wiedererwärmung trägt dasselbe Molekül plötzlich einen EU-Heiligenschein.
      https://wwwyoutube.com/watch?v=haWBrEWedCI 10 Min.

  • Nebelkerzen zur anstehenden Wahl….

  • Ist ja jetzt nicht so, dass 1600 Mrd. € wenig wären, aber mir drängt sich der Eindruck auf, dass unsere Regierung wohl nicht mehr kann… Wenn es dem Zusammenbruch der EU dient, mir soll’s recht sein.

  • Wenn er was fordert, passiert mit 100% Sicherheit das Gegenteil.

  • Es gibt nur eins:
    Raus aus dieser U.v.D.Leyen EU. Diese Frau wurde NIE gewählt, benimmt sich aber wie die Herrscherin über Europa!

  • Deutschland pfeift mittlerweile aus dem letzten Loch.
    Deswegen wähle ich nur noch AfD.

  • Da ahnt jemand wer bald das Sagen hat und schmeißt schonmal vorsorglich den Bremsfallschirm

  • Die EU braucht kein Mensch, 0 Euro für diesen Haufen.

  • Einfach mal alle diese dummen EU Gesetzte und Vorgaben streichen, das würde jeden helfen!

  • Hat die regierende CDU in der EU genauso viel zu melden wie die regierende Bundes-CDU, die den Klingbeil und Bas regieren lässt?

    Was für eine Shitshow. Die Bundes-CDU-Regierung stellt Forderungen an die EU-CDU-Reguerung 🤦🏼

  • „… solle mehr Geld für …. Migration“ in welcher Verwendung? Zur RE-Migration?

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